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neues Loewenherz - [RF] und Lob

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Volker L.

neues Loewenherz - [RF] und Lob

Beitragvon Volker L. » 25. Juni 2003, 14:04

Ich habe da eine Regelfrage zum neuen Loewenherz.

Das Einsetzen eines Ritters im Wald kostet extra (1 Dublone,
im alten Loewenherz waren es 5). Im alten Loewenherz wurde
derselbe Betrag auch beim Ueberlaeufer faellig, und zwar
[i]sowohl[/i] beim Einsetzen des Ueberlaeufers auf ein Waldfeld
im eigenen Gebiet [i]als auch[/i] beim Wegnehmen des fremden
Ritters aus einem Waldfeld. Ein derartiger Passus fehlt in der
neuen Regel, auch wenn man aus der Tatsache, dass beim
Ueberlaeufer vom "Einsetzen" des neuen Ritters gesprochen wird,
schlussfolgern kann, dass auch das Plazieren auf einem
Wald extra kostet.
Entsprechend wurde diese Regelfrage auch schonmal beantwortet:
http://www.spielbox.de/phorum4/read.php4?f=1&i=63440&t=63427
So weit, so gut.
[b]Aber wie ist das mit dem Wegnehmen?[/b]

Ausserdem moechte ich an dieser Stelle ein oeffentliches
Dankeschoen fuer den unkomplizierten Ersatz des beschaedigten
Kartensatzes durch Sebastian Rapp aussprechen - auch wenn guter
Service durch den Kosmos-Verlag keinen in diesem Forum mehr
ueberraschen sollte ;-)

Gruss, Volker (dem uebrigens das neue Loewenherz besser gefaellt
als das alte)

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Steffen S.

Re: neues Loewenherz - [RF] und Lob

Beitragvon Steffen S. » 25. Juni 2003, 14:10

Hallo Volker,

da in der Regel ausschließlich von 1 Dublone Kosten beim EINSETZEN des Ritters auf ein Waldfeld die Rede ist, so kostet das auch nur eine Dublone - egal wo der Hanswurst herkommt. Dass das beim alten Löwenherz anders war (hab ich gar nicht mehr genau im Kopf) kann ja keine Rolle spielen - es zählt nur für das neue Spiel, was auch in der neuen Regel steht. Was würden sonst die ganzen "Löwenherz-Neulinge" machen...?

Beherzte Grüße
Steffen (der das neue Löwenherz auch einen Tick besser als das bereits brilliante alte findet, allerdings ab und zu mit königsmachendenSpielenden nicht ganz glücklich ist)

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Erhard Portner
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Beiträge: 504

Re: neues Loewenherz - [RF] und Lob

Beitragvon Erhard Portner » 25. Juni 2003, 18:39

Volker L. schrieb:
>
>Volker (dem uebrigens das neue Loewenherz besser
> gefaellt
> als das alte)

Hallo Volker,

da wären wir also mal wieder verschiedener Auffassung ;-) .

Ich halte die alte Goldsieber-Ausgabe für das klar bessere Spiel.

Insbesondere das ewige Hin und Her des Geldes für ausgespielte und verkaufte Machtkarten empfinde ich für den Spielfluss als extrem störend. Die Verfahrensweise mit dem Aufdecken einer Aktionskarte und dem Ausspielen einer Entscheidungskarte, wie es in der Goldsieber-Ausgabe geregelt war, halte ich für entschieden besser. Die Einführung des Machtmarktes "verwässert" meiner Meinung nach das Spiel und das reizvolle Element der Politikkarten ist in der Kosmos-Ausgabe ganz weggefallen. Die Neuregelung der Minen bringt keinen wesentlichen neuen Spielreiz.

Während die Goldsieber-Ausgabe von "Löwenherz" zu meinen persönlichen Top-Favoriten gehört, kann ich das von der Neuausgabe leider nicht mehr behaupten.

Deine Regelfrage wurde ja von Steffen im Wesentlichen schon beantwortet. Unterschiedlich beim Überläufer ist übrigens auch, dass in der Neuausgabe der Gegner selbst den Ritter auswählt, den er aus seinem Gebiet entfernen muss. In der alten Ausgabe sucht der Spieler, der die Karte ausspielt, den überlaufenden Ritter aus.

In der Regel der Neuausgabe heißt es übrigens beim Überläufer:

"In beiden Gebieten muss sich jeweils mindestens 1 Ritter befinden."

Warum muss sich eigentlich auch im Gebiet des Spielers, in das der Überläufer überläuft, ein Ritter befinden? Den Sinn dieser Regel vermag ich nicht zu erkennen!

Mit verspielten Grüßen
Erhard

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Kathrin Nos
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RE: neues contra altes Loewenherz

Beitragvon Kathrin Nos » 26. Juni 2003, 08:28

Hi,

"Erhard Portner" hat am 25.06.2003 geschrieben:
> Volker L. schrieb:
> Ich halte die alte Goldsieber-Ausgabe für das klar bessere
> Spiel.

Das ist auch meine Meinung.

Vielleicht noch ergänzend einige Aspekte zu den Unterschieden. Beim alten Löwenherz hatte die volle Besetzung zu viert besonders viel Zündstoff (IMHO). Mit zwei Spielern hingegen kam es auch zu einer Einigung und nicht immer zum Konflikt (es werden ja insgesamt drei Entscheidungskarten gespielt). Dadurch sind die Spielerzahlen 3 und 4 sicher reizvoller.

Beim neuen Löwenherz hatte ich eher den Eindruck, dass es zu zweit taktischer wird, da man häufiger drankommt, und einem niemand die Auslage vor der Nase wegschnappen kann (wenn also der Mitspieler eine Karte abwirft und dafür Kohle kassiert, kann ich diese immer nehmen, weil es keine Mitspieler vor mir gibt, die sie abgreifen können).

Was ich insgesamt damit sagen möchte: Der Unterschied bei der Anzahl der Mitspieler ist, denke ich, in beiden Ausgaben verschieden.

Ein anderer Aspekt ist das Spielende. Während die alte Ausgabe das Spielende über den Tod des Königs gesteuert wird, kann mit der Eroberung eines Riesengebiets im neuen das Spiel zuende sein. Da bevorzuge ich klar die alte Variante, weil der Spieler mit dem grossen Gebiet dieses auch erstmal verteidigen muss. Da kann es durchaus nochmal zu Verschiebungen kommen.

Alles Gute wünscht
Kathrin.
Spielerin, früher auch Rezensentin

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Volker L.

Re: neues Loewenherz - [RF] und Lob

Beitragvon Volker L. » 26. Juni 2003, 14:09

Erhard Portner schrieb:
>
> Volker L. schrieb:
> >
> >Volker (dem uebrigens das neue Loewenherz besser
> > gefaellt
> > als das alte)
>
> Hallo Volker,
>
> da wären wir also mal wieder verschiedener Auffassung ;-) .
>
> Ich halte die alte Goldsieber-Ausgabe für das klar bessere
> Spiel.
>
> Insbesondere das ewige Hin und Her des Geldes für
> ausgespielte und verkaufte Machtkarten empfinde ich für den
> Spielfluss als extrem störend.

Fuer die ausgespielten Karten bezahlen zu muessen, ist aber ein
wichtiger Aspekt, um das Kartenglueck etwas zu relativieren.
Und irgendwoher muss das Geld dafuer ja kommen. Die Qual der
Wahl, in 3 Runden zwei schwache Karten zu verkaufen und eine
starke zu spielen oder eine starke zu verkaufen und damit das
Ausspielen von 2 schwaecheren zu finanzieren, halte ich sogar
fuer sehr elegant geloest.

> Die Verfahrensweise mit dem
> Aufdecken einer Aktionskarte und dem Ausspielen einer
> Entscheidungskarte, wie es in der Goldsieber-Ausgabe geregelt
> war, halte ich für entschieden besser.

Was mich an der alten Ausgabe immer gestoert hat, war die
Tatsache, dass immer einer in die Roehre guckt, weil es fuer
4 Spieler nur 3 Karten gibt. Denn - so meine Erfahrung - in
ca. 80% der Faelle kam es nicht zur Einigung mit Geldzahlung
an den, der verzichtet, sondern zur Kampfabstimmung mit Geld
und damit zum voelligen Aussetzen eines Spielers.
Und selbst, wenn man gut verhandelt und sich das Verzichten
gut bezahlen laesst, hat man von dem Geld nichts ausser der
Moeglichkeit, in der naechsten Runde beim Kampf um die Karten
groessere Chancen zu haben.
Fuer meinen Geschmack ist dieses einer-hat-Pech-und-kann-diese-
Runde-nichts-machen ein ganz [b]dicker[/b] Minuspunkt fuer die
alte Ausgabe
... jaja, ich weiss, manche geschmacksverirrte Exzentriker
lieben das alte Loewenherz [i]gerade deshalb[/i] :-O :roll: ;-)

> Die Einführung des
> Machtmarktes "verwässert" meiner Meinung nach das Spiel, und
> das reizvolle Element der Politikkarten ist in der
> Kosmos-Ausgabe ganz weggefallen.

Alternativen zum Machtmarkt waeren ein stetiges Einkommen statt
Einnahmen durch Verkauf, aber gerade dass der Verkauf der besten
Karten auch am meisten einbringt, halte ich fuer einen guten
Regulierungsfaktor. Oder die Karten, die man verkauft, gehen
ganz auf die Ablage (dann werden aber zu wenige gespielt und
es kommen zu wenige Ritter und Grenzen ins Spiel) oder auf einen
separaten Stapel, der neu gemischt wird, wenn der urspruengliche
Zugstapel aufgebraucht wird (was mit der erwuenschten
unterschiedlichen Heftigkeit der Karten in den Teilstapeln A-D
kollidieren wuerde). Beides keine echten Alternativen.

> Die Neuregelung der Minen
> bringt keinen wesentlichen neuen Spielreiz.

Finde ich schon. Dadurch, dass Du Geld fuer verschiedene Minen
bekommst und Siegpunkte fuer gleiche, sind die Minen ein
ausreichend attraktives Streitobjekt.

> Während die Goldsieber-Ausgabe von "Löwenherz" zu meinen
> persönlichen Top-Favoriten gehört, kann ich das von der
> Neuausgabe leider nicht mehr behaupten.

Tja, die Geschmaecker der Publikuemmer sind eben verschieden :-)

> Deine Regelfrage wurde ja von Steffen im Wesentlichen schon
> beantwortet. Unterschiedlich beim Überläufer ist übrigens
> auch, dass in der Neuausgabe der Gegner selbst den Ritter
> auswählt, den er aus seinem Gebiet entfernen muss. In der
> alten Ausgabe sucht der Spieler, der die Karte ausspielt, den
> überlaufenden Ritter aus.

Ist mir auch aufgefallen - waere das nicht so, dann waere ich
ohne extra zu fragen davon ausgegangen, dass beim Ueberlaeufer
sowohl das Wegnehmen aus als auch das Einsetzen in den Wald
extra kostet und diese Passage beim Schreiben der Regel einfach
nur vergessen worden waere.

> In der Regel der Neuausgabe heißt es übrigens beim Überläufer:
>
> "In beiden Gebieten muss sich jeweils mindestens 1 Ritter
> befinden."
>
> Warum muss sich eigentlich auch im Gebiet des Spielers, in
> das der Überläufer überläuft, ein Ritter befinden? Den Sinn
> dieser Regel vermag ich nicht zu erkennen!

Ich auch nicht.

Kathrin Nos schrieb:
>
> Ein anderer Aspekt ist das Spielende. Während die alte
> Ausgabe das Spielende über den Tod des Königs gesteuert wird,
> kann mit der Eroberung eines Riesengebiets im neuen das Spiel
> zuende sein. Da bevorzuge ich klar die alte Variante, weil
> der Spieler mit dem grossen Gebiet dieses auch erstmal
> verteidigen muss. Da kann es durchaus nochmal zu
> Verschiebungen kommen.

Man kann ja den Koenigschip nach eigenem Gutduenken weiter nach
oben auf der Siegpunktskala versetzen, wenn man die Moeglichkeit
eines vorzeitigen Sieges beschraenken will (z.B. wenn so ein
Abbruchsieg zu oft vorkommt).

Gruss, Volker


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