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Ravensburger Streichliste

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Bernd

Ravensburger Streichliste

Beitragvon Bernd » 3. November 2003, 13:06

Wow,

das ist echt ein Hammer, was sich da auf der Streichliste von Ravensburger tummelt (laut Newsletter der Spielwiese).

Erschreckend für mich sind die immer kürzeren Laufzeiten von guten bzw. sehr guten Spielen. Natürlich sind auch ein paar dabei, denen ich keine Träne nachweine.

Ich frage mich allerdings, wo das noch hinführen soll wenn selbst Spiele die erst in Nürnberg 2003 präsentiert worden sind gestrichen werden. Wo bleibt da die Chance einen echten Klassiker zu produzieren.

Beispiele:

Herr der Ringe Kartenspiele, Zahltag, Wühltisch, Mexica, Schuh des Manitu...

Unter beobachtung (also wahrscheinlich aus aus dem Programm):

Geisterstunde, Bakestreet, Richelieu, Pueblo, Affentempel, Die Nacht der Vampire...

Für mich erschreckend die alea Titel die gestrichen werden sollen: Die Händler von Genua, Adel verplichtet, Royal Turf, Die Fürsten von Florenz, Die sieben Weisen...

Betrübte Grüße

Bernd

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Ulrich Rheimann

Re: Ravensburger Streichliste

Beitragvon Ulrich Rheimann » 3. November 2003, 13:12

...habe auch King Arthur drauf erwartet. Muß nun doch noch ein Jahr warten, um es günstig zu bekommen.

Uli

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Roland G. Hülsmann

Re: Ravensburger Streichliste

Beitragvon Roland G. Hülsmann » 3. November 2003, 13:27

Ich finde Streichlisten nicht erschreckend.

Entweder ein Spiel interessiert mich - dann habe ich es schon - oder es interessiert mich nicht - dann werde ich es nicht kaufen. Also kann es gestrichen werden.

Spiele, die sich gut verkaufen und somit das Zeug zum Klassiker haben, werden sicher nicht gestrichen werden. Gestrichen werden Sachen, die sich nicht verkaufen. Wieso sollten sie also noch produziert werden, wenn sie keiner kauft?

Gruß
Roland

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Braz
Kennerspieler
Beiträge: 6431

Re: Ravensburger Streichliste

Beitragvon Braz » 3. November 2003, 13:38

Roland G. Hülsmann schrieb:
>
> Ich finde Streichlisten nicht erschreckend.
> ......
> Wieso sollten sie also noch produziert werden, wenn sie keiner kauft?
>

Hallo,

na ja erschreckend vielleicht nicht aber verwundert über so manche Streichung schon ->

z.B.
- Pueblo (klasse Spiel -> hätte nicht gedacht, daß es schlecht läuft)
- oder Richelieu (erst letztes Jahr rausgekommen -> genau wie Bakerstreet)

Schade eigentlich ebenso um die ganzen feinen ALEA-Titel (z.B. Die Fürsten von Florenz)...na ja...aber wenn sie ansch. keiner mehr haben will ;)


Gruß
Braz

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Tina Heldt

Re: Ravensburger Streichliste

Beitragvon Tina Heldt » 3. November 2003, 13:46

Na ja, die Fürsten von Florenz, Adel verpflichtet (ein kleiner Triumph, dass es rausgenommen wird, konnte es noch nie leiden) und Pueblo habe ich schon ... und bei den anderen Streichungen kann ich dann vielleicht noch ein Schnäppchen erwischen.

Sehe es also mehr gelassen nach dem Motto: Einige hab ich schon und den Rest bekomme ich dann hoffentlich preiswerter (wie schon bei Kardinal&König und die Siedler geschehen). Und die die ich eh nicht wollte sollen mich auch nicht weiter stören. Mehr Platz für neue Spiele auf dem Markt :o)

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Jost Schwider

RE: Ravensburger Streichliste

Beitragvon Jost Schwider » 3. November 2003, 14:23

"Bernd" hat am 03.11.2003 geschrieben:

> Herr der Ringe Kartenspiele, Zahltag, Wühltisch, Mexica,
> Schuh des Manitu...

Bis auf die H.d.R.-Kartenspiele werde ich nichts vermissen. Und das Thema "H.d.R." wird vermutlich auch bald (leider!) aus dem Mainstream-Markt verschwinden. Ergo: Kann ich mit leben...

> Geisterstunde, Bakestreet, Richelieu, Pueblo, Affentempel,
> Die Nacht der Vampire...

Kein Lieblingsspiel darunter, also OK. ;-)
Immerhin kann ich jetzt wieder ohne Ausnahme sagen: "Alle lieferbaren MACM-Spiele machen Spass!" :-D

> Für mich erschreckend die alea Titel die gestrichen werden
> sollen: Die Händler von Genua, Adel verplichtet, Royal
> Turf, Die Fürsten von Florenz, Die sieben Weisen...

Jetzt mal ganz ehrlich (OK, manche werden es wieder provozierend finden ;-) ): Auch in der alea-Reihe gab es äußerst durchschnittliche Spiele. Welche dieser Spiele holt ihr denn tatsächlich noch regelmäßig hevor?

Mir persönlich werden allenfalls noch die florentischen Fürsten fehlen, allerdings sind diese nach Puerto Rico deutlich ins Hintertreffen geraten. (Murmel: Wurden die überhaupt noch danach bei uns gespielt? :-? )

Viele Grüße
Jost aus Soest (sprich: "jooost aus sooost")
http://www.schwider.de/sp2003.htm - [i]Die ersten 38 Messeeindrücke[/i]

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claus

Re: Ravensburger Streichliste

Beitragvon claus » 3. November 2003, 14:42

Ich spare heute Geld, wenn ich bis zum Verramschen warte.
Was ist aber, wenn es dann MORGEN den Verlag nicht mehr gibt?

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Bernd

Re: Ravensburger Streichliste

Beitragvon Bernd » 3. November 2003, 14:56

Mich wundert ja, dass eine Liste von Spielen veröffentlicht wird, die "unter Beobachtung" stehen. Das heißt doch, dass diese Spiele praktisch "tot" sind, denn welcher Händler ordert sie noch, wenn er weiß, dass sie vielleicht aus dem Programm fliegen und er sie dann billiger beziehen kann. Das sieht für mich nach Geschäftsschädigung aus.
Bernd (nicht identisch mit dem obigen Bernd)

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Tina Heldt

Re: Ravensburger Streichliste

Beitragvon Tina Heldt » 3. November 2003, 15:02

Angenommen den Verlag gäbe es dann nicht mehr ... dann hat mein lokaler Spieledealer trotzdem noch Spiele da. Da sehe ich also kein größeres Problem. Die Spieler bei uns scheinen nicht meinen Geschmack zu haben, sonst hätte ich die Fürsten damals nicht für 10€ bekommen, weil der Verkäufer meinte, er würde die sonst nicht loswerden.

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claus

Re: Ravensburger Streichliste

Beitragvon claus » 3. November 2003, 15:05

Woher bekommt denn der lokale Spielanbieter seine Spiele,
wenn nicht von den Verlagen :-)))))))))))))))))))))))))

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Roland G. Hülsmann

Re: Ravensburger Streichliste

Beitragvon Roland G. Hülsmann » 3. November 2003, 15:18

Wenn ein Spieleverlag MORGEN konkurs macht, dann verschwinden ja nicht gleichzeitig alle bis dato produzierten und ausgelieferten Spiele. Also sind sie dann noch eine Weile erhältlich ... und vermutlich zum Schnäppchenpreis.
Und wenn ein Verlag dicht macht, der nur Spiele produzierte, die keiner haben wollte, dann ist das auch kein großer Verlust.

Gruß
Roland

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St. Brück - alea

Re: Ravensburger Streichliste

Beitragvon St. Brück - alea » 3. November 2003, 15:31

Bernd schrieb:
>
> Mich wundert ja, dass eine Liste von Spielen veröffentlicht
> wird, die "unter Beobachtung" stehen.

Nun, es ist so, dass der gute Arno diese (so genannte Sortimentsbereinigungs-)Liste eigentlich gar nicht kennen dürfte. Aber irgendwo in RV sitzt eben ein "Maulwurf" ...

"Beobachtung" heißt übrigens nicht mehr als das Wort aussagt ... So werden nächstes Jahr beispielsweise weder Royal Turf noch Adel Verpflichtet gestrichen, sondern es wird lediglich genauer auf deren Produktionsmenge geschaut.

Viele Grüße.
Stefan

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claus

Re: Ravensburger Streichliste

Beitragvon claus » 3. November 2003, 15:36

>Wenn ein Spieleverlag MORGEN konkurs macht, dann verschwinden ja nicht >gleichzeitig alle bis dato produzierten und ausgelieferten Spiele. Also sind sie >dann noch eine Weile erhältlich ... und vermutlich zum Schnäppchenpreis.

und danach?

>Und wenn ein Verlag dicht macht, der nur Spiele produzierte, die keiner haben >wollte, dann ist das auch kein großer Verlust.

Tina will lieber warten, bis die Spiele günstiger werden.
Sie will die Spiele also doch haben, oder???

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Axel

Re: Ravensburger Streichliste

Beitragvon Axel » 3. November 2003, 15:42

Naja, mit dem "preiswerter" ist es aber auch nichts für Ungeduldige. "Morgenland" und "Tadsch Mahal" kosten ca. ein Jahr nach Streichung (haha) - zumindest im Handel - immer noch das, was sie mal gekostet haben. :-/
Könnte ja auch ein Art von Kaufanreiz sein .....:-o

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Roland G. Hülsmann

Re: Ravensburger Streichliste

Beitragvon Roland G. Hülsmann » 3. November 2003, 15:46

claus schrieb:

> und danach?

Dann gibt es sie nicht mehr. Was aber bei Spielen, die sich eh' nicht gut verkauften, zu verschmerzen ist. Und wer dann aus irgendwelchen Gründen trotzdem noch eins will, der schaut mal bei eBay rein. ;-)

> Tina will lieber warten, bis die Spiele günstiger werden.
> Sie will die Spiele also doch haben, oder???

Nun ich denke, das ist immer eine Frage des Preis-/Leistung-Verhältnisses. es gibt - sicher auch für Tina - eine Reihe Spiele, die findet man so gut, daß man sie bei Erscheinen kauft. Und dann gibt es noch einige, die würde man vielleicht kaufen, wenn sie denn billiger wären ... und da wartet man dann auf die Schnäppchen. Das ist in allen Bereichen so. Über die Schnäppchen wird der Produzent dann eben auch noch Waren los, die zum Normalpreis keiner mehr haben will. Und das ist für den Produzenten immer noch besser, als gar nichts mehr für die Ladenhüter zu bekommen.

Gruß
Roland

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Tina Heldt

Re: Ravensburger Streichliste

Beitragvon Tina Heldt » 3. November 2003, 15:47

Also Roland hat mich verstanden! :o)

Ich lebe nicht gerade in einer Großstadt und meistens stehen die Spiele laaaange in den Regalen. Also sehe ich da schon mal kein Problem. Zum Anderen bin ich eh mind. 1mal in der Woche in der Stadt, ich denke das ist noch schnell genug um bei uns Schnäppchen zu bekommen.

Und: die wichtigen Spiele (dachte ich hätte das auch geschrieben) habe ich doch! Also geht es nur noch darum meinem Sammlertrieb nachzugeben und Schnäppchen zu jagen, wie sie eben kommen und vielleicht noch ein guts Spiel zu nehmen, das mir bis jetzt entgangen ist. :o)

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Thomas O.

Re: Ravensburger Streichliste

Beitragvon Thomas O. » 3. November 2003, 16:01

St. Brück - alea schrieb:
>
> ... So werden nächstes Jahr beispielsweise weder Royal Turf
> noch Adel Verpflichtet gestrichen, sondern es wird lediglich
> genauer auf deren Produktionsmenge geschaut.

Das wird doch ein vernunftbegabtes Unternehmen mit ein wenig Marktambitionen bei ALL seinen Produkten tun, und nicht nur bei ein paar wenigen, oder :-? :-?

Gruß, Thomas

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claus

Re: Ravensburger Streichliste

Beitragvon claus » 3. November 2003, 16:06

>Nun ich denke, das ist immer eine Frage des Preis-/Leistung-Verhältnisses. es >gibt - sicher auch für Tina - eine Reihe Spiele, die findet man so gut, daß man sie >bei Erscheinen kauft. Und dann gibt es noch einige, die würde man vielleicht >kaufen, wenn sie denn billiger wären ... und da wartet man dann auf die >Schnäppchen. Das ist in allen Bereichen so. Über die Schnäppchen wird der >Produzent dann eben auch noch Waren los, die zum Normalpreis keiner mehr >haben will. Und das ist für den Produzenten immer noch besser, als gar nichts >mehr für die Ladenhüter zu bekommen.

Und wieso gab es zuletzt Schnäppchen ohne Ende von allen Verlagen zu kaufen?
Machen alle Verlage nur noch schlechte Spiele? Oder Spiele die man für billig Geld vielleicht gerade noch so kauft (Preis-/Leistungsverhältnis)???

Beispiel Queen-Games:
Jeder weiß, daß es auf der nächsten Messe alles billiger gibt und kauft sich die Spiele auch erst dann.
Machen die nur schlechte Spiele?
Oder solche, die wenns-billig-ist-dann-nehme-ichs-halt" sind?

Übrigens kaufe ich mir nur Spiele, die mir gefallen.
Schlechte Spiele kaufe ich auch nicht für billig Geld. Und das macht Tina bestimmt auch nicht. Durch das Preis-/Leistungsverhältnis wird ein schlechtes Spiel auch nicht besser.
Du scheinst viel Platz zu Hause zu haben ;-)

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Armin

Re: Ravensburger Streichliste

Beitragvon Armin » 3. November 2003, 16:14

Also ganz so einfach ist es dann doch nicht

...da versucht man seit Jahren den Horden von Ignoranten, die spielerisch bei Monopoly stehen geblieben sind, das "Kulturgut"-Spiel näher zu bringen, geht in Jugendzentren oder auf Familiennachmittage und propagiert "das gute Spiel", weist ausdrücklich darauf hin, daß es auch gute Spiele ohne roten Pöppel gibt, erntet auch hier und da wohlwollendes Interesse und dann wird Pueblo nach einem Jahr gestrichen.

Hab ich die ganze Zeit Ramschware angepriesen? Saisonartikel? stinkenden Fisch?

fragt Armin

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Roland G. Hülsmann

Re: Ravensburger Streichliste

Beitragvon Roland G. Hülsmann » 3. November 2003, 16:15

claus schrieb:

> Und wieso gab es zuletzt Schnäppchen ohne Ende von allen
> Verlagen zu kaufen?

Das mußt Du die Verlage fragen. Das ist deren Entscheidung. Ich nehme aber mal an, daß sie nicht die Preise für Spiele herunter setzen, die sich für den Normalpreis noch ebensogut verkauft hätten. Das ist der übliche Preiskampf, auf dem unser Wirtschaftssystem nun mal beruht.

> Beispiel Queen-Games:
> Jeder weiß, daß es auf der nächsten Messe alles billiger gibt
> und kauft sich die Spiele auch erst dann.
> Machen die nur schlechte Spiele?

Sicher nicht. Und ich denke, daß viele Leute die Spiele, die sie wirklich interessieren auch bei QUEEN sofort kaufen. Alhambra habe ich auch gekauft, sobald ich es bei einem Händler gesehen habe.

> Übrigens kaufe ich mir nur Spiele, die mir gefallen.

Das halte ich auch so, aber es gibt auch da Abstufungen und nicht nur schwarz und weiß! Und ein Spiel, das mir gar nicht gefälltm kaufe ich auch nicht als Schnäppchen ... es sei denn das Material ist es wert und ich kann es für meine Entwiclungen brauchen ... ;-)

> Du scheinst viel Platz zu Hause zu haben ;-)

Leider nicht! Sonst gäbe es nicht die vielen Stapel [b]vor[/b] dem Spieleregal.

Gruß
Roland

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claus

Re: Ravensburger Streichliste

Beitragvon claus » 3. November 2003, 16:34

> Ich nehme aber mal an, daß sie nicht die Preise für Spiele herunter setzen, die >sich für den Normalpreis noch ebensogut verkauft hätten. Das ist der übliche >Preiskampf, auf dem unser Wirtschaftssystem nun mal beruht.

Nein, ich glaube eher, daß das der überall gegenwärtige Ausverkauf ist, weil in unserem Wirtschaftssystem gerade überhaupt nicht mehr rund läuft.
Die wenigsten von uns geben noch ihr Geld für entbehrliche Dinge aus.

Den Verlagen geht es nicht gut, weil das Gros der Käufer ausbleiben.
Wenn die verblieben Käufer erst kaufen, wenn der Verlag nichts mehr dran verdienen kann (Schnäppchen), wird es eng.

Klar wird jetzt jeder sahen, warum sollte ich mehr zahlen, wenn ich es später billiger bekommen kann. Aber man sollte sich dann auch über die Konsequenzen bewußt sein.

Ähnliches Beispiel. Man läßt sich erstmal im Fachgeschäft beraten und kauft es dann aber billiger im Internet oder bei einer großen Kette.
Dann gibt es halt irgendwann keinen Fachgeschäft mehr.
Funktionoert heute – aber nicht mehr morgen.

>> Beispiel Queen-Games:
>> Jeder weiß, daß es auf der nächsten Messe alles billiger gibt
>> und kauft sich die Spiele auch erst dann.
>> Machen die nur schlechte Spiele?

>Sicher nicht. Und ich denke, daß viele Leute die Spiele, die sie wirklich >interessieren auch bei QUEEN sofort kaufen. Alhambra habe ich auch gekauft, >sobald ich es bei einem Händler gesehen habe.

Und warum kaufen die anderen es dann lieber billiger auf der folgenden Messe?

Das Spiel des Jahre zählt übrigens zu den Spielen, die nach dem Hauptpreis einen sofortigen Preisverfall erleben (das liegt einerseits an den Händlern, anderseits an den Produktionskosten). Wenn man so will also ein sofortiges Schnäppchen ;-)

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Stephan Zimmermann

RE: Ravensburger Streichliste

Beitragvon Stephan Zimmermann » 3. November 2003, 16:44

Jost Schwider schrieb:

> > Für mich erschreckend die alea Titel die gestrichen werden
> > sollen: Die Händler von Genua, Adel verplichtet, Royal
> > Turf, Die Fürsten von Florenz, Die sieben Weisen...
>
> Jetzt mal ganz ehrlich (OK, manche werden es wieder
> provozierend finden ;-) ): Auch in der alea-Reihe gab es
> äußerst durchschnittliche Spiele. Welche dieser Spiele holt
> ihr denn tatsächlich noch regelmäßig hevor?

Adel verpflichtet natürlich! (wenn auch in der älteren nicht-alea-Ausgabe)
Das wäre ja fast schon so als wenn es kein Monopoly zu kaufen mehr gäbe ;-)

Grüße, Stephan

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Bernd

Re: Ravensburger Streichliste

Beitragvon Bernd » 3. November 2003, 17:36

Nochmal Hallo,

bei "erschreckend" meinte ich weniger, dass Ravensburger Spiele aus dem Sortiment nimmt (das machen ja alle). Vielmehr die Schnelllebigkeit des Spielemarktes.

Bei der ganzen Flut von Sonderangeboten sehe ich aber auch ein Problem.
Der "Ottonormalspieler" geht in den Spielwarenladen, Supermarkt oder das Kaufhaus um sich ein Spiel zu kaufen.
Im Regal stehen viele schöne Spiele. Daneben ein großer Stapel mit Sonderangeboten.
Die Spiele im Regal kosten in der Regel 20 - 30 Euro. Die Sonderangebote
5 - 10 Euro. Was wird es sich wohl nehmen?

Ich sehe die Gefahr in der Preisspirale. Neue Spiele verkaufen sich nicht, weil es gute aber viel günstigere alte Spiele gibt (die ja auch noch gar nicht so alt sind).
Wenn sie sich nicht verkaufen werden sie verramscht...

Was übrig bleibt sind Spiele, die die Masse sofort haben will (muss). Das heißt Spiele die ein aktuelles Thema haben (z.B. "Herr der Ringe", "Wer wird Millionär" usw.). Für diese Spiele ist der Kunde bereit auch tiefer in die Tasche zu greifen.
Für alle anderen Spiele wird es schwer werden einen Käufer zu finden.
Die Folge wäre, dass die Verlage weniger Spiele ohne Merchendising produzieren.
Ich habe aber wenig Lust nur noch Benjamin Blümchen, Harry Potter oder Deutschland sucht den Superstar Spiele zu spielen.

Vielleicht bin ich jetzt ein Schwarzmaler, aber ich sehe die Entwicklung eher negativ. Wir gleichen immer mehr dem US-Markt. Was verkauft sich den am Besten in Spielesortiment "Yu Gi Oh" gefolgt von "Yu Gi Oh". Und "Hasbro" gehört zu den erfolgreichsten Spieleverlagen... und ob die USA im Spielemarkt ein Vorbild ist, wage ich zu bezweifeln.

Grüße

Bernd

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Sascha Danielsen

Re: Ravensburger Streichliste

Beitragvon Sascha Danielsen » 3. November 2003, 18:18

Hallo Bernd...

ich stimme Dir absolut zu...

Am ersten Tag habe ich Alhambra auf der Messe noch für 34€ gesehen und am letzten dann für 21€!!!! Ich glaube einfach dass mehrere Faktoren für diese chaotischen Marktverhältnisse sind....

1. es gibt einfach zu viele Spiele die sich ähneln
2. es wird bald jeder Scheiß veröffentlicht..
3. die Leute kaufen nicht mehr die Masse also geringere Stückzahlen, also produzieren die Verlage immer mehr an Spiele obwohl eventuell es nicht ihr Kerngeschäft ist... siehe z. B. Eurogames... Früher mit Klassikern gesegnet wie z.B. Vinci, Serenissima, usw. dann allerdings der Sprung auf die 2 Personen Spiele oder die Blue Games.. und der Absturz ist das Resultat.
4. die Kritiker der Spiele. Es gibt teilweise auf diesem kleinen Spielemarkt emotionale Befindlichkeiten die Kritiker und Verlage ausspielen (siehe z.B. Mare Nostrum) oder den von manchen genannten kartellartigen Zuständen der Jury Spiel des Jahres. Wie soll man da sich noch auskennen..??

Ich bin mir sicher dass es da noch eine Menge Punkte gibt. Aber auf jedenfall stimme ich Dir zu...

Gruß

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Martin Ebel

Re: Ravensburger Streichliste

Beitragvon Martin Ebel » 3. November 2003, 18:23

Bernd schrieb:
> Ich frage mich allerdings, wo das noch hinführen soll wenn
> selbst Spiele die erst in Nürnberg 2003 präsentiert worden
> sind gestrichen werden. Wo bleibt da die Chance einen echten
> Klassiker zu produzieren.

Das es moderne Spieleklassiker (Autor und verlag bekannt, hoher Bekanntheitsgrad) gibt und gab, war für mich ein Stück Spielkultur. Mit Siedler v. Catan hoffe ich, daß das auch wieder gelingt. Nicht ständig Neuspielern Regeln erklären müssen.
Natürlich sind die Verkaufsstrategien brutaler geworden. Stückzahlen werden rausgekloppt, Auslagemeter in den Kaufhäusern müssen bezahlt und nur durch entsprechende Umsätze wieder hereingeholt werden.
Hier regiert eben der Kapitalismus, nicht die Liebe zum Spiel.
Aber als Spieler kann ich mich gar nicht mehr richtig auf ein Spiel einlassen. Manche Spiele entwickeln ihre Qualität erst nach häufigem Spielen (fällt mir immer wieder bei den Vorbereitungen für Turniere auf).
ich werde also versuchen, mein Lieblingsspiel schonend zu behandeln. Wenn es mal zerspielt ist, werde ich in Jahren dieses nicht wieder bekommen.
Aber vielleicht halten sich abseits der Großverlage einige Spiele lange im Programm (Tichu, Abalone, UNO u.a.). noch gibt es Hoffnung, das die Spielkultur nicht völlig dem kommerz geopfert wird. Für die Langlebigkeit guter Spieler Martin


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