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Spiele mit fehlerhaften Mechanismen

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Marc W.

Re: Spiele mit fehlerhaften Mechanismen

Beitragvon Marc W. » 22. September 2003, 20:24

Ich weiss nicht wo die taktische Finesse bei "Republic..." besteht, wenn man einfach versucht Senatoren der Spieler zu töten, die eine Siegchance haben, wenn man seine durch schlechtes Spiel versemmelt hat. Ok, das kann auch eine Taktik sein, zurückfallen lassen und dann ohne Risiko Attentate verüben.

Und bei "Civi" finde ich das schon als Mangel, denn das Spiel dauert sehr lange und wenn ich im Mittelspiel schon zurückfalle ist die Siegchance deutlich geringer, aber einfach aufgeben wäre ja auch schlechte Stil. Und so schlägt man sich die Nacht um die Ohren mit dem Wissen dass es nur noch um die"Goldene Ananas".

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peer

Re: Autoren der Spiele

Beitragvon peer » 23. September 2003, 07:33

Hi,
wenn du die hast, kannst du ja ein paar Files beisteuern ;-)
Ich kann mich leider nur an die Schatzsuche im Dschungel erinnern, obwohl mein Bruder die damals gebastelt hat.
Und da haben wir wieder was, was der Spieleszene noch fehlt: Rezensionen von Spielen aus Zeitschriften (nicht nur Spielbox)...

Was spielst du denn noch so gerne, Wiesel?

ciao
Peer

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Das Wiesel

Lieblingsspiele

Beitragvon Das Wiesel » 23. September 2003, 09:04

Hallo Peer,

leider spiele ich die Spiele viel zu selten, als das ich da einen besonderen Liebling hätte. Ich kann ja mal so ein wenig in meinen Erinnerungen kramen:

Taxispiel: Eine Art Mensch ärgere Dich nicht, bei dem man alle Taxen bewegen kann, egal welche Figur drinsitzt, um sie auf hohe oder niedrige Punktefelder zu fahren.

Skispiel: Eine Art Wintertriathlon mit Würfel. Allerdings braucht man hier 'ne Stopuhr, weil die Gesamtzeit (inkl. Würfeln) zählt.

Großer Preis von Entenhausen: Das hier schon viel zitierte Autorennen. Ein echtes Highlight! (Von dieser Art Autorennen gibt es auch eine super Version im Yps als Tischdecke)

Schatzsuche im Dschungel: Eine ausführliche Beschreibung habt ihr schon hier im Threat.

Spielautomat: Eine Art Slotter, bei dem man bestimmte Figurenkombinationen erdrehen muss.

Mini-Spielesammlung: Auch ein echtes Highlight. 5 Spiele in einem kleinen Schuber, davon 4 echt wirtzige Spiele (SOS... Laufspiel mit Memeory-Effekt, El-Dorado... Laufspiel mit mehreren Wegen, Schwimmfestival... netter Quickie, bei dem man sich entscheiden muss ob man würfelt oder Zusatzkarten einsetzt, Geisterbahn... Funktioniert wie Kreuz und Quer von Jumbo, aber nur in eine Richtung und meiner Meinung nach noch schlimmer.

Der Listige Hai: Ein Nimm/Versteigerungs-Spiel mit netter Ausstattung und großem Spielreiz bei 4 Spielern.

usw...

Ich glaube, ich könnte noch stundenlang weiterschreiben. Irgendwie hatten alle Spiele ihren Reiz. Entweder durch die Grafik (wie z.B. das schon erwähnte Springreitturnier, das spielerisch aber wirklich mau war) oder durch gewisse Gags, die zwar das Original-Spiel erkennen ließen, aber sehr nett adaptiert wurden und einen eigenen Touch hereinbrachten.

Das Wiesel

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Siegfried Kurz

Re: Spiele mit fehlerhaften Mechanismen

Beitragvon Siegfried Kurz » 23. September 2003, 09:26

Jochen Schwinghammer schrieb:
> Hier stellt sich auch die Frage für Spieleautoren: "Darf mein
> Spiel eine spezielle Situation enthalten, die in sehr
> seltenen Fällen zu einem Patt führt, wenn der Mechanismus
> aber ansonsten einwandfrei funktioniert?"
Wir müssen da mehrere Fälle unterscheiden, die zu einem Patt o.ä. führen können:
a) Alle Spieler agieren konstruktiv, aber die Wahrscheinlichkeit arbeitet gegen sie.
- Fall I: Man kann nur gewinnen, wenn eine "günstige" Abfolge von Ereignissen eintritt: Diese Spiele hassen alle, das sind auch keine Strategiespiele
- Fall II: Eine unwahrscheinliche Abfolge von Ereignissen führt zu einem Kippen des Spiels, so daß kein Spieler mehr gewinnen kann. Dieser Fall muß vom Autor vermieden werden.
- Fall III: Eine unwahrscheinliche Abfolge von Ereignissen verhindert einen Fortschritt beim Spiel. Diese Phase ist nur temporär und kann geduldet werden.
- Fall IV: Eine unwahrscheinliche Abfolge von Ereignissen begünstigt einen Spieler. Das sind keine Strategie-, sondern Glücksspiele. Oft wird versucht, diesen Glücksfaktor durch Ausspielen zahlloser Runden zu egalisieren (TransAmerica, Die sieben Weisen).
b) Alle Spieler agieren destruktiv. Jetzt ist es egal wie das Spiel endet oder ob überhaupt, die Beteiligten würden es sowieso nicht merken
c) Ein Spieler agiert konstruktiv, alle anderen spielen destruktiv. Der konstruktive Spieler muß gewinnen.

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Günter Cornett

RE: Spiele umtauschen - leicht gemacht

Beitragvon Günter Cornett » 23. September 2003, 13:10

Thomas Rosanski schrieb:
>
> Guenter Cornett schrieb:
> > > Die Zusicherung muss nicht vom Hersteller kommen, sondern
> vom
> > > Händler.
> >
> > Und natürlich hat der Händler zunächst das Recht auf
> > Nachbesserung.
>
> Echt? Ich dachte bisher immer, dass der Verbraucher gegenüber
> dem Händler ein Wahlrecht zwischen Wandlung, Nachbesserung
> oder Preisminderung hat, welches zwar durch AGBs auf die von
> dir geschilderte Lage eingeschränkt werden können, aber die
> AGBs müssen ja erstmal gültiger Bestandteil des Kaufvertrags
> werden, was m.E. im Ladengeschäft oftmals nicht der Fall ist.

Hi Thomas,

es kann durchaus sein, dass ich mich - mal wieder - zu Ungunsten des Verbrauchers irre. Aber meines Wissens hat der Händler grundsätzlich ein Recht auf Nachbesserung, auch mehrfach. Wenn's beim ersten Mal nicht klappt, kriegt er id.R. eine neue Chance zur Nachbesserung. Wie oftder Kunde das akzeptieren muss, weiss ich nicht, hämgt wohl auch vom konkreten Dingens und Schaden ab.

Und die Garantiezeit eines defekten Dingens beginnt mit der Nachbesserung nicht von neuem sondern verlängert sich nur um die Zeit, in der das Dingens in der Reparatur war. Im TV sind ab und an mal Berichte von frustrierten Kaufhauskunden, die ihren Drucker o.d. ein paar Tage nach Kauf erstmal für einige Woche ins Sanatorium schicken müssen.


> Vieleicht habe ich aber auch veraltertes Recht im Kopf oder
> die gesetzlichen Regelungen nicht verstanden, ich muss mein
> Wissen diesbezüglich vieleicht mal updaten.
>
> > Das ginge z.B. durch Ergänzung der Spielregel durch einen der
> > folgenden Sätze:
>
> :-)
>
> Geht das auch mit dem Satz "Bei einem Patt wird eine weitere
> Runde gespielt"?

Dann ist es ja kein Patt. Als Verkäufer kann man auch mit dem Satz nachbessern: "Bei einem Patt halten die Spieler zunächst einmal eine Schweigeminute von zweijähriger Dauer ab. Währenddessen denken sie darüber nach, wie es zu dieser Situation kommen konnte". Ein zweites Mal, wird die Situation dann sicher nicht wieder vorkommen. Und außerdem ist die Garantiezeit inzwischen abgelaufen.

> Vom Umtausch ausgeschlossene Grüße,

aber ein wenig nachbessern könntest du schon ...

Gruß, Günter

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Marc W.

Re: Spiele in der Micky Maus

Beitragvon Marc W. » 23. September 2003, 23:28

Ich erinnere mich an zwei Micky Maus-Sammelspiele (man musste ja mehrere Hefte kaufen und dann überlagerte sich marketingtechnisch "günstig" das Ende des Bastelbogens mit dem Ende der Fortsetzungsgeschichte).

Da gab es ein Piratenspiel bei dem man Schatzkarten kaufte, mit Schiffchen hinfuhr, den Schatz einsackte um dann auf dem Rückweg zu Hafen von den Mitspielerpiraten überfallen wurde. Damals 1978 (?) mit 9/10 Jahren war das toll, heute würde ich es wohl als "übles Glückspiel" bezeichnen. Aber die Karte mit den Schatzverstecken, die Schatzkarten, die Schiffe und das Spielgeld waren gut gemacht.

Das Springreitturnier war ja ein Pferderennen mit Hindernissen. Da kann ich mich erinnern die Regel geändert zu haben, dass es nicht mehr ein so reines Würfelspiel war.

Irgendwann wurden die Spiele allerdings entsorgt... obwohl wenn ich bei meinen Eltern im Keller mal schaue, könnte das Piratenspiel wieder auftauchen...

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Volker L.

RE: Spiele umtauschen - leicht gemacht

Beitragvon Volker L. » 24. September 2003, 14:38

Günter Cornett schrieb:
>
> Thomas Rosanski schrieb:
> >
> > Guenter Cornett schrieb:
> > > > Die Zusicherung muss nicht vom Hersteller kommen, sondern
> > vom
> > > > Händler.
> > >
> > > Und natürlich hat der Händler zunächst das Recht auf
> > > Nachbesserung.
> >
> > Echt? Ich dachte bisher immer, dass der Verbraucher gegenüber
> > dem Händler ein Wahlrecht zwischen Wandlung, Nachbesserung
> > oder Preisminderung hat, welches zwar durch AGBs auf die von
> > dir geschilderte Lage eingeschränkt werden können, aber die
> > AGBs müssen ja erstmal gültiger Bestandteil des Kaufvertrags
> > werden, was m.E. im Ladengeschäft oftmals nicht der Fall ist.
>
> Hi Thomas,
>
> es kann durchaus sein, dass ich mich - mal wieder - zu
> Ungunsten des Verbrauchers irre. Aber meines Wissens hat der
> Händler grundsätzlich ein Recht auf Nachbesserung, auch
> mehrfach. Wenn's beim ersten Mal nicht klappt, kriegt er
> id.R. eine neue Chance zur Nachbesserung. Wie oftder Kunde
> das akzeptieren muss, weiss ich nicht, hämgt wohl auch vom
> konkreten Dingens und Schaden ab.

Auch ich verfuege da nur ueber Laienwissen, das ich irgendwann
mal aufgeschnappt (gelesen) habe, aber m.E. ist es so, dass bei
einem [i]defekten Exemplar[/i] zunaechst der Haendler das Recht
auf 2 Reparaturversuche hat (natuerlich kann er gleich von
sich aus - weil er keine Erfolgsaussicht bei Reparatur sieht
oder aus Kulanz - einen Preisnachlass anbieten oder ein anderes
Exemplar). Etwas anderes ist es, wenn es ein [i]grundsaetzlicher
Mangel[/i] ist, das Geraet also irgendwelche versprochenen
Leitungsmerkmale nicht erfuellt. In diesem Fall darf IMHO der
Kunde sofort vom Kauf zuruecktreten. Fehlende oder kaputte
Poeppel oder ein fehlgedruckter Spielplan waere Beispiele fuer
den ersten Fall, ein aufgrund von Regelschlamperei unspielbares
Spiel wohl eher fuer den zweiten Fall.

Gruss, Volker

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peer

Schach

Beitragvon peer » 2. Oktober 2003, 07:03

Hi,
Schach faellt in Kategorie c! Wie in dem Spektrum der Wissenschaft Digest Mathmatische Unterhaltungen (I oder II, weiss nicht mehr) bewiesen wurde, ist es tatsaechlich moeglich beliebig lange zu spielen, ohne zu schlagen, Schach zu bieten oder dieselbe Stellung dreimal hintereinander auszuufuehren...

Ueberhaupt wuerde c auf 75% der Spiele zutreffen, wenn man beliebig konstruieren kann: Bei Memory werden nie Paerchen entdeckt, bei Trivial Pursuit nie eine FRage richjtig beantwortet, bei Monopoly kommt man immer nur auf eigne Strassen oder freie Felder...

Insofern muss man ueberlegen ab wann ein Spiel wiklich als fehlerhaft einzustufgen ist ;-)

ciao
Peer

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Marten Holst

RE: Schach

Beitragvon Marten Holst » 2. Oktober 2003, 13:54

Moin,

> Schach faellt in Kategorie c! Wie in dem Spektrum der
> Wissenschaft Digest Mathmatische Unterhaltungen (I oder II,
> weiss nicht mehr) bewiesen wurde, ist es tatsaechlich
> moeglich beliebig lange zu spielen, ohne zu schlagen,
> Schach zu bieten oder dieselbe Stellung dreimal
> hintereinander auszuufuehren...

Beliebig lang wohl nicht. Es gibt zwar ziemlich viele (für die Praxis wohl ausreichend) verschiedene mögliche Stellungen, aber theoretisch... nun denn, es gibt aber auch noch die gute alte 50-Zug-Regel (wenn 50 Züge nichts Permanentes, Irreversibles passiert ist (sprich: Schlagen, Bauernzug), dann ist auch remis). Und schon kann eine Schachpartie nur noch Größenordnung 6300 Züge dauern. So viel Zeit wird man ja noch mitbringen können ;-)

Tschüß
Marten


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