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RF: Herr der Ringe: Sauron

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Frederik

RF: Herr der Ringe: Sauron

Beitragvon Frederik » 31. Dezember 2002, 15:17

Hallo Spielefreunde!

Mit bedauern musste ich am Wochenende miterleben, wie unser erstmaliger Spielversuch der Sauron-Erweiterung (seit dem Kauf auf der Spiel 2002!) scheiterte.
Schuld daran waren einige Verständnisschwierigkeiten der inzwischen doch recht komplexen Spielregeln, die ich trotz intensivem Regelstudium nicht klären konnte.
Wäre nett, wenn sich eine Anwort auf folgende Probelme finden könnte:

1) Sauron wird ja bekanntlich in 2 Fällen aktiv:

- Vor dem Zug jedes Spielers und
- beim Würfelsymbol anstatt des Würfels

Vor dem Zug eines Spieler kann Sauron laut Regel anstatt eine Karte zu auspielen, auch eine neue Sauron Karte von seinem Kartenstapel ziehen und auf die Hand nehmen.
Wird Sauron hingegen bei einem Würfelsymbol aktiviert, kann er anstatt eine Karte auszuspielen seine Kartenhand auf 6 Karten ergänzen.

Meine Frage lautet: Ist das "ergänzen der Kartenhand auf 6 Karten" bei Sauron Aktivierung durch das Würfelsymbol so zu verstehen, daß es für den Sauron Spieler generell ein Kartenhandlimit von maximal 6 Karten gibt? In der Regel wird imho nicht genauer darauf eingegangen.

Beim durchsehen der Sauronkarten ist mir aufgefallen, daß es Sauronkarten mit nur einem Würfelsymbol gibt. In diesem Fall würde sich Sauron ja selbst aktivieren da er den Würfel ersetzt und wäre wieder an der Reihe - sehe ich das richtig, daß diese Karte sozusagen eine "Niete" darstellt? Für den Sauronspieler bewirkt diese Karte nur eine Verzögerung, da er mit dieser Karte eigentlich keine Aktion ausführen kann. Die Karte würde auch wohl nur ausgespielt werden, wenn es ein Kartenlimit gibt und der Sauron Spieler bei voller Kartenhand diese Karte ausspielen muß um eine brauchbare Karte nachziehen zu können.

2) Der Schwarze Reiter (SR) wendet laut Regel, sobald er den Ringträger erreicht bzw. der Ringträger den SR passiert und Reitet zurück in Richtung Mordor. Erreicht er Mordor - bzw. Feld 15 - endet das Spiel und Sauron hat gewonnen.

Frage: Was passiert wenn der SR Mordor tatsächlich erreicht hat, aber der Ring inzwischen bei einem anderen Hobbitspieler in Verwahrung ist?

Das wäre fürs erste alles.
Danke fürs lesen und einen guten Rutsch ins Jahr 2003.

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Sönke Weidemann
Kennerspieler
Beiträge: 531

Re: RF: Herr der Ringe: Sauron

Beitragvon Sönke Weidemann » 31. Dezember 2002, 15:39

Hi!

Frederik schrieb:
> Meine Frage lautet: Ist das "ergänzen der Kartenhand auf 6
> Karten" bei Sauron Aktivierung durch das Würfelsymbol so zu
> verstehen, daß es für den Sauron Spieler generell ein
> Kartenhandlimit von maximal 6 Karten gibt? In der Regel wird
> imho nicht genauer darauf eingegangen.

Es gibt bei den Nazgul-Karten eine Karte, die es Sauron ermöglicht, sofort 6 Karten zu ziehen - unabhängig davon, wieviele er auf der Hand hat. Also gibt es m.E. keine Einschränkung. Aber irgendwo muß beim sofortigen Auffüllen ja eine Grenze sein.

> Beim durchsehen der Sauronkarten ist mir aufgefallen, daß es
> Sauronkarten mit nur einem Würfelsymbol gibt. In diesem Fall
> würde sich Sauron ja selbst aktivieren da er den Würfel
> ersetzt und wäre wieder an der Reihe - sehe ich das richtig,
> daß diese Karte sozusagen eine "Niete" darstellt?

Oh nein, diese Karte ist keine Niete! In der Tat kann Sauron sich damit selbst aktivieren, was bedeutet, daß Sauron nunmehr alle Vorteile des Aktiviert-Sein genießt! So kann er sofort seine Hand auf 6 Karten erhöhen oder die nächste Karte ausspielen, die dann ja ALLE Auswirkungen auf den gerade aktiven Hobbit hat. Das ist doch deutlich mehr, als dem Hobbit eine Auswirkung seiner Karte zur Wahl zu stellen.

> 2) Der Schwarze Reiter (SR) wendet laut Regel, sobald er den
> Ringträger erreicht bzw. der Ringträger den SR passiert und
> Reitet zurück in Richtung Mordor. Erreicht er Mordor - bzw.
> Feld 15 - endet das Spiel und Sauron hat gewonnen.
>
> Frage: Was passiert wenn der SR Mordor tatsächlich erreicht
> hat, aber der Ring inzwischen bei einem anderen Hobbitspieler
> in Verwahrung ist?

Das kann ja eigentlich nur geschehen, wenn mit der Sonderkarte "Der eine ring" gespielt wird. Deine Frage wird tatsächlich nicht in der Regel erklärt, ich denke aber, daß der Reiter dann in Mordor eine Falschmeldung abgibt und somit das Spiel weiterläuft.

Gruß Sönke (hat es am Samstag als Sauron knapp verpaßt, alle vier (dahingeschiedenen) Hobbits auf einem Feld der Finsternisanzeige zu versammeln)

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Frederik

Re: RF: Herr der Ringe: Sauron

Beitragvon Frederik » 31. Dezember 2002, 16:40

Vielen Dank für die schnelle Hilfe! Wie's aussieht steht jetzt meinem abendlichen "Sauron-Debüt" nichts mehr im Wege.

>Oh nein, diese Karte ist keine Niete! In der Tat kann Sauron sich damit selbst >aktivieren, was bedeutet, daß Sauron nunmehr alle Vorteile des Aktiviert-Sein >genießt! So kann er sofort seine Hand auf 6 Karten erhöhen oder die nächste >Karte ausspielen, die dann ja ALLE Auswirkungen auf den gerade aktiven Hobbit >hat. Das ist doch deutlich mehr, als dem Hobbit eine Auswirkung seiner Karte >zur Wahl zu stellen.

Natürlich! Wenn S. durch Würfel aktiviert wird, kann er auf 6 Karten ergänzen.

Daran hatte ich noch nicht gedacht - vielleicht hätte sich die Frage beim spielen dann geklärt. Trotzdem: Alles in allem muß ich sagen, daß die Sauron Anleitung bisher das konfusetste ist was ich bisher an Regeln lesen musste. Man hätte ruhig etwas detailierter auf den eigentlichen Spielablauf eingehen können anstatt wichtige Informationen irgendwo unter Punkt xy in der Anleitung zu erklären.

Gruß

Frederik

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Gustav der Bär

Re: RF: HdR-S - Das Schwarzer-Reiter-Problem

Beitragvon Gustav der Bär » 2. Januar 2003, 06:16

Ich hatte auch so meine Probleme mit der "Sauron"-Anleitung - völlig unerwarteter Weise, weil die "Herr der Ringe" und die "Die Feinde"-Anleitungen ja beide sehr gut strukturiert und leicht verständlich sind.

Nun kommen in "Sauron" ja wesentlich mehr neue Handlungs-Elemente ins Spiel als bei den "Feinden" - da hätte es der Anleitung sich nicht geschadet, etwas detaillierter und mit mehr Illustrationen versehen zu werden.

Eindeutig finde ich sie letztlich aber doch - wir konnten jedenfalls bei unserem ersten Spiel am Sylvester-Abend alle auftauchenden Fragen klären.

In der "Schwarzer Reiter"-Frage lese ich eine andere Interpretation aus der Regel als Sönke.

Die relevante Regelpassage heißt:

"Falls es dem Schwarzen Reiter gelingt, nach einer Begegnung mit dem Ringträger während des laufenden Abenteuers zurück nach Mordor (Feld 15) zu gelangen, siegt die Dunkle Macht und das Spiel endet."
(Seite 5, rechte Spalte oben)

Daraus basteln wir uns jetzt ein Beispiel:

- Frodo ist der Ringträger. Der Reiter triff auf Frodo. Das ist eine "Begegnung mit dem Ringträger".
- Der Reiter macht sich auf den Rückweg.
- Frodo gibt den Ring an Merry.
- Der Reiter erreicht Mordor.

Der Reiter hat also eindeutig eine "Begegnung mit dem Ringträger" gehabt und anschließend Mordor erreicht - somit sind die beiden in der Regel genannten Bedingungen für einen Sieg der Dunklen Macht vollständig erfüllt und das Spiel endet. Wenn es eine Ausnahme-Regel für "Wechsel des Ringträgers während des Rückwegs des Reiters" gäbe, müsste sie im Regelheft eindeutig als solche bezeichnet sein.

Ist sie aber nicht, also gibt es sie auch nicht.

Auf Xuntheit!
Gustav der Bär
(Peter Gustav Bartschat)

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peer

Re: RF: Herr der Ringe: Sauron

Beitragvon peer » 2. Januar 2003, 11:15

Hi,
Gustav, ich denke deine Interpretation ist richtig, und zwar aus folgendem Grund:
Wäre es so, wie Sönke meint, würde der schwarze Reiter im aktuellen Abenteuer praktisch keine Rolle mehr spielen, das kann nicht Sinn der Sache sein.
ciao,
Peer

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Sönke Weidemann
Kennerspieler
Beiträge: 531

Re: RF: Herr der Ringe: Sauron

Beitragvon Sönke Weidemann » 2. Januar 2003, 12:46

Hi!

Dein Einwand, daß der Reiter im laufenden Abenteuer keine Rolle mehr spielen würde, ist sicherlich richtig; das ist m.E.aber durchaus gewollt und ja nur einmal im Spiel möglich. Diese Karte dient ja gerade dazu, die Hobbits zu stärken, ebenso wie der "Wachsame Frieden". Die Möglichkeit, Sauron hier um drei Schritte zurück ins Dunkel zu setzen, ist doch mindestens genauso stark einzuschätzen.

Ich gebe aber gerne zu: Ich weiß nicht, ob das so richtig ist, warten wir den Jahresendurlaub von Kosmos ab und hoffen auf erschöpfende Antwort. Bis dahin spielen wir halt ohne diese Karten (hat das eigentlich shcon mal jemand gemacht?).

Gruß Sönke

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Andreas

Re: RF: Herr der Ringe: Sauron

Beitragvon Andreas » 3. Januar 2003, 03:32

Hallo!

Zum Schwarzen Reiter....

Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen, da ja der Schwarze Reiter seine Funktion in dem aktuellen Abenteuer komplett verlieren würde....

Die Super-Sonderkarte ( darf man die so nennen ... ach, egal), auf jeden Fall die Karte "Der eine Ring" ist immer noch eine recht möächtige Unterstützung für die Gemeinschaft des Rings, da sie so, in dem Moment, in dem der Sauron spieler den Reiter auf das Feld des Ringträgers setzen will, eingesetzt werden kann, dass der Rintg an einen Spieler, der weiter hinten steht weitergegeben wird....
insofern sind diese blauen sonderkarten nicht anders als die Lichkarten oder die gelben Sonderkarten, die auch JEDERZEIT (also auch zwischen ausspielen und ausführen einer Sauronkarte) gespielt werden können, oder?

In diesem Sinne.... gute nacht... naja.... 's ist ja fast wieder morgen... egal... tschö..
Andreas

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Wolfgang Ditt

Ring nach Vorne

Beitragvon Wolfgang Ditt » 3. Januar 2003, 17:41

Hallo Gustav,

was hältst du von folgender Idee: Sauron ist weit weg, der schwarze Reiter steht ein Feld vor Frodo, dem Ringträger. Merry ist zwei Felder weiter in der Dunkelheit, der schwarze Reiter ist an ihm schon vorbei. Nun gibt Frodo mit Hilfe der Karte den Ring an Merry.
Folge: der schwarze Reiter trifft in dem aktuellen Abenteuer nie den Ringträger und kann hinten über den Plan hinausreiten ... Goodbye.
Erst für das nächste Abenteuer kommt er wieder auf Feld 15, weil er immer zu Beginn eines Abenteuers dorthin gestellt wird.

Wolfgang

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Gustav der Bär

Lob des "Ditt´schen Manövers"!

Beitragvon Gustav der Bär » 3. Januar 2003, 20:36

Exzellent ausgedacht, lieber Wolfgang, und auch völlig regelkonform* - schließlich steht tatsächlich nirgendwo, dass der Ring nicht am Reiter vorbei darf: Die Rede ist ausschließich von RingTRÄGER !!

Ich werde dieses "Ditt´sche Manöver" in meinem Gedächtnis verwahren und an dem Tag, an dem ich es zum ersten Mal anwenden kann, einen Bärwurz namentlich auf deine Xuntheit leeren. Möge das bald sein! Möge mein Freund Lars ein langes Gesicht machen, nachdem er sich auf seinen zweiten Sieg als Sauron gefreut hat! Möge er seine Gewohnheit, nicht in Internet-Foren zu lesen, noch recht lange bewahren! :-)

Ich halte dich auf dem Laufenden.

Auf Xuntheit!
Gustav der Bär
(Peter Gustav Bartschat)


* Abgesehen von dem die Auswirkung des Zuges nicht beeinflussenden Detail, dass der Schwarze Reiter gemäß Seite 5, mittlere Spalte, unterer Abschnitt der Sauron-Regel nicht über den Plan hinausreitet, sondern auf Feld 0 stoppt.

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Andreas

gute Idee... ist aber interpretationssache

Beitragvon Andreas » 6. Januar 2003, 22:33

Hallo!

Die Idee des Ditt'schen Manövers "Ring nach Vorne" ist zwar ganz clever, jedoch ist das interpretationssache....

in der Regel zu Sauron-Erweiterung heißt es: " Wenn der Schwarze Reiter vorangezogen werden muß, heißt das immer, dass er in seine gegenwärtige Laufrichtung bewegt wird." soweit klar.... aber: "Solange er also auf dem Weg zum Ringträger ist, wird er in Richtung der Hobbits voragezogen"

Der letzte Satz kann auch so verstanden werden, dass der Schwarze Reiter ( wie es auch vom Prinzip und der Tolkien'schen Buchvorlage her logischer erscheint - schließlich werden die Nâzgul ja vom Ring angezogen) immer auf den Ringträger zureitet. Da ja " in Richtung der Hobbits" auch heißen kann er reitet zu dem Hobbit, an dem er eigentlich schon vorbeigekommen ist. Somit dreht der Reiter meiner Meinung nach automatisch um, und wendet sich in Richtung des Ringträgers.

Nur so als Anmerkung..... :-)

Ansonsten noch einen schönen abend
Andreas

PS.: wenn z.B. der Ringträger Frodo auf der 1 und der Reiter auf der 3 steht, wäre es also trotzdem legitim, dass der Ring an z.B. Merry auf der 9 weitergegeben wird. Dadurch hat zwar der Reiter einen längeren Weg zum Ring ( Nâzgul-Karte und Würfelwurf werden herausgezögert) aber die Gefahr durch Sauron ist erheblich größer...... ein gewagtes Unterfangen also....

gute nacht.


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