Beitragvon Niccolo » 19. August 2003, 20:28
Karl-Heinz OBERWINKLER schrieb:
> Sie widersprechen ihren Kriterien und ihrer Intention. [...]
> Man wolle also Spiele prämieren, die der österreichische
> Konsument auch un Österreich kaufen könne.
> Das ist ja bei King Arthur nachgewiesenermassen nicht der Fall.
Also ich hab es heute gekauft (Wien / € 59.90).
Was kann ich schon erzählen?
Erstens ist die Schachtel riiiiiiiesengroß!!!!!
Drinnen findet sich der ungefaltete Spielplan mit dem Plastikfelsen.
4 AA Baterien und ein kleiner Kreuzschraubenschlüssel sollte im Haushalt vorhanden sein!
Auch ein Cutter wär nicht schlecht, weil der Stanzbogen nicht nur imho cutterwürdiges Spielmaterial in sich trägt, sondern gleichzeitig eine spiel'not'wendige Unterlage darstellt - also ist Liebe beim Auslösen angesagt.
Auf dieser Unterlage (quasi dem Rahmen) finden sich 4 Spielanweisungen (geh den Weg zurück woher du gekommen bist [also im Wortlaut]) und die NP-Charaktere.
Dann ist da noch ein kleines Plastikschwert, welches man zur Dekoration in den Felsen schiebt.
An Spielmaterial gibt es nun weiters:
* 4 smarte Ritter, 4 Wappen (damit man sich merkt welcher der 4 Ritter man ist ;o) ) ;
* Je 4x Rüstung, Lanze, Ross (dienen als Siegbedingung) ;
* 20 Pendragon Plättchen (diese Kann man im Feld "Abtei" gegen Ruhmespunkte eintauschen);
* 45 Güterkarten (Schild, Schwert, Vorrat) ;
* 21 Abenteuerkarten (8 Personen, 4 Tränke, 4 goldene Schwerter, 3 Gegenstände und 2 Drachenschätze).
* 12-seitiges Regelheft
Ad Regelheft. Das ist großzügigst geschrieben und reich bebildert (s/w 8o) ). Seite 1 bis 9 beinhaltet die eigentliche Regel - 10 Das 1-Personen Spiel und spiegelverkehrte Hinweise - 11 ist die "Horrorseite" ;o) wo erklärt wird, was man mit dem elektronischen Spielmaterial tunlichst tun/nicht tun sollte (Anmerkung: Am Spielplan kann man schwachschön das Leitsystem erkennen) - 12 Kurzübersicht.
Auf Seite 2 ist auch der Spielplan mit Betitelung (Turm, Hafen, Abtei, usw, damit man die einzelnen Felder anfangs besser identifizieren kann).
> Noch bedenklicher allerdings finde ich das Signal das man
> setzt, indem man eine Kombination aus Brett- und
> Computerspiel gewählt hat. Die beiden Genres mögen doch bitte
> getrennt bleiben.
Mh, Deine Meinung! - Ohne grob zu wirken - aber ich finde Neues wahrhaftig nicht reizlos und alles andere als "bedenklich". Und so es erschwinglich bleibt, kann ich mir eine Verschmelzung von Computer und Brettspiel sogar sehr gut vorstellen!!!
> Ein lauwarmer Kompromiss wie King Arthur ist imho der
> falschhe Weg.
Ich freu mich über die 'bildhafte' Benennung dieses Weges - und erkenn nun auch das IMHO :o)
> Da kommt wohl eher solch Spielzeug heraus, wie
> wir es mit "Looping Louis", "Lasst Papa pennen !" und
> Konsorten schon zur Genüge erleiden mußten...
Hm, ich hab da wo ein Spiel rumkugeln, welches ich als Kind (Ende 70er glaub ich) recht gerne spielte, da ein kleiner, elektronischer Zufallsgenerator dabei war. Das war durchaus ein guter Teil des Erlebnisses.
Wie lau King Arthur letztendlich ist, werd ich nach ein/zwei Spielen einschätzen können.
Also gerade vorhin spielte ich Solitaire (Spiel ist von 1-4 Spieler).
Die Sprachausgabe ist nicht Dolbyreif, aber gut verständlich und absolut ausreichend.
Das Ding funktioniert.
Ich halte mit der einen Hand meinen Ritter, der auf einer Örtlichkeit steht, am Helm und suche mir eine Aktion (generell gibt es 2 - Erkunden/nichts tun) aus. Der Lautsprecher gibt den Ausgang bekannt.
I.d.R. leuchtet eine Ziffer auf der Anzeige auf, die auf einen Charakter der Unterlage weist und eine entsprechende Stimme kündigt 'das Abenteuer' an.
Meist muß man dann reagieren. Dazu hält man weiter den Helm fest und sucht eine der 5 Abenteueraktivitäten aus (Freundlich sein, Angreifen, Rückzug, Ignorieren, Geben).
So kann zum Beispiel ein Bettler ersuchen, dass man ihm 1 Vorrat gibt - na drückt man halt geben, so man einen Vorrat entbehren will. Dann klingelt es im Lautsprecher und wahrscheinlich stieg der Ruhmeswert an.
Siegbedingung (es gibt kurzes und langes Spiel):
kurz: 30+ Siegpunkte plus 2 von 3 Siegplättchen (Rüstung und Ross z.B.)
lang: 40+ Siegpunkte plus alle 3 Siegplättchen
Mit dem Ritter beim Stein stehen - Helm halten und Erkunden tippen - Merlin beglückwünscht dich!
Ja. Zur Spieltiefe kann ich so natürlich noch wenig bis gar nichts sagen.
Was für eine Vielfalt der kleine Computer im Stein bietet, ist mir unbekannt. Ob es da interessante Logiken gibt - keine Idee.
Ich hoffe es :o) also dass Ereignisse und mein erworbener Ruhm in einem Zusammenhang stehen.
Einen Speicher hat er auf jeden Fall! ;o) So bekam ich auf Feld 1 einen Gegenstand und die Anweisung zu Feld x zu gehen. Auf Feld x wurde ich entsprechend erwartet.
Generell sieht es so aus: nimm Güter, tausche sie ein.
Hm, genaugenommen ja ein Hammerspiel für die selsame Gruppe der "Herr der Ringe"-Liebhaber ;o)
Nein im Ernst - dieser Zielgruppe gegenüber würd ich tatsächlich eine glatte Empfehlung wagen.
Aber auch ich bin schon auf die ersten Partien sehr gespannt....