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Wenn Männer gegen Frauen spielen

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Hans-Peter

Wenn Männer gegen Frauen spielen

Beitragvon Hans-Peter » 16. Januar 2003, 10:50

Bei vielen Spielen habe ich folgendes festgestellt: Wenn das Spiel ein anschauliches Thema hat (z.B. Die Siedler von Catan, Jäger und Sammler usw.) gewinnt meistens meine Frau. Handelt es sich aber um ein abstraktes Spiel (z.B. Gipf, Othello usw.) gewinne meistens ich.

Kürzlich habe ich ein Buch gelsen, in dem es um die unterschiedliche Strukturierung männlicher und weiblicher Gehirne ging. Zur Zeit beobachte ich meine Umwelt durch die Brille dieses Buches und stelle fest, dass sehr vieles, was dort behauptet wird, richtig ist.

Aus genannten Gründen interessiert mich, ob ihr ähniche Erfahrungen gemacht habt, wenn ihr in "gemischten" Runden gespielt habt.

Neugierige Grüsse
Hans-Peter

(Falls es interessiert: Das Buch heisst "Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken")

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hannes

Re: Wenn Männer gegen Frauen spielen

Beitragvon hannes » 16. Januar 2003, 11:18

Hi

> Bei vielen Spielen habe ich folgendes festgestellt: Wenn das
> Spiel ein anschauliches Thema hat (z.B. Die Siedler von
> Catan, Jäger und Sammler usw.) gewinnt meistens meine Frau.
> Handelt es sich aber um ein abstraktes Spiel (z.B. Gipf,
> Othello usw.) gewinne meistens ich.

Die meisten Spiele-Frauen, die ich kenne, spielen abstrakte und 3D-Spiele wie Pueblo weniger gern. Meistens sind es dort Männerrunden. Wenn aber Frauen bei solchen Spielen mal gern mitmachen, können sie genau so gut gewinnen wie Männer.
Andrerseits kann ich nicht bestätigen, dass Frauen bei Siedler, Catan oder ähnlichem häufiger gewinnen als Männer.

---ab hier eigentlich OT (off topic) ---

> Kürzlich habe ich ein Buch gelsen, in dem es um die
> unterschiedliche Strukturierung männlicher und weiblicher
> Gehirne ging. Zur Zeit beobachte ich meine Umwelt durch die
> Brille dieses Buches und stelle fest, dass sehr vieles, was
> dort behauptet wird, richtig ist.

Vielleicht findest es du richtig, weil es dir so angenehmer ist ?

> (Falls es interessiert: Das Buch heisst "Warum Männer nicht
> zuhören und Frauen schlecht einparken")

Das Buch ist - was die wissenschaftliche Fundierung anbelangt - ziemlich umstritten.
Hier ein (eher negativer) Erfahrungsbericht einer Leserin :
http://www.amiro.de/testberichte/1928977/Pid/1,2,16,424077.html

Ich selber habe es aber noch nicht gelesen.

Ciao
hannes

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Thomas

Re: Wenn Männer gegen Frauen spielen

Beitragvon Thomas » 16. Januar 2003, 12:03

Hallo Hans-Peter,

bislang konnte ich nur feststellen, dass viele Frauen Spiele mit interessanten und anschaulichen Spielen abstrakten Spielen gegenüber bevorzugen, was vermutlich damit zusammen hängt, dass (in der Tendenz!) Frauen über ein größeres Maß an Phantasie und Emotionaliät verfügen, Männer eher über mathematisches Abstraktionsvermögen. Daher eventuell auch die unterschiedlichen Präferenzen bei Spielen. Ob das auch die Motivation bei bestimmten Spielen und die damit zusammen hängenden Siegchancen erhöht, kann ich nicht mit Sicherheit sagen, aber vermuten.

Hans-Peter schrieb:
>
> (Falls es interessiert: Das Buch heisst "Warum Männer nicht
> zuhören und Frauen schlecht einparken")

Habe ich gelesen. Ist sehr amüsant, wenn man nicht unbedingt eine wissenschaftlich fundierte Ausarbeitung erwartet. Ob alles tatsächlich wissenschaftlich nachgewiesen werden kann, ist m.E. unerheblich, solange man den einen oder anderen geschilderten Beispielfall mit einem Augenzwinkern aus der eigenen Erfahrung heraus bestätigen kann.

Es gibt übrigens eine Fortsetzung, die in etwa "Warum Männer lügen und Frauen ständig neue Schuhe kaufen" oder so ähnlich heißt. Steht oder stand auf Nr. 1 der Bestseller-Liste.

Gruß, Thomas

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Marten Holst

[OT]: Männers und Frauns

Beitragvon Marten Holst » 16. Januar 2003, 13:01

Moinle,

noch eine Meinung, die garantiert niemanden interessiert...

>> (Falls es interessiert: Das Buch heisst "Warum Männer nicht
>> zuhören und Frauen schlecht einparken")
>
> Habe ich gelesen. Ist sehr amüsant, wenn man nicht
> unbedingt eine wissenschaftlich fundierte Ausarbeitung
> erwartet. Ob alles tatsächlich wissenschaftlich
> nachgewiesen werden kann, ist m.E. unerheblich, solange man
> den einen oder anderen geschilderten Beispielfall mit einem
> Augenzwinkern aus der eigenen Erfahrung heraus bestätigen
> kann.

Wobei hier das klassische Problem wie bei allen Klischees ist:
(a) es gibt die sich klischeetypisch verhaltenden Menschen, sonst gäbe es das Klischee nicht.
(b) der Mensch sucht nach Bestätigung seiner Vormeinung, d.h., so lange danach nur einer weiterhin das Klischee erfüllt, nutzen 999 "normale" Menschen nichts.
(c) das mit dem Augenzwinkern ist manchmal daher etwas schwierig.

Ich hatte durchaus schon das Vergnügen, Leuten zu begegnen, die oben erwähntes Buch "aufgesogen" haben, und sich partout weigern einzusehen, dass "geschlechtsnonkonformes" Verhalten auch normal sein kann. Und der wissenschaftliche Wert der Aussagen (soweit ich das nach meinem Diagonallesen sagen kann - ich hatte eine Meinung zum Buch, bevor ich es hatte, und bin daher voll in Falle (b) von oben getappt) scheint mir doch oftmals reichlich fragwürdig...

Maskuline Grüße
Marten (allerdings z.B. als Sammler ausgesprochen feminin)

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Thomas

Re: [OT]: Männers und Frauns

Beitragvon Thomas » 16. Januar 2003, 13:08

Marten Holst schrieb:
>
> noch eine Meinung, die garantiert niemanden interessiert...

Stimmt! ;-)

> (c) das mit dem Augenzwinkern ist manchmal daher etwas
> schwierig.

;-) Nö

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Chris F.

Re: [OT]: Männers und Frauns

Beitragvon Chris F. » 16. Januar 2003, 13:10

Marten Holst schrieb:
>
> Maskuline Grüße
> Marten (allerdings z.B. als Sammler ausgesprochen feminin)

Hallo Marten,

was sammeln denn Deiner Meinung nach feminine Sammler ? Puppen ? Kleider ?
;-)

Gruss,
Chris.

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Mike

Re: Wenn Männer gegen Frauen spielen

Beitragvon Mike » 16. Januar 2003, 13:39

Hallo
Solche Erfahrungen habe ich noch nicht gemacht. Kenne Frauen, die sehr gut Schach spielen, kenne Männer, die sehr gut thematische Spiele spielen.
Selbst in Sachen "gerne spielen" kommt das nach meinen Erfahrungen nicht hin. In meinem Bekanntenkreis spielen die Frauen nicht weniger gerne abstraktes Spiele, eher umgekehrt, während thematische Spiele eher lieber von den Männern gespielt werden, was aber auch daran liegen kann, dass viele thematische Spiele ja auch komplexer sind, was denke ich mal eher Männer mögen.
Mike

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Markus N.

Re: Wenn Männer gegen Frauen spielen

Beitragvon Markus N. » 16. Januar 2003, 14:34

Hallo Hans Peter,

> Bei vielen Spielen habe ich folgendes festgestellt: Wenn das
> Spiel ein anschauliches Thema hat (z.B. Die Siedler von
> Catan, Jäger und Sammler usw.) gewinnt meistens meine Frau.
> Handelt es sich aber um ein abstraktes Spiel (z.B. Gipf,
> Othello usw.) gewinne meistens ich.

Das kann ich bei mir so nicht sagen. Gerade bei abstrakten Spielen, so habe ich die Erfahrung gemacht, hängt die Spielstärke sehr stark damit zusammen, wie häufig solche Art von Spielen gespielt werden.

Je öfters solche Spiele gespielt werden, umso größer ist die Spielstärke.
Dies liegt an den eher niedrigen Glücksfaktoren abstrakter Spiele (Glücksfaktoren sind sehr viel Häufiger bei spielen mit Thema zu finden - nie die richtige Karte ziehen, immer die falsche Zahl würfeln...).
Deshalb ist meine Erfahrung, dass geübte Frauen genauso viele Spiele gewinnen, wie geübte Männer (nur gut, dass meine Frau nicht geübt ist :)

Thematische Spiele gewinnt (zumindest in unserer Runde) meist der, der das Spiel erklärt hat (weil ihm am Ende noch irgendeine Regel einfällt, die er wohl erwähnt hat, von der aber keiner mehr weiß und durch die er gewinnt... :)
Das Geschlecht ist dabei egal...


Markus

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Marten Holst

RE: [OT]: Männers und Frauns

Beitragvon Marten Holst » 16. Januar 2003, 17:16

Moinle Chris,

>> Maskuline Grüße
>> Marten (allerdings z.B. als Sammler ausgesprochen feminin)
>
> Hallo Marten,
>
> was sammeln denn Deiner Meinung nach feminine Sammler ?
> Puppen ? Kleider ?
> ;-)

Ich habe mal von einem Sammler (Briefmarken, Münzen, Faustkeile) erklärt bekommen, dass man unter Sammlern (historisch) zwischen "männlichem" und "weiblichem" Sammelverhalten unterscheidet. Das sei allerdings nicht abhängig vom Thema der Sammlung, sondern nur von der Art und Weise, wie diese aufgebaut ist - obwohl verschiedene Sammelgebiete sich eher für die eine oder andere Richtung eignen.

"Männlich" ist dabei, ein wohlumrissenes Gebiet möglichst vollständig zu bekommen, z.B. alle Sondermarken der Post von 1960-1963.

"Weiblich" hingegen soll es sein, weniger auf Vollständigkeit als mehr auf persönliches Gefallen der einzelnen Sammelstücke zu achten. Zum Beispiel "Eulen, ob Stofftiere oder Bilder oder was auch immer", wobei allerdings nicht gemochte unter den Teppich fallen.

Da gibt es natürlich auch undefinierbare Zwischenstufen...

Viele Grüße
Marten (für die Jahreszeit zu müde)

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peter eggert

Re: Wenn Männer gegen Frauen spielen

Beitragvon peter eggert » 16. Januar 2003, 19:13

Hallo Hans Peter,

ich habe auch ähnliche Erfahrungen gemacht, aber am meisten ist mir bei allen Testrunden von meinem Tacara aufgefallen das, bisher noch keine Frau (auch ansonsten gute Spielerinnen) auch nur den Hauch einer Siegchange hatte.

Zu dem Buch kann ich dir nur sagen das ich es auch schon 3 Mal gelesen habe und es mich zu meinen beiden Spielen Quick & Dirty für Männer und Frauen Inspiriert hat.

Bei diesem Spiel erzählen Männer mit Hilfe von je 64 Begriffskärtchen was sie über Frauen wissen und die anderen Männer hören gespannt zu und streichen die gehörten Begriffe auf unterschiedlichen Bingobögen ab, kost nur 10 Euro und macht in reinen Männerrunden sehr viel Spaß.

Gibt es auch nur bei mir

Peter

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Marc Wickel

Re: Wenn Männer gegen Frauen spielen

Beitragvon Marc Wickel » 16. Januar 2003, 19:52

Mir fällt generell auf, dass Frauen an Brett- und Gesellschaftsspielen weniger interssiert sind als Männer. Zumindest sehe ich immer mehr Männer bei den beiden Spieletreffs, die ich besuche und beim Fantasy-Rollenspiel sind noch weniger Frauen dabei. In diesem Thread diskutieren bis jetzt auch nur Männer.

Könnte es deswegen schwierig sein, Aussagen über ein geschlechtsspezifisches Frauenverhalten zu machen, da sie uns ev. nur deswegen auffallen, weil sie die Orchideen in den Spielerunden sind?

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Roland G. Hülsmann
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Beiträge: 2598

Re: Wenn Männer gegen Frauen spielen

Beitragvon Roland G. Hülsmann » 16. Januar 2003, 21:10

Marc Wickel schrieb:
>
> Mir fällt generell auf, dass Frauen an Brett- und
> Gesellschaftsspielen weniger interssiert sind als Männer.
> Zumindest sehe ich immer mehr Männer bei den beiden
> Spieletreffs, die ich besuche und beim Fantasy-Rollenspiel
> sind noch weniger Frauen dabei. In diesem Thread diskutieren
> bis jetzt auch nur Männer.

Ich habe in Bilstein zwar bisher nie nachgezählt, aber ich denke, da war das Verhältnis eher ausgewogen ... auch bei den Preisvergaben der Turniere. Das glt sowohl für das Spielbox- als auch das Kosmos-Wochenende.

Es mag allerdings weniger gleichberechtigte ferne Kulturkreise geben, wo deshalb mehr Männer als Frauen spielen, weil sich die Männer das Recht nehmen abends fortzugehen, während die Frauen Haus, Hof und Kinder zu hüten haben. ;-) Oder hat wer schon mal Frauen beim Dart in einem irischen oder beim Domino in einem britischen Pub gesehen. ;-)

BTW: Marc, wo lebst Du? :grin:

Gruß Roland

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Manuel

Re: Wenn Männer gegen Frauen spielen

Beitragvon Manuel » 17. Januar 2003, 00:34

Hi.

Also ich kann ehrlich gesagt keinen Unterschied feststellen, was die Spielvorlieben oder gar Qualitäten des Spiels angeht.

Meine Freundin spielt genauso gerne historische Kosims wie ich und nicht wirklich weniger erfolgreich (oder in meinem Fall: erfolglos...). Ich kenne genug andere Frauen die immer wieder in unserer Spielrunde dabei sind, die auch eher abstrakte Spiele wie Pueblo oder Tikal sehr schätzen. Und ich kenne auch Männer die zum Beispiel "So ein Hundeleben" vor allem wegen des niedlichen Toy-Faktors der Figuren und des Spielplans so schätzen.

Man kann ja zum Beispiel auch nicht sagen, dass Frauen eher Van Gogh mögen und Männer mehr zu Picasso tendieren.

take care
Manuel

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Sarah

Re: Wenn Männer gegen Frauen spielen

Beitragvon Sarah » 17. Januar 2003, 04:28

Also ich mag Pueblo und hab schon einige male gewonnen. Bei Abalone bin ich genausogut wie mein Mann, beim SChach habe ich keine Chance(aber auch nie wirklich Lust dazu)
Mir gefallen Spiele die schön gestaltet sind und ein Thema haben besser. Na und? Ich bin doch Spielerin gerade weil ich verspielt bin. Es ist zwar ne gewisse Tendenz vorhanden, das Männer abstrakte Spiele lieber mögen als Frauen, was dann aber nicht heißt das wir Frauen nur Spiele mit dem Titel "Barbies Shoppingworld" oder so mögen.
Ich glaube aber das Frauen die Regeln schneller kapieren. In unserer Runde ( übrigens 50/50 Frauen /Männer) habe ich festgestellt das in den ersten Runden, wenn wir ein neues Spiel testen, die Frauen öfter gewinnen. Später gleicht sih das ganze aber geschlechtsneutral aus.
Klar macht es mir Spaß mir Taktiken und Strategien zu überlegen, andere durch wohl durchdachte Züge zu übertrumpfen, aber das wichtigste dabei ist es doch mit Freunden einen gemütlichen Abend zu haben und ne Menge Spaß zu haben.
P.S. In unserer Runde sind wir Frauen spielsüchtiger- wenn den Männern schon die Augen zufallen, wollen wir immer noch ne Runde ( erhöht wiederum die Siegchancen)
Sarah

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Ralf Arnemann
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Beiträge: 2447

Die gute alte Glockenkurve

Beitragvon Ralf Arnemann » 17. Januar 2003, 13:24

Bei allen diesen Männer-vs.-Frauen-Themen hilft es, an die Gauß'sche Normalverteilung zu denken.

D.h. man nehme irgendeine Eigenschaft (z. B. Begabung abstrakte Spiele zu gewinnen) und dann trägt man ins Diagramm ein, bei wievielen Leuten diese Begabung wie stark vorhanden ist.

Wobei eine exakte Messung in der Praxis oft gar nicht wirklich möglich ist - aber es ist zu vermuten, daß auch bei Spielebegabung die typische Glockenkurve zu beobachten wäre: Ganz wenige Leute versagen völlig, die meisten sind so mittel begabt, und dann hat man wieder wenige Genies.

Mit hoher Wahrscheinlichkeit unterscheiden sich die Kurven für Frauen und Männer. Eines der beiden Geschlechter wird den Durchschnitt etwas weiter höher haben als das andere.
Aber in der Masse überschneiden sich die Bereiche unter der Kurve.
D.h. tendenziell kann man solche Beobachtungen aufstellen: Männer sind eher so, Frauen eher so.
Aber beim konkreten Einzelfall gibt es eine so hohe Wahrscheinlichkeit, daß es auch mal andersrum ist, daß man immer Gegenbeispiele findet.

Beispiel: Die Körpergröße.
Im Schnitt sind Männer größer als Frauen. Bei den Leuten um 1,50 überwiegen die Frauen, bei denen um 2.00 die Männer.
Und trotzdem gibt es sehr viele Paare, bei denen die Frau größer ist als der Mann.

D.h. die Aussage "Männer sind größer als Frauen" ist durchaus richtig genug, um das mal als "normal" anzunehmen. Aber für den praktischen Einsatz völlig unbrauchbar, weil es immer auch mal anders sein kann.

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Uli Schumacher

Re: Wenn Männer gegen Frauen spielen

Beitragvon Uli Schumacher » 17. Januar 2003, 13:49

Na, was aus statistischer Sicht auch nicht uninteressant ist: die Zyklen, in denen diese Frage hier erscheint....
Ich (DIE Uli Schumacher, nicht zu verwechseln mit DEM Uli Schumacher, was hier vielleicht (?) einen Unterschied macht) mag einige abstrakte Spiele nicht: weil gegen meine Tochter (!) und meine Freundin (!) ohnehin jeder verliert (geschlechtsunabhängig).
Pueblo dagegen mag ich: dass gewinne ich sowieso immer. ;-)
Ich habe die Beobachtung gemacht, dass es eher davon abhängt, wieviel Zeit jemand in ein spezielles Spiel investiert, und das besonders bei abstrakten Spielen. Schach brauche ich nicht zu probieren, alle meine Gegner haben zig Eröffnungen, Standardsituationen usw. im Kopf. Ich müßte erst einige Jahre üben, und dafür gibt es zuviel anderes, was man tun kann.
Auch habe ich selten die Ruhe und Zeit, konzentriert mehrere Züge vorauszuplanen, meist wartet noch irgend was (Auch frauentypisch? schreiende Kinder im Hintergrund?)
Und drittens ist abstrakte Logik mein Job, da will ich nach Feierabend was anderes!
Vielleicht liegt es auch daran, dass Männer oft mehr Zeit für ein Hobby aufwenden? Sei es wegen Kind/ Haushalt/Beruf oder warum auch immer? Die oben erwähnten Tochter und Freundin spielen einfach auch viel häufiger, insbesondere gleiche Spiele mehrfach.

Verspielte Grüße
Uli (die übrigens liebend gern Vorurteile genießt und sich hüten wird, zuzugeben, dass sie Autoräder wechseln kann, wenn ein Mann in der Nähe ist: Faulheit siegt!)

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Jost Schwider

RE: Wenn Männer gegen Frauen spielen

Beitragvon Jost Schwider » 17. Januar 2003, 16:00

"Hans-Peter" hat am 16.01.2003 geschrieben:

> Bei vielen Spielen habe ich folgendes festgestellt: Wenn
> das Spiel ein anschauliches Thema hat (z.B. Die Siedler von
> Catan, Jäger und Sammler usw.) gewinnt meistens meine Frau.
> Handelt es sich aber um ein abstraktes Spiel (z.B. Gipf,
> Othello usw.) gewinne meistens ich.

:roll: Super Statistik! :LOL: ;-)

> Aus genannten Gründen interessiert mich, ob ihr ähniche
> Erfahrungen gemacht habt, wenn ihr in "gemischten" Runden
> gespielt habt.

Also: Ich selbst würde mich dann als "fraulicher" Spieler bezeichnen...
Abstrakten Spielen kann ich nichts abgewinnen, und wenn ich keine Lust zu etwas habe, wird es auch nicht besonders erfolgreich...

Sobald ich aber ein Thema habe (am Besten mit schöner Landschaft als Spielplan)... :-))

Allgemein denke ich schon, dass es (in der "Normalbevölkerung") tendenzielle Unterschiede in der Spielweise existieren (etwa Spieldauer oder Siegeswille).

Viele Grüße
Jost aus Soest (sprich: "joost aus soost")

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Bettina

Re: Wenn Männer gegen Frauen spielen

Beitragvon Bettina » 17. Januar 2003, 16:14

Marc Wickel schrieb:
> ... In diesem Thread diskutieren
> bis jetzt auch nur Männer.

Bis jetzt dachte ich mir : Da sag ich mal nicht schon wieder etwas zu ;-)
Zwar schon interessant die verschiedenen Meinungen zu lesen - und was da teilweise zum Vorschein kommt, aber im Großen und Ganzen finde ich die Diskussion über geschlechtsspezifische Dinge eher nervig. Mag auch am Beruf liegen (Erzieherin) - da ist das auch immer mal wieder Thema.

Ich Mensch spiele gerne mit anderen Menschen, die gerne spielen :-)
Ich kenne ein Menge Spieler und eine Menge Spielerinnen. Und beide Mengen sind nahezu gleich groß ;-)

Und was die Geschmäcker angeht, so erlebe ich Männer mit (laut Hans-Peter) weiblichem Spielegeschmack und auch Frauen mit männlichem Spielegeschmack.

Und bei mir selber kann ich die Trennung Abstrakt/mit Thema nicht machen. Es gibt abstakte Spiele, bei denen ich keinen Fuß auf den Boden bekomme (weil ich eine Frau bin? :-? ) und andere, die ich über alles liebe. Und auch bei den thematischen Spielen gibt es solche und solche.

Gruß
Bettina (freut sich auf den nächsten Spieleabend am Montag - 3 Männer, zwei Frauen :-D )

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Marten Holst

RE: Wenn Männer gegen Frauen spielen

Beitragvon Marten Holst » 17. Januar 2003, 22:56

Moinle,

> In diesem Thread
> diskutieren bis jetzt auch nur Männer.

haue ich mich jetzt sehr ins Irrtumsfettnäpfchen, oder ist Chris nicht femininer Chromosomenausstattung "schuldig"? Ansonsten haben wir natürlich noch die Damen, die sich inzwischen angeschaltet haben...

Nachgefragte Grüße
Marten (XY)

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Marten Holst

RE: Wenn Männer gegen Frauen spielen

Beitragvon Marten Holst » 17. Januar 2003, 22:56

Moinle,

(a) Amerikaner lieben sehr thematische Spiele, häufig ist eher der Themenbezug wichtig, als ausgewogene Spielbarkeit (KoSims, etc.)
(b) Deutschen ist ein ausgefeilter Mechanismus und eine gut ausgearbeitete Spielbalance wichtig, da darf das Thema auch nach hause gehen.

Satz: Alle Amerikaner sind Frauen, alle Deutschen Männer

Korollar: wenn es mit uns irgendwie weiter gehen soll, dann müssen sich die Deutschen und die Amis in Zukunft ganz doll lieb haben.

Pazifistische Grüße
Marten (kennt Deutsche, die behaupten, Frauen zu sein, was aber nicht sein kann, wie oben ja belegt)

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Arne Hoffmann
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Beiträge: 497

RE: Wenn Männer gegen Frauen spielen

Beitragvon Arne Hoffmann » 17. Januar 2003, 23:56

Moin moin,

einer zur guten Nacht:

Marten Holst schrieb:

> (a) Amerikaner lieben sehr thematische Spiele, häufig ist
> eher der Themenbezug wichtig, als ausgewogene Spielbarkeit
> (KoSims, etc.)
> (b) Deutschen ist ein ausgefeilter Mechanismus und eine gut
> ausgearbeitete Spielbalance wichtig, da darf das Thema auch
> nach hause gehen.
>
> Satz: Alle Amerikaner sind Frauen, alle Deutschen Männer
>
> Korollar: wenn es mit uns irgendwie weiter gehen soll, dann
> müssen sich die Deutschen und die Amis in Zukunft ganz doll
> lieb haben.

Folgerung: Danach kommt die Generation, die nur noch thematische Spiele mit ausgefeilten Mechanismen mag.

[b]Das[/b] wird dann eine Herausforderung an alle Spieleautoren. :-))

> Pazifistische Grüße
> Marten (kennt Deutsche, die behaupten, Frauen zu sein, was
> aber nicht sein kann, wie oben ja belegt)

Kaiserstädtische Grüße,

- Arne - (hofft, daß morgen sein [i]Napoleon in Europe[/i] eintrifft :-) - ist das Spiel nun eher thematisch oder mit gutem Mechanismus? Nicht, daß sich prompt mein Geschlecht verändert.... :-P )

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Sarah

RE: Wenn Männer gegen Frauen spielen

Beitragvon Sarah » 18. Januar 2003, 02:02

wenn es dich beruhigt: ich lebe in New Mexico (USA)
GRüße SarahMarten Holst schrieb:
>
>> Pazifistische Grüße
> Marten (kennt Deutsche, die behaupten, Frauen zu sein, was
> aber nicht sein kann, wie oben ja belegt)

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Marc Wickel

Re: Wenn Männer gegen Frauen spielen

Beitragvon Marc Wickel » 18. Januar 2003, 09:51

Ich wohne in Darmstadt. Und das liegt im dynamischen und progessiven Hessen, wo der Koch noch selber chefft ;-)

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Marc Wickel

RE: Wenn Männer gegen Frauen spielen

Beitragvon Marc Wickel » 18. Januar 2003, 10:21

Ich kenne die meisten Forumsmitglieder leider nicht persönlich (und kann mir auch leider keine alten Postings merken, die ev. Rückschlüsse erlauben). Falls ich da jemanden ausversehen falsch zugeordnet habe, Entschuldigung.

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Volker L.

Re: Wenn Maenner gegen Frauen spielen

Beitragvon Volker L. » 20. Januar 2003, 13:30

Marten Holst schrieb:
>
> Moinle,
>
> > In diesem Thread
> > diskutieren bis jetzt auch nur Männer.
>
> haue ich mich jetzt sehr ins Irrtumsfettnäpfchen, oder ist
> Chris nicht femininer Chromosomenausstattung "schuldig"?
> Ansonsten haben wir natürlich noch die Damen, die sich
> inzwischen angeschaltet haben...
>
> Nachgefragte Grüße
> Marten (XY)

Ich meine mich zu erinnern (kann mich aber irren), dass Chris
sich in irgendeinem inzwischen geloeschten Posting im OT-Forum
mal als maennlich geoutet hat.
Hast Du eventuell "Chris F." mit "christiane f." verwechselt?

Gruss, Volker


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