Beitragvon Volker L. » 22. November 2003, 18:19
Also, ich habe Feurio nur einmal auf der Messe gespielt, und es hat mir ganz
gut gefallen. Dass ich es nicht gekauft habe, lag eher an dem Preis, 15 Euro
waren mir dann doch ein wenig zuviel - für 8 bis 10 hätte ich es bestimmt
genommen.
Zoe schrieb:
>
> Ich habe es auch noch einmal gespielt und konnte noch immer
> keine Feinheiten oder subtile Taktik erkennen. (...)
> In unserem Spiel machte es auch wenig Sinn mehr als eine
> Figur zu sezten, drei schon gleich gar nicht, da man mit
> einzelnen Figuren viel mehr Punkte herausholen kann.
Genau da hast Du schonmal eine der Feinheiten, nach denen Du gefragt
hattest: Es kann durchaus sinnvoll sein, 3 Figuren zu setzen um das
Feld für fremde Ketten zu sperren.
> Man deckt ein
> Plättchen auf, legt es da an, wo man muß und anschließend
> setzt man ein Männchen möglichst auf ein Plättchen mit hohem
> Wert, [b]das an ein schon (mit eigenem Männchen) besetztes
> angrenzt.[/b] (...) da die anderen natürlich ganz
> subtil taktisch selbst aufgedeckte 1er-Plättchen sofort
> besetzen.
Aber wenn das 1er da angelegt werden muss, wo Du weit und breit keine eigenen
Männer hast, musst Du überlegen, ob Du da einen isolierten Einzelkämpfer
absetzt, der später kaum Punkte bringt, ob Du versuchst, eine Verbindung zu
Rest Deines Teams herzustellen (wen Ihr oft nur einen Mann absetzt, müssten
dafür doch gebnug freie Plätze auf den dazwischenliegenden Plättchen liegen),
oder ob Du den 1er frei lässt und lieber Deine schon existierende Gruppe
vergrößerst.
> Es gewinnt derjenige, der die höchsten Plättchen
> besetzt hat. Wenn man meist nur 3er aufdeckt, sind die
> Siegchancen dann eher schlecht.
s.o.: Wenn Ihr auf 5er und 6er immer nur einen Mann absetzt, kannst Du Dich
doch auf den von anderen gelegten teuren Plättchen einklinken.
> Ich habe auch versucht mit Feuerschneise zu spielen, konnte
> aber keine erheblichen Vorteile feststellen oder daß ich
> irgend jemandem damit extrem geschadet hätte.
Je nachdem ob Du das Plättchen mit der Vorderseite oder als Feuerschneise
setzt, nimmst Du deutlichen Einfluss darauf, wo das nächste Plättchen
gelegt werden muss - auf diese Weise kannst Du u.U. verhindern, dass
Dein Randfeld eingebaut wird bzw. das Einbauen eines fremden Randplättchens
erzwingen.
> Also ich hätte gern mal ein paar konkrete Beispiele für diese
> subtile Taktik bzw. Feinheiten, die das Spiel bieten soll.
Bitte schön :-)
> Durch die für uns nicht erkennbaren taktischen Möglichkeiten
> war das Spiel wieder sehr trocken und extrem langweilig. Wenn
> ich allein diese Meinung hätte, würde ich den Fehler bei mir
> suchen, aber da ich persönlich nur Leute kenne, die das Spiel
> schlecht finden, muß es doch am Spiel liegen!
Wenn Ihr das alle gemeinsam gespielt habt, kann es durchaus passieren,
dass eine Gruppe das Spiel "falsch" spielt, d.h., die Spieler beeinflussen
sich gegenseitig und keiner erkennt den Clou. Ich denke da beispielsweise
an Puerto Rico, wo hier im Forum verschiedene Gruppen ganz
unterschiedliche Erfahrungen gemacht hatten, bei der einen wurde das
Spiel immer durch Kolonistenmangel beendet, bei der anderen nie, so dass
sich alle gewundert haben, wozu diese oder jene Endbedingung überhaupt
in den Regeln drin ist.
Gruß, Volker