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Big Boss

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Natan

Big Boss

Beitragvon Natan » 18. Mai 2003, 18:31

Ich such ganz dringend das Spiel BIG BOSS!!!!!!!!!!!!Kann mir irgendjemand da weiter helfen?

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Michael Schramm

Re: Big Boss

Beitragvon Michael Schramm » 18. Mai 2003, 19:42

Hi Natan,

da dieses Spiel seit Jahren aus dem Programm von Kosmos genommen ist und zu den gesuchten Raritäten gehört, mußt Du Dich schon auf Second-Hand-Märkten oder Ebay umschauen, rechne aber ruhig mit einem dreistelligen Eurobetrag! Solltest Du das Glück haben, es auf einem Flohmarkt billig angeboten zu bekommen, kannst Du sicher sein, dass der Verkäufer absolut keine Ahnung vom tatsächlichen Wert des Spiels hat - was Du dann machst, ist Deine Entscheidung!

nice dice

Michael

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Ulrich Roth

Re: Big Boss - Flohmarkt-Ethik [OT]

Beitragvon Ulrich Roth » 18. Mai 2003, 20:56

Michael Schramm schrieb:

> Solltest Du das Glück haben, es auf einem Flohmarkt billig
> angeboten zu bekommen, kannst Du sicher sein, dass der
> Verkäufer absolut keine Ahnung vom tatsächlichen Wert des
> Spiels hat - was Du dann machst, ist Deine Entscheidung!

Hat nichts direkt mit Nathans Problem zu tun, aber dieser letzte Satz reizt mich doch zu einem Kommentar:

Man liest hier gelegentlich begeisterte Berichte von sensationellen Flohmarkt-Schnäppchen ("McMulti" für ein paar Euro u.ä.), die bei mir eigentlich nur trauriges Kopfschütteln auslösen. Würde ich jemanden dermaßen übers Ohr hauen (und etwas anderes ist es doch letztlich nicht, oder?), würde mir diese meine Untat nachhaltig den späteren Spielspaß trüben.

Michaels Andeutung entnehme ich, dass ich immerhin nicht ganz allein mit solchen Skrupeln bin.
Mich würde interessieren, wie sich andere Bedenkenträger in solchen Fällen verhalten (haben): den Verkäufer aufklären, kommentarlos mehr bezahlen ("stimmt so!"), ... ?

Grüße aus Barcelona
(wo es keine interessanten Spiele auf Flohmärkten gibt, weswegen die Höhe meiner moralischen Messlatte rein virtuell und völlig ungetestet ist... :wink: )

Ulrich

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Joachim Dell

Re: Big Boss

Beitragvon Joachim Dell » 18. Mai 2003, 22:33

Hallo,
Bei einem entsprechend guten Angebot würde ich mich von meinem Exemplar trennen.
Gruß, Joachim.

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Ferdinand Köther
Kennerspieler
Beiträge: 1147

Re: Big Boss - Flohmarkt-Ethik [OT]

Beitragvon Ferdinand Köther » 18. Mai 2003, 23:45

Hallo Ulrich (und alle anderen, die dies vielleicht lesen),
also ich finde, Flohmärkte sind für Schnäppchen da. Wenn ein Händler nicht weiß, was er verkauft, ist er selber Schuld (=doof, sorry).
Szenario: Ich finde ein altes Buch im Keller, oder krieg's vom Opa, und verscherbel es dem nächst besten und stelle hinterher fest, daß es eine absolute Rärität war und ich ein -zigfaches des Preises hätte erzielen können.
Ich würde mich selbst in den A... beißen, aber nicht im Leben darauf kommen, den Käufer für "unmoralisch" zu halten oder ihm sonstwie Vorwürfe zu machen.

Find' ich albern - ich höre schon die Proteste der "Moralapostel" und höre schon auf und bedauere auch nicht die vielen Käufer, die auf Flohmärkten oder sonstwo "über's Ohr" gehauen werden, weil sie für Ramsch und Schrott zu viel bezahlen - es sei denn, es wird ausdrücklich und absichtlich gelogen, also betrogen.

Viel Spaß bei der Schnäppchenjagd (die ich schon lange aufgegeben habe, auf den meisten der sog. Flohmärkte gibt's schon lange keine Flöhe mehr).

Ferdi

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erik

Re: Big Boss - Flohmarkt-Ethik [OT]

Beitragvon erik » 19. Mai 2003, 00:01

Hallo Ulrich,

Käufer und Verkäufer agieren in einem freien Markt. Wenn sich Käufer und
Verkäufer einig werden, fragt sich, wo der Sinn von moralisierenden Fragen
nach potenziellen Wertgefällen liegen. Und das passiert auch durchaus in
anderer Richtung, also Verkäufer, die utopische Preise verlangen, die dann
vom Käufer auch ignoriert werden können; genau so wie der Verkäufer sich
ja auch nicht auf jedes Gebot einlassen muss: keiner ist gezwungen, auf
dem Flohmarkt ein McMulti (Dein Beispiel) für ein paar Euro zu verkaufen,
genau so wie keiner gezwungen ist, ein Halma für 100 Euro zu kaufen...

Aber jetzt mal ein ganz verworrenes Beispiel für die Preiswertbestimmung.
Einer der letzten Flohmärkte brachte ein Saimaa (aus dem Verlag
Bert Schlender). Die einzige Information, die ich dazu bisher gefunden
habe, ist auf folgender Webseite::

http://www.sammlerspiele.de/Schlender.htm

und besagt, die Spiele der dort genannten Serie, wozu Saimaa scheinbar
gehört, sei Zitat: "!!! sehr sehr selten und wertvoll !!!".

So, nun habe ich auf dem Flohmarkt kein Internet. Stehe ich also da. Will
der Verkäufer ein paar Euro. Was nun. Schweissperlen treten auf die Stirn.
Ist dieser Preis gerecht oder bringt er das Weltwirtschaftsgefüge aus dem
Tritt? Muss ich mit Barcelona telefonieren, um der Gerechtigkeit Genüge
zu tun :-)

Nö. Habe ich nicht getan, sah interessant aus. Nehme ich mit, auf das
Risiko hin, das es Murks ist (was es nicht zu sein scheint). Der Verkäufer
ist es los (und hat, statt Entsorgungskosten noch ein paar Taler dabei),
ich habe wieder etwas weniger Platz im sowieso schon überfüllten Regal
und alle sind glücklich.

Ähnliches gilt auch mit anderen Spielen. Wie auch im richtigen Leben.
Ich bezahle im Supermarkt um die Ecke auch 50 cent für eine Flasche
Bier, wohl wissend, dass im Spätverkauf dafür auch mal 2 Euro bezahlt
werden. Ehrlich, und da muss man kein schlechtes Gewissen bei haben.

Also locker bleiben,

Erik

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Christian Hildenbrand

RE: Big Boss - Flohmarkt-Ethik [OT]

Beitragvon Christian Hildenbrand » 19. Mai 2003, 00:20

Um das ganze etwas rückblickender zu betrachten mit dem kurzen Ausflug auf Flohmärkte:

http://www.spielbox.de/phorum4/read.php4?f=1&i=65020&t=65020

Ich finde es etwas übertrieben, wenn einem Schnäppchen-Jäger und glücklichen Schnäppchen-Finder unterstellt wird, er würde Einen Flohmarkthändler übers Ohr hauen. Klar, ich würde nicht freiwillig mehr bezahlen, als der gute Mann / die gute Frau will, der/die das Spiel anbietet. Aber ich denke mal, daß der Betrag der mir genannt wird, ein Betrag ist, mit dem die Verkäufer glücklich sind, denn sonst hätten sie einen höheren genannt. Schließlich sind sie nicht gezwungen, sich an festgelegte Preise o.ä. zu halten ... ;-)

Schnäppchen-Grüße zu günstigem Preis !!

Ciao, Christian (... hat keine Hemmungen und keinen verminderten Spielspaß, wenn "zu billige" Spiele vom Flohmarkt auf den Tisch kommen ...)

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Marten Holst

RE: Big Boss - Flohmarkt-Ethik [OT]

Beitragvon Marten Holst » 19. Mai 2003, 02:15

Moin Ulrich,

ich hatte neulich auch Skrupel. An einem Flohmarktstand saßen zwei Kinder (ca. 10-12 Jahre), dahinter die Mutter. Auf dem Tisch aller möglicher Krempel, klar erkennbar, hier hatten die Eltern ausgemistet, und die Kinder durften sich auf dem Flohmarkt ein Taschengeld verdienen. Und was sehen meine entzündeten Augen auf dem Tisch: ein Superdupermegaschnäppchen.

Es handelte sich hierbei um die CD "Nitswish", die von meiner Leib- und Magencombo mal für ihren Fanclub gepresst wurde. Geschätzte Auflage: 200, geschätzter ebay-Preis: je nachdem, wie viele es mitbekommen 30-200 Euro. Und da stand es nun für einen Euro. Wie auch immer die je daran gekommen sind, ohne den "wahren Wert" zu kennen.

Und nun? Ich habe die CD schon, also ignorieren? Mitnehmen und weitergeben an interessierte Fans? Aber dann? Zum Wert oder zum Selbstkostenpreis?

Ich habe mich dann kurz zur Mutter hinbegeben, ihr die Lage erklärt, gefragt, ob ich den Kindern so viel Geld geben dürfe, sie hat mich dann auf 15 Euro runter gehandelt (ich hatte 20 vorgeschlagen), und das Ding ging an einen interessierten Freund für die 15 Euro weiter. (Der Grund war übrigens, dass ein Cousin der kleinen bei einem Unfall ums Leben gekommen ist, und sie verwertbares zum Flohmarkt geschafft haben, das erfuhr ich aber erst nach dem Geschäft).

Aber für einen Euro mitnehmen, nein, das wäre mir falsch vorgekommen. Ich will niemanden verurteilen, der das getan hätte, aber ich konnte es nicht.

Grüße vom Marten

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Rolf Braun

Re: Big Boss - Flohmarkt-Ethik [OT]

Beitragvon Rolf Braun » 19. Mai 2003, 02:59

Hallo Ulrich,

Aber das ist doch das Reizvolle an Flohmärkten:

Es wird verkauft, weil man Sachen los werden will ohne sie vorher im Pfandhaus schätzen lassen zu müssen/wollen.

Es wird gekauft, weil man immer mal wieder Sachen findet die günstiger sind als im Fachhandel - und dafür läuft man sich auch manchmal die Füße wund.

Gruß,
Rolf, der findet Kapitalismus-Kritik sollte an anderen Punkten ansetzen als bei Flohmärkten - da gäbe es genügend andere Punkte.

P.S.: Und wer sagt eigentlich, dass die üblichen Preise für MacMulti, BigBoss, Talisman, Elfenroads, Ronda Magica, Full Metal Planete, Kohle Kies & Knete, Atlantis, etc. ethisch vertretbar sind ;-)

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ahs

Re: Big Boss

Beitragvon ahs » 19. Mai 2003, 09:03

moin,

wau 3 stelliger betrag. da ich noch eins habe werde ich auch mal uebers veraeussern nachdenken. also ... nachdenk nachdenk...

gruzs
andreas

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ahs

Re: Big Boss

Beitragvon ahs » 19. Mai 2003, 09:03

moin,

wieso ist denn das so gefragt ?

gruzs
andreas

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André

Re: Big Boss

Beitragvon André » 19. Mai 2003, 10:40

Hallo Natan

Schau mal hier vorbei:

http://users.pandora.be/adriaensen/index.html

Ich habe mein Exemplar seinerzeit auch bei Adriansen bestellt (Spielanleitung in Deutsch) und er hat mir das Spiel sogar in 2 Päckchen geschickt, um Porto zu sparen.

Gruss
André

Und übrigens für alle Nicht-Big Boss-Kenner:
Es ist ein SUPER SPIEL aber leider total unterbewertet (wohl wegen dem hohen Preis).

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ueli blum

Re: Big Boss - Flohmarkt-Ethik [OT]

Beitragvon ueli blum » 19. Mai 2003, 12:01

Hallo

Letzten Samstag wurde auch meine Ethik arg auf die Probe gestellt. Ich habe mir nähmlich auf dem Flomarkt ein Talisman für 5sfr und ein Breakthru von 3m für 20sfr erstanden. Jedoch ging meine Ethik dann nur so weit, komentarlos den geforderten Preis zu zahlen und die verkäufer nicht auch noch runter zu handeln. Dies ist meine üliche vorgehensweise in solchen fällen. Ein schlechtes gewissen habe ich dabei nicht. Der verkäuffer nennt einen preis, der wahrscheinlich noch über seinen Erwartungen liegt, und ich bezahle ihn, also sind alle glücklich. Zudem geht es mir ja nicht darum, das Spiel am nächsten tag auf ebay für ein vielfaches zu verkaufen, sondern es zu spielen und zu besitzen. Der preis der auf ebay gezahlt wird ist also auch für mich erstmal nur eine Zahl. Natürlich denk ich dann: wieder eine neue Perle im Schrank. Aber verkaufen will ich ja nicht meine perlen, sondern den platzraubenden Ramsch.

Ueli (der fast alle seine wertvolleren spiele zu ramschpreisen erstanden hat)

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Marcus Segler
Kennerspieler
Beiträge: 209

Re: Big Boss

Beitragvon Marcus Segler » 19. Mai 2003, 12:23

André schrieb:
> Und übrigens für alle Nicht-Big Boss-Kenner:
> Es ist ein SUPER SPIEL aber leider total unterbewertet (wohl
> wegen dem hohen Preis).

Tatsächlich? Mein BB hab ich schon vor einigen Jahre verkauft weil ich kein Sammler bin und nur Spiele im Schrank habe die ich auch gerne spiele.
BB ist doch arg langweilig und hat ausser dem schicken Karton und den Plastiksteinen nichts zu bieten.

Ein mittelmässiges Spiel aber leider total überbewertet (wohl wegen dem hohen Preis ;-)

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André

Re: Big Boss

Beitragvon André » 19. Mai 2003, 13:50

Hi Marcus

Die Geschmäcker sind halt verschieden und das ist auch gut so.

Schön an Big Boss finde ich, dass man es auch mit Gelegenheitsspielern spielen kann, da es ein einfaches Regelwerk hat. Zudem ist es ein friedliches Spiel mit einem relativ geringen Ärgerfaktor - es mag halt nicht jeder Konfrontationen.

Die Spielsteine sind schwer und liegen einfach gut in der Hand. Und welches Glücksgefühl, wenn man als neuer Besitzer eines Konzerns seine Fahne an die Spitze setzen darf.

Last but not least weiss man meistens bis ganz zum Schluss nicht, wer gewonnen hat. Das ist Spannung pur.

Gruss
André (der ausser Marcus niemanden kennt, der BIG BOSS nicht mag)

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Helmut Lehr

RE: Big Boss - Flohmarkt-Ethik [OT]

Beitragvon Helmut Lehr » 19. Mai 2003, 15:11

Christian Hildenbrand schrieb:
>
>> Ciao, Christian (... hat keine Hemmungen und keinen
> verminderten Spielspaß, wenn "zu billige" Spiele vom
> Flohmarkt auf den Tisch kommen ...)

Ich auch nicht. Ich bezahle allerdings Kindern immer den Preis, den sie für ein Spiel haben wollen, auch wenn es ein Schnäppchen für mich ist. Erwachsene versuche ich noch runter zu handeln.
Anders bei Büchern: Da ignoriere ich den Einzelpreis, nehme mir einen Stapel von z.B. 10 Büchern und biete 5 €, also früher 10 DM. Meistens sind auch Kinder froh, auf einen schalg 10 Bücher losgeworden zu sein.
Wer allerdings meint, dem Verkäufer für ein rares Spiel mehr zahlen zu müssen, soll das gerne tun.
VG
Helmut


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