Beitragvon Roman Pelek » 21. Juni 2003, 05:32
Hi Sandra,
Sandra schrieb:
> Bei Vedes habe ich übrigens mal versucht, ein gefleddertes
> Goldland günstiger zu bekommen (Vedes verkauft es übrigens
> ohnehin zu immensen Preisen, verglichen mit adam
> beispielsweise).
Nun gut, ein Ladengeschäft, das Personal, die Beratung - das kostet alles Geld. Aber ich stimme Dir zu, dass in einigen Läden der Preis in keiner Relation zur Beratung steht und der entsprechende Mehrwert, der einen solchen Aufschlag rechtfertigt, in manchen Fällen sicher nicht gegeben ist.
> Wenn man die Antwort des Verkäufers hört,
> erstaunt das von dir geschilderte Verhalten der Verkäuferin
> wenig: "Entweder wird das Spiel gefetzt gekauft oder wir
> geben es einfach wieder beim Verlag zurück. Günstiger gibt's
> nix, das ist nicht unser Problem."
Oh doch, das ist deren Problem. Wenn nämlich die Kunden ob solcher Überheblichkeit ausbleiben ;-) Übermäßige Arroganz rächt sich, es sei denn man ist ein solcher Platzhirsch, dass man es sich leisten kann. Und im Spielebereich können das die wenigsten.
Aber ich kenne da auch noch ein paar amüsante Anekdoten, bei denen ich den Kopf geschüttelt habe:
- "Haben sie Spiel XY von alea" - "alea, was ist das? Das ist doch irgendsoein komischer Kleinverlag, der über irgendwen vertrieben wird, den wir nicht führen. Da kann ich Ihnen leider nicht weiterhelfen" - "Sie führen, wie ich sehe, aber zumindest Ravensburger" - "Ja." - "Danke für das Gespräch."
- "Haben sie das Spiel 'Bali' von Kosmos?" - "Nein." - "Sie haben aber 'Eden', 'Zaubercocktail' und 'Gnadenlos' von Kosmos" - "Ja." - "Wären sie dann so freundlich, einmal nachzusehen, ob sie auch 'Bali' auf Lager haben?" - "Wenn's sein muss, aber ich glaube nicht...". Fünf Minuten später hatte ich dann mein 'Bali' aus dem Lager in der Hand.
- Telefonanruf: "Haben sie 'Moderne Zeiten' von Jumbo?" - "Jumbo führen wir nicht." - "Sind sie sicher?" - "Ja". Ende der Story: hingefahren, in den Laden gegangen, binnen einer halben Minute "Moderne Zeiten" aus dem Regal gefischt und gekauft.
- "Haben sie 'King Lui' von 'Abacus'?" - "Was oder wer ist denn Abacus?" - "Nun, prinzipiell ein Rechenschieber, aber auch der Verlag, von dem sie hier 10 'Coloretto' rumstehen haben".
- "Sie haben den Preis bei 'Focus' durchgestrichen, ich nehme an, dass dieser nicht mehr gültig ist. Was kostet es denn realiter?" - "Das was draufsteht" - "Und warum ist er durchgestrichen?" - "Da muss wohl eine Praktikantin einen Fehler gemacht haben".
- "Die Schachtel bei Spiel YZ ist aber arg ramponiert (sah aus, wie vom Laster überrollt), wie viel Nachlass würden sie denn (bei 60 Euro Kaufpreis) geben?" - "2 Euro" - "Pro Schramme oder generell?" - "Generell".
- "Was soll denn das offene Exemplar von 'Carabande' kosten, bei dem einige Planken fehlen und die MDF-Platten nicht mehr sonderlich jungfräulich wirken?" - "30 Euro" - "Das ist aber kein wirklicher Nachlass." - "Es wird durch das Fehlen der Teile auch nicht wirklich zu einem anderen Spiel" - "Und das Verlassen dieses Geschäfts ohne Kauf gestaltet sich für mich auch nicht wirklich schwierig".
Ciao,
Roman