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SdJ - Was spricht DAGEGEN?

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Georg

SdJ - Was spricht DAGEGEN?

Beitragvon Georg » 29. Mai 2003, 14:14

In einer Woche werden die Finalisten bekannt gegeben. Hier im Forum war ja ausgiebig zu lesen, wer welche Spiele favorisiert und warum.
Mich würde mal interessieren, was eurer Meinung nach GEGEN die einzelnen Spiele/Verlage spricht?

Aus meiner Sicht habe folgende Spiele Chancen auf das Finale:
Alhambra, Amun Re, Paris Paris, Coloretto, Clans, Edel Stein & Reich, Dracheninsel.

- Amun Re
Hans im Glück hat erst mit Carcassonne abgeräumt. Jetzt schon wieder? Außerdem stelle man sich mal vor, das Spiel verkauft sich 200.000mal und bleibt 190.000mal ungespielt, weil es die normale Familie nicht bewältigen kann.

- Alhambra
Da möchte ide Familie mal MITEINANDER spielen und dann spielt jeder für sich alleine, nebeneinander her. So eine Art Patience für mehrere. Überhaupt keine Interaktion. Und was ist mit der Vertribespolitik von Queens? Soll die nicht extrem Einzelhändlerfeindlich sein?

- Edel Stein & Reich
Wollte Alea nicht anspruchsvolle Spiele machen? Zuerst erscheinen zwei wirklich Aleaspiele (Tikal und Torres) bei Ravensburger und werden SdJ und nun ein echtes Ravensburger-Familienspiel bei Alea. Verstehe ich nicht. Sehr diffus.

- Dracheninsel
Leider noch nicht gespielt. Aber scheffelt Amigo nicht geug Kohle mit den Sammelkartenspielen (Magic, Pokemon und neuerdings Yugioh)? Haben die es nötig?

- Clans
Bisher hatte Winnin Moves ein richtig gutes Spiel (Transamerica) und viele durchschnittliche. Kein guter Vertrieb und ein Verlag ohne Tradition. Da sind andere an der Reihe.

- Coloretto und Paris Paris
Es tut mir Leid, aber ein SdJ sollte auch gut aussehen. Aber beide Spiele sind optisch zweitklassig. Man stelle sich vor, Paris Paris wird SdJ und es verkauft sich nicht.

Was meint ihr?

Einen schönen Vattertach noch wünscht Georg

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Harald Schrapers

Wieso Familienspiel?

Beitragvon Harald Schrapers » 29. Mai 2003, 14:47

Der Denkansatz ist ein völlig falscher: wieso den Spiele für FAMILIEN? Der Aufschwung des Spieles in Deutschland hängt doch unmittelbar damit zusammen, dass bei uns eben auch außerhalb der Familien gespielt wird. Wir sind das Land, wo sich Erwachsenen trauen, miteinander zu spielen - richtige aktuelle Brett- und Gesellschaftsspiele, und keine ritualisierten oder sportlichen Spiele wie Schach, Skat, Backgammon etc. An den Familien allein können die hohen Verkaufszahlen für das Spiel des Jahres nämlich nicht liegen: dazu ist die Geburtenrate (z.Z. die zweitniedrigste in der EU) seit Jahren viel zu niedrig.
Somit müsste ein KULTURPREIS Spiel des Jahres als eine Empfehlung FÜR ALLE, als einen Kulturpreis für die Gesellschaft - für Singles, Paare, Familien, Jugendliche (ohne dass die Familie dabei ist), Freunde etc.#

Gruß
Harald

http://freenet.meome.de/brettspiele

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Jürgen Helle

Re: SdJ - Was spricht DAGEGEN?

Beitragvon Jürgen Helle » 29. Mai 2003, 17:43

> - Amun Re
> Hans im Glück hat erst mit Carcassonne abgeräumt. Jetzt schon
> wieder? Außerdem stelle man sich mal vor, das Spiel verkauft
> sich 200.000mal und bleibt 190.000mal ungespielt, weil es die
> normale Familie nicht bewältigen kann.

Ich glaube, dass die "normale" Familie da vielfach unterschätzt wird.
Warum war den Siedler so erfolgreich? Doch nicht weil es so einfach und familientauglich ist. Nein, meiner Ansicht nach ist genau das Gegenteil der Fall. Mit Siedler wurde endlich mal ein Spiel SDJ, aus dem eben nicht nach einer oder zwei Partien schon der Spass raus war, weil es dann langweilig wurde.
Es ist ein großer Fehler zu denken, dass die Spiele einfacher werden müssen, damit mehr Leute Spass am Spielen finden. Im Gegenteil, wenn Puerto Rico letztes Jahr SDJ geworden wäre, dann hätte das sicher einen neuen Spieleboom ausgelöst. Denn auch die vielfach genannten "Gelegenheitsspieler" und sogar Menschen, die seit Jahren nicht gespielt haben, kommen wunderbar damit zurecht und fangen dann oft sogar Feuer und wollen öfter spielen.
Ich glaube also eher an eine Unterforderung als Ursache für Spielemüdigkeit.

Verspielte Grüße

Jürgen

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hannes

Re: SdJ - Was spricht DAGEGEN?

Beitragvon hannes » 29. Mai 2003, 17:53

Hi

> - Alhambra
> Da möchte ide Familie mal MITEINANDER spielen und dann spielt
> jeder für sich alleine, nebeneinander her. So eine Art
> Patience für mehrere. Überhaupt keine Interaktion.

Starkes Argument gegen Alhambra ???

Alhambra ist auf jeden Fall mindestens so interaktiv wie das SdJ Carcassonne.

Ciao
hannes

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Marten Holst

RE: SdJ - Was spricht DAGEGEN?

Beitragvon Marten Holst » 30. Mai 2003, 00:19

Moin,

> Ich glaube, dass die "normale" Familie da vielfach
> unterschätzt wird.

Das mag sein, schön wär's...

Aber wie oft trifft man sich mit durchaus spieleinteressierten Menschen, und hört nur "anstrengender Arbeitstag", "Bloß nix neues", "Ok, dann aber was flottes", "was einfaches ist sowieso am Besten, kann man nebenher besser quatschen" u.s.w.

> Es ist ein großer Fehler zu denken, dass die Spiele
> einfacher werden müssen, damit mehr Leute Spass am Spielen
> finden. Im Gegenteil, wenn Puerto Rico letztes Jahr SDJ
> geworden wäre, dann hätte das sicher einen neuen Spieleboom
> ausgelöst.

Das zweifle ich an. Puerto Rico, so schön es auch sein mag, ist meines Erachtens kein "Boomproduzent". Aber das ist mittlerweile eh ein Wenn-meine-Großmutter-Räder-hätte.

Ich denke schon, dass auch "anspruchsvolle" Spiele ihren Markt finden (huhu, hier bin ich), aber ein Spiel, das sich weit verbreiten soll und direkt auch Leute ansprechen, das darf nichts abschreckendes haben. Das heißt, eine gewisse Einfachheit (sowohl was Regeln, als auch was erste Strategieideen betrifft) gehört m.E. dazu.

Die Liste der Ausnahmen bisher ist lang (Focus hätte ich nie eine Chance gegeben, da abstrakte Spiele so wenig antörnend sind, trotz Mühle, trotz Halma, trotz...), aber ich denke schon, dass eine gewisse Einfachheit hilft.

> Denn auch die vielfach genannten
> "Gelegenheitsspieler" und sogar Menschen, die seit Jahren
> nicht gespielt haben, kommen wunderbar damit zurecht und
> fangen dann oft sogar Feuer und wollen öfter spielen.
> Ich glaube also eher an eine Unterforderung als Ursache für
> Spielemüdigkeit.

Das ist sicherlich eine Gefahr, die auch besteht, das 30. Leiterspiel schreckt ab. Ebenso laaaaaaaaaange dauernde Spiele. Aber die eierlegende Wollmilchsau, die gibt es nicht, und auch Puerto Rico hätte daran nichts geändert, denke ich.

Grüße
Marten

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Roman Pelek

Re: SdJ - Was spricht DAGEGEN?

Beitragvon Roman Pelek » 30. Mai 2003, 03:56

Hi Georg,

Georg schrieb:

> Was meint ihr?

Ich meine, dass es mich bedenklich stimmt, wenn jemand nur unter Vornamen ohne E-Mail-Angabe postet. Und dazu zum Teil Meinungen bzw. Informationen präsentiert, die für das Forum sehr unüblich sind und in meinen Augen den Anschein erwecken, dass die betreffende Person mehr weiß als sie vorgibt.

Ciao,
Roman

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Tanja Sepke

Re: SdJ - Was spricht DAGEGEN?

Beitragvon Tanja Sepke » 30. Mai 2003, 07:52

Georg schrieb:
>
> - Amun Re
> Hans im Glück hat erst mit Carcassonne abgeräumt. Jetzt schon
> wieder? Außerdem stelle man sich mal vor, das Spiel verkauft
> sich 200.000mal und bleibt 190.000mal ungespielt, weil es die
> normale Familie nicht bewältigen kann.

genau meine Meinung...:-)

> - Alhambra
> Da möchte ide Familie mal MITEINANDER spielen und dann spielt
> jeder für sich alleine, nebeneinander her. So eine Art
> Patience für mehrere. Überhaupt keine Interaktion.

Ich finde Alhambra klasse. Es kam auch bei "Wenigspielern" sehr gut an, besser als bei Vielspielern.
Von daher ein idealer Kandidat. ;-) :-)
Die angesprochene fehlende Interaktion wurde von dem Wenigspielern als angenehm empfunden. (Zitat: "Die anderen machen nicht so viel an meiner Alhambra kaputt.")

>Und was
> ist mit der Vertribespolitik von Queens? Soll die nicht
> extrem Einzelhändlerfeindlich sein?

Nicht viel schlimmer als andere ;-), wenn nicht gerade ein Toys`rus in der Stadt ist... jedenfalls kann der Händler es einfach beziehen...


> - Edel Stein & Reich
> Wollte Alea nicht anspruchsvolle Spiele machen? Zuerst
> erscheinen zwei wirklich Aleaspiele (Tikal und Torres) bei
> Ravensburger und werden SdJ und nun ein echtes
> Ravensburger-Familienspiel bei Alea. Verstehe ich nicht. Sehr
> diffus.

Trotzdem ist es gut und macht Spaß. Es spricht trotz der imho "langweiligen" Verpackung "Wenigspieler" an, die das Spiel aus dem Regal nehmen. Vielleicht hängt das mit dem gelungen Wortspiel zusammen ????

> - Dracheninsel
> Leider noch nicht gespielt. Aber scheffelt Amigo nicht geug
> Kohle mit den Sammelkartenspielen (Magic, Pokemon und
> neuerdings Yugioh)? Haben die es nötig?
>
Wer weiß das schon so genau....
Es ist, wie bereits erwähnt, ein wunderschönes Familienspiel. Aber Kinderspiel des Jahre (Lauras Sternenspiel) [b] und [/b] Spiel des Jahres ist das nicht ein bisschen viel? ;-)

Oder scheitert Laura an der Merchandising-Geschichte ??? :-?

> - Clans
> Bisher hatte Winnin Moves ein richtig gutes Spiel
> (Transamerica) und viele durchschnittliche. Kein guter
> Vertrieb und ein Verlag ohne Tradition. Da sind andere an der
> Reihe.
>
korrekt....Trans America wäre ein besseres SdJ gewesen als Clans. Clans ist irgentwie zu trocken....

> - Coloretto und Paris Paris
> Es tut mir Leid, aber ein SdJ sollte auch gut aussehen. Aber
> beide Spiele sind optisch zweitklassig. Man stelle sich vor,
> Paris Paris wird SdJ und es verkauft sich nicht.
>
Stimmt auch wieder. Der Clou mit dem Suchbild bei Paris Paris verstehen die Wenigspieler eh nicht. Und sonst sind die Packungen wenig ansprechend.

Grüße aus Soest
Tanja

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Ralf Arnemann
Kennerspieler
Beiträge: 2447

Re: SdJ - Was spricht DAGEGEN?

Beitragvon Ralf Arnemann » 30. Mai 2003, 10:20

Da kann ich Roman nur beipflichten.
Der Eingangsbeitrag ist mehr als dubios und die Anschuldigungen gegen einzelne Verlage sind nicht nur inhaltlich daneben und wohl auch erlogen, sondern haben auch mit den SdJ-Kriterien nichts zu tun.

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Braz
Kennerspieler
Beiträge: 6431

Zustimmung....

Beitragvon Braz » 30. Mai 2003, 11:19

...deswegen kein Kommentar meinerseits zum org. Posting, welches mE lediglich auf Provokation ausgelegt ist.

Gruß
Braz

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Jürgen Helle

Re: SdJ - Was spricht DAGEGEN?

Beitragvon Jürgen Helle » 30. Mai 2003, 11:55

Hallo Roman,

> Ich meine, dass es mich bedenklich stimmt, wenn jemand nur
> unter Vornamen ohne E-Mail-Angabe postet. Und dazu zum Teil
> Meinungen bzw. Informationen präsentiert, die für das Forum
> sehr unüblich sind und in meinen Augen den Anschein erwecken,
> dass die betreffende Person mehr weiß als sie vorgibt.

Interessanter Gedanke, was (oder wer) könnte denn Deiner Meinung nach dahinterstecken?

Gruß

Jürgen

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Ralf Arnemann
Kennerspieler
Beiträge: 2447

Don't feed the trolls!

Beitragvon Ralf Arnemann » 30. Mai 2003, 14:03

> was (oder wer) könnte denn Deiner Meinung nach dahinterstecken?
Darüber sollten wir besser NICHT spekulieren. Genau solche Diskussionen sollen ja oft mit solchen Provokationen losgetreten werden.

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erik

RE: SdJ - Was spricht DAGEGEN?

Beitragvon erik » 30. Mai 2003, 15:15

Moin Roman,

> Ich meine, dass es mich bedenklich stimmt, wenn jemand nur
> unter Vornamen ohne E-Mail-Angabe postet. Und dazu zum Teil
> Meinungen bzw. Informationen präsentiert, die für das Forum
> sehr unüblich sind und in meinen Augen den Anschein
> erwecken, dass die betreffende Person mehr weiß als sie
> vorgibt.

kannst Du das mal näher erläutern? Ich sehe nicht, was an Georgs
Meinung so unüblich ist?
-dass Amun Re für "die spielende Durcschnittsfamilie" Schwierigkeiten
in der Regelinterpretation haben könnte, dürfte bei der Vielzahl der
auch in diesem Forum gestellten Regelfragen nicht überraschen.
-Ob Alhambra wirklich eher solitärorientiert kann ich nicht nachvollziehen,
da nie gespielt. Ob Queen einzelhändlerfeindlich kann ich nicht wissen,
mein Einzelhändler vor Ort hat einige (wenige) Queens, die aber über
Heidelberger
-dass Edel Stein und Reich nicht den Anspruch der meisten anderen
Alea-Spiele hat ist auch nicht unbedingt Insiderwissen
-dass Amigo mehr Geld mit Sammelkartenspielen als mit sonstigen
Brettspielen macht, ist auch meine Vermutung: stelle Dich mal eine
Stunde neben die Kasse eines Spieleeinzelhändlers und zähle mal,
wie viele Dracheninsels da Geld bringen :-) In der Zeit ist eher einiges
an Magic gelaufen.
-Die Meinungen zu den Spielen von WinningMoves sind sicher
Geschmackssache, man kann da Georgs Meinung folgen, muss aber
sicher auch nicht. Auf jeden Fall auch nichts schlimmes...
-Und dass Coloretto und Paris Paris nicht eben den "Sonderpreis
schönes Spiel" verdient haben, nun ja, das zu Wissen muss man
auch nicht mehr angeben als einen Vornamen :-)

Alles in allem, bis auf dass anonymes Posting sicher nicht die feine
Englische Art ist (bei mir hilft ein Blick auf die email auch weiter);
so what flasches ist denn an Georgs Beitrag, dass Dich so bedenktlich
macht? Oder weisst Du schon, dass es tatsächlich kein Spiel des
Jahres geben wird, wie ja die Kosequenz aus Georgs Beitrag wäre?

Fragend,

Erik

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Günter Peter

Re: SdJ - Was spricht DAGEGEN?

Beitragvon Günter Peter » 30. Mai 2003, 17:46

Georg schrieb:
>
> Mich würde mal interessieren, was eurer Meinung nach GEGEN
> die einzelnen Spiele/Verlage spricht?
>
> Aus meiner Sicht habe folgende Spiele Chancen auf das Finale:
> Alhambra, Amun Re, Paris Paris, Coloretto, Clans, Edel Stein
> & Reich, Dracheninsel.
>
> - Amun Re
> Hans im Glück hat erst mit Carcassonne abgeräumt. Jetzt schon
> wieder? Außerdem stelle man sich mal vor, das Spiel verkauft
> sich 200.000mal und bleibt 190.000mal ungespielt, weil es die
> normale Familie nicht bewältigen kann.
>
> - Alhambra
> Da möchte ide Familie mal MITEINANDER spielen und dann spielt
> jeder für sich alleine, nebeneinander her. So eine Art
> Patience für mehrere. Überhaupt keine Interaktion. Und was
> ist mit der Vertribespolitik von Queens? Soll die nicht
> extrem Einzelhändlerfeindlich sein?
>
> - Edel Stein & Reich
> Wollte Alea nicht anspruchsvolle Spiele machen? Zuerst
> erscheinen zwei wirklich Aleaspiele (Tikal und Torres) bei
> Ravensburger und werden SdJ und nun ein echtes
> Ravensburger-Familienspiel bei Alea. Verstehe ich nicht. Sehr
> diffus.
>
> - Dracheninsel
> Leider noch nicht gespielt. Aber scheffelt Amigo nicht geug
> Kohle mit den Sammelkartenspielen (Magic, Pokemon und
> neuerdings Yugioh)? Haben die es nötig?
>
> - Clans
> Bisher hatte Winnin Moves ein richtig gutes Spiel
> (Transamerica) und viele durchschnittliche. Kein guter
> Vertrieb und ein Verlag ohne Tradition. Da sind andere an der
> Reihe.
>
> - Coloretto und Paris Paris
> Es tut mir Leid, aber ein SdJ sollte auch gut aussehen. Aber
> beide Spiele sind optisch zweitklassig. Man stelle sich vor,
> Paris Paris wird SdJ und es verkauft sich nicht.
>
> Was meint ihr?

Ich meine, da fehlt Rumis! Und zwar auf beiden Seiten. Ein Spiel das immer wieder "untergeht" ....
Könnte Rumis SdJ werden? Wenn man den vielen Thesen folgt (kleiner Verlag, der die Produktion nicht bewältigen kann) wohl nicht - Schade. Vielleicht gewinnt es in der Kategorie "Bestes Bauspiel" Weil besser als Pueblo ist es und es war frührer da ;-)

Günter

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Jost Schwider

RE: SdJ - Was spricht DAGEGEN?

Beitragvon Jost Schwider » 31. Mai 2003, 10:57

"hannes" hat am 29.05.2003 geschrieben:

>> - Alhambra
>> Da möchte ide Familie mal MITEINANDER spielen und dann
>> spielt jeder für sich alleine, nebeneinander her. So eine Art
>> Patience für mehrere. Überhaupt keine Interaktion.
>
> Starkes Argument gegen Alhambra ???

Nicht wirklich.

> Alhambra ist auf jeden Fall mindestens so interaktiv wie
> das SdJ Carcassonne.

:-O Einspruch! ;-)

M.E. hat man bei Carcassonne viel mehr Möglichkeiten, mit den Mitspielern zu interagieren - entweder konstruktiv ("wir beiden teilen uns diese Stadt, also legen wir beide neue Stadtfelder hier an"), oder destruktiv ("wenn ich jetzt das Plättchen hier anlege, bekommt mein lieber Mitspieler seine Stadt niemals zu").

Viele Grüße
Jost aus Soest (sprich: "jooost aus sooost")
http://www.schwider.de/vietnam.htm - [i]Wunderbare Impressionen[/i]

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Jost Schwider

RE: SdJ - Was spricht DAGEGEN?

Beitragvon Jost Schwider » 31. Mai 2003, 10:57

"erik" hat am 30.05.2003 geschrieben:

>> Ich meine, dass es mich bedenklich stimmt, wenn jemand nur
>> unter Vornamen ohne E-Mail-Angabe postet. Und dazu zum Teil
>> Meinungen bzw. Informationen präsentiert, die für das Forum
>> sehr unüblich sind und in meinen Augen den Anschein
>> erwecken, dass die betreffende Person mehr weiß als sie
>> vorgibt.
>
> kannst Du das mal näher erläutern?

Ja, das würde mich auch interessieren. Erik hat genau das geschrieben, was ich beim Lesen von Romans Posting gedacht hatte. Georgs Posting war sicher sehr provozierend formuliert, bot aber m.E. einige interessante und Diskussions-würdige Aspekte.

Ich konnte vor allem die angebliche "Einzelhändlerfeindlichkeit" nicht nachvollziehen. Und dass Amigo mit Magic mehr Geld verdient, als mit einem normalen Brettspiel ist m.E. zwar richtig, aber nicht relevant für die Auswahl eines SdJ-Gewinners.

Viele Grüße
Jost aus Soest (sprich: "jooost aus sooost")
http://www.schwider.de/vietnam.htm - [i]Wunderbare Impressionen[/i]

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Jost Schwider

RE: SdJ - Was spricht DAGEGEN?

Beitragvon Jost Schwider » 31. Mai 2003, 10:57

"Tanja Sepke" hat am 30.05.2003 geschrieben:

>> - Alhambra
>> Da möchte ide Familie mal MITEINANDER spielen und dann
>> spielt jeder für sich alleine, nebeneinander her. So eine Art
>> Patience für mehrere. Überhaupt keine Interaktion.
>
> Ich finde Alhambra klasse. Es kam auch bei "Wenigspielern"
> sehr gut an, besser als bei Vielspielern.
> Von daher ein idealer Kandidat. ;-) :-)

:-D

> Die angesprochene fehlende Interaktion wurde von dem
> Wenigspielern als angenehm empfunden. (Zitat: "Die anderen
> machen nicht so viel an meiner Alhambra kaputt.")

So habe ich das noch gar nicht gesehen: Fehlende Interaktion als Gütekriterium für "Wenigspieler". :-?
Das scheint tatsächlich auf die wirklich erfolgreichen SdJ-Spiele zuzutreffen. Es soll ja auch SiedlerVonCatan-Runden geben, bei denen die "Monopol"-Karten rausgenommen werden, damit sowas "Fieses" im Spiel nicht vorkommen kann. Und eine "7" wird einfach nochmal gewürfelt...

>> - Edel Stein & Reich
>
> Trotzdem ist es gut und macht Spaß. Es spricht trotz der
> imho "langweiligen" Verpackung "Wenigspieler" an, die das
> Spiel aus dem Regal nehmen. Vielleicht hängt das mit dem
> gelungen Wortspiel zusammen ????

Na, überschätzt du da die Spieler (nicht nur "Wenigspieler"!) nicht ein wenig? Ich kann mir kaum vorstellen, dass nur aufgrund des "witzigen" Titels jemand nach der Packung greift.

>> - Dracheninsel
>> Leider noch nicht gespielt. Aber scheffelt Amigo nicht geug
>> Kohle mit den Sammelkartenspielen (Magic, Pokemon und
>> neuerdings Yugioh)? Haben die es nötig?
>>
> Wer weiß das schon so genau....

Ich glaube schon, aber es hat m.E. absolut keine Relevanz für die SdJ-Jury, wieviel ein bestimmter Verlag wovon verkauft.

>> - Clans
>>
> Trans America wäre ein besseres SdJ gewesen als
> Clans. Clans ist irgentwie zu trocken....

:-O Hey, das sind [i]meine[/i] Worte! ;-)

> Stimmt auch wieder. Der Clou mit dem Suchbild bei Paris
> Paris verstehen die Wenigspieler eh nicht.

Auch "Vielspieler" mußten ja erst darauf aufmerksam gemacht werden.

> Und sonst sind die Packungen wenig ansprechend.

Wie wichtig eine schöne Verpackung sein kann, hat man ja auch beim relativ schleppenden Verkauf der Kramerspiele bei Aldi gesehen...

Andererseits: Der SdJ-Jury geht es ja nicht um den Verkauf, sondern um das "Kulturgut Spiel"... ;-)

Verpackungen von SdJ-Gewinnern wurden nach der Preisverleihung ja schon umdesignt (so hat Barbarossa ganz plötzlich ein "Lächeln" bekommen).

Viele Grüße
Jost aus Soest (sprich: "jooost aus sooost")
http://www.schwider.de/vietnam.htm - [i]Wunderbare Impressionen[/i]

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Marten Holst

RE: SdJ - Was spricht DAGEGEN?

Beitragvon Marten Holst » 31. Mai 2003, 14:45

Moin,

>> kannst Du das mal näher erläutern?
>
> Ja, das würde mich auch interessieren.

Ich hab mich ja zuerst nicht getraut... aber ich habe Georgs Posting durchaus so verstanden, dass er diverse Vorurteile bedienen [b]wollte[/b], nicht um uns aufzuhetzen, sondern um die ersten Vorschlagsthemen zu bringen. Die [i]angebliche[/i] Einzelhändlerfeindlichkeit von Queen war schon mindestens so oft hier Thema, wie deren Pleite, auch Überlegungen zu "welcher Verlag muss dieses Jahr was bekommen" waren schon immer mal da.

Vielleicht ist so ein Beitrag nicht im engeren Sinne konstruktiv, weil er eher auf "schlagt Euch die Köpfe ein, ich hol schon mal das Popcorn" hinaus laufen könnte, und ja, elektronikpostadressenlose Beiträge sind auch nicht so schön, aber das kann uns doch bei jedem Thema mit SdJ passieren?

Oder Georg hat hier die letzten Jahre mitgelesen und wollte vorauseilend gehorsam schon mal die Diskussionen zusammenfassen, damit wir unsere Zeit anders verwenden können ;-)

Grüße
Marten

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Marten Holst

RE: SdJ - Was spricht DAGEGEN?

Beitragvon Marten Holst » 31. Mai 2003, 14:45

Moin,

>> Die angesprochene fehlende Interaktion wurde von dem
>> Wenigspielern als angenehm empfunden. (Zitat: "Die anderen
>> machen nicht so viel an meiner Alhambra kaputt.")
>
> So habe ich das noch gar nicht gesehen: Fehlende
> Interaktion als Gütekriterium für "Wenigspieler". :-?
> Das scheint tatsächlich auf die wirklich erfolgreichen
> SdJ-Spiele zuzutreffen. Es soll ja auch
> SiedlerVonCatan-Runden geben, bei denen die
> "Monopol"-Karten rausgenommen werden, damit sowas "Fieses"
> im Spiel nicht vorkommen kann. Und eine "7" wird einfach
> nochmal gewürfelt...

Und auf jede Kreuzung darf jeder eine Siedlung bauen... äh ja.

Aber im Ernst, ohne dass mir jetzt ein konkretes Beispiel einfiele, so hatte ich doch schon oft bei Spielen das sehr explizite Gefühl, "diese Destruktivkarte/-aktion passt gar nicht zum Spiel und soll nur Interaktion vorgaukeln" und fühle dann mit den Wenigspielern. Nicht immer passt destruktive Interaktion, und viele Spiele kennen nur diese Form...

Tschüß
Marten

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Roman Pelek

RE: SdJ - Was spricht DAGEGEN?

Beitragvon Roman Pelek » 1. Juni 2003, 02:08

Hi Erik, hi Jost,

ihr gebt euch die Antwort fast selbst:

Jost Schwider schrieb:

> Ja, das würde mich auch interessieren. Erik hat genau das
> geschrieben, was ich beim Lesen von Romans Posting gedacht
> hatte. Georgs Posting war sicher sehr provozierend
> formuliert, bot aber m.E. einige interessante und
> Diskussions-würdige Aspekte.

Ich denke genauso, und ich habe in meinem Posting auch nicht bestritten, dass die angeschnittenen Themen interessant und diskussionswürdig sind. Ich persönlich halte sie sogar teilweise für [i]sehr[/i] interessant. Mich macht es nur immer skeptisch, wenn jemand recht provokativ Breitseiten respektive streitbare Diskussionsansätze austeilt, sich persönlich aber nicht zu erkennen gibt. Da frage ich mich: was isses nun? Echte kritische Auseinandersetzung mit Diskussionswunsch oder Stimmungsmache aus persönlichen Motiven? Letzteres hatte wir grade jüngst erst mit sehr unschönen Seiteneffekten.

> Ich konnte vor allem die angebliche
> "Einzelhändlerfeindlichkeit" nicht nachvollziehen.

Eine der heiklen und streitbaren Spitzen (zumal mit dem vorangestellten "extrem"), für die ich mir wenigstens die Courage eines E-Mail-Kontakts gewünscht hätte. Eine Ursache für mein Unbehagen. Solche Dinge tangieren im Mikrokosmos, den wir Spieleszene nennen, den Ruf eines Verlags mitunter empfindlich. Da wünsche ich mir einfach eine Art "Triple-A": Autor, Adresse und Argumente, damit man wenigstens diskutieren kann und nicht Chimären hinterher rennt.

> Und dass
> Amigo mit Magic mehr Geld verdient, als mit einem normalen
> Brettspiel ist m.E. zwar richtig, aber nicht relevant für die
> Auswahl eines SdJ-Gewinners.

Nuja, dass Sammelkartenspiele momentan (noch - aber "Sammeln" ist ja sowieso ein Evergreen: Briefmarken, Fussballbilder, vermutlich hält so ein Trend ewig, vielleicht aber auch nicht?) ein Goldesel sind, ist in diesem Kontext wirklich eher eine Binsenweisheit denn eine Provokation. Wobei das Zauberwort dabei derzeit Yu-Gi-Oh ist, dank cleverem Marketing und sehr interessantem Ansatz bzgl. der Regelvermittlung (wäre m. E. eher eine Diskussion wert). Obwohl ich trotz nicht nachzuweisender Sehschwäche die Texte auf den Karten kaum entziffern kann - nun denn, die Kids können's wohl ;-)

Ciao,
Roman

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peer

Yugidingsbums

Beitragvon peer » 1. Juni 2003, 11:37

Hi,
Roman Pelek schrieb:
> Nuja, dass Sammelkartenspiele momentan (noch - aber "Sammeln"
> ist ja sowieso ein Evergreen: Briefmarken, Fussballbilder,
> vermutlich hält so ein Trend ewig, vielleicht aber auch
> nicht?) ein Goldesel sind, ist in diesem Kontext wirklich
> eher eine Binsenweisheit denn eine Provokation. Wobei das
> Zauberwort dabei derzeit Yu-Gi-Oh ist, dank cleverem
> Marketing und sehr interessantem Ansatz bzgl. der
> Regelvermittlung (wäre m. E. eher eine Diskussion wert).
> Obwohl ich trotz nicht nachzuweisender Sehschwäche die Texte
> auf den Karten kaum entziffern kann - nun denn, die Kids
> können's wohl ;-)

Was ist bitte Yu-Gi-Oh? Sowas wie Pokemon?
ciao
Peer

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Hanno Schwede
Kennerspieler
Beiträge: 392

Re: Yugidingsbums

Beitragvon Hanno Schwede » 1. Juni 2003, 11:43


> Was ist bitte Yu-Gi-Oh? Sowas wie Pokemon?

Nein, andere Story:

bei Pokemon zieht ein kleiner Junge mit seiner Gang um die Welt und führt Kämpfe mit kleinen Monstern aus, die nur ein Wort sprechen können. Mit diesem Wort können sie allerdings auch die Relativitätstheorie erklären......

Bei YuGiYo hingegen zieht ein Halbwüchsiger mit seiner gang durch die Welt und führt Kartenkämpfe aus.....


Bildungsfernsehen täglich RTL2 früh am Nachmittag

Ciao

Hanno

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peer

Re: Yugidingsbums

Beitragvon peer » 1. Juni 2003, 13:30

Hi,
Und das Spiel dazu ist wieder ein Sammelkartenspiel, i presume?

livingstonesche Grüsse
Peer

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Marten Holst

RE: Yugidingsbums

Beitragvon Marten Holst » 1. Juni 2003, 14:21

Moin Peer,

> Und das Spiel dazu ist wieder ein Sammelkartenspiel, i
> presume?

Mal regnets und mal nicht, I presume.

Grüße
Marten (fände manches Sammelkartenspiel interessant wenn es denn kein Sammelkartenspiel wäre - und nebenbei, das Briefmarkensammeln scheint langsam auszusterben)

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P.Saredi

Re: SdJ - Was spricht DAGEGEN?

Beitragvon P.Saredi » 2. Juni 2003, 00:27

Hallo Peter

Genau Rumis ist das Beste Spiel auf der Liste.

Mein Spiel des Jahres ist es bestimmt.

Gruss P.Saredi

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Jost Schwider

Sinnvolle Diskussion?

Beitragvon Jost Schwider » 2. Juni 2003, 07:47

"Roman Pelek" hat am 01.06.2003 geschrieben:

> Hi Erik, hi Jost,
>
> ihr gebt euch die Antwort fast selbst:

Aber eben nur "fast"... ;-)

>> Ja, das würde mich auch interessieren. Erik hat genau das
>> geschrieben, was ich beim Lesen von Romans Posting gedacht
>> hatte. Georgs Posting war sicher sehr provozierend
>> formuliert, bot aber m.E. einige interessante und
>> Diskussions-würdige Aspekte.
>
> Ich denke genauso, und ich habe in meinem Posting auch
> nicht bestritten, dass die angeschnittenen Themen
> interessant und diskussionswürdig sind. Ich persönlich
> halte sie sogar teilweise für [i]sehr[/i] interessant. Mich
> macht es nur immer skeptisch, wenn jemand recht provokativ
> Breitseiten respektive streitbare Diskussionsansätze
> austeilt, sich persönlich aber nicht zu erkennen gibt. Da
> frage ich mich: was isses nun? Echte kritische
> Auseinandersetzung mit Diskussionswunsch oder
> Stimmungsmache aus persönlichen Motiven?

Es ist m.E. doch egal, welche Intention der Originalautor hatte. Es kommt doch nur auf deine Antwort an, will sagen: Jeder kann doch selbst dafür sorgen, dass in diesem Thread eine sinnvolle Diskussion entsteht.

>> Ich konnte vor allem die angebliche
>> "Einzelhändlerfeindlichkeit" nicht nachvollziehen.
>
> Eine der heiklen und streitbaren Spitzen (zumal mit dem
> vorangestellten "extrem"), für die ich mir wenigstens die
> Courage eines E-Mail-Kontakts gewünscht hätte. Eine Ursache
> für mein Unbehagen.

Dies (dein Unbehagen) ist absolut verständlich, was man aber auch entsprechend konstruktiv (im Sinne einer "guten" Diskussion) formulieren kann.

Viele Grüße
Jost aus Soest (sprich: "jooost aus sooost")
http://www.schwider.de/vietnam.htm - [i]Wunderbare Impressionen[/i]


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