Beitragvon Volker L. » 7. März 2003, 14:54
Steffen schrieb:
>
> dieknusperflocke schrieb:
>
> > wir haben gestern zu zweit mal wieder Carcasonne gespielt und
> > mal wieder ewig gebraucht.
>
> Bei Carcasonne müßte man doch eigentlich durch ein vorheriges
> Ziehen Bedenkzeit gewinnen können, ohne daß sich das Spiel
> ändert, d.h. es zieht am Anfang jeder verdeckt ein Plättchen
> und dann legt der erste Spieler sein Plättchen an und setzt
> seine Figur etc. und zieht sofort wieder verdeckt sein
> nächstes und hat dann immer die gesamte Runde lang Zeit, über
> die Verwendung des Plättchens nachzudenken.
Ein wenig Zeit wird man dadurch wohl schon einsparen koennen,
aber abgesehen von echten Tiefgruebler-Typen wird das auch
wieder nicht sooooviel sein.
Die endgueltige Entscheidung kannst Du ja erst treffen, nachdem
Dein Vordermann sein Plaettchen gelegt [b]und[/b] seine Figur
gesetzt hat, denn durch das Plaettchen koennen sich ja die
Moeglichkeiten, wohin Du setzten kannst aendern (beabsichtigter
Platz passt nicht mehr/neue Moeglichkeit entstanden), und die
Figur beeinflusst die Frage, ob Du Deine Figur dahin setzen
kannst, wo Du wolltest.
Also entweder rechnest Du Dir schon vorher 6-8 moegliche Plaetze
aus, wo Du anlegen kannst und waehlst dann den besten von den 3
noch vorhandenen, oder Du guckst vorher recht allgemein, wobei
Du vor allem die Plaetze, wo Du gerne anlegen moechtest, aber
nicht kannst (weil Dein Plaettchen nicht passt) eliminierst,
die konkreten Ueberlegungen aber eben doch erst anstellst, wenn
Dein Vordermann fertig ist. Statt 3 Minuten dauert das Nachdenken
dann eben vielleicht nur noch 2:30.
Andererseits laeufst Du Gefahr, dass bei nicht perfektem
Pokerface Deine Gegner ahnen, was Du vorhast (je nach Deiner
froehlichen oder aergerlichen Mine nach dem Legen der anderen)
und spielen gezielt dagegen.
Gruss, Volker (koennte sich evtl. mit der auch schon im Forum
vorgeschlagenen Variante mit 2 Plaettchen zur Auswahl anfreunden,
haelt diese Benkzeitverkuerzungsvariante aber nicht fuer
besonders sinnvoll)