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ESSEN 2003 - FLOHMARKT

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Manfred Stenzel

ESSEN 2003 - FLOHMARKT

Beitragvon Manfred Stenzel » 3. Oktober 2003, 14:10

Habe folgende Frage: kann ich in Essen meine Spiele ganz einfach so am Flohmarkt verkaufen oder brauche ich da irgendein Formular/Erlaubnis/etc?
Danke für Eure Antwort,

Manfred

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Ludwig Seitz

Re: ESSEN 2003 - FLOHMARKT

Beitragvon Ludwig Seitz » 3. Oktober 2003, 16:23

Also du kannst deine Spiele direkt an die Flohmarktstaende verkaufen, ganz ohne Erlaubnis oder Formular. Du kannst natuerlich nicht einfach deinen eigenen Flohmarktstand hinstellen.

Allerdings empfehle ich dir eher deine Spiele anderswo loszuschlagen, da die Ankaufspreise der
Flohmarktstaende (verstaendlicherweise) nicht so besonders hoch sind.

Gruss,

Ludwig Seitz

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Michael Andersch

Re: ESSEN 2003 - FLOHMARKT

Beitragvon Michael Andersch » 4. Oktober 2003, 10:05

Ludwig Seitz schrieb:
>
> Allerdings empfehle ich dir eher deine Spiele anderswo
> loszuschlagen, da die Ankaufspreise der
> Flohmarktstaende (verstaendlicherweise) nicht so besonders
> hoch sind.

...was in krassem Gegensatz zu den (unverständlicherweise) gesalzenen Verkaufspreisen steht....

Micha

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Lothar Kothe
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Re: ESSEN 2003 - FLOHMARKT

Beitragvon Lothar Kothe » 4. Oktober 2003, 10:48

> Ludwig
> > Allerdings empfehle ich dir eher deine Spiele anderswo
> > loszuschlagen, da die Ankaufspreise der
> > Flohmarktstaende (verstaendlicherweise) nicht so besonders
> > hoch sind.
>
> Micha
> ...was in krassem Gegensatz zu den (unverständlicherweise)
> gesalzenen Verkaufspreisen steht....
>

Hallo,
vielen Dank für Ludwigs Klammervermerk. Den Klammervermerk von Micha möchte ich eigentlich nicht kommentieren (siehe unten).

Es ist so, wie Ludwig schreibt: Natürlich kannst Du einen Flohmarktstand beziehen. Allerdings sollte dieser bereits im März dieses Jahres beantragt worden sein. Ob jetzt noch Standflächen in diesem Bereich frei sind, weiß ich nicht. Und dann ist noch die Frage, ob Du bereit bist, die Standgebühren zu bezahlen. Und dann weiß Du auch, warum ich den Klammervermerk von Micha als inkompetent betrachte. (Neben vielen anderen Kleinigkeiten, die es den Spielern, bzw. Käufern ermöglichen, überhaupt etwas zu finden und zu kaufen.)

Ich freue mich bereits auf die intelligente Frage "Was ist das Spiel wert?" und auf den Rest der Messe.

Viele Grüße
Lothar Kothe

(Ansonsten darfst Du gern bei 8-35 vorbeikommen. Nur sollten Deine Erwartungen wirklich nicht hoch sein.)

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peer

Re: ESSEN 2003 - FLOHMARKT

Beitragvon peer » 4. Oktober 2003, 11:11

Hi Lothar,
aus deinem Kommentar entnehme ich messerscharf, dass du da verkaufst. Daher mal ein paar echte Interessenfragen:
Was kostet denn Standmiete?
Wie berechnet ihr die Preise von Gebrauchtspielen? (Das ist keine kritische Frage! Mich interessiert es einfach. Klar ebay ist eine Grundlage, aber das gilt nicht fuer alle Spiele. Diplomatie von Schmidt hab ich letztes Jahr in Essen gekauft. Die Preise variierten von 23 - 40 Euro. Ich hatte mich am Samstag umgehoert, aer noch nicht gekauft falls ich noch ein aufsehenerregendes Neues Spiele sehe. Beim selben Stand wo ich am Samstag die Preisausunft von 23 erhalten hatte, wars am So mit 99 DM ausgezeichnet. Konnte aber dann auf den Vortag verweisen und das war ok.)
Werden Preise unter den Haendlern etwas abgeglichen, wie immer behauptet wird? (Extremfaelle mal ausgenmmen)
ciao
Peer (der nicht stottert, aber die Tastatur wohl)

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Lothar Kothe
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Re: ESSEN 2003 - BÖRSE

Beitragvon Lothar Kothe » 4. Oktober 2003, 11:54

Hallo Ihr,

ich möchte einen Vorschlag machen: Weg mit dem Wort "Flohmarkt"! Damit verbindet man das Verscherbeln von Klamotten. Daß, was die Anbieter in diesem Bereich zu verkaufen haben, sind aber Spiele, die oft nicht mehr im Handel, bzw. gebraucht und dadurch günstiger (nicht billiger!) zu haben sind.

Ich schlage vor, daß wir in Zukunft das Wort "Börse" benutzen. Das trifft das, was in diesem Bereich passiert viel eher. Hier stehen sich Angebot und Nachfrage gegenüber. Und da sind alle Aufregungen über zu niedrige oder zu hohe Preise (je nachdem) fehl am Platz.

Viele Grüße
Lothar

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Michael Andersch

Re: ESSEN 2003 - FLOHMARKT

Beitragvon Michael Andersch » 4. Oktober 2003, 13:40

Lothar Kothe schrieb:
>
> Den Klammervermerk
> von Micha möchte ich eigentlich nicht kommentieren (siehe unten).

Was Dich nicht davon abhält, es indirekt trotzdem zu tun ;-) ...

Wie auch immer: Die Standmiete mag hoch sein - kann ich nicht beurteilen und habe ich zugegebenermassen auch nicht bedacht.
Andererseits: Klar findet man viele Spiele, die einem anderswo nicht unbedingt über den Weg laufen. Wenn ich aber die Essen-Flohmarktpreise (oder wegen mir auch Börsenpreise) für manche noch regulär im Laden erhältlichen Spiele betrachte (in gebrauchten Zustand teilweise gleich teuer als bei diversen Versendern neu), dann nehme ich das für mich persönlich als Gradmesser dafür, wie angemessen die Preise für die übrigen Spiele wohl sein mögen.

Aber egal - ich muss dort ja nichts kaufen. Und wer will, der hat meinen Segen ;-)...

Micha

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Lothar Kothe
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Re: ESSEN 2003 - FLOHMARKT

Beitragvon Lothar Kothe » 4. Oktober 2003, 13:55

Michael Andersch schrieb:
> Wie auch immer: Die Standmiete mag hoch sein - kann ich nicht
> beurteilen und habe ich zugegebenermassen auch nicht bedacht.

Ach, aber erst mal draufhauen.

> Andererseits: Klar findet man viele Spiele, die einem
> anderswo nicht unbedingt über den Weg laufen. Wenn ich aber
> die Essen-Flohmarktpreise (oder wegen mir auch Börsenpreise)
> für manche noch regulär im Laden erhältlichen Spiele
> betrachte (in gebrauchten Zustand teilweise gleich teuer als
> bei diversen Versendern neu), dann nehme ich das für mich
> persönlich als Gradmesser dafür, wie angemessen die Preise
> für die übrigen Spiele wohl sein mögen.

Wenn Du das so siehst, ist das Deine Sache. Nur was hast Du damit für ein Problem, wenn Du:

> Aber egal - ich muss dort ja nichts kaufen. Und wer will, der
> hat meinen Segen ;-)...

Ich hoffe, Du hälst Dich dran!

Viele Grüße
Lothar
PS. Michael hat natürlich recht. Es kommt häufig vor, daß die Preise über den "Messepreisen" liegen. Das hat aber vielfältig Gründe. Ich für meinen Teil weise die Interessenten, wenn es mir bekannt ist, daraufhin. (Nächstens Jahr gibt es wieder eine Messe ;-) )

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Thomas Rosanski

Re: ESSEN 2003 - BÖRSE

Beitragvon Thomas Rosanski » 4. Oktober 2003, 14:10

Hallo Lothar!

> ich möchte einen Vorschlag machen: Weg mit dem Wort
> "Flohmarkt"! [...] Ich schlage vor, daß wir in Zukunft das
> Wort "Börse" benutzen.

Wie du das nennst, ist mir egal, solange ich weiss, dass wir über die selben Dinge reden. Den Begriff "Börse" kenne ich eher von dem Handel mit Wertpapieren, wohingegen ich den Begriff "Flohmarkt" eher auf gebrauchte Gegenstände beziehe. Über die Qualität der Ware sagt das eigentlich nichts aus. Die Qualität bzw. der Wert mancher börsennotierter Aktie kann schon mal niedrieger sein, als die eines gut erhaltenen, gebrauchten Brettspiels vom Flohmarkt.

Wie viel Standmiete die Händler zahlen müssen, interessiert mich ehrlich gesagt gar nicht. Ich bin Endkunde und vergleiche einfach nur die Beträge, die ich bezahlen soll - wobei ich natürlich das jeweilige Produkt und deren Verfügbarkeit mit einbeziehe. Ich berücksichtige ja im sonstigen Einkaufsalltag auch nicht, das die Geschäfte in der Stadt eine andere Miete zahlen, als die in den Vororten.

Wenn du in einem anderen Beitrag dieses Threads anklingen läßt, dass die gebrauchten Spiele auf der Messe deshalb so teuer seien, weil die Standmiete so hoch ist, wäre das eher ein Grund, über die Preise des Veranstalters zu meckern als darüber, dass manche Kunden die Kaufpreise auf dem Gebrauchspiele-Börsenflohmarkt als zu hoch empfinden.

Andererseits gibt es ja anscheinend noch genug Kunden, die diese Preise nicht als zu hoch ansehen und bezahlen - warum sonst kommen die meisten Gebrauchtspiele-Händler jedes Jahr wieder? Wäre die Standmiete wirklich zu hoch, würde das die geringere Nachfrage nach Flohmarkt-Ständen sicherlich schon regeln.

> Daß, was die Anbieter in diesem Bereich zu
> verkaufen haben, sind aber Spiele, die oft nicht mehr im
> Handel, bzw. gebraucht und dadurch günstiger (nicht
> billiger!) zu haben sind.

Das verstehe ich jetzt ehrlich gesagt nicht: Günstiger als was oder wo? Wenn es nicht mehr erhältlich ist, womit soll ich dann vergleichen?

> Hier stehen sich Angebot und Nachfrage gegenüber. Und
> da sind alle Aufregungen über zu niedrige oder zu hohe Preise
> (je nachdem) fehl am Platz.

Na, dann ist ja alles in Ordnung. Ich kann verstehen, dass Personen, die das [i]Angebot[/i] vertreten, von berufs wegen ungern bestätigen wollen, dass die eigenen Preise zu hoch sind. Aber es muss Personen, die die [i]Nachfrage[/i] vertreten trotzdem erlaubt sein, dies als ihre Meinung zu äußern.

Fröhlichen Gruß,

Thomas.
(der eh nur wenig Geld auf dem Flohmarkt lassen wird, da er schon viel zu viel Geld für die Messeneuheiten eingeplant hat und dem es daher [i]eigentlich[/i] egal ist, wie teuer die Spiele auf dem Flohmarkt sind)

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Michael Andersch

Re: ESSEN 2003 - FLOHMARKT

Beitragvon Michael Andersch » 4. Oktober 2003, 17:21

> Ach, aber erst mal draufhauen.

Jetzt komm mal wieder runter. Letztendlich ist es so, wie Thomas Rosanski in einem anderen Beitrag schreibt: Wie die Preise zustande kommen ist letztendlich egal. Ich erachte sie (zumeist) als hoch. Wer anderer Meinung ist darf das gerne sein. Mich persönlich wirst Du aber weder mit unfreundlichen Postings noch mit der Begründung "hohe Standmieten" umstimmen.

> Ich hoffe, Du hälst Dich dran!

Das lass mal getrost meine Sorge sein.

> Es kommt häufig vor, daß die
> Preise über den "Messepreisen" liegen. Das hat aber
> vielfältig Gründe.

Ich sprach nicht von irgendwelchen besonderen Messepreisen. Ich sprach von den stinknormalen 08/15 Preisen vieler Versender.

Micha

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Cäsar
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Beiträge: 421

Re: ESSEN 2003 - BÖRSE

Beitragvon Cäsar » 4. Oktober 2003, 17:49

Wenn die Stimmung auf der Messe unter Spielern und Händler, die ja auch (meistens) Spieler sind, so ist wie die obigen Beiträge, bin ich froh, dass ich nicht nach Essen kann !!!!!

Freundlichere Grüsse
Cäsar

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Roland G. Hülsmann

Re: ESSEN 2003 - BÖRSE

Beitragvon Roland G. Hülsmann » 4. Oktober 2003, 17:58

Da würde ich mir keine Gedanken machen.

Offensichtlich gibt es den einen oder die andere, die nicht wissen, wie die freie Marktwirtschaft funktioniert.

Wenn ein Händler überteuerte Preise verlangt, ist es doch nicht mein Problem als Kunde. Mich zwingt ja niemand, zu kaufen. Aber es ist das Problem des Händlers, weil er auf seiner Ware sitzen bleibt und schauen muß, wie er dann seine Familie ernährt. Daher nehme ich an, daß die meisten Händlern die Preise verlangen, die sie auch erzielen können. Und wenn sie also Kunden finden, sind diese Preise nicht zu hoch. Und wenn diese Preise dann trotzdem über denen liegen, die ich zu bezahlen bereit wäre oder mir leisten kann zu bezahlen, dann mag das für mich zwar bitter sein, aber kein Grund dem Händler einen Vorwurf zu machen. Es gibt in dieser Welt viele Dinge, die ich mir nicht leisten kann. Und meistens kann ich damit auch gut leben.

Gruß
Roland

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Gerhard Passler
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Beiträge: 554

Re: Essen 2003 - Börse

Beitragvon Gerhard Passler » 4. Oktober 2003, 20:14

Roland G. Hülsmann schrieb:
>
> Da würde ich mir keine Gedanken machen.
>
> Offensichtlich gibt es den einen oder die andere, die nicht
> wissen, wie die freie Marktwirtschaft funktioniert.
>
> Wenn ein Händler überteuerte Preise verlangt, ist es doch
> nicht mein Problem als Kunde. Mich zwingt ja niemand, zu
> kaufen. Aber es ist das Problem des Händlers, weil er auf
> seiner Ware sitzen bleibt und schauen muß, wie er dann seine
> Familie ernährt. Daher nehme ich an, daß die meisten Händlern
> die Preise verlangen, die sie auch erzielen können. Und wenn
> sie also Kunden finden, sind diese Preise nicht zu hoch. Und
> wenn diese Preise dann trotzdem über denen liegen, die ich zu
> bezahlen bereit wäre oder mir leisten kann zu bezahlen, dann
> mag das für mich zwar bitter sein, aber kein Grund dem
> Händler einen Vorwurf zu machen. Es gibt in dieser Welt viele
> Dinge, die ich mir nicht leisten kann. Und meistens kann ich
> damit auch gut leben.

Hallo Roland!

Da kann ich nur zustimmen und Dir 100 %ig Recht geben - etwas Ähnliches in diese Richtung wollte ich auch schreiben.
Danke, dass Du mir die Arbeit abgenommen hast, besser hätte ich es auch nicht formulieren können. :smile:

Verspielte Grüße

Gerhard

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Peter Uphoff

Re: ESSEN 2003 - BÖRSE

Beitragvon Peter Uphoff » 4. Oktober 2003, 21:47

Hi!

Da stimme ich Dir voll zu.

Was ist das hier überhaupt für ein Ton von diesem Herrn Kothe?
Hat man ihm persönlich irgendwie auf den Schlips getreten oder fühlt er sich ertappt mit zu hohen Messe-Flohmart-Börsen-Preisen?

Bis in Essen...
Peter

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Andrea Harbke

Re: ESSEN 2003 - BÖRSE

Beitragvon Andrea Harbke » 5. Oktober 2003, 11:50

Peter Uphoff schrieb:
>
> Was ist das hier überhaupt für ein Ton von diesem Herrn Kothe?
> Hat man ihm persönlich irgendwie auf den Schlips getreten
> oder fühlt er sich ertappt mit zu hohen
> Messe-Flohmart-Börsen-Preisen?
>
Hallo allerseits!

Ich glaube, ich muß Lothar mal etwas "unter die Arme greifen".
Wir von den Pfeffersäcken haben ab und an auch mal einen Stand dort in der Flohmarktecke. Wir zahlen ca. 1000 DM Standmiete für die Messe incl. Parkplatz für LKW und Kleinigkeiten. Den Stand müssen wir noch tapezieren. Da wir aus Hamburg anreisen, brauchen wir für die Kartons voller Spiele und das Regal einen LKW, der uns ungefähr nochmal 1000 DM kostet (mit Sprit).
Das sind 2000 DM Kosten, die erstmal verdient sein wollen. Die Spiele auf dem Flohmarkt gibt es nicht umsonst dort. Wir zählen sämtliche Spiele nach, spendieren Zipptüten für den Kleinkram, machen sie sauber usw. Jeder von uns hat einen großen Stapel unvollständiger Spiele bei sich rumliegen, die darauf warten, dass jemand zufällig das passende Ersatzteil übrig hat (gebundenes Kapital sozusagen).
Jetzt muß man erstmal einen ganzen Berg Spiele verkaufen, um die 2000 DM wieder drin zu haben. Anschließend kommt man erst in die "Gewinnzone". Die Zeit und Fahrkosten, die man so investiert, wenn man über Flohmärkte stromert, darf man garnicht einrechnen.

Und wenn ich dann sehe, dass man ein Racko doch tatsächlich für 30 Euro verkaufen kann, warum soll ich meines, wo 18 Euro draufsteht, nicht ganz schnell ein bischen teurer machen? Geht natürlich auch problemlos umgekehrt ;-)
Tja, und die Preise denkt man sich irgendwie aus, kuckt mal bei ebay rein, schaut, was sie neu kosten*, erkundigt sich bei anderen, wie hoch Raritäten gehandelt werden usw. Lieber setzt man die Preise erstmal etwas höher an, billiger werden kann man immer noch. Ich würde mich doch schwarz ärgern, wenn ich ein McMulti für 10 Euro verkaufe und später erfahre, dass ich auch locker 100 Euro dafür hätte bekommen können. ....aber wann findet man schon mal ein McMulti.....
*und man kuckt nicht lange rum, wo sie gerade am billigsten sind, das kostet viel zu viel Zeit. Pi mal Daumen ist die Devise.

Ich vergaß: wenn man einen Stand gebucht hat, sollte man schon am Dienstag auftauchen und anfangen aufzubauen, denn am Mittwoch kommen schon die ersten Besucher von der Pressekonferenz. Also braucht man ein paar Tage Urlaub, am besten eine ganze Woche, denn die Spiele wollen vorher noch ausgezeichnet und verpackt werden. Die Unterkunft ist in den Kosten auch noch nicht drin; wer Glück hat kann privat unterkommen (wir fahren jeden Abend nach Hilden, ist auch nicht gerade um die Ecke).

Ich hoffe, ich habe auch mal die andere Seite der Flohmarktbetreiber etwas genauer darstellen können. Nichtsdestotrotz bring das Spieleverkaufen dort jede Menge Spaß. Ihr glaubt garnicht wieviele Leute mit leuchtenden Augen den Stand verlassen, weil sie endlich ihr seit Jahren gesuchtes Spiel ergattern konnten.... einer schwebte geradezu vom Stand weg, da wir die letzten waren, die er nach "Hexenmeister vom flammenden Berg" gefragt hatte und schon keine Hoffnung mehr hatte es zu finden, aber......wir hatten eins und dazu noch traumhaft gut erhalten. Muß ich noch erwähnen, dass ihm der Preis dann völlig egal war? (o.k., war auch nicht so teuer).

Viele Grüße aus dem Norden

Andrea (die dieses Jahr "nur" als Besucher über die Messe schlendert-dazu hat man nämlich keine Zeit, wenn man einen Stand hat :-)) )

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Klaus Bischoff

Re: ESSEN 2003 - BÖRSE

Beitragvon Klaus Bischoff » 5. Oktober 2003, 14:06

Hallo zusammen,
ich weiß nicht warum ich immer wieder diese Diskussionen lese, muss wohl irgendeine massochistische Ader in mir sein. Ständig dieses gemaule und gerede über zu hohe preise hier und zu hohe preise da. Das rennen nach Schnäppchen wenn irgendwo was günstiger zu haben ist als anderswo. Um es dann irgenjemandem wieder teurer zu verkaufen.

Erinnere mich gut daran dass sich letztes Jahr mancher hier aufgeregt hat, daß Civilization bei einem Händler günstiger war als beim Produzenten. Also kann man sich auch über günstige Spiele aufregen.

Ich kenne auch genug im Forum hier, die "Raritäten " hamstern um sie dann teuer zu versteigern. Was soll diese doppelte Moral??

Ich wäre doch blöd wenn ich einen Porsche normal einkaufe und für 10 % wieder verkaufe nur weil das dem Materialwert entspricht.

Schließlich habe ich doch die Rennerei, Zählerei, Kontrolliererei, Verpackerei usw. usf. bei gebrauchten Spielen. Ob es einfach nur Spass macht oder nicht ist doch mal dahingestellt. Und wenn der eine oder andere Euro übrigbleibt, gönne ich es mir und den anderen.

Oder würden die Kritiker der "hohen " Preise dem Bauern nebenan für umsonst seinen Kartoffelacker umgraben?

Ich liebe den Flohmarkt in Essen und wenn ich wieder Spiele finde von denen ich noch nichts gehört habe und die mir zusagen, werde ich wieder einkaufen. Auch kaufe ich einige Spiele einfach aus nostalgischen Gefühlen heraus, weil ich sie als Jugendlicher echt toll fand. Und die finde ich nunmal nur auf dem Flohmarkt in Essen, wo sie garantiert Vollständig sind und wo ich mich über den wirklichen Zustand sofort informieren kann.

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Thomas Rosanski

RE: ESSEN 2003 - BÖRSE

Beitragvon Thomas Rosanski » 5. Oktober 2003, 15:52

Hallo Andrea,

deine Rechnung will ich gar nicht anzweifeln und jeder darf gerne die Preise verlangen, die er möchte. Eine Diskussion um "zu teuer, ja oder nein" will ich auch gar nicht führen, da es dabei nicht um Tatsachen, sondern um subjektive Einschätzungen geht (Für mich ist z.B. ein Porsche zu teuer, andere zahlen das aus der Portokasse). Es geht mir eher darum, ob man den Leuten, die sagen, sie empfinden einen Preis als zu teuer, diese Empfindung absprechen kann, indem man ihnen die Kosten des Händlers gegenrechnet.

> Das sind 2000 DM Kosten, die erstmal verdient sein wollen.

Bei der Anzahl Spiele, die ein einzelner Händler in Essen anbietet, würde ich von einer geschäftsmässigen Tätigkeit ausgehen. Und in diesem Fall ist, so viel Spass und Herzblut auch in der verkauften Ware steckt - was wohl jeder hier auch mehr oder weniger als Hobby ansieht -, das trotzdem einfach das unternehmerisches Risiko. Es ist Sache des Händlers, vorher den Markt zu beobachten und durchzurechnen, ob es sich lohnen wird, die Kosten auf sich zu nehmen.

> Und wenn ich dann sehe, dass man ein Racko doch tatsächlich
> für 30 Euro verkaufen kann, warum soll ich meines, wo 18
> Euro draufsteht, nicht ganz schnell ein bischen teurer machen?

Ja, da spricht nichts dagegen. Im Gegenteil, der Händler wäre ja blöd, würde er wesentlich weniger verlangen.

Du bestätigst aber mit deiner Frage gleichzeitig die Tatsache, dass der Preis an sich dann teuer ist (bzw. auch von dir so empfunden wird). Und - um auf den Grund meiner Antwort auf Lothars Beitrag zurückzukommen - diese "teuer"-Einschätzung wird sich m.E. nicht ändern, wenn man den Flohmarkt auf einmal "Börse" nennt.

Fröhlichen Gruß,

Thomas.
(der den Händlern gutzahlende Kunden, den Spielekäufern günstige Preise und allen viel Spass in Essen wünscht)

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Andrea Harbke

RE: ESSEN 2003 - BÖRSE

Beitragvon Andrea Harbke » 5. Oktober 2003, 17:01

Thomas Rosanski schrieb:
>
> deine Rechnung will ich gar nicht anzweifeln und jeder darf
> gerne die Preise verlangen, die er möchte. Eine Diskussion um
> "zu teuer, ja oder nein" will ich auch gar nicht führen, da
> es dabei nicht um Tatsachen, sondern um subjektive
> Einschätzungen geht. Es geht mir eher
> darum, ob man den Leuten, die sagen, sie empfinden einen
> Preis als zu teuer, diese Empfindung absprechen kann, indem
> man ihnen die Kosten des Händlers gegenrechnet.
Ich wollte nur mal anmerken, dass so ein Stand durchaus mit ziemlichen Kosten verbunden ist, was einige Leute zu vergessen scheinen. Klar, wenn nicht ein paar Euro über bleiben würden, würde sich dort kaum jemand hinstellen.

Wir finanzieren mit diesem Plus unser Spielehobby: Spielereisen, Neueinkäufe, Messebesuch etc. Bei nur einem Einkommen und fünf Personen im Haus müßten wir sonst auf sehr viel spielerisches verzichten.

>
> Bei der Anzahl Spiele, die ein einzelner Händler in Essen
> anbietet, würde ich von einer geschäftsmässigen Tätigkeit
> ausgehen.
Tja, so haben wir das auch mal gesehen und uns einen Gewerbeschein geholt. Nachdem wir die Steuererklärung zurück hatten, war von dem Plus so gut wie nix mehr übrig. Fazit: es ist und bleibt pures Hobby.

Es ist Sache des Händlers,
> vorher den Markt zu beobachten und durchzurechnen, ob es sich
> lohnen wird, die Kosten auf sich zu nehmen.
Von daher muß man ganz schöne Mengen an Spielen nach Essen schleppen....man schleppt nämlich jedes Mal auch eine ganze Menge zurück. Und man weiß vorher nie, was gekauft wird. Unsere zwei Ave Cäsar haben wir beim letzten Mal wieder mit nach Hause genommen :roll:

Grüße
Andrea (die sich immer gern in der Flohmarkthalle aufhällt, da man dort so unglaublich viele Spiele sieht, die man noch nie vorher gesehen hat)

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Oliver K.

Re: ESSEN 2003 - BÖRSE

Beitragvon Oliver K. » 6. Oktober 2003, 00:38

Andrea Harbke schrieb:
>
> Peter Uphoff schrieb:
> >
> > Was ist das hier überhaupt für ein Ton von diesem Herrn
> Kothe?
> > Hat man ihm persönlich irgendwie auf den Schlips getreten
> > oder fühlt er sich ertappt mit zu hohen
> > Messe-Flohmart-Börsen-Preisen?
> >
> Hallo allerseits!
>
> Ich glaube, ich muß Lothar mal etwas "unter die Arme greifen".
> Wir von den Pfeffersäcken haben ab und an auch mal einen
> Stand dort in der Flohmarktecke. Wir zahlen ca. 1000 DM
> Standmiete für die Messe incl. Parkplatz für LKW und
> Kleinigkeiten. Den Stand müssen wir noch tapezieren. Da wir
> aus Hamburg anreisen, brauchen wir für die Kartons voller
> Spiele und das Regal einen LKW, der uns ungefähr nochmal 1000
> DM kostet (mit Sprit).
> Das sind 2000 DM Kosten, die erstmal verdient sein wollen.

Das sind aber auch 2000 DM, die du bei den Einnahmen in der Steuererklärung abziehen kannst.

> Die Spiele auf dem Flohmarkt gibt es nicht umsonst dort. Wir
> zählen sämtliche Spiele nach, spendieren Zipptüten für den
> Kleinkram, machen sie sauber usw. Jeder von uns hat einen
> großen Stapel unvollständiger Spiele bei sich rumliegen, die
> darauf warten, dass jemand zufällig das passende Ersatzteil
> übrig hat (gebundenes Kapital sozusagen).

Wie wäre es mit Abschreibung?

> Jetzt muß man erstmal einen ganzen Berg Spiele verkaufen, um
> die 2000 DM wieder drin zu haben. Anschließend kommt man erst

Das Geld dafür darfst du ebenfalls vom Einkommen abziehen.

> in die "Gewinnzone". Die Zeit und Fahrkosten, die man so
> investiert, wenn man über Flohmärkte stromert, darf man
> garnicht einrechnen.

Kannst du ggf. auch absetzen. Du kannst ja deine Helfer bezahlen.
Ja,ja, ich weiß. Um Das nützt dir alles nichts, wenn deine Ausgaben die Einnahmen übersteigen und ich möchte auch nicht tauschen.

> Ich hoffe, ich habe auch mal die andere Seite der
> Flohmarktbetreiber etwas genauer darstellen können.

Hier muß ich Lothar zustimmen. Ich stelle mir einen Flohmarkt noch immer so vor: Irgendwelche Leute räumen zu Hause ihren Keller, ihre Garage... auf und verkaufen die daraus resultierende (maximale PKW-)Ladung an Sachen, die sie nicht mehr brauchen, am nächsten Samstag oder Sonntag.
In Essen gibt es Flohmarktbetreiber, vulgo Händler, die auch Samstags und Sonntags zum Flohmarkt gehen. Aber eher um um 5 Uhr früh den gerade aufbauenden Leuten aus dem vorletzten Satz die Spiele abzukaufen um sie später (erheblich teurer) wieder zu verkaufen.
Deshalb ist für mich der Flohmarkt kein Flohmarkt, sondern ein Markt mit regulären Händlern, die auch gebrauchte Spiele verkaufen.

Disclaimer:
1. Ich weiß, das z.B. auch Spielclubs Flohmarktstände in Essen haben.
2. Ich weiß, daß es auf regulären Flohmärkten heutzutage fast immer genau so aussieht.
3. Ich gönne es allen!
4. Ich habe früher auch schon ab und zu mal eine tolle Rarität in Essen ergattert. Natürlich zu einem gesalzenen, aber mir angemessen erschienenem Preis.
5. Ich habe auch schon Leute gesehen, die mit einem kleinen Handkarren über die Messe liefen, in dem sich die Spiele stapelten und an den Seiten hing ein Schild: "zu verkaufen"

Tschüß, Oliver


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