Beitragvon Gustav der Bär » 27. März 2003, 10:58
Heinrich Glumpler schrieb:
> Habt ihr ähnliche Erfahrungen mit Leuten gemacht (...)
Aber ja doch! Überwiegend in der Tag bei Wenig- und Gelegenheitsspielern (die Leute halt, für die eine Partie "Kniffel" eine strategische Herausforderung darstellt). Ich kann mir vorstellen, dass es da so etwas wie eine Versagens-Angst gibt und das Mogeln daraus entsteht, weil sie - da das Spielen eher eine Ausnahmesituation darstellt - eine Niederlage viel zu ernst nehmen.
> (...) oder - was mich wesentlich mehr interessiert - macht es Sinn, ein Spiel
> zu entwickeln, in dem der Freiraum für "Mogeleien" (in
> welcher Form auch immer) konkret vorgegeben wird?
Das klingt in der Tat interessant.
Bei MUS gibt´s das ja schon in Ansätzen, weil durch die Regeln verschiedene erlaubte Gesichtsausdrücke definiert werden, duch die man seinem Partner Hinweise geben darf.
Für ein neues Spiel würde mir spontan das einfallen, was der Western-Kenner als zum Mogeln geradezu heraus forderndes Spiel kennt, nämlich das gute alte Poker.
Ein Poker-Variante, bei der Asse im Ärmel, gezinkte Karten, heimlich von unten geben u.s.w. durch die Regeln definiert und in gewissen Grenzen zulässig sind, kann ich mir schon ganz unterhaltsam vorstellen (vielleicht in einer DeLuxe-Ausgabe mit einem Derringer-Replikat ausgeliefert :-) ).
Auf Xuntheit!
Gustav der Bär
("Wenn du das sagst, lächle, Fremder.")