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Spielen mit Eltern

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Didl

Spielen mit Eltern

Beitragvon Didl » 27. Februar 2003, 11:24

Wer hat nicht das Gesellschaftsspiel spielen von und durch seine Eltern erfahren und gelernt ?
Ich auf jeden Fall und lang ist's her.
Wer spielt heute noch mit seinen Eltern und was für Erfahrungen macht ihr dabei?
Bei mir gestaltet es sich zunehmend schwierig, die Eltern sind über sechzig und vor allem die Lernfähigkeit für neue komplexe Regeln lässt stark nach. Aber trotzdem ist es reizvoll auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen, so zwischen Elfer raus, Mensch ärger dich nicht und Die Macher.

Bei meinen Eltern kommt Trans America extrem gut an und kommt, wenn wir mal einen gemeinsamen Abend beim Wochenendbesuch finden, immmer wieder auf den Tisch. Meine Frau ist dabei und auch Freunde meiner Eltern und mir konnten wir schon integrieren und alle warn's zufrieden. Immer schön locker und trotzdem nicht langweilig.

Weitere Beispiele?

Viele Grüße an alle Ludos

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Arne Hoffmann
Kennerspieler
Beiträge: 497

Re: Spielen mit Eltern

Beitragvon Arne Hoffmann » 27. Februar 2003, 12:27

Moin Didl!

Mit meinen Eltern spiele ich auch noch recht häufig und auch sehr gerne - auch ich war durch sie zum Spielen gekommen, klar. Die komplexesten Spiele müssen es nicht sein, aber sie sind immer wieder angetan davon, wenn ich mit ihnen unbekannten Spielen zu Hause aufschlage. Und solange ich die Regeln gut erklären kann, können es auch ruhig komplexe Titel sein - selber aneignen würden sich meine Eltern die Regeln jedoch nicht.

Dieses Weihnachtsfest haben wir z.B. ZooSim, Troia, Can´t Stop und Express gespielt. Aber auch Frischfleisch, RoboRally und andere "Exoten" sind schon auf den elterlichen Tisch gekommen (und bei Frischfleisch hatte sogar meine Großmutter mitgespielt und ihren Spaß gehabt ;-) ). Abseits davon ist auch immer mal wieder ein Partie Scrabble oder Poch zu finden (schlagt mich, aber die Spiele machen auch Spaß und wecken viele Erinnerungen :-) ).

Karnevalistische Grüße,

- Arne - (der letztes Wochenende von seiner Mutter die abgespielten Karten von [i]Im Märchenwald[/i] und [i]Express[/i] gezeigt bekommen hat, da die Kinder in der Grundschule fast täglich nach diesen Spielen verlangen - soviel zum Spielernachwuchs ;-) ).

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Markus N.

Re: Spielen mit Eltern

Beitragvon Markus N. » 27. Februar 2003, 12:55

Meine Eltern spielen gar nicht. Als ich noch Klein war, wolten Sie mir immer weis machen, sie hätten Ahnung von Spielen und es wäre ein Muß Monopoly und Mad zu besitzen.
Gespielt haben Sie es aber nie mit mir!
Wir hatten einen Spielewürfel (Riesenwürfel mit je einem Spielplan auf jeder Seite!). Auf einer Seite war ein Gänseleiterspiel. Das war das einzige was sie mit mir gespielt haben und das auch nur solange, bis ich mit dem Fuß vor Wut in den Pappwürfel getreten habe und stecken blieb.
Mein Vater hat immer gewonnen und gesagt, er sei der Gänseleiter-Spielekönig. Und ich solle nachts von dem Gänseleiter-Spielekönig träumen. Danach wollte ich nie wieder mit ihnen spielen.
Und es hat mich trotzdem nicht vom Spielen abgebracht! Ich hab mir Freunde zum Zocken gesucht und die kommen noch heute 2-3 Mal die Woche.
Und meine Frau habe ich kennengelernt, ohne zu wissen, daß sie das gleiche Hobby hat, wie ich!
Und dann bin ich vor Ihrer Spielesammlung damals das erste Mal blaß vor Neid geworden! Deshalb mußte ich sie auch heiraten und habe von einem Ehevertrag abgesehen! Jetzt gehören all ihre Spiele auch mir und umgekehrt!
Das Leben ist schön!

Markus (der seine Frau natürlich auch geheiratet hat, weil er sie über alles liebt!)

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Frank"Riemi"Riemenschneider

Re: Spielen mit Eltern

Beitragvon Frank"Riemi"Riemenschneider » 27. Februar 2003, 13:59

Hi Markus,

bei mir war es genau so.

Spielen ist ein sinnloser Zeitvertreib und völlig abgehoben von der Wirklichkeit.
Spiele schenken wie nur deinen Kinder.

Das sind die Sprüche die ich zu hören kriege wenn mal das Thema auf Spiele kommt.
Aber Dampfeisenbahn, dass ist sowas von Spannend. Technik ist schon was anderes wie spielen (Bähhh).

Ein Wunder das aus mir ein Spieler geworden ist :)

Gruß

Riemi (Kommt aus einem Nichtspielerhaushalt)

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Sven Weiss

(OT) Heiratsmotivation

Beitragvon Sven Weiss » 27. Februar 2003, 14:32

Du hast also Deine Frau wegen ihrer Spielesammlung geheiratet. ;-) :-D :-D :lol: :lol: :-))
Das finde ich wirklich grandios. Die Spielervariante von "einen Millionär heiraten" ;-) Genial. :-)) Ich hoffe nur für Dich, dass Sie das Forum nicht auch mitliest. ;-)

Gruss

Sven


P.S. 32jähriger Junggeselle sucht Frau mit attraktiver Spielesammlung. Bewerbungen bitte per mail.

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Sandra-spielbox

Re: Spielen mit Eltern

Beitragvon Sandra-spielbox » 27. Februar 2003, 16:12

Hallo!

Ich habe als Kind oft mit meiner Mutter gespielt: solche Sachen wie "Das verrückte Labyrinth", ich glaube, sie hat sie aber eher meinetwegen mitgespielt, als dass sie selbst daran besonders viel Spaß hatte. Mein Vater hatte und hat mehrere Spiele im Schrank - das Spiele-Gen kommt also ganz klar von väterlicher Seite her.
Dementsprechend spiele ich heute auch noch sehr gerne mit meinem Vater (er traut sich auch an Spiele, welche das Niveau des verrückten Labyrinths übersteigen), mit meiner Mutter ist es aber grausam: Selbst bei einfachen Spielen wie Emerald versteht sie die Regeln nicht oder nur langsam, deshalb spiele ich mit ihr eher selten (meine Eltern sind geschieden, und so besteht Gott-sei-Dank die Möglichkeit, mir einen Elternteil als Mitspieler auszusuchen). ;-)

Meine Halbschwestern (väterlicherseits, wen wundert's?!) spielen auch sehr gern und haben bereits eine umfangreiche Haba-Sammlung im Schrank.
Da wächst eine neue Spieler-Generation heran (naja, die Kinder bekommen halt auch immer Spiele von mir...).

Viele Grüße,
Sandra
(musste ihren Mann erst zum Spielen überzeugen und hat durch ihre Hochzeit leider keine Spiele - außer Monopoly, Reversi und Mad - dazubekommen.) :-(

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Ralf Arnemann
Kennerspieler
Beiträge: 2447

Re: Spielen mit Eltern

Beitragvon Ralf Arnemann » 27. Februar 2003, 16:26

Das gesellige Beisammensein mit Spielen war schon immer üblich in der Familie, besonders im Urlaub.
Nur war damals halt die Auswahl beschränkt, Romme und Canasta, manchmal Monopoly.
Später kamen dann als tolle Neuerung Sachen wie Risiko, das habe ich aber nur mit Klassenkameraden gespielt.

Dazwischen war dann lange Zeit Sendepause - wenn man sich besucht hat, hat man sich was erzählt, und es war keine Zeit zum Spielen.
Erst jetzt mit den Enkeln werden die Großeltern wieder ans Spielen "herangeführt".
Carcasonne ist da zur Zeit groß angesagt. Auch wenn da öfters unser Jüngster gegen alle Erwachsenen gewinnt ...

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Holger Kiesel

Re: Spielen mit Eltern

Beitragvon Holger Kiesel » 27. Februar 2003, 17:52

Meine Eltern sind über 70 und nach einigen Fehlversuchen konnte ich sie mal zum Ausprobieren eines "neuen" Brettspieles bewegen und es war ein voller Erfolg!

Das hat mich auch nicht gewundert, denn früher haben wir auch immer mal wieder zusammen gespielt. Irgendwann ist das dann "eingeschlafen", bis ich meine Liebe zu Brettspielen (wieder-)entdeckt habe :-)))

Hab inzwischen schon so einiges mit ihnen gespielt, wobei die Spiele nicht zu komplex waren (und ich denke das war auch gut so) und die Spiele jeweils vorbereitet und erklärt habe.

Der Renner sind derzeit Zatre und Cartagena! Diese beiden spielen meine Eltern inzwischen auch ohne mich rauf und runter :-)

Gruß
HOlg

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Wolfgang Ditt

Re: Spielen mit Eltern

Beitragvon Wolfgang Ditt » 28. Februar 2003, 00:21

Hallo Didl,

Großeltern spielen gerne etwas mit den Enkelkindern. Vielleicht darfst du mitmachen.

Wolfgang (hat ca 15 Gulo Gulos hinter sich und die Geier Alarmanlage funktioniert immer noch )-: )

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Roman Pelek

Re: Spielen mit Eltern

Beitragvon Roman Pelek » 28. Februar 2003, 01:23

Hi Didl,

Didl schrieb:

> Wer spielt heute noch mit seinen Eltern und was für
> Erfahrungen macht ihr dabei?
> Bei mir gestaltet es sich zunehmend schwierig, die Eltern
> sind über sechzig und vor allem die Lernfähigkeit für neue
> komplexe Regeln lässt stark nach.

Nuja, bei mir bewegt es sich noch im 50+ Bereich, was die Eltern meiner Freundin und meine angeht. Aber die Bereitschaft zum Aufnehmen komplexer Regeln sinkt schon, erstaunlicherweise im Zusammenspiel mit der Akzeptanz offener Konflikte im Spiel (Die Mutter meiner Freundin wollte unbedingt mal die "Sieben Weisen" spielen - das ging so aus, dass sie nach der 2. Runde den Tisch verließ mit den Worten "Ihr spielt eh alle gegen mich, ich geh' jetzt lieber bügeln"). Wobei in meinem Fall die männlichen Vertreter da in beiden Fällen noch belastbarer sind - frag mich nicht warum. Evtl. auch ein rein individuelles Problem.

> Bei meinen Eltern kommt Trans America extrem gut an [...]
> Weitere Beispiele?

Nebst "Trans America" habe ich im beschränkten privaten Rahmen z. B. (so's mir grade einfällt) sehr gute Erfahrungen gemacht mit:

- Blokus
- Clans
- Cartagena
- Can't Stop
- Forum Romanum
- Atlantic Star
- Carcassonne + Carcassonne Jäger & Sammler (jedoch nicht die 1. Erweiterung, die wurde mit ihren "Alles-oder-Nichts"-Elementen als zu destruktiv angesehen und führte zu Unmut a la "Jetzt machst Du mir mit der Kathedrale auch noch meine Stadt kaputt, die eh nicht fertig wird!")
- Where's Bob's Hat, Sticheln + Tichu (exklusiv für den Skat/Doppelkopf-begeisterten Teil, Stichspielunerfahrene können damit sicher nix anfangen)
- Puerto Rico (mit anfänglicher Hilfestellung und entsprechend sachter, aufs Nötigste limitierter Regeleinführung - dann aber war trotz der Komplexität anhaltende, große Begeisterung da)
- Anno Domini
- Bausack / Tokami etc.
- Take It Easy
- Bluff
- Zatre

...und demnächst werde ich da mal "Coloretto" (bzw. wenn das geklappt hat, auch mal "Paris Paris") einführen, das müsste eigentlich genau da rein passen. Persönlich reduzier ich's bei der Auswahl von Spielen für diese Fälle insofern (meist, Ausnahmen wie PR bestätigen die Regel) auf die Formel "Simple Regeln - konstruktiv - lieber abstrakt als zu emotionsbehaftet". Seltsamerweise spielt's dabei anscheinend kaum eine Rolle, ob ein Spiel auf dem Tisch liegt, das nur Könner gewinnen oder nicht. Das Gefühl, etwas im Spiel bewegt zu haben und sich nicht gegenseitig richtig "böse an den Karren zu fahren" ist da bei uns anscheinend viel wichtiger: blocken ja, zerstören nein... ;-)

Ciao,
Roman (der sich jetzt irgendwie so fühlt, als hätte er eine informelle Pressemitteilung für die Jury SdJ geschrieben)

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peer

Re: Spielen mit Eltern

Beitragvon peer » 28. Februar 2003, 06:22

Hi,
mein Vater hat schon immer gerne gespielt und meine Mutter angesteckt, insofern bin ich mit Spielen aufgewachsen - So hatten wir von Beginn an das Spiel des Jahers (und Hase & Igel wird imemr noch gerne gespeilt, ebenso wie Alaska).
Auch bei meinen Eltern laesst die Bereitschaft zu komplexen Regeln etwas nach, aber wir spielen dennoch recht regelmaessig besonders Lege- oder Wortspiele:

- Trans-America
- Wu Hsing
- Top it
- Schnapp, Lanmd, Fluss
- Prestel Architekturspiel
- Word Whiz
- Code 777
- Express
- Arbora

ciao
Peer

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Tanja Schroedel

Re: Spielen mit Eltern

Beitragvon Tanja Schroedel » 28. Februar 2003, 07:53

Hallo zusammen,

dem kann ich mich nur anschließen: meine Eltern spielen auch nicht (sieht man mal von MäDn ab...). Als Kind gabs zu Hause nur besagtes MäDn und Malefiz - das wars! Mein Großvater hat wenigstens noch gerne Karten mit mir gespielt. Klar hab ich zu der Zeit häufig Spiele geschenkt bekommen - aber die durfte ich dann alleine spielen...
Trotzdem hab ich mich in der Grundschule in der Projektwoche voller Eifer auf die Spiele-AG gestürzt - warum, weiß ich nicht, ich muß wohl geahnt haben, daß es "da draußen" noch andere Spiele gibt ;) Da war gerade Sagaland aktuell und auch das Spiel des Wissens. Nach dieser Woche ... war alles wieder beim alten. Die Kinder in der AG waren in anderen Klassen als ich - ich hab sie nicht mehr wiedergefunden (selbst damals war mein Personengedächtnis schrecklich schlecht ;) ).
Dann hat es erst wieder in der 10.ten Klasse mit Spielen angefangen: ich hatte eine Freundin gefunden, die auch gerne spielt. Die ersten selbstgekauften Spiele folgten, auch wenn es von meinem dürftigen Taschengeld nicht allzuviele waren (insgesamt 2 oder 3)... Nach der Schule wieder Pause: unterschiedliche Studienorte...
Und jetzt bin ich glücklich :D ich hab hier ne Menge Leute, die gerne spielen und meine Sammlung ist auch gut angewachsen...
...und meine Eltern? tja, mit denen werd ich wohl nie was anderes Spielen können als MäDn und Malefiz - versucht hab ich ne Menge: Cartagena, Halali... aber es will nicht klappen :(

So, das war mein Roman dazu , viele Grüße, Tanja

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Stephan Zimmermann

Re: Spiele heiraten

Beitragvon Stephan Zimmermann » 28. Februar 2003, 09:04

Markus schrieb:

> Und meine Frau habe ich kennengelernt, ohne zu wissen, daß
> sie das gleiche Hobby hat, wie ich!
> Und dann bin ich vor Ihrer Spielesammlung damals das erste
> Mal blaß vor Neid geworden! Deshalb mußte ich sie auch
> heiraten und habe von einem Ehevertrag abgesehen! Jetzt
> gehören all ihre Spiele auch mir und umgekehrt!
> Das Leben ist schön!

Na wenn Du dich da mal nicht täuschst! ;-)

Normalerweise gehören alle Spiele, die sie in die Ehe mitbringt
weiterhin ihr. Wenn Ihr Euch also, was Euch natürlich niemand
wünscht, trennen solltet wird sie alle Spiele, die sie mit in die Ehe
gebracht hat, auch wieder mit nehmen.

Sollten einige der Spiele im Laufe der Ehe einen beträchtlichen Wertzuwachs
erfahren haben, so muss sie den Zugewinn mit Dir teilen und dafür zur Not
einige der Wertvollen Spiele verkaufen oder einzelne Spiele teilen :-(

Also... lass es nie soweit kommen ;-)

Grüße, Stephan (nicht-Jurist)

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Markus N.

Ladet Ihr Eure Eltern ein?

Beitragvon Markus N. » 28. Februar 2003, 11:37

Wie macht Ihr das denn?

Ladet Ihr Eure Eltern zum Spielen ein?

Oder kommen die zu Besuch und ihr fragt dann spontan, ob sie Lust haben, zu spielen?

Wenn ich meine Eltern zum Spielen einladen würde, kämen sie erst gar nicht!

Gruß
Markus
(der auch mit Mama und Papa spielen will! Das ist für mich immer das Bild von einer glücklichen Familie, wenn alle an einem Tisch sitzen und spielen!)

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Roland G. Hülsmann
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Beiträge: 2598

Re: Ladet Ihr Eure Eltern ein?

Beitragvon Roland G. Hülsmann » 28. Februar 2003, 13:07

Markus schrieb:

> (der auch mit Mama und Papa spielen will! Das ist für mich
> immer das Bild von einer glücklichen Familie, wenn alle an
> einem Tisch sitzen und spielen!)

Naja ... also ich denke mal, Spielen ist [b]ein[/b] Hobby unter vielen möglichen. Man sollte also damit klar kommen, daß es Menschen gibt - und zuweilen in der eigenen Familie -, die dieses Hobby nicht teilen! ;-) Solche Familien können trotzdem glücklich sein!

Roland (der schon in seiner Kindheit im Eltern- und Großelernhaus mit dem Spielevirus angesteckt wurde)

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Gabi Goldschmidt

Re: Spielen mit Eltern

Beitragvon Gabi Goldschmidt » 28. Februar 2003, 13:57

Hallo Didl,

...immer wieder gern mit Mutter und Tante. Vater spielt nicht gern, da er nicht verlieren kann. Mit Mutter und Tante (beide über 70) spiele ich seit Jahren regelmäßig einmal in der Woche:
- Siedler in allen Variationen
- Puerto Rico
- Zatre
- Carcassonne mit Erweiterungen
- Cartagena
- Durch die Wüste


Früher in der Kinheit und Jugend haben wir endlos "Malefiz", "Schwimmen" und
"Doppelkopf" gespielt.

Ciao Gabi

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Dieter Niehoff

Re: Spielen mit Eltern

Beitragvon Dieter Niehoff » 3. März 2003, 22:22

Bis vor ein paar Jahren war der Sonntagabend regelmäßig eine Spieleabend mit meinen Eltern (in den 60ern). Damals waren meine Frau und ich noch kinderlos, ebenso bei meiner Schwester und ihrem Mann.

Sollte dieser Sechser-Maximalbesetzung wirklich zusammen gekommen sein, wurde stundenlang KARRIEREPOKER gespielt.

Auch sonst waren wir kräftige Kartenspieler, bedingt durch die 50jährige "Doppelkopp (so spricht es sich hier im Münsterland) Erfahrung meines Vaters. Ihn und seine Art zu spielen zu beobachten war für mich als Kind wohl die eigentliche Triebfeder für mein jetziges Hobby. Später ab dem 7. Schuljahr (was jetzt auch schon ca. 25 Jahre her ist) spielte ich praktisch täglich mit einem Schulfreund in der Nachbarschaft. Gemeinsam hatten wir - und unsere Eltern - etliche Spiele, die teilweise exzessiv (so etwas geht wohl nur in der Jugend) gespielt wurden: EXPEDITION (Rav.), KARRIERE (Parker), BÖRSENSPIEL (Rav.), PLAYBOSS (??), und ganz häufig: JOCKEY (Rav.). zum Beispiel. Stunde um Stunde. Nachmittag für Nachmittag. Täglich. Und immer zu zweit. Die Tischkickerspiele (s ein Plastikspielfeld mit Spielern auf Federn, die zurückgebogen wurden um den in der "Spielmulde" liegenden Ball - eher eine Eisenkugel - zu schießen), die dazwischen kamen, hatten Ergebnisse wie 114:136 oder so (dabei wurden Strichlisten der Torschützen geführt).

Aber ich schweife ab.

Mit meinen Eltern wurde immer wieder und gern STICHELN gespielt. Und Rudi Hoffmanns altes SCHÜTZENFEST ebenso. Und ganz besonders gern: TAKE IT EASY. FAVORITEN war auch iener der Favoriten. Und auch die ENTENRALLYE kam gut an. Meistens brachte ich altbekannte Spiele und immer auch ein noch nicht bekanntes Spiel mit (mit dem der Spielabend auch stets begonnen wurde).

Eigentlich war das alles recht harmonisch und mir und meinen Eltern wohl auch recht wichtig.
Schade, das es vorbei ist.

Dieter Niehoff

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Michael Andersch

Re: Spielen mit Eltern

Beitragvon Michael Andersch » 4. März 2003, 10:57

Didl schrieb:
>
> Wer hat nicht das Gesellschaftsspiel spielen von und durch
> seine Eltern erfahren und gelernt ?

Hmm, naja. Eigentlich nur MäDn, Halma, Dame, Mühle, Leiterspiel und Romme
Neue Impulse kamen dann irgendwann hauptsächlich von mir (Monopoly, Slotter Ohne Moos nix los, Niki Laudas Formel 1,...), wobei sich das Spiel dann hauptsächlich auf meinen Vater, meinen Bruder und mich reduziert hat.
Ansonsten habe ich in meiner Jugend hauptsächlich mit Freunden gespielt (Risiko, Monopoly, Diplomacy, Niki Lauda, Stratego, Talismann, Das schwarze Auge,...).

> Wer spielt heute noch mit seinen Eltern und was für
> Erfahrungen macht ihr dabei?

Selten, da wir nicht unbedingt so nah zusammen wohnen.
Wenn, dann ist mein Vater neuen Spielen gegenüber prinzipiell aufgeschlossen, wenn's nicht zu kompliziert ist (Obergrenze: Union Pacific, normalerweise aber deutlich darunter - Carcassonne o.ä.) und man das Spiel auch mehrmals spielen kann wg. des Lerneffekts.
Mein Bruder eher weniger, es sei denn es handelt sich um ein neues Autorennspiel - ansonsten steht er (mittlerweile zu meinem Leidwesen) stark auf Formula Dé.

Familiäre Grüße,
Micha


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