Beitragvon Volker L. » 26. Juni 2003, 14:09
Erhard Portner schrieb:
>
> Volker L. schrieb:
> >
> >Volker (dem uebrigens das neue Loewenherz besser
> > gefaellt
> > als das alte)
>
> Hallo Volker,
>
> da wären wir also mal wieder verschiedener Auffassung ;-) .
>
> Ich halte die alte Goldsieber-Ausgabe für das klar bessere
> Spiel.
>
> Insbesondere das ewige Hin und Her des Geldes für
> ausgespielte und verkaufte Machtkarten empfinde ich für den
> Spielfluss als extrem störend.
Fuer die ausgespielten Karten bezahlen zu muessen, ist aber ein
wichtiger Aspekt, um das Kartenglueck etwas zu relativieren.
Und irgendwoher muss das Geld dafuer ja kommen. Die Qual der
Wahl, in 3 Runden zwei schwache Karten zu verkaufen und eine
starke zu spielen oder eine starke zu verkaufen und damit das
Ausspielen von 2 schwaecheren zu finanzieren, halte ich sogar
fuer sehr elegant geloest.
> Die Verfahrensweise mit dem
> Aufdecken einer Aktionskarte und dem Ausspielen einer
> Entscheidungskarte, wie es in der Goldsieber-Ausgabe geregelt
> war, halte ich für entschieden besser.
Was mich an der alten Ausgabe immer gestoert hat, war die
Tatsache, dass immer einer in die Roehre guckt, weil es fuer
4 Spieler nur 3 Karten gibt. Denn - so meine Erfahrung - in
ca. 80% der Faelle kam es nicht zur Einigung mit Geldzahlung
an den, der verzichtet, sondern zur Kampfabstimmung mit Geld
und damit zum voelligen Aussetzen eines Spielers.
Und selbst, wenn man gut verhandelt und sich das Verzichten
gut bezahlen laesst, hat man von dem Geld nichts ausser der
Moeglichkeit, in der naechsten Runde beim Kampf um die Karten
groessere Chancen zu haben.
Fuer meinen Geschmack ist dieses einer-hat-Pech-und-kann-diese-
Runde-nichts-machen ein ganz [b]dicker[/b] Minuspunkt fuer die
alte Ausgabe
... jaja, ich weiss, manche geschmacksverirrte Exzentriker
lieben das alte Loewenherz [i]gerade deshalb[/i] :-O :roll: ;-)
> Die Einführung des
> Machtmarktes "verwässert" meiner Meinung nach das Spiel, und
> das reizvolle Element der Politikkarten ist in der
> Kosmos-Ausgabe ganz weggefallen.
Alternativen zum Machtmarkt waeren ein stetiges Einkommen statt
Einnahmen durch Verkauf, aber gerade dass der Verkauf der besten
Karten auch am meisten einbringt, halte ich fuer einen guten
Regulierungsfaktor. Oder die Karten, die man verkauft, gehen
ganz auf die Ablage (dann werden aber zu wenige gespielt und
es kommen zu wenige Ritter und Grenzen ins Spiel) oder auf einen
separaten Stapel, der neu gemischt wird, wenn der urspruengliche
Zugstapel aufgebraucht wird (was mit der erwuenschten
unterschiedlichen Heftigkeit der Karten in den Teilstapeln A-D
kollidieren wuerde). Beides keine echten Alternativen.
> Die Neuregelung der Minen
> bringt keinen wesentlichen neuen Spielreiz.
Finde ich schon. Dadurch, dass Du Geld fuer verschiedene Minen
bekommst und Siegpunkte fuer gleiche, sind die Minen ein
ausreichend attraktives Streitobjekt.
> Während die Goldsieber-Ausgabe von "Löwenherz" zu meinen
> persönlichen Top-Favoriten gehört, kann ich das von der
> Neuausgabe leider nicht mehr behaupten.
Tja, die Geschmaecker der Publikuemmer sind eben verschieden :-)
> Deine Regelfrage wurde ja von Steffen im Wesentlichen schon
> beantwortet. Unterschiedlich beim Überläufer ist übrigens
> auch, dass in der Neuausgabe der Gegner selbst den Ritter
> auswählt, den er aus seinem Gebiet entfernen muss. In der
> alten Ausgabe sucht der Spieler, der die Karte ausspielt, den
> überlaufenden Ritter aus.
Ist mir auch aufgefallen - waere das nicht so, dann waere ich
ohne extra zu fragen davon ausgegangen, dass beim Ueberlaeufer
sowohl das Wegnehmen aus als auch das Einsetzen in den Wald
extra kostet und diese Passage beim Schreiben der Regel einfach
nur vergessen worden waere.
> In der Regel der Neuausgabe heißt es übrigens beim Überläufer:
>
> "In beiden Gebieten muss sich jeweils mindestens 1 Ritter
> befinden."
>
> Warum muss sich eigentlich auch im Gebiet des Spielers, in
> das der Überläufer überläuft, ein Ritter befinden? Den Sinn
> dieser Regel vermag ich nicht zu erkennen!
Ich auch nicht.
Kathrin Nos schrieb:
>
> Ein anderer Aspekt ist das Spielende. Während die alte
> Ausgabe das Spielende über den Tod des Königs gesteuert wird,
> kann mit der Eroberung eines Riesengebiets im neuen das Spiel
> zuende sein. Da bevorzuge ich klar die alte Variante, weil
> der Spieler mit dem grossen Gebiet dieses auch erstmal
> verteidigen muss. Da kann es durchaus nochmal zu
> Verschiebungen kommen.
Man kann ja den Koenigschip nach eigenem Gutduenken weiter nach
oben auf der Siegpunktskala versetzen, wenn man die Moeglichkeit
eines vorzeitigen Sieges beschraenken will (z.B. wenn so ein
Abbruchsieg zu oft vorkommt).
Gruss, Volker