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Hive: Notation

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Ulrich Roth

Hive: Notation

Beitragvon Ulrich Roth » 3. Dezember 2002, 03:10

Hallo Hivemaniacs,

da ich glaube, dass Hive sich aufgrund seiner Spieltiefe bei überschaubarer Zügezahl besonders für das Korrespondenzspiel eignet, habe ich mir mal über ein mögliches Notationssystem Gedanken gemacht. Eine echte Herausforderung, da es ja kein Spielfeld / Koordinatensystem gibt. :eek:
Lasst euch Zeit beim Durchlesen; es ist nicht so kompliziert, wie es klingt!

[b]1. Identifizierung der einzusetzenden bzw. zu ziehenden Figur[/b]

Benutzt werden die Abkürzungen der englischen Figurennamen, wobei Großbuchstaben eine Figur von Spieler 1 (Anziehender) und Kleinbuchstaben eine Figur von Spieler 2 (Nachziehender) bedeuten:

A/a = ant (Ameise)
B/b = beetle (Käfer)
G/g = grasshopper (Grashüpfer)
Q/q = queenbee (Bienenkönigin)
S/s = spider (Spinne)

Wird eine Figur eingesetzt, wird dem Buchstaben ein Asterisk * vorgestellt.
[i]Beispiele: *Q bedeutet, dass Spieler 1 seine Bienenkönigin, *g dass Spieler 2 einen Grashüpfer einsetzt.[/i]

Wird eine Figur gezogen, die bereits mehrfach im Spiel ist, werden die Figuren dieses Typs und Spielers [b]von links nach rechts und oben nach unten[/b] (also so, als würde Zeile für Zeile ein Text gelesen) durchnummeriert.
"Oben" und "unten" werden [b]aus der Sicht von Spieler 1[/b] definiert. Er platziert seine erste Figur so, dass oben und unten eine waagrechte Kante (keine Spitze) liegt. Spieler 2 legt seine erste Figur an die "obere" (aus Sicht von Spieler 1) Kante an.

(Am besten legen beide Spieler ihre Figuren stets so, dass der Kopf des Tieres auf den Gegner zu zeigt.)

[i]Beispiele aus der Spielregel (hier wird stets angenommen, Silber sei Spieler 1 und Blau Spieler 2. Außerdem muss man sich alle Stellungen um 30º nach links gekippt vorstellen):
Seite 12 : Der ziehende silberne Grashüpfer wird mit G1 bezeichnet.
Seite 13 : Die ziehende blaue Spinne wird mit s1 bezeichnet. [/i]

[b]2. Definition des Zielortes (des Einsetzens bzw. des Zuges)[/b]

[b]a) Züge von Q (Bienenkönigin), B (Käfer) und G (Grashüpfer):[/b]

Hier genügt die Angabe der Richtung. Q und B ziehen genau ein Feld in diese Richtung, G macht den einzigen möglichen Sprung in diese Richtung.
Die sechs möglichen Richtungen werden oben in der Mitte anfangend im Uhrzeigersinn von 1 bis 6 durchnummeriert (4 bedeutet also beispielsweise einen Zug nach unten, d.h. auf Spieler 1 zu).

[i]Beispiele aus der Spielregel:
Die blaue Q auf Seite 10 kann in die Richtungen 2,3,5,6 ziehen.
Ein Zug in Richtung 2 würde beispielsweise mit q-2 bezeichnet.
Der silberne B auf Seite 11 kann in die Richtungen 1,4,5,6 ziehen.
Ein Zug in Richtung 1 würde beispielsweise mit B-1 bezeichnet.[/i]

[b]b) Einsetzen von Figuren / Züge von S (Spinne) und A (Ameise):[/b]

Hier muss der Zielort genau definiert werden, da es fast immer mehrere Möglichkeiten gibt. Mangels eines Koordinatensystems erfolgt die Definition über eine dem Zielort benachbarte andere (fremde oder eigene) Figur. Die Bezeichnung des Zielorts besteht aus der Identifikation (vgl. oben) dieser benachbarten Figur (gibt es mehrere solche, kann eine beliebige gewählt werden) und - nach einem Schrägstrich - der Richtung (von dieser angrenzenden Figur aus gesehen) in der die neue Figur an sie angrenzt.

[i]Beispiele aus der Spielregel:
Das korrekte Einsetzen des Grashüpfers auf Seite 5 ergibt (vorausgesetzt, dass Silber angefangen hat, beide Spieler ihre ersten Figuren jeweils auf der eigenen Seite platziert haben und wir somit die Stellung aus Sicht von Spieler 2 betrachten):
G-A/5
Die vier möglichen Züge der blauen Spinne auf Seite 13 werden (vorausgesetzt, dass wir die Stellung aus Sicht von Spieler 1 betrachten) wie folgt notiert:
a) s1-s2/6
b) s1-q/2 (oder s1-a/3, oder s1-G/1, oder s1-g/6)
c) s1-b/5 (oder s1-A/6, oder s1-g/1)
d) s1-Q/2[/i]

Fragen, Kommentare, Alternativvorschläge?

Schwärmerische Grüße,
Ulrich
(geht derzeit nicht ohne sein Pocket-Hive aus dem Haus) :razz:

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Günter Cornett

Re: Hive: Notation

Beitragvon Günter Cornett » 3. Dezember 2002, 04:15

Hallo Ulrich,

ich finde es einfacher, wenn man sich kein virtuelles Hex-Koordinatensystem vorstellen muss.
Unterschiedliche Regeln beim Ziehen und Einsetzen/Ameise finde ich ebenfalls nicht so gut.

Besser wäre, man kann sich die Züge gleich bildlich vorstellen:

jede Figur erhält eine eigene Kennung (die auch auf den Spielsteinen angebracht werden sollte):

A/AA/AAA bzw. a/aa/aaa = ant (Ameise)
B/BB bzw. b/bb = beetle (Käfer)
G/GG/GGG bzw. g/gg/ggg = grasshopper (Grashüpfer)
Q bzw. q = queenbee (Bienenkönigin)
S/SS bzw. s/ss = spider (Spinne)

Buchstabenanzahl = Reihenfolge des Einsetzens


Anstatt der Richtungen 1-6 und oben und unten würde ich eine Uhr verwenden.
Spieler 1 sitzt auf Position 12, Spieler 2 auf 6.

Die Notation wäre dann immer einheitlich, anschaulich und passt besser zum Spiel, wo die Steine nicht in einem Koordinatensystem sondern immer in Bezug zu anderen Steinen gesetzt werden:

AA-q8

Ameise zwei (von Spieler 1) zieht zur Königin (von Spieler2) auf 8 Uhr (bzw. wird dort eingesetzt).

Der einzige Nachteil ist, dass man für die 10 und die 12 zwei Stellen braucht, aber ich halte das für anschaulicher (notfalls liesse sich die 12 als 0, die 10 'römisch' als x darstellen ).

Man kann seinen Viechern natürlich auch Namen geben, die mit dem entsprechenden Anfangsbuchstaben anfangen.

Gruß, Günter

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Ulrich Roth

Re: Hive: Notation

Beitragvon Ulrich Roth » 3. Dezember 2002, 12:02

Hallo Günter,

> ich finde es einfacher, wenn man sich kein virtuelles
> Hex-Koordinatensystem vorstellen muss.

Koordinatensystem? Man muss doch lediglich die Stellung nach Lesemanier überfliegen und die - maximal drei - gleichen Figuren im Geiste durchnummerieren. Geht ruckzuck!

> Unterschiedliche Regeln beim Ziehen und Einsetzen/Ameise
> finde ich ebenfalls nicht so gut.

Die unterschiedlichen Regeln beim Ziehen sind nun mal spielimmanent. Da die Züge von Q. B und G viel einfacher zu beschreiben sind als die von A und S, sollte eine ökonomische Notation diesen Umstand ausnutzen.
Was das Einsetzen betrifft, so ist sowohl die Spielregel als auch mein Notationsvorschlag 100% einheitlich.

> Besser wäre, man kann sich die Züge gleich bildlich vorstellen:
> jede Figur erhält eine eigene Kennung (die auch auf den
> Spielsteinen angebracht werden sollte):

Arrgh - da würde aber die Ästhetik schwer aufheulen! :eek:
Vorstellen könnte ich mir allenfalls, mir ein Spiel speziell für Korrespondenz zu basteln; aber muss dieser Aufwand wirklich sein? Und wie viele Spieler würden ihn treiben wollen?

> Anstatt der Richtungen 1-6 und oben und unten würde ich eine
> Uhr verwenden.

Hier scheint mir ein Missverständnis vorzuliegen. Bei meinen Richtungen gibt es kein oben und unten. Die sechs (nicht zwölf!) möglichen Richtungen werden durchnummeriert, S1 sitzt auf 4, S2 auf 1.

> Spieler 1 sitzt auf Position 12, Spieler 2 auf 6.

Sollte das nicht - wenn schon - umgekehrt sein? Mir scheint es intuitiver, sich die "Uhr" aus Sicht von S1 vorzustellen.

> Die Notation wäre dann immer einheitlich, anschaulich und
> passt besser zum Spiel, wo die Steine nicht in einem
> Koordinatensystem sondern immer in Bezug zu anderen Steinen
> gesetzt werden:

Ist doch auch ganz meine Rede... :wink:

> AA-q8
> Ameise zwei (von Spieler 1) zieht zur Königin (von Spieler2)
> auf 8 Uhr (bzw. wird dort eingesetzt).

Den Asterisk * kann man sich in der Tat notfalls schenken.
In meiner Notation wäre dieser Zug ohne Asterisk
A2-q5
(wobei aus der Nummerierung der A, angesichts der Tatsache, dass sich bislang nur eine im Spiel befindet, automatisch das Neueinsetzen hervorgeht)
und mit Asterisk
*A-q5
Eigentlich gefällt mir letzteres besser. Wenn ich mir das Nachspielen einer Partie anhand Notation vorstelle, signalisiert der * sofort, wohin man greifen muss.

> Der einzige Nachteil ist, dass man für die 10 und die 12 zwei
> Stellen braucht, aber ich halte das für anschaulicher
> (notfalls liesse sich die 12 als 0, die 10 'römisch' als x
> darstellen ).

Hmm... Der Mensch ist zwar an das Durchnummerieren von 360º mit 12 Zahlen gewöhnt, aber ich denke, die Nummerierung 1-6 (für die _6_ Richtungen!) kann man sehr schnell lernen. Das Problem mit den doppelten Stellen entsteht so gar nicht erst.

> Man kann seinen Viechern natürlich auch Namen geben, die mit
> dem entsprechenden Anfangsbuchstaben anfangen.

Du meinst wie Amalie, Anneliese und Alf für die Ameisen, usw.?
Hört sich nach viel Spaß an - aber leider:
- großer Schreibaufwand
- wenn man nicht im Verlauf des Spiels den Überblick verlieren will, wer wer ist, muss man wohl die Namen auf die Figuren schreiben! :eek:

Grüße,
Ulrich

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Günter Cornett

Re: Hive: Notation

Beitragvon Günter Cornett » 3. Dezember 2002, 15:00

Ulrich Roth schrieb:
>
> Hallo Günter,
>
> > ich finde es einfacher, wenn man sich kein virtuelles
> > Hex-Koordinatensystem vorstellen muss.
>
> Koordinatensystem? Man muss doch lediglich die Stellung nach
> Lesemanier überfliegen und die - maximal drei - gleichen
> Figuren im Geiste durchnummerieren. Geht ruckzuck!

Ja, aber es ist eine unnnötige Übersetzung.
Stell dir mal vor, du würdest es blind spielen.
Was wäre einfacher zu merken ?


> > Unterschiedliche Regeln beim Ziehen und Einsetzen/Ameise
> > finde ich ebenfalls nicht so gut.
>
> Die unterschiedlichen Regeln beim Ziehen sind nun mal
> spielimmanent. Da die Züge von Q. B und G viel einfacher zu
> beschreiben sind als die von A und S, sollte eine ökonomische
> Notation diesen Umstand ausnutzen.

Unterschiedliche Regeln müssen nicht zu einer unterschiedlichen Notation führen. Ökonmisch ist IMHO, wenn man die selbe Regel für alle Figuren verwenden kann.

> Was das Einsetzen betrifft, so ist sowohl die Spielregel als
> auch mein Notationsvorschlag 100% einheitlich.

Ich sehe keine Differenzen zwischen Spielregel und Notation. Mangelnde Einheitlichkeit ist für mich, dass Züge unterschiedlich
dargestellt werden.

> > Besser wäre, man kann sich die Züge gleich bildlich
> vorstellen:
> > jede Figur erhält eine eigene Kennung (die auch auf den
> > Spielsteinen angebracht werden sollte):
>
> Arrgh - da würde aber die Ästhetik schwer aufheulen! :eek:

Ich bin eher Praktiker als Ästeht ;-)

> Vorstellen könnte ich mir allenfalls, mir ein Spiel speziell
> für Korrespondenz zu basteln; aber muss dieser Aufwand
> wirklich sein? Und wie viele Spieler würden ihn treiben wollen?
>
> > Anstatt der Richtungen 1-6 und oben und unten würde ich eine
> > Uhr verwenden.
>
> Hier scheint mir ein Missverständnis vorzuliegen. Bei meinen
> Richtungen gibt es kein oben und unten.

Du sprichst aber von 'oben' und 'unten'. Finde ich auch hilfreich.

> Die sechs (nicht
> zwölf!) möglichen Richtungen werden durchnummeriert, S1 sitzt
> auf 4, S2 auf 1.

Ich weiss schon, dass es 6 Richtungen sind.Die Uhr habe ich vorgeschlagen, weil ihr Bild schon im Kopf verankert ist. Wenn man bildhaft denkt, braucht man sich nicht überlegen, ist 'oben' nun die 1 oder 6.

Man kann sich dann auch besser Züge überlegen, wenn man nicht vorm 'Brett' sitzt.

> > Spieler 1 sitzt auf Position 12, Spieler 2 auf 6.
>
> Sollte das nicht - wenn schon - umgekehrt sein? Mir scheint
> es intuitiver, sich die "Uhr" aus Sicht von S1 vorzustellen.

Ja, hast recht.

> > Die Notation wäre dann immer einheitlich, anschaulich und
> > passt besser zum Spiel, wo die Steine nicht in einem
> > Koordinatensystem sondern immer in Bezug zu anderen Steinen
> > gesetzt werden:
>
> Ist doch auch ganz meine Rede... :wink:

Ja,deine Rede, aber deine Taten, äh Vorschläge ... ;-)

> > AA-q8
> > Ameise zwei (von Spieler 1) zieht zur Königin (von Spieler2)
> > auf 8 Uhr (bzw. wird dort eingesetzt).
>
> Den Asterisk * kann man sich in der Tat notfalls schenken.
> In meiner Notation wäre dieser Zug ohne Asterisk
> A2-q5
> (wobei aus der Nummerierung der A, angesichts der Tatsache,
> dass sich bislang nur eine im Spiel befindet, automatisch das
> Neueinsetzen hervorgeht)
> und mit Asterisk
> *A-q5
> Eigentlich gefällt mir letzteres besser. Wenn ich mir das
> Nachspielen einer Partie anhand Notation vorstelle,
> signalisiert der * sofort, wohin man greifen muss.

Das stimmt.
Was mir an A2-q5 (bei einem Zug im Laufe des Spieles) nicht gefällt ist die unterschiedliche Funktionder Zahlen: 2 meint den Spielstein, 5 die Richtung.

> > Der einzige Nachteil ist, dass man für die 10 und die 12 zwei
> > Stellen braucht, aber ich halte das für anschaulicher
> > (notfalls liesse sich die 12 als 0, die 10 'römisch' als x
> > darstellen ).
>
> Hmm... Der Mensch ist zwar an das Durchnummerieren von 360º
> mit 12 Zahlen gewöhnt, aber ich denke, die Nummerierung 1-6
> (für die _6_ Richtungen!) kann man sehr schnell lernen. Das
> Problem mit den doppelten Stellen entsteht so gar nicht erst.

Es ist ein Punkt mehr, den man extra für dieses Spiel lernen muss.

> > Man kann seinen Viechern natürlich auch Namen geben, die mit
> > dem entsprechenden Anfangsbuchstaben anfangen.
>
> Du meinst wie Amalie, Anneliese und Alf für die Ameisen, usw.?
> Hört sich nach viel Spaß an - aber leider:



> - großer Schreibaufwand

drei bis vier Buchstaben pro Name sollten ausreichen.
Man könnte die beiden Parteien nach Männer- und Frauennamen unterscheiden:

Abel, Alf, Arno, - Anne, Anja, Anke

> - wenn man nicht im Verlauf des Spiels den Überblick
> verlieren will, wer wer ist, muss man wohl die Namen auf die
> Figuren schreiben! :eek:

das muss man leider auch bei A AA AAA
(oder kürzer: A A: A!)

[Als Nachteil sehe ich, dass man für die zweite Spinne ein 'SS' auf den Spielstein schreiben muss. Bei der Notation wäre mir das egal, aber auf dem Spielstein sieht das für mich doch etwas komisch aus (vielleicht besser 'Sp' und 'sp' für spider - aber das wäre eine andere Diskussion, die wir hier jetzt nicht führen brauchen)]



> Grüße,
> Ulrich

tschüs,Günter

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Robert Vötter

Re: Hive: Notation

Beitragvon Robert Vötter » 3. Dezember 2002, 15:37

Fragen:
Wie kennzeichnet man einen Käfer, der auf anderer Figur raufkrabbelt ?
Schwierig ist sicher auch notation von Ameise, da sie fast überall hinkann.

Persönlich würde ich die Figuren aber mit der Deutschen Bezeichnung lassen:
A = Ameise
K = Käfer
G = Grashüper
B = Biene
S = Spinne

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Ulrich Roth

Re: Hive: Notation

Beitragvon Ulrich Roth » 3. Dezember 2002, 22:42

Hallo Robert,

> Fragen:
> Wie kennzeichnet man einen Käfer, der auf anderer Figur
> raufkrabbelt ?

Nach meinem bisherigen Vorschlag wird das "Raufkrabbeln" nicht besonders gekennzeichnet, da dies nicht unbedingt notwendig ist und ich die Dinge so einfach wie möglich halten wollte.
Allerdings spricht auch einiges für eine gewisse - das unmittelbare Verständnis befördernde und die Fehlerquote mindernde - Redundanz in der Notation.
[i](Im Schach wäre es beispielsweise auch nicht notwendig, einen Schlag-Zug als solchen zu kennzeichnen. Wenn eine Figur auf ein besetztes Feld zieht, dann schlägt sie halt was dort steht. Dennoch wird mit gutem Grund der Schlagvorgang in der Notation mit einem "x" dargestellt, z.B. DxSf6 = Dame schlägt Springer auf f6).[/i]
Wie wäre es also mit einem ">"? Dann würde "B>3" bedeuten "Käfer zieht in Richtung 3 und besteigt dabei irgendwas". Wer es noch ausführlicher mag, darf natürlich auch "B>3A" schreiben und so zusätzlich ausdrücken, dass er auf eine Ameise steigt.

> Schwierig ist sicher auch notation von Ameise, da sie fast
> überall hinkann.

Schon, aber letztlich zieht sie ja nur auf [b]ein[/b] Feld, und das muss halt klar definiert werden (über eine angrenzende Figur, von der aus gesehen sie sich nach ihrem Zug in einer bestimmten Richtung befindet).

> Persönlich würde ich die Figuren aber mit der Deutschen
> Bezeichnung lassen:
> A = Ameise
> K = Käfer
> G = Grashüper
> B = Biene
> S = Spinne

Kann man natürlich nach Gusto handhaben, gar kein Problem. Ich habe gleich für einheitlich Englisch plädiert, weil ich im Geiste schon internationale E-Mail-Turniere spiele... :))

Grüße,
Ulrich

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Ulrich Roth

Re: Hive: Notation

Beitragvon Ulrich Roth » 3. Dezember 2002, 23:43

Hallo Günter,
schaumermal:

> > Koordinatensystem? Man muss doch lediglich die Stellung nach
> > Lesemanier überfliegen und die - maximal drei - gleichen
> > Figuren im Geiste durchnummerieren. Geht ruckzuck!
>
> Ja, aber es ist eine unnnötige Übersetzung.

Unnötig - nach bisherigem Diskussionsstand - nur, wenn wir akzeptieren, dass die Spielsteine mit Buchstaben, Namen o.ä. beschrieben werden müssen.
Das darf aber m.E. nicht der Weisheit letzter Schluss sein, denn:
- Niemand wird sein Original-Set auf diese Weise verunstalten wollen.
- Die Original-Sets werden aber (hoffentlich) weiterhin zum Spielen benutzt.
- Eine Partie mit dem Original-Set könnte man also gar nicht mitschreiben!

> Stell dir mal vor, du würdest es blind spielen.
> Was wäre einfacher zu merken ?

Hmm... Ich bin ein lausiger Blindspieler, aber mir scheint, die meisten Spezialisten auf diesem Gebiet merken sich die Stellungen nicht über die Notation, sondern per geistige Visualisierung.

> > Die unterschiedlichen Regeln beim Ziehen sind nun mal
> > spielimmanent. Da die Züge von Q. B und G viel einfacher zu
> > beschreiben sind als die von A und S, sollte eine ökonomische
> > Notation diesen Umstand ausnutzen.
>
> Unterschiedliche Regeln müssen nicht zu einer
> unterschiedlichen Notation führen. Ökonmisch ist IMHO, wenn
> man die selbe Regel für alle Figuren verwenden kann.

OK, hier müssen wir uns wohl darauf einigen, dass wir uns nicht einigen können ("agree to disagree", wie der Engländer sagt). :wink:
Ich persönlich fände es übertrieben, statt eines simplen "Q-4" etwas wie "Q-AAA10" schreiben zu müssen. :roll: , nur um einem abstrakten Einheitlichkeits-Postulat Genüge zu tun.

> > Was das Einsetzen betrifft, so ist sowohl die Spielregel als
> > auch mein Notationsvorschlag 100% einheitlich.
>
> Ich sehe keine Differenzen zwischen Spielregel und Notation.
> Mangelnde Einheitlichkeit ist für mich, dass Züge
> unterschiedlich dargestellt werden.

Ja, das habe ich verstanden. Aber das [b]Einsetzen[/b] aller Figuren will ich völlig einheitlich, nämlich über die resultierende Position aus der Perspektive angrenzender Figuren, darstellen, und das ist in deinem Modell ja auch der Fall.

> > > jede Figur erhält eine eigene Kennung (die auch auf den
> > > Spielsteinen angebracht werden sollte):
> >
> > Arrgh - da würde aber die Ästhetik schwer aufheulen! :eek:
>
> Ich bin eher Praktiker als Ästeht ;-)

Ich verstehe mich als beides - und was die Praktikabilität betrifft: Siehe obige Anmerkungen zum Markieren der Spielsteine.

> > Hier scheint mir ein Missverständnis vorzuliegen. Bei meinen
> > Richtungen gibt es kein oben und unten.
>
> Du sprichst aber von 'oben' und 'unten'. Finde ich auch
> hilfreich.

Die Begriffe "oben" und "unten" habe ich nur gebraucht, um das Zustandekommen der Richtungsnummerierung von 1 bis 6 zu erläutern: 1 ist aus Sicht von Spieler 1 "oben", 4 "unten". Sobald wir das klar haben, können wir diese Begriffe vergessen. In diesem Punkt sehe ich auch gar keinen Unterschied zu deinem System; du hast uhr-bedingt lediglich höhere Zahlen.

> Was mir an A2-q5 (bei einem Zug im Laufe des Spieles) nicht
> gefällt ist die unterschiedliche Funktion der Zahlen: 2 meint
> den Spielstein, 5 die Richtung.

Da ist was dran. Ich könnte mich evtl. dazu überreden lassen, deine Bezeichnungen (A, AA, AAA statt A1, A2, A3) für mein System (Durchnummerierung nach aktueller Stellung, nicht nach Einsetzreihenfolge) auszuborgen... :grin:

> > Hmm... Der Mensch ist zwar an das Durchnummerieren von 360º
> > mit 12 Zahlen gewöhnt, aber ich denke, die Nummerierung 1-6
> > (für die _6_ Richtungen!) kann man sehr schnell lernen. Das
> > Problem mit den doppelten Stellen entsteht so gar nicht erst.
>
> Es ist ein Punkt mehr, den man extra für dieses Spiel lernen
> muss.

Diese Problematik reduziert sich letztlich auf eine Geschmacksfrage. Es wäre interessant, andere Stimmen dazu zu hören.

> > - wenn man nicht im Verlauf des Spiels den Überblick
> > verlieren will, wer wer ist, muss man wohl die Namen auf die
> > Figuren schreiben! :eek:
>
> das muss man leider auch bei A AA AAA

Im privaten Rahmen kann man sich natürlich mit so einem Set amüsieren.
Aber suchen wir nicht ein Notationssystem, das jederzeit und überall auch mit unpräparierten Sets anwendbar ist?

Grüße,
Ulrich

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hannes

Re: Hive: Notation

Beitragvon hannes » 3. Dezember 2002, 23:57

Hallo Ulrich

Hast du schon mal mit dem Autor John Yianni Kontakt aufgenommen ?
Vielleicht hat er sich auch schon Gedanken zu einer Notation gemacht.

hannes

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Ulrich Roth

Re: Hive: Notation

Beitragvon Ulrich Roth » 4. Dezember 2002, 00:27

Hallo Hannes,

> Hast du schon mal mit dem Autor John Yianni Kontakt aufgenommen ?

Ja, habe ich. Allerdings nicht zu diesem Thema, sondern zur Unentschieden-Frage (nach seiner Erfahrung sind auf Experten-Level Remisen eher selten).

> Vielleicht hat er sich auch schon Gedanken zu einer Notation
> gemacht.

Womöglich.
Ich wollte ihm aber nichts Unausgegorenes unterbreiten, sondern meine Ideen dazu erstmal hier durchchecken lassen (und Günter macht ja auch einen richtig guten Job in dieser Hinsicht :grin: )

Grüße,
Ulrich

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Günter Cornett

Re: Hive: Notation

Beitragvon Günter Cornett » 4. Dezember 2002, 00:32

Ulrich Roth schrieb:
>
> > > Koordinatensystem? Man muss doch lediglich die Stellung
> nach
> > > Lesemanier überfliegen und die - maximal drei - gleichen
> > > Figuren im Geiste durchnummerieren. Geht ruckzuck!
> >
> > Ja, aber es ist eine unnnötige Übersetzung.
>
> Unnötig - nach bisherigem Diskussionsstand - nur, wenn wir
> akzeptieren, dass die Spielsteine mit Buchstaben, Namen o.ä.
> beschrieben werden müssen.

Hallo Ulrich,
Ja, mein Vorschlag ist genau das zu tun.

> Das darf aber m.E. nicht der Weisheit letzter Schluss sein,
> denn:
> - Niemand wird sein Original-Set auf diese Weise verunstalten
> wollen.

Ich bin ein Niemand, schluchz :mad:

> - Die Original-Sets werden aber (hoffentlich) weiterhin zum
> Spielen benutzt.
> - Eine Partie mit dem Original-Set könnte man also gar nicht
> mitschreiben!

ja, das wäre problematisch

> > Stell dir mal vor, du würdest es blind spielen.
> > Was wäre einfacher zu merken ?
>
> Hmm... Ich bin ein lausiger Blindspieler, aber mir scheint,
> die meisten Spezialisten auf diesem Gebiet merken sich die
> Stellungen nicht über die Notation, sondern per geistige
> Visualisierung.

es geht mir nicht darum, tatsächlich blind zu spielen, sondern deutlich zu machen, dass die Notation der geistigen Visualisierung folgen sollte. Ein kurzer Blick aufs Blatt sollte ausreichen, um zu verstehen.

> > Unterschiedliche Regeln müssen nicht zu einer
> > unterschiedlichen Notation führen. Ökonmisch ist IMHO, wenn
> > man die selbe Regel für alle Figuren verwenden kann.
>
> OK, hier müssen wir uns wohl darauf einigen, dass wir uns
> nicht einigen können ("agree to disagree", wie der Engländer
> sagt). :wink:

Einverstanden.

> Ich persönlich fände es übertrieben, statt eines simplen
> "Q-4" etwas wie "Q-AAA10" schreiben zu müssen. :roll: , nur
> um einem abstrakten Einheitlichkeits-Postulat Genüge zu tun.

Es ist kein abstraktes Postulat sondern resultiert aus praktischen Erwägungen (ist leichter zu merken)

> > Ich bin eher Praktiker als Ästeht ;-)
>
> Ich verstehe mich als beides - und was die Praktikabilität
> betrifft: Siehe obige Anmerkungen zum Markieren der
> Spielsteine.

Vielleicht kann man die Spielsteine auch so markieren, das es schön aussieht ;-)

> > > Hier scheint mir ein Missverständnis vorzuliegen. Bei
> meinen
> > > Richtungen gibt es kein oben und unten.
> >
> > Du sprichst aber von 'oben' und 'unten'. Finde ich auch
> > hilfreich.
>
> Die Begriffe "oben" und "unten" habe ich nur gebraucht, um
> das Zustandekommen der Richtungsnummerierung von 1 bis 6 zu
> erläutern: 1 ist aus Sicht von Spieler 1 "oben", 4 "unten".
> Sobald wir das klar haben, können wir diese Begriffe
> vergessen. In diesem Punkt sehe ich auch gar keinen
> Unterschied zu deinem System; du hast uhr-bedingt lediglich
> höhere Zahlen.

Die Uhr ist selbst erklärend.

> > Was mir an A2-q5 (bei einem Zug im Laufe des Spieles) nicht
> > gefällt ist die unterschiedliche Funktion der Zahlen: 2 meint
> > den Spielstein, 5 die Richtung.
>
> Da ist was dran. Ich könnte mich evtl. dazu überreden lassen,
> deine Bezeichnungen (A, AA, AAA statt A1, A2, A3) für mein
> System (Durchnummerierung nach aktueller Stellung, nicht nach
> Einsetzreihenfolge) auszuborgen... :grin:

Eine Verkürzung wäre eventuell trotzdem sinnvoll.
A A: A!
(oder eben als Name ausschreiben)

> > > Hmm... Der Mensch ist zwar an das Durchnummerieren von 360º
> > > mit 12 Zahlen gewöhnt, aber ich denke, die Nummerierung 1-6
> > > (für die _6_ Richtungen!) kann man sehr schnell lernen. Das
> > > Problem mit den doppelten Stellen entsteht so gar nicht
> erst.
> >
> > Es ist ein Punkt mehr, den man extra für dieses Spiel lernen
> > muss.
>
> Diese Problematik reduziert sich letztlich auf eine
> Geschmacksfrage. Es wäre interessant, andere Stimmen dazu zu
> hören.

Jo.

> > > - wenn man nicht im Verlauf des Spiels den Überblick
> > > verlieren will, wer wer ist, muss man wohl die Namen auf
> die
> > > Figuren schreiben! :eek:
> >
> > das muss man leider auch bei A AA AAA
>
> Im privaten Rahmen kann man sich natürlich mit so einem Set
> amüsieren.

Aber 'draussen' amüsiert man sich nicht sondern spielt ernsthaft ;-)

Also ich finde Arno-anja8 gleichermassen amüsant und praktisch.

> Aber suchen wir nicht ein Notationssystem, das jederzeit und
> überall auch mit unpräparierten Sets anwendbar ist?

Ich glaube, die Frage könnt ihr nur für euch selbst beantworten. ;-)

Wer eine schlechte Handschrift hat, wird sicher ein paar Cents für Rubbelbuchstaben übrig haben oder durchsichtige Aufkleber bedrucken können.

Für Fernpartien wird man in den meisten Fällen ein Extra-Set verwenden, da man die unterbrochene Partie sonst nachspielen, den aktuellen Spielstand aufschreiben oder auf ftf-Partien verzichten müsste. Und das wollen 'wir' doch nicht, oder ?

Gruss, Günter (der noch gar kein eigenes Set hat)

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Ulrich Roth

Re: Hive: Notation

Beitragvon Ulrich Roth » 4. Dezember 2002, 01:01

Hallo Günter,

> > - Niemand wird sein Original-Set auf diese Weise verunstalten
> > wollen.
>
> Ich bin ein Niemand, schluchz :mad:

Hoppla, damit hätt' ich jetzt nicht gerechnet! :oops:
Ich vermute aber, die meisten Hive-Spieler würden ein solches Ansinnen als Sakrileg von sich weisen...

> > Die Begriffe "oben" und "unten" habe ich nur gebraucht, um
> > das Zustandekommen der Richtungsnummerierung von 1 bis 6 zu
> > erläutern: 1 ist aus Sicht von Spieler 1 "oben", 4 "unten".
> > Sobald wir das klar haben, können wir diese Begriffe
> > vergessen. In diesem Punkt sehe ich auch gar keinen
> > Unterschied zu deinem System; du hast uhr-bedingt lediglich
> > höhere Zahlen.
>
> Die Uhr ist selbst erklärend.

Wohl wahr. Aber auch du musst festlegen, welcher Spieler sie von "oben" bzw. "unten" sieht.

> Eine Verkürzung wäre eventuell trotzdem sinnvoll.
> A A: A!

Dieser konkrete Vorschlag ist zwar noch nicht so ganz mein Fall, aber auf dieser Schiene sollte weiter nachgedacht werden (evtl. A, A', A'' ?).

> > Aber suchen wir nicht ein Notationssystem, das jederzeit und
> > überall auch mit unpräparierten Sets anwendbar ist?
>
> Ich glaube, die Frage könnt ihr nur für euch selbst
> beantworten. ;-)

Ich glaube, "Hive" hat das Zeug zum internationalen Klassiker. Und als solcher bräuchte es ein universelles, uneingeschränkt praktikables Notationssystem.

Grüße,
Ulrich

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Günter Cornett

Re: Hive: Notation

Beitragvon Günter Cornett » 4. Dezember 2002, 04:14

Ulrich Roth schrieb:
>
> > Die Uhr ist selbst erklärend.
>
> Wohl wahr. Aber auch du musst festlegen, welcher Spieler sie
> von "oben" bzw. "unten" sieht.

Hallo Ulrich,

ja, aber ich muss mir z.B. nicht merken, ob 'oben' die 1 oder 6 ist. Und bei der Uhr sehe ich alle Zahlen vor mir, wenn ich an sie denken. Bei den von 1-6 nummerierten Seiten eines Hexfeldes (noch) nicht.

Aber, wie du sagst, es ist auch ein wenig Geschmacksache.

> > Eine Verkürzung wäre eventuell trotzdem sinnvoll.
> > A A: A!
>
> Dieser konkrete Vorschlag ist zwar noch nicht so ganz mein
> Fall, aber auf dieser Schiene sollte weiter nachgedacht
> werden (evtl. A, A', A'' ?).

Ich denke, dass die Notation sowohl getippt als auch handschriftlich leicht erkennbar sein sollte. Ob ein oder zwei Strichchen oder nur ein Fliegendreck, ist bei A'' nicht soleicht zu erkennen.

A A: A! könnte handschriftlich als
A A: A| geschrieben werden

Eine andere Alternative wäre nur einzelne Buchstaben zu nehmen:

G,R,H für GRasHüpfer (GRasHopper)
S,P für SPinnen (SPider)
B,T für käfer (BeeTle)
Q für königin (Queenbee)
A,E,I Vokale für AmEIsen (Ant - beginnt immerhin mit einem Vokal und zieht anders als die 'Konsonanten-Insekten')

Ist praktikabel, lässt sich gut merken, ist aber nicht so schön, wenn deine Lösung sich durchsetzen sollte.

Abgesehen von den Ameisen könnte man die Namen der Tiere aufdrucken und die entsprechenden Buchstaben groß schreiben.

> Ich glaube, "Hive" hat das Zeug zum internationalen
> Klassiker. Und als solcher bräuchte es ein universelles,
> uneingeschränkt praktikables Notationssystem.

Wie schön, dass wir uns einig sind :)

Gruss, Günter

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Robert Vötter

Re: Hive: Notation

Beitragvon Robert Vötter » 4. Dezember 2002, 12:30

Also noch eine Kleinigkeit.
Es ist ja recht nett, das die Figuren zum Gegner schauen soll, aber ich und meine Frau hocken meistens nebeneinander und nicht gegenüber ;)

Bei uns wird auch selten die Figur noch gedreht (Wir lieben Chaos, aber das hat nichts mit der Notation zu tun)

Mach doch ein paar Notationen und wir versuchen, sie zu entschlüßeln :)

Gruß
Robert

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Ulrich Roth

Re: Hive: Notation

Beitragvon Ulrich Roth » 4. Dezember 2002, 14:54

Hallo Günter

> Ich denke, dass die Notation sowohl getippt als auch
> handschriftlich leicht erkennbar sein sollte. Ob ein oder
> zwei Strichchen oder nur ein Fliegendreck, ist bei A'' nicht
> so leicht zu erkennen.

Der Gedanke kam mir auch. Aber handschriftlich steht es ja jedem frei, die Striche beliebig mächtig zu gestalten, und wer - wie ich - astigmatischerweise senkrechte Striche schwer unterscheiden kann, der muss halt die Font-Größe erhöhen... :wink:
Was für A, A', A" spricht, ist die Bekanntheit dieser Methode aus Mathematik und Physik (wenn mich meine nebulösen Schulzeiterinnerungen nicht trügen).

> G,R,H für GRasHüpfer (GRasHopper)
> S,P für SPinnen (SPider)
> B,T für käfer (BeeTle)
> Q für königin (Queenbee)
> A,E,I Vokale für AmEIsen (Ant - beginnt immerhin mit einem
> Vokal und zieht anders als die 'Konsonanten-Insekten')
>
> Ist praktikabel, lässt sich gut merken, ist aber nicht so
> schön

In der Tat... :eek:

> Abgesehen von den Ameisen könnte man die Namen der Tiere
> aufdrucken und die entsprechenden Buchstaben groß schreiben.

Ich will aber wirklich nichts aufdrucken, aufkleben, aufmalen... :razz:

Grüße, und danke für dein Interesse, :smile:
Ulrich

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Günter Cornett

Re: Hive: Notation

Beitragvon Günter Cornett » 4. Dezember 2002, 17:48

Ulrich Roth schrieb:
>
> Was für A, A', A" spricht, ist die Bekanntheit dieser Methode
> aus Mathematik und Physik (wenn mich meine nebulösen
> Schulzeiterinnerungen nicht trügen).

Hallo Ulrich,

was dagegen spricht,ist, dass die Unterschiede bei genauem Zeichen-für-Zeichen-lesen sichtbar werden, aber kaum bei eher bildhafter Wahrnehmung im Zusammenhang.

Erschwerend kommt hinzu, dass durch Verwendung eines virtuellen Ko-un-ordinatensystem dasselbe Zeichen für unterschiedliche Spielsteine und unterschiedliche Felder steht.
d.h. A' zieht nach 2. dort ist es aber A'' während A zu A' wird. ;-)

Für ein Computerprogramm [oder einen Matiker ;-)] wäre es die denkbar einfachste Lösung, ja, aber für sehenden, denkenden und fühlenden Menschen ???

> > Abgesehen von den Ameisen könnte man die Namen der Tiere
> > aufdrucken und die entsprechenden Buchstaben groß schreiben.

>
> Ich will aber wirklich nichts aufdrucken, aufkleben,
> aufmalen... :razz:



Ich habe noch einen Vorschlag zur Güte ;-) (das Beste zum Schluss), um die Spielsteine zu markieren, ohne sie zu bedrucken, bekleben, bemalen, anzuknabbern oder sonstwie zu versehren.

Der erste Spielstein (von Spieler 1) einer Sorte wird nach 12 Uhr (bzw 1) ausgerichtet,der zweite nach 2 Uhr (bzw.2), der dritte nach 4 Uhr (bzw.3).

Wenn man sich dabei mal vertut, werden einem die Aufzeichnungen helfen, den Fehler zu finden. Auf dem Notationsblatt herrscht Kontinuität der Spielsteine. Man sieht von welcher Position welcher Spielstein gewandert ist.

Beim Schach wird diese Kontinuität durch die dauerhaft gleichbleibende Bezeichnung der Felder hergestellt.

Aber wie soll man auf einem Blatt erkennen, ob ein G'' das in Richtung 3 gezogen ist, immernoch ein G'' ist ?

Eine unterbrochene Stellung muss immer wieder von neuem begonnen werden.

> Grüße, und danke für dein Interesse, :smile:

Hat Spass gemacht.

Gruß,
Günter

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Ulrich Roth

Re: Hive: Notation

Beitragvon Ulrich Roth » 5. Dezember 2002, 02:43

Hallo Günter!

> > Was für A, A', A" spricht, ist die Bekanntheit dieser Methode
> > aus Mathematik und Physik (wenn mich meine nebulösen
> > Schulzeiterinnerungen nicht trügen).
>
> was dagegen spricht,ist, dass die Unterschiede bei genauem
> Zeichen-für-Zeichen-lesen sichtbar werden, aber kaum bei eher
> bildhafter Wahrnehmung im Zusammenhang.

Hier kann ich nur vage erahnen, was du meinen könntest...

> Erschwerend kommt hinzu, dass durch Verwendung eines
> virtuellen Ko-un-ordinatensystem dasselbe Zeichen für
> unterschiedliche Spielsteine und unterschiedliche Felder steht.
> d.h. A' zieht nach 2. dort ist es aber A'' während A zu A'
> wird. ;-)

Es ist wahr, dass man mit der Kompakt-Version meiner Methode nicht anhand der Notation gerade mal eben ein paar Züge zurückgehen kann.
Die Lösung (innerhalb meines Systems) wäre, dann eben doch auch für Züge von B und Q das Zielfeld anhand eines Nachbarn zu definieren, und gleichermaßen für _alle_ Figuren das Ausgangsfeld.
Ob sich dieser Aufwand im konkreten Fall lohnt, muss der Notator entscheiden.
Das gleiche Problem gibt es übrigens auch bei der - weithin gebräuchlichen - abgekürzten Notation im Schach, wo z.B. statt "Dd1-h5" nur "Dh5" geschrieben wird.

> Ich habe noch einen Vorschlag zur Güte ;-) (das Beste zum
> Schluss), um die Spielsteine zu markieren, ohne sie zu
> bedrucken, bekleben, bemalen, anzuknabbern oder sonstwie zu
> versehren.
> Der erste Spielstein (von Spieler 1) einer Sorte wird nach 12
> Uhr (bzw 1) ausgerichtet,der zweite nach 2 Uhr (bzw.2), der
> dritte nach 4 Uhr (bzw.3).

Sehr kreativ - Respekt!
Hiermit hast du deine Methode in die luftigsten Höhen der Universalität katapultiert. :grin:
Auf die Gefahr hin, als Ästhetik-Freak gescholten zu werden, muss ich aber doch anmerken, dass mir die Optik _aller_ Richtung Gegner schauenden Viecher deutlich am besten gefällt... :razz:

> Aber wie soll man auf einem Blatt erkennen, ob ein G'' das in
> Richtung 3 gezogen ist, immernoch ein G'' ist ?

Die Strichelchen wechseln permanent den Besitzer, richtig. Darin allein vermag ich aber kein Problem zu sehen. Zu jedem Zeitpunkt ist unzweideutig klar, welcher Hüpfer gerade G, G' und G" ist.

> Eine unterbrochene Stellung muss immer wieder von neuem
> begonnen werden.

Das ist aber im Schach auch so, und für diesen Zweck gibt es Stellungsdiagramme. Im Falle von Hive könnte man fotokopierte Hexblätter vorbereiten, in die die zu vertagende Stellung rasch mit Buchstaben einzutragen wäre.

Grüße,
Ulrich

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Günter Cornett

Re: Hive: Notation

Beitragvon Günter Cornett » 5. Dezember 2002, 10:30

Ulrich Roth schrieb:
>
> Hallo Günter!
>
> > > Was für A, A', A" spricht, ist die Bekanntheit dieser
> Methode
> > > aus Mathematik und Physik (wenn mich meine nebulösen
> > > Schulzeiterinnerungen nicht trügen).
> >
> > was dagegen spricht,ist, dass die Unterschiede bei genauem
> > Zeichen-für-Zeichen-lesen sichtbar werden, aber kaum bei eher
> > bildhafter Wahrnehmung im Zusammenhang.
>
> Hier kann ich nur vage erahnen, was du meinen könntest...

Hallo Ulrich,

ich weiss, deswegen machst du ja solch abewegige Vorschläge ;-)

Bei Schach-Aufzeichnungen sieht man auf Anhieb, welche Eröffnung gespielt wurde, wo sich die Dame befindet, etc. Versierte Schachspieler können die Partie schon anhand des Notationsblattes nachvollziehen, brauchen dazu kein Spielbrett vor Augen. Bei Informationen wie G' zieht in Richtung 2 ist das aber nicht so ohne weiteres möglich.

Deine Koordinaten-Lösung verstellt eben den Blick auf die Zusammenhänge.

> > Erschwerend kommt hinzu, dass durch Verwendung eines
> > virtuellen Ko-un-ordinatensystem dasselbe Zeichen für
> > unterschiedliche Spielsteine und unterschiedliche Felder
> steht.
> > d.h. A' zieht nach 2. dort ist es aber A'' während A zu A'
> > wird. ;-)
>
> Es ist wahr, dass man mit der Kompakt-Version meiner Methode
> nicht anhand der Notation gerade mal eben ein paar Züge
> zurückgehen kann.
> Die Lösung (innerhalb meines Systems) wäre, dann eben doch
> auch für Züge von B und Q das Zielfeld anhand eines Nachbarn

meine Rede

> zu definieren, und gleichermaßen für _alle_ Figuren das
> Ausgangsfeld.

Wie willst du das denn bestimmen ?

> Ob sich dieser Aufwand im konkreten Fall lohnt, muss der
> Notator entscheiden.
> Das gleiche Problem gibt es übrigens auch bei der - weithin
> gebräuchlichen - abgekürzten Notation im Schach, wo z.B.
> statt "Dd1-h5" nur "Dh5" geschrieben wird.

Dh5 reicht auch völlig aus. Man weiss doch genau, wo die Dame steht. das Ausgangsfeld braucht allenfalls manchmal bei Bauern Türmen und Springern zu nennen. Denn bei der Schach-Notation ist immer klar zu sehen, wo welche Figur steht.

Bei Dh5 steht die Dame auf h5, bei A'2 steht welche Ameise wo ?

Bei A'q2 steht Ex-A'an Position 2 von q, aber ist es noch A' ?
Das ist aus dem Notationszettel nicht mehr zu entnehmen.
Den Weg der Dame kann man allerdings ganz leicht nachvollziehen.

> > Ich habe noch einen Vorschlag zur Güte ;-) (das Beste zum
> > Schluss), um die Spielsteine zu markieren, ohne sie zu
> > bedrucken, bekleben, bemalen, anzuknabbern oder sonstwie zu
> > versehren.
> > Der erste Spielstein (von Spieler 1) einer Sorte wird nach 12
> > Uhr (bzw 1) ausgerichtet,der zweite nach 2 Uhr (bzw.2), der
> > dritte nach 4 Uhr (bzw.3).
>
> Sehr kreativ - Respekt!
> Hiermit hast du deine Methode in die luftigsten Höhen der
> Universalität katapultiert. :grin:
> Auf die Gefahr hin, als Ästhetik-Freak gescholten zu werden,
> muss ich aber doch anmerken, dass mir die Optik _aller_
> Richtung Gegner schauenden Viecher deutlich am besten
> gefällt... :razz:

Und im Hintergrund spielt ne CD mit Marschmusik ?
Bis eben hatte ich dir den Ästheten noch blind geglaubt. ;-)

> > Aber wie soll man auf einem Blatt erkennen, ob ein G'' das in
> > Richtung 3 gezogen ist, immernoch ein G'' ist ?
>
> Die Strichelchen wechseln permanent den Besitzer, richtig.
> Darin allein vermag ich aber kein Problem zu sehen. Zu jedem
> Zeitpunkt ist unzweideutig klar, welcher Hüpfer gerade G, G'
> und G" ist.

Es ist eindeutig definiert, aber nicht klar zu sehen. Man muss dafür überflüssige Übersetzungsarbeit leisten.

Noch ein Vorschlag zur besonderen Güte (das allerbeste ganz zum Schluss)

Man dreht die Ameisen nur 60Grad nach links bzw rechts aus der Hauptstossrichtung und kann das gleich in die Notation umsetzen:

_A A A_ -a a a- (dann braucht man nicht UmScHaLtEn)

Man sieht's einfach, hat's KLAR vor Augen

oder meinetwegen
:A A A:
(A A A)
was die Zeichen angeht bin ich flexibel ;-)

> > Eine unterbrochene Stellung muss immer wieder von neuem
> > begonnen werden.
>
> Das ist aber im Schach auch so, und für diesen Zweck gibt es
> Stellungsdiagramme. Im Falle von Hive könnte man fotokopierte
> Hexblätter vorbereiten, in die die zu vertagende Stellung
> rasch mit Buchstaben einzutragen wäre.

Mit obiger Notation kann man die Stellung i.d.R. in einer Zeile schreiben und sie praktischerweise(!) in dieser Reihenfolge aufbauen:

A: 2q 4b 6G...

= Lege erst A:, füge an dessen Position 2 q, füge an dessen Position 4 b, füge an dessen position 6 G ...

Man muss nur neu ansetzen, wenn sich die Stellung nicht als Kette interpretieren lässt (bei Abzweigungen und wenn der Käfer irgendwo drauf setzt).

Gruß, Günter

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Ulrich Roth

Re: Hive: Notation - Update + Partiebeispiel

Beitragvon Ulrich Roth » 5. Dezember 2002, 12:17

Hier das Verfahren, dass ich persönlich momentan favorisiere:


[b]1. Identifizierung der einzusetzenden bzw. zu ziehenden Figur[/b]

Benutzt werden die Abkürzungen der englischen Figurennamen, wobei Großbuchstaben eine Figur von Spieler 1 (Anziehender) und Kleinbuchstaben eine Figur von Spieler 2 (Nachziehender) bedeuten:

A/a = ant (Ameise)
B/b = beetle (Käfer)
G/g = grasshopper (Grashüpfer)
Q/q = queenbee (Bienenkönigin)
S/s = spider (Spinne)

Wird eine Figur eingesetzt, wird dem Buchstaben ein Asterisk * vorgestellt.
Beispiele: *Q bedeutet, dass Spieler 1 seine Bienenkönigin, *g dass Spieler 2 einen Grashüpfer einsetzt.

Wird eine Figur gezogen, die bereits mehrfach im Spiel ist, werden die Figuren dieses Typs und Spielers von links nach rechts und oben nach unten (also so, als würde Zeile für Zeile ein Text gelesen) durchgezählt. Die erste Figur eines Typs wird mit dem bloßen Buchstaben bezeichnet, für die zweite und dritte werden diesem Buchstaben ein bzw. zwei Apostrophen nachgestellt (Beispiel: A, A', A'').

"Oben" und "unten" werden aus der Sicht von Spieler 1 definiert. Er platziert seine erste Figur so, dass oben und unten eine waagrechte Kante (keine Spitze) liegt. Spieler 2 legt seine erste Figur an die "obere" (aus Sicht von Spieler 1) Kante an.


[b]2. Definition des Zielortes (des Einsetzens bzw. des Zuges)

a) Züge von Q (Bienenkönigin), B (Käfer) und G (Grashüpfer):[/b]

Hier genügt die Angabe der Richtung. Q und B ziehen genau ein Feld in diese Richtung, G macht den einzigen möglichen Sprung in diese Richtung.
Die sechs möglichen Richtungen werden oben in der Mitte anfangend im Uhrzeigersinn von 1 bis 6 durchnummeriert (4 bedeutet also beispielsweise einen Zug nach unten, d.h. auf Spieler 1 zu).
Wenn ein B auf eine andere Figur steigt, wird der Bindestrich zwischen Figuridentifikation und Zugrichtungszahl durch ein ">" ersetzt, z.B.: B>3 ("Käfer zieht in Richtung 3 und besteigt dabei andere Figur"). Möglich ist auch das Ersetzen der Richtungszahl durch einen Figurenkennbuchstaben, z.B.: B>q ("Käfer besteigt gegnerische Königin").


[b]b) Einsetzen von Figuren / Züge von S (Spinne) und A (Ameise):[/b]

Hier muss der Zielort genau definiert werden, da es fast immer mehrere Möglichkeiten gibt. Mangels eines Koordinatensystems erfolgt die Definition über eine dem Zielort benachbarte andere (fremde oder eigene) Figur. Die Bezeichnung des Zielorts besteht aus der Identifikation (vgl. oben) dieser benachbarten Figur (gibt es mehrere solche, kann eine beliebige gewählt werden) gefolgt von der Zahl für die Richtung (von dieser angrenzenden Figur aus gesehen), in der die neue Figur an sie angrenzt. Zwischen der Bezeichnung der ziehenden Figur und derjenigen des Zielortes steht ein Bindestrich.


[b]Beispiel-Partie:[/b]

1. *B *s
2. *Q-B5 *b-s6
3. *S-Q6 *q-b1
4. *A-Q5 *a-s2
5. A-q1 a-s6
6. *G-A2 *g-a6
7. G-5 g-3
8. *S-A6 *s-g3
9. S-q2 s-Q5
10. *A-A1 *a-a1!
11. A-q3?? b-4
12. A-a6 *a-s'4
13. B>b *g-g4
14. B-1 g'-1
15. A'-a"3 *g-g3
16. A-g'3 *b-s'5

S1 gibt auf.

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Ulrich Roth

Re: Hive: Notation

Beitragvon Ulrich Roth » 5. Dezember 2002, 12:21

Hallo Robert,

> Mach doch ein paar Notationen und wir versuchen, sie zu
> entschlüßeln :)

soeben geschehen; vgl. "Update + Partiebeispiel".
Würde mich sehr interessieren, ob du damit klarkommst. :smile:

Grüße, Ulrich

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Robert Vötter

Re: Hive: Notation

Beitragvon Robert Vötter » 5. Dezember 2002, 13:02

Ich finde auch, das man nicht genau weiß,welche Ameise etc. gemeint ist.
Man will ja nicht unbedingt die Steine markieren.
Auch die kleinen Striche sind nicht so gut zu erkennen :(

DAs mit dem drehen ist ja keine schlechte Idee, nur bewegt sich das Feld andauernd und es wird schwer, sich alles zu merken oder sich vorzustellen

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hannes

Re: Hive: Notation - Update + Partiebeispiel

Beitragvon hannes » 5. Dezember 2002, 15:08

Hallo Ulrich

Am Wochenende werde ich mehr Zeit haben als jetzt. Dann werde ich deine Testpartie mal durchspielen - falls ich die Notation verstehe ;-) - und meinen Kommentar dazu abgeben.
Gut wäre allenfalls eine Gegenüberstellung mit den beiden (?) bis jetzt vorgeschlagenen Notationsarten (von Günter und dir).

Gruss
hannes (der sich versponnen fragt, ob sich Hive als Therapiespiel für arachnophobe Leute eignen könnte. Oder sonst als Spiel, für Personen, die sich spinnefeind sind)

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Benjamin Spicher

Re: Hive: Notation - Update + Partiebeispiel

Beitragvon Benjamin Spicher » 5. Dezember 2002, 15:49

Zug 5 ... a-s6
ist falsch, oder? da steht schon b. Meintest Du a-S6 ?

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Ulrich Roth

Re: Hive: Notation - Update + Partiebeispiel

Beitragvon Ulrich Roth » 5. Dezember 2002, 23:51

Hallo Benjamin,

> Zug 5 ... a-s6
> ist falsch, oder? da steht schon b. Meintest Du a-S6 ?

In der Tat - mein handschriftliches S war wohl etwas klein geraten! :oops:

Grüße,
Ulrich

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Ulrich Roth

Re: Hive: Notation

Beitragvon Ulrich Roth » 6. Dezember 2002, 00:29

Hallo Günter,

> Noch ein Vorschlag zur besonderen Güte (das allerbeste ganz
> zum Schluss)
> Man dreht die Ameisen nur 60Grad nach links bzw rechts aus
> der Hauptstossrichtung und kann das gleich in die Notation
> umsetzen:

du wirst es nicht glauben, aber damit hast du mich überzeugt. :))
Dieses Verfahren ist nicht nur logisch, sondern - endlich - auch ästhetisch befriedigend, da sämtliche sechs möglichen Ausrichtungen genutzt werden, und zwar je drei (die auf den Gegner zu weisenden) von jedem Spieler.

Ich habe das mittlerweile mal ausprobiert, und es funktioniert astrein. :cool:

> _A A A_ -a a a- (dann braucht man nicht UmScHaLtEn)
>
> Man sieht's einfach, hat's KLAR vor Augen
>
> oder meinetwegen
> :A A A:
> (A A A)
> was die Zeichen angeht bin ich flexibel ;-)

Das höre ich gern! Ich möchte nämlich noch etwas anderes vorschlagen:
Da die Ausrichtung der Viecher sich ja vor allem auf ihren Kopf, also gewissermaßen oben, auswirkt, sollte m.E. das Unterscheidungszeichen sich auch dort befinden.
Ich würde daher gern den Asterisk * dafür verwenden (handschriftlich kann es dann auch ein fetter Punkt oder Strich sein), und für das Einsetzen von Figuren statt des Asterisk ein der Figurenbezeichnung vorgestelltes Pluszeichen +.

Noch wichtiger finde ich, dass die Reihenfolge der (bis zu) drei Figuren nicht *A / A / A* sondern A / *A / A* sein sollte: A ist als erstes Exemplar das unmarkierte Original, dem dann zwei Klone (einer links-, einer rechtslastig) folgen.
Würde man es nicht so machen, müsste ja sogar die einzelne Q als *Q firmieren, und das wäre wohl doch irgendwie daneben.

Grüße,
Ulrich

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Günter Cornett

Re: Hive: Notation

Beitragvon Günter Cornett » 6. Dezember 2002, 00:58

Ulrich Roth schrieb:
>
> Hallo Günter,
>
> > Noch ein Vorschlag zur besonderen Güte (das allerbeste ganz
> > zum Schluss)
> > Man dreht die Ameisen nur 60Grad nach links bzw rechts aus
> > der Hauptstossrichtung und kann das gleich in die Notation
> > umsetzen:
>
> du wirst es nicht glauben, aber damit hast du mich überzeugt.
> :))

Hallo Ulrich,

du hast ziemlich lange gebraucht, das aus mir rauszuholen.
Ohne deine ständigen Provokationen wäre ich da nie drauf gekommen ;-)

> Da die Ausrichtung der Viecher sich ja vor allem auf ihren
> Kopf, also gewissermaßen oben, auswirkt, sollte m.E. das
> Unterscheidungszeichen sich auch dort befinden.
> Ich würde daher gern den Asterisk * dafür verwenden

dein persönliches Lieblingszeichen ? - ja, ist ok.

> (handschriftlich kann es dann auch ein fetter Punkt oder
> Strich sein), und für das Einsetzen von Figuren statt des
> Asterisk ein der Figurenbezeichnung vorgestelltes Pluszeichen
> +.

Kann man machen. Ist vermutlich hilfreich, vielleicht überflüssig.

> Noch wichtiger finde ich, dass die Reihenfolge der (bis zu)
> drei Figuren nicht *A / A / A* sondern A / *A / A* sein
> sollte: A ist als erstes Exemplar das unmarkierte Original,
> dem dann zwei Klone (einer links-, einer rechtslastig) folgen.

In diese Reihenfolge einzusetzen halte ich persönlich für sinnvoll, aber eigentlich muss man niemanden vorschreiben, welche Richtung die zuerst gesetzte Ameise haben soll.

> Würde man es nicht so machen, müsste ja sogar die einzelne Q
> als *Q firmieren, und das wäre wohl doch irgendwie daneben.

Nur wenn man dazu die Reihenfolge 1=* links ,2= ohne * , 3 = *rechts im Kopf hat

Ich sehe es einfach so, es gibt *A, A und A* als unterschiedliche Spielsteine (auch wenn die Unterschiede erst nach dem Einsetzen erkennbar sind). In welcher Reihenfolge man sie einsetzt, ist mir egal. Man kann als unverbindliche Konvention vorschlagen, das immer zuerst der Spielstein ohne * eingesetzt wird. Aber wer es anders machen will, soll es tun (ich würde es wahrscheinlich so machen).

Ein paar Punkte noch, zu denen man sich Gedanken machen kann,
wenngleich sie eher nebensächlich sind:

1. Wird ein Spielstein an mehrere Steine gleichzeitig angelegt sollte/kann man in Klammern diese Spielsteine nennen oder besser nicht ? Ich binmir da unschlüssig.

2. Vielleicht sollte man sich darauf einigen, dass man beim gleichzeitigen Anlegen an die Königin und anderen Figuren grundsätzlich die Königin in der Notation nennt.

3. Verwechslung von Buchstaben sowohl bei handschriftlicher Notation S und s als auch beim PC (man kann sich mit der Unmschalttaste vertun). Aber da hilft wohl nur Sorgfalt.

tschüs, Günter


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