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MemoStreet- Langsam wird es unverschämt!

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Peter Steinert

Re: MemoStreet- Langsam wird es unverschämt!

Beitragvon Peter Steinert » 6. März 2003, 00:51

Lieber Markus,

ich verstehe Deine Empörung über Memo Street leider nicht, obwohl wir uns bezüglich des Spielwertes absolut einig sind. Ich mag Memo Street auch nicht besonders gut leiden.
Um Hauptberuflich als Spieleentwickler tätig zu sein, ist es nun aber einmal notwendig, Spiele für verschiedenste Zielgruppen der Spielelandschaft zu veröffentlichen, um einen hohen Absatz zu erreichen.
Dass Knizias Spiele längst nicht mehr nur für uns - die Vielspieler und Freaks - gedacht sind, erscheint mir absolut logisch. Es macht doch keinen Sinn, einfach nach Schachteln zu greifen, auf denen "Knizia" steht.
Das Spiel will hinsichtlich seines Anspruchs erst eingeschätzt werden, entweder durch Informationen auf der Schachtel, in Foren oder Fachzeitschriften. Dem Vielspieler sind hier Tür und Tor geöffnet.
Besonders einfach macht es Ravensburger mit Memo Street gerade dem Gelegenheitsspieler und zeigt, wie es geht: Der Schachteltext betreibt keinen Etikettenschwindel, hier steht genau das, was das Spiel letztlich auch bietet. Und es ist kein großes Spiel, sondern ein handliches, lockeres Spiel für zwischendurch. Kniffel und Memory. Besser hätte Herr Knizia es ja eigentlich gar nicht machen können. Meiner Meinung nach leistet er wie fast jedes Jahr eine hervorragende Autorenarbeit: Für Vielspieler, Gelegenheitsspieler, Familien, Kinder,...

Gruß

Peter

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Markus N.

Re: MemoStreet- Langsam wird es unverschämt!

Beitragvon Markus N. » 6. März 2003, 09:36

Hallo Gregor,

Kalle Kängu hin oder her, mit Deiner Argumentation bzgl. dieser Spieler hast du sicher recht. Aber ich finde es unverschämt, Geld mit einem Spiel zu verdienen, was es schon gibt! Und Memostreet ist Kniffel, nichts anderes!
Wenn man wenigstens Bilchen finden müßte, die man in einer bestimmten Reihenfolge ablegen muß, oder so.... aber dieses Spiel gibt es schon, und Herr Knizia bekommt Geld dafür.
Das wäre so, wie wenn Herr Kramer "die Siedler von Catan" mit verdeckten Landschaften entwickeln würde und das dann als Neuheit auf den Markt geschmissen wird!

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Markus N.

Re: MemoStreet- Langsam wird es unverschämt!

Beitragvon Markus N. » 6. März 2003, 09:47

Falls du mich dazuzählst.

Markus Brand

markus.brand@axa.de


(Mich wundert es im Gegenzug, daß alle, die nicht anonym bleiben, so etwas auch noch schön reden! Als ob Herr Knizia bei denen anruft, und "Danke" sagt!)

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Markus N.

Re: MemoStreet- Langsam wird es unverschämt!

Beitragvon Markus N. » 6. März 2003, 09:51

Hey Roland,

Europa-Tour beispielsweise ist auch eine Mischung aus Elfenland und Europareise und ist trotzdem ein neuartiges Spiel!

Memostreet hingegen gibt es schon, und wenn es auch hintendraufsteht, erwarte ich was Neues! Aber selbst den Bonus für die Erfüllung der 1. bis 6. Reihe hat er übernommen!

Ich denke, ich werde ihm nur verzeihen können, wenn "Amun Re" gut ist ( :-))) )!

Gruß Markus

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peer

[OT] : MemoStreet- Langsam wird es unverschämt!

Beitragvon peer » 6. März 2003, 10:01

Hi,
Markus schrieb:
> (Mich wundert es im Gegenzug, daß alle, die nicht anonym
> bleiben, so etwas auch noch schön reden! Als ob Herr Knizia
> bei denen anruft, und "Danke" sagt!)

Nein, wir bekommen den Prototypen von King Arthur zugeschickt! :-)

ciao
Peer (fragt sich warum derartige Diskussionen schnell persöhnlich werden)

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peer

Re: MemoStreet- Langsam wird es unverschämt!

Beitragvon peer » 6. März 2003, 10:05

Hi,
Markus schrieb:
> Memostreet hingegen gibt es schon, und wenn es auch
> hintendraufsteht, erwarte ich was Neues! Aber selbst den
> Bonus für die Erfüllung der 1. bis 6. Reihe hat er übernommen!

Ja, und warum? Weil dieses Spiel für den Kniffelspieler ist und der hätte es kritisch angemerkt, wenn dieser Bonus nicht da wäre!
Ich sehe Memo Street als Kniffelvariante - davon gibt es weitaus beklopptere (Penthouse-Kniffel z.B.) und noch weniger originelle. Letztlich wird sich zeigen, ob sich das Spiel gut verkauft oder nicht. Ich hoffe es jedenfalls... (wenn ich es auch bestimmt nicht kaufen werde, den mir sagt das Spielpribnzip nicht zu)

ciao
Peer

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Karl-Heinz Wegener

Re: MemoStreet- Langsam wird es unverschämt!

Beitragvon Karl-Heinz Wegener » 6. März 2003, 10:12

Hallo Markus,

Selbst gute Knizia Spiele sind bei uns generell sehr zwiespältig. Manche lieben seine mathematisch präzise Art, Spiele zusammenzuzimmern. Anderen sind sie oft zu trocken.
Und ich gebe dir insoweit Recht, als dass viele Knizia Spiele einfach nicht gut sind und man den Kopf schütteln muss über die Qualität und die Redakteure. Zwischen Tadsch Mahal oder Modern Art und Kampf der Gladiatoren oder Exxtra liegen Welten. Zielgruppe hin oder her.

Karl-Heinz

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Gregor Breckle
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Beiträge: 648

Re: MemoStreet- Langsam wird es unverschämt!

Beitragvon Gregor Breckle » 6. März 2003, 10:32

Klaus schrieb:
>
> Gregor Breckle schrieb:
> > Du scheintst nicht genau gelesen zu haben. Ich sprach von
> > Lernbehinderten.
>
> Aber [i]keines[/i] der Rav. Mitbringspiele ist (primär) für
> Lernbehinderte gemacht! Sondern für "normale" Kinder zwischen
> x und y. Und da sind die vorgenannten Spiele schrottig, fad
> und ideenlos ggü. anderen Spielen.

Da würde ich Dir gerne mit einem modifizierten Satz aus der Werbung widersprechen "Spiele sind für alle da". So wie Du es sagst, hört es sich für mich ein bißchen danach an, wie wenn du nicht normal begabten Kindern das Recht zu spielen abstreiten willst.

> Für einfachste Spiele etc. für Behinderte braucht es kein
> Autorenspiel; sowas kann jeder Erzieher und Pädagoge aus
> vorhandenen (Spiel)Materialien selbst zusammengruschteln.

Das mag sein, aber wenn Du von 8 Kindern in einer Klasse schon mal sechs unterschiedliche (und zwar völlig unterschiedliche) Lernniveaus bedienen mußt, bist Du froh, wenn es auf dem allgemein zugänglichen Markt fertiges, direkt einsetzbares Material gibt. Schließlich ist das Spielen in der Schule nicht der Hauptaspekt der Arbeit (leider ;-) ).

> Bzw. hierfür gibt es zahlreiche didaktische Spiele (und man
> setzt in dem Fall einfach das Alter entsprechend dem Vermögen
> der Kiddies rauf).

So zahlreich sind die leider nicht und wenn, dann nur über bestimmte Kataloge erhältlich und kosten dann auch noch mehr als 6 Euro. Viele Gründe für den weiteren Verkauf von Kalle.

> > ... gibt, der das behaupten kann, st es legitim für einen
> > Redakteur, solche Spiele auf den Markt zu lassen.
>
> s.o. Die Mitbringspiele sind definitiv [i]nicht[/i] für die
> von dir angesprochene Zielgruppe!

Wie kannst Du das so sicher behaupten? Sind diese Spiele nicht für alle Kinder?

> > Ob es wohl gerade im Kinderspielbereich so viele Autoren
> gibt?
>
> Keine Ahnung, aber sicher mehr als im
> Familien-/Erwachsenen-Bereich.

Da kann ich leider nicht mit Zahlen dienen, von daher ???

> > Auch hier kann ich mich nur nochmal wiederholen. Ein Spiel,
> > in dem der Autor Kreativität zeigt, heißt doch wohl, daß
> > interessante Mechansimen geboten werden.
>
> Genau - und der Mangel daran ist der Vorwurf bei den
> genannten Spielen. Nicht mehr, nicht weniger.

Viele Kinderspiele setzten auf einen Memory-Effekt (wie das von Dir genannte Nanu). Leider gibt es aber Kinder, die nicht in der Lage sind, dies kognitiv zu bewältigen. Es gibt schlicht und einfach Mechanismen (wie z.B,. auch der der Schokohexe), die von diesen nicht durchschaut werden. Solche Kinder benötigen einfachste Mechasnismen, Farbwürfel etc. pp. Hier sind einfach keine großartigen, kreativen Mechanismen zu verwirklichen und trotzdem (oder gerade deshalb) haben diese Spiele für mich ihre Daseinsberechtigung.

> s.o. Für sowas muss ich nicht 6 Euro ausgeben. Das habe ich
> in mannigfaltiger Weise schon zu Hause!

In welcher Form? Da bin ich ja mal auf Deine Tipps gespannt.

Viele Grüße

Gregor

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Markus N.

Re: MemoStreet- Langsam wird es unverschämt!

Beitragvon Markus N. » 6. März 2003, 10:43

peer schrieb:

> Henn, Schacht, Haferkamp, Schoeps, Meister,
> Delonge... sind alles auch keine professionellen
> Spieleautoren - auch wenn mans gerne vergisst, die machen das
> auch nur als Hobby!)

Aber sie haben jetzt einen Namen, und wenn Franz Benno Delonge und ich ein und den selben Prototypen zu zwei unterschiedlichen Verlagen schicken würden, würden sie eher seinen als meinen nehmen!

> Ausserdem ists ja auch komisch. Da kommt ein Autor wie
> (willkürlich) Schacht, der gewinnt im
> Spieleautorenwettbewerb, ist begabt und bringt ein paar Ideen
> unter - ist ja ein Neuling unter den Spieleautoren. Aber da
> er gut ist und ein paar Ideen hat, wird er schon unter die
> grossen gezählt. Guck mal wie viele Spiele NICHT von Knizia,
> Teuber, Kramer sind (rechne meinethalben noch Baars und Moon
> dazu)...

Schacht hat es verdient, zu den großen gezählt zu werden, guck mal, wie viel Spiele er allein in Nürnberg rausgebracht hat.
Und mit "groß" meine ich namhaft, denn auch Schacht greift meiner Meinung nach schonmal ins Klo ( :-))) Bei Mogul zum Beispiel!! )

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Markus N.

Re: MemoStreet- Langsam wird es unverschämt!

Beitragvon Markus N. » 6. März 2003, 10:53

Du hast ja eigentlich recht,
mich stört nur dieser Ideenklau!
Memory und Kniffel gehören nicht Herrn Knizia, oder täusche ich mich?

Bei uns würde soetwas eben aus diesem Grund nämlich abgelehnt!

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peer

Re: MemoStreet- Langsam wird es unverschämt!

Beitragvon peer » 6. März 2003, 10:56

Hi,
Markus schrieb:
>
> peer schrieb:
>
> > Henn, Schacht, Haferkamp, Schoeps, Meister,
> > Delonge... sind alles auch keine professionellen
> > Spieleautoren - auch wenn mans gerne vergisst, die machen das
> > auch nur als Hobby!)
>
> Aber sie haben jetzt einen Namen, und wenn Franz Benno
> Delonge und ich ein und den selben Prototypen zu zwei
> unterschiedlichen Verlagen schicken würden, würden sie eher
> seinen als meinen nehmen!

Tut mir Leid, aber das ist unlogisch. Delonge hat z.B. greade mal 3 (?) Spiele aus dem Markt (zwei fallen mir auch nur ein). Also wenn ein Verlag dein Spiel rausbringt - ZACK! Schon wird jeder Verlag eher dein Spiel rausbribgen als meines? Tut mir leid, aber das halte ich für eine sehr gewagte Aussage!

(mal abgesehen, dass du den Satz davor unterschlagen hast - nämlich den, dass wieder einmal eine REihe von neuen Autoren Spiele bei Verlagen unterbringen konnten)



> > Ausserdem ists ja auch komisch. Da kommt ein Autor wie
> > (willkürlich) Schacht, der gewinnt im
> > Spieleautorenwettbewerb, ist begabt und bringt ein paar Ideen
> > unter - ist ja ein Neuling unter den Spieleautoren. Aber da
> > er gut ist und ein paar Ideen hat, wird er schon unter die
> > grossen gezählt. Guck mal wie viele Spiele NICHT von Knizia,
> > Teuber, Kramer sind (rechne meinethalben noch Baars und Moon
> > dazu)...
>
> Schacht hat es verdient, zu den großen gezählt zu werden,
> guck mal, wie viel Spiele er allein in Nürnberg rausgebracht
> hat.

Ja jetzt! Dies ist aber auch das erste Mal, dass er eine solche Reihe von Spielen produzieren konnte. Auch Schacht hatte seinen Durchbruch und das ist noch nicht so lange her.

> Und mit "groß" meine ich namhaft, denn auch Schacht greift
> meiner Meinung nach schonmal ins Klo ( :-))) Bei Mogul zum
> Beispiel!! )

...Wobei er das selbst produziert hat, er sich also selbst begünstigt hat. Insofern hinkt der Vergleich mit Knizia... (Warfrog begünstigt auch immer Martin Wallace als Spieleautor)

ciao
Peer

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peer

Re: MemoStreet- Langsam wird es unverschämt!

Beitragvon peer » 6. März 2003, 10:58

Hi,
Markus schrieb:
>
> Du hast ja eigentlich recht,
> mich stört nur dieser Ideenklau!
> Memory und Kniffel gehören nicht Herrn Knizia, oder täusche
> ich mich?

Nein, aber Memory gehört Ravensburger (bei Yahtzee/Kniffel bin ich mir nicht sicher) und wie gesagt - Ich vermute Ravensburger hat Knizia beauftragt eine Kniffel/Meomory-Variante zu erstellen!
Ist ja für die grossen nichts besonderes, dass ein Verlag AN SIE herantritt und sie bittet ein Spiel mit den und den Kriterien zu machen (Familienspiel für 8 Spieler und bunten Bildern, Thema Kleine Prinz etwa). Da treten die natürlich zu den etablierten und nicht zu mri, denn mich kennen sie nicht.
ciao
Peer

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Markus N.

Re: [OT] : MemoStreet- Langsam wird es unverschämt!

Beitragvon Markus N. » 6. März 2003, 11:00

1. hab ich nicht angefangen
und
2. will ich gar nicht persönlich werden, nur gut kontern.
und
3. warum bekomme ich nicht den Prototypen
und
4. wollte ich nur meinen Frust über Memostreet loswerden,
dass dieses Posting explodiert, dachte ich nicht!

;-)
Markus

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Markus N.

Re: MemoStreet- Langsam wird es unverschämt!

Beitragvon Markus N. » 6. März 2003, 11:03

O.K. gewonnen und überzeugt!

Aber die Nummer mit Delonge würde ich zu Testzwecken echt gerne mal durchführen!

:-)
Markus

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Markus N.

Re: MemoStreet- Langsam wird es unverschämt!

Beitragvon Markus N. » 6. März 2003, 11:05

Schon wieder hast du recht!

Aber Kniffel gehört Schmidt-Spiele, oder?

Was sagen die dazu?

Gibt es da nicht sowas wie Copyrights?

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Günter Cornett

Autorennamen

Beitragvon Günter Cornett » 6. März 2003, 11:29

Markus schrieb:
>
> Aber die Nummer mit Delonge würde ich zu Testzwecken echt
> gerne mal durchführen!

Nun, ich denke, ein Autor, dessen Name bekannt ist, hat bessere Chancen, das sein Spiel etwas genauer angeguckt wird, weil man im Verlag weiss: der hat schon mal was gutes gemacht (Ein Großeil der Spiele von unbekanten Autoren sind leider MÄDN-Varianten).

Ob das Spiel auch genommen wird, steht auf einem anderen Blatt. Ich kann mir aber schon vorstellen, dass der Name des Autors in Zweifelsfällen auch etwas Gewicht hat. Als Hauptgrund, ein Spiel anzunehmen - das wäre schlechte Verlagspolitik, was den meisten Redakteuren bewusst sein dürfte.

Etwas anderes ist es, wenn Autor und Redakteur identisch sind (Klaus Teuber, Reinhard Staupe). Da hat der Autor es nicht so schwer, den Geschmack der Redakteure zu treffen (wenngleich er sicherlich nicht als einziger entscheidet).

Manche Autoren machen häufiger für den selben Verlag was, auch ohne dass sie über die Szene hinaus bekannt sind (Gunter Baars). Da scheint die Zusammenarbeit einfach gut zu funktionieren. Vermutlich gelingt es dem Autoren, den Geschmack des Verlags zu treffen, bestimmte Wünsche zu erfüllen.

Sich einen Namen zu machen, gehört eben auch zur Tätigkeit eines Spieleautors. Nicht umsonst hat die SAZ erreicht, dass der Autorenname auf der Schachtel steht.

Ich denke, bei Alea und bei Hans im Glück, aber sicherlich auch bei anderen Verlagen, hat man als Newcomer recht gute Chancen. Klaus Jürgen Wredes Carcassonne war meines Wissens sein erstes Spiel.

Gruß, Günter

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Marten Holst

RE: MemoStreet- Langsam wird es unverschämt!

Beitragvon Marten Holst » 6. März 2003, 11:33

Moinle,

> Aber Kniffel gehört Schmidt-Spiele, oder?
>
> Was sagen die dazu?
>
> Gibt es da nicht sowas wie Copyrights?

Ich will auch mal recht haben... ;-) Man kann ja durchaus anderen Nutzungsrechte am eigenen geistigen Eigentum zugestehen. Sonst wären uns wohl viele dieser 80er-Jahre-Nachsing-Hits erspart geblieben, die momentan so rumgondeln...

Urhebende Grüße
Marten (hat auch Rechte)

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Claudia Hülsmann
Kennerspieler
Beiträge: 236

Re: MemoStreet- Langsam wird es unverschämt!

Beitragvon Claudia Hülsmann » 6. März 2003, 11:33

Hallo Markus,

Von wegen Europa Tour und neuartig !!
Ich habs zwar selber noch nicht gespielt doch klingt die Beschreibung sehr nach einer ``Racko`` Variante , in diesem Forum meine ich hätten das auch schon ein paar bemerkt. Ausserdem schrebst du selbst , es wäre eine Mischung aus Elfenland und Europareise und regst dich dabei über die Mischung alter Spiele zu einem neuen auf.
Wenn es dich nicht interressiert brauchst du es doch nicht zu kaufen. Das werden die tun ,welche es interressiert. Und wenn das zuweige sein sollten,nimmts der Verlag auch wieder aus dem Programm. wenn es aber gut verkauft wird ,gibt es doch offensichtlich einen Bedarf dafür.
Und noch mal zu den Prototypen, selbst ``bekannte ``Autore wie Benno haben gute davon und leider noch keinen Verlag gefunden, der sie rausbringt.

Claudia

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Klaus

Re: MemoStreet- Langsam wird es unverschämt!

Beitragvon Klaus » 6. März 2003, 11:44

Roland G. Hülsmann schrieb:
> Vermutlich hast Du vergessen, daß Spiele nun mal
> Geschmacksache sind. Und ob diese Spiele den Geschmack von
> Kunden treffen oder nicht, werden die Verkaufszahlen zeigen.

Das ist eine ziemlich dürftige Argumentation, denn wenn Verkaufszahlen immer über die (inhaltliche) [i]Qualität[/i] eines Produktes entscheiden würden, dann wäre Monopoly ja ein gutes Spiel und die Microsoft Produkte gute Software.

Also bitte, deswegen kommen wir doch hier zusammen, weil wir es tatsächlich "besser wissen", oder nicht!? Weil wir eben gerade nicht "die Masse" sind. Also hör mir auf, dann plötzlich auf die Masse zurückzugreifen und sie als Argumentation für Qualität heranzuziehen. Massenware ist nie spitze, sondern immer Durchschnitt. Zwangsläufig. Aber das driftet jetzt ab.

Es ging jedenfalls um Kreativität etc. und nicht um Markterfolge. Und um bekannte Autoren und weniger bekannte. Und ich würde Markus tatsächlich Recht geben: Ein Kalle Kängu von einem unbekannten Autor wäre vermutlich in Ravensburg schon an der ersten Hürde gescheitert!

> Roland (der sich gerade fragt, warum derartig undifferenziertes Gemosere

Das verbitte ich mir. Meine postings waren/sind in keiner Weise [i]undifferenziert[/i]. Das was du hier gerade losgelassen hast, ist hingegen sehr undifferenziert - und überheblich!

> fast immer von anonymen Postern

Das hat seinen (guten) Grund. Und ist jedenfalls ebenfalls kein Beleg für inhaltliche Qualität oder nicht.

> ohne eMail-Adresse kommt)

E-Mail-Adressen lassen sich übrigens beliebig erzeugen, das solltest du wissen.

Klaus.

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Klaus

Re: MemoStreet- Langsam wird es unverschämt!

Beitragvon Klaus » 6. März 2003, 11:47

Roland G. Hülsmann schrieb:
>
> Hallo Klaus,nicht alles was Deinem Geschmack nicht
> entspricht, ist schlecht. Und wenn Dir z.B. ein Spiel für 4 -
> 8 jährige Kinder nicht gefällt, könnte es sein, daß Du nicht
> zur Zielgruppe gehörst,

Hatte ich nicht meinen 4-jährigen (und nicht mich!) als Beleg dafür erwähnt?

Klaus

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Klaus

Re: MemoStreet- Langsam wird es unverschämt!

Beitragvon Klaus » 6. März 2003, 12:01

Gregor Breckle schrieb:
> Da würde ich Dir gerne mit einem modifizierten Satz aus der
> Werbung widersprechen "Spiele sind für alle da". So wie Du es
> sagst, hört es sich für mich ein bißchen danach an, wie wenn
> du nicht normal begabten Kindern das Recht zu spielen
> abstreiten willst.

Wir drehen uns im Kreis.

> So zahlreich sind die leider nicht und wenn, dann nur über
> bestimmte Kataloge erhältlich und kosten dann auch noch mehr
> als 6 Euro. Viele Gründe für den weiteren Verkauf von Kalle.

Ich kann mich nur wiederholen: Das ist nicht die Absicht hinter Kalle. Die Mitbringspiele sind (sollen sein!) [i]originelle[/i], eigenständige, witzige, kreative, innovative, unterhaltsame, durchaus auch mal anspruchsvollere Spiele mit recht guter Ausstattung zu vergleichsweise günstigem Preis. Und im Vergleich [i]innerhalb dieser Gruppe selbst[/i] ! fallen die besagten Spiele auf, eben weil u.a. Originalität und Kreativität komplett vermisst werden. Das ist nun schon seit Tagen der Inhalt meiner Aussagen. Nicht mehr, nicht weniger.

> > > ... gibt, der das behaupten kann, st es legitim für einen
> > > Redakteur, solche Spiele auf den Markt zu lassen.
> >
> > s.o. Die Mitbringspiele sind definitiv [i]nicht[/i] für die
> > von dir angesprochene Zielgruppe!
>
> Wie kannst Du das so sicher behaupten? Sind diese Spiele
> nicht für alle Kinder?

... und sind wir nicht alle Brüder!?
Es gibt nunmal Zielgruppen - und die decken selten [i]alle[/i] ab, denn sonst bräuchte ich keine Ziel[i]gruppen[/i] mehr, wenn´s eh [i]alle[/i] sind.

> > s.o. Für sowas muss ich nicht 6 Euro ausgeben. Das habe ich
> > in mannigfaltiger Weise schon zu Hause!
>
> In welcher Form? Da bin ich ja mal auf Deine Tipps gespannt.

Z.B. Dutzende Spiele, die mit "Mein erstes ..." beginnen. Reichlich vorhanden in jedem Kindergarten, Hort und jeder Grundschule! Und Privathaushalten.

Klaus

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Erhard Portner
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Beiträge: 504

Klaus-Jürgen Wrede

Beitragvon Erhard Portner » 6. März 2003, 12:18

Günter Cornett schrieb:

>
> Ich denke, bei Alea und bei Hans im Glück, aber sicherlich
> auch bei anderen Verlagen, hat man als Newcomer recht gute
> Chancen. Klaus Jürgen Wredes Carcassonne war meines Wissens
> sein erstes Spiel.
>


Richtig. Klaus-Jürgen Wrede war mir vor dieser Erstveröffentlichung nur durch seine Variante für zwei Personen des Klaus Teuber Spiels "Der fliegende Holländer", die in einer spielbox-Ausgabe veröffentlicht war, bekannt.

Aber - bei der Gelegenheit - weiß jemand, ob Klaus-Jürgen Wrede und Anja Wrede miteinander verwandt, verschwägert oder sonstwie verbandelt sind? Von Anja Wrede stammen Kinderspiele wie "Dreikäsehoch", "Enten-Rennen", "Hallo Herr Bär" usw.

Mit verspielten Grüßen
Erhard

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Markus N.

Re: MemoStreet- Langsam wird es unverschämt!

Beitragvon Markus N. » 6. März 2003, 12:45

Hallo Claudia,

Ich erwähnte die Mischung, aber eben auc, daß es neuartig ist!

Memostreet ist die Mischung! Und nichts neuartiges! Und das stört mich!

Aber du hast recht, die Nachfrage entscheidet!

Also, wir werden sehen.

Grüße
Markus

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Markus N.

Re: Klaus-Jürgen Wrede

Beitragvon Markus N. » 6. März 2003, 12:47

Ich glaube nicht, dass sie verwandt sind, das hätte doch schon längst mal irgendwo gestanden (spielbox o.ä.), oder???

Interessieren tut es mich aber trotzdem auch!

Gruß
Markus

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Gregor Breckle
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Beiträge: 648

Re: MemoStreet- Langsam wird es unverschämt!

Beitragvon Gregor Breckle » 6. März 2003, 14:44

Klaus schrieb:

> > So zahlreich sind die leider nicht und wenn, dann nur über
> > bestimmte Kataloge erhältlich und kosten dann auch noch mehr
> > als 6 Euro. Viele Gründe für den weiteren Verkauf von Kalle.
>
> Ich kann mich nur wiederholen: Das ist nicht die Absicht
> hinter Kalle. Die Mitbringspiele sind (sollen sein!)
> [i]originelle[/i], eigenständige, witzige, kreative,
> innovative, unterhaltsame, durchaus auch mal anspruchsvollere
> Spiele mit recht guter Ausstattung zu vergleichsweise
> günstigem Preis. Und im Vergleich [i]innerhalb dieser Gruppe
> selbst[/i] ! fallen die besagten Spiele auf, eben weil u.a.
> Originalität und Kreativität komplett vermisst werden. Das
> ist nun schon seit Tagen der Inhalt meiner Aussagen. Nicht
> mehr, nicht weniger.

Das ist Deine Interpretation. Für mich sind Mitbringsspiele Spiele, die ich vorwiegend als Geschenk für jemanden (in der Hauptsache Kinder) [b]jeglichen[/b] intellektuellen Niveaus sehe. Schließlich wollen auch diese einfach mal nur Spaß haben. Diese Spiele müssen dementsprechend nicht unbedingt einem enormen spielerischen Anspruch genügen. Das ist seit Tagen der Inhalt meiner Aussagen.

> ... und sind wir nicht alle Brüder!?
> Es gibt nunmal Zielgruppen - und die decken selten
> [i]alle[/i] ab, denn sonst bräuchte ich keine
> Ziel[i]gruppen[/i] mehr, wenn´s eh [i]alle[/i] sind.

Ja genau - und meines Erachtens siehst Du die Zielgruppe für die Mitbringsspiele einfach anders als ich. Für mich ist diese Zielgruppe deutlich breiter gestreut als für Dich.
>
> > > s.o. Für sowas muss ich nicht 6 Euro ausgeben. Das habe ich
> > > in mannigfaltiger Weise schon zu Hause!
> >
> > In welcher Form? Da bin ich ja mal auf Deine Tipps gespannt.
>
> Z.B. Dutzende Spiele, die mit "Mein erstes ..." beginnen.
> Reichlich vorhanden in jedem Kindergarten, Hort und jeder
> Grundschule! Und Privathaushalten.

Diese Spiele haben auch ganz klar eine andere Definition: Es sind Lernspiele, die eben nicht als Spiel für zwischendurch zum Entspannen dienen, sondern bewußt darauf abzielen, auch Inhalte zu vermitteln. Damit sind sie für mich nicht absolut nicht mit den Mitbringspielen zu vergleichen. Und zum zweiten (nur so nebenbei) kosten diese Spiele sogar noch mehr als 6 Euro.

Viele Grüße

Gregor


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