Beitragvon Rolf Mihm » 23. November 2003, 00:51
Elena schrieb:
> Oh schade, ich will die Antwort gerne haben!! :-) Wie spielst
> Du es denn?
Die Antwort kann ich dir leider nicht geben, zumindest nicht die, die ich gepostet hätte, weil ich das nicht gespeichert habe. Allerdings bekomme ich es inhaltlich wohl auch so nochmal zusammen.
Ich kenne das Spiel von Amigo nicht - es gibt da ja eine Brettversion und ein Kartenspiel. Ich habe noch das alte Spiel von Mattel, zu dem es aber wohl kaum einen Unterschied geben dürfte.
Was mich davon abgehalten hat, meine ursprüngliche Antwort zu posten, ist die Tatsache, daß ich erst nach dem Lesen der Antwort von schucki die eigentliche Frage, die ich in meiner diesbezüglichen Antwort dann gestellt habe, auch als solche erkannt habe - denn ehrlich gesagt hat sich uns diese Frage, wenn mich meine Erinnerung nicht täuscht, wir haben es schon lange nicht mehr gespielt, so noch nie gestellt.
Einfach gesagt - es ist nicht so einfach. Leider muß ich ein wenig ausholen, weshalb meine ursprüngliche Antwort auch so lang geworden ist. Also - der Grund, warum sich uns diese Frage so noch nie gestellt hat, ist die Tatsache, daß es nie vorgekommen ist, daß ein Spieler einen Joker so legt, daß er an einen Tisch angelegt wird, der nicht gleichzeitig gewertet wurde. Deshalb, unter Berücksichtigung, daß der Joker an zwei Tischen gleichzeitig liegt, wurden beide Tische gewertet - und da haben wir es eindeutig so gespielt, daß der Joker (jetzt mal unabhängig von männlich oder weiblich) an dem einen Tisch eine Nationalität annimmt und damit am zweiten Tisch als fremd gewertet wird. Das also ist meine Antwort zu diesem Problem - der Joker nimmt eine eindeutige Nationalität an.
ABER - was nicht verboten ist, ist erlaubt würde ich jetzt interpretieren wollen. Wenn also in den Regeln nicht drinsteht, daß der Joker eine Nation annehmen muß, ist dieser, entsprechend der Regeln zur Zusammensetzung des Tisches (zwei Männer / zwei Frauen) als das zu werten, was jeder Spieler will, der gerade an der Reihe ist. Ein Joker ist halt ein Joker - und dieser ist von seinem Sinn her nicht spezifisch zu gebrauchen, sondern eben als das, was er ist ohne die Bedingung der Annahme einer bestimmten Nationalität.
Wie gesagt, das ist meine Interpretation aus der Tatsache, daß ein solcher Fall bei uns nicht vorgekommen ist bzw. wir es (siehe oben) an entscheidender Stelle dann bisher eindeutig anders gespielt haben, als ich es jetzt und heute vielleicht interpretieren würde. Nochmal - niemand hat bei uns so gespielt, daß ein Joker am Tisch an einen Platz gesetzt wurde, der gleichzeitig einem anderen Tisch angehört, ohne daß beide Tische zur Wertung gekommen wären - diesen Vorteil, dem nachfolgenden Spieler einen freien Joker an den Tisch zu setzen, hat niemand gespielt.
> P.S. wie macht Ihr das Autauschen Rolf?
Das ist dann einfacher zu beantworten - oder auch nicht. Ich muß das leider noch mal wiederholen, damit ich es richtig beantworte. Ein Joker wurde immer so gelegt, daß nur der Spieler, der ihn besitzt, einen Vorteil daraus zu ziehen in der Lage war.
Wenn der Joker nicht an zwei Tischen gleichzeitig sitzt, ist der Fall natürlich einfach - denn dann kann der Joker ja nur männlich oder weiblich sein und hat von seiner Lage her schon eine eindeutige Nationalität. Dementsprechend ist das Austauschen so geregelt, daß die Nation und das Geschlecht stimmen muß, damit der Austausch durchgeführt werden kann. Etwas anderes ist es, wenn der Joker an zwei Tischen sitzt - da wir das so gespielt haben, daß der Joker in diesem Fall eine Wertung an beiden Tischen auslöst, sind diese beiden Tische nach der Wertung "nicht mehr im Spiel", es war also egal, welche Nationalität der Joker ursprünglich von dem Spieler zugewiesen bekommen hat, der ihn gelegt hatte: an dem einen Tisch hat er z.B. eine Nationenwertung ausgelöst, weil ihm diese Nation zugewiesen wurde, an dem anderen Tisch war er fremd. Da ab diesem Zeitpunkt dann aber diese beiden Tische "aus dem Spiel waren", war es im Nachhinein für den Austausch des Jokers völlig unerheblich, welche Nation dieser ursprünglich angehörte - es mußte nur passen, also Frau für Frau, Mann für Mann bzw. die Zusammensetzung des Tisches mußte gewahrt sein (was sich ja durch die Wertung beider Tische und den Austausch M-M / F-F gleich bleibt).
Ähnlich stellt sich deshalb dann auch die Frage, wenn ein Joker einem zweiten Tisch angehört, dieser zweite Tisch aber noch nicht gewertet wurde. Jetzt würde ich es so interpretieren (wenn es nicht eindeutig anders in der Regel drinsteht), daß der Joker eben ein Joker ist und nacheinander verschiedenen Nationen annehmen kann.
So, also doch wieder ziemlich lang geworden. Vielleicht ist das bei uns ja auch ganz einfach untypisch gelaufen und andere spielen es oft so, daß sie dem nachfolgenden Spieler auch mal einen Joker an einem freien Tisch gönnen.
Ich hoffe, ich habe mich verständlich ausgedrückt, was mein nachfolgendes Problem mit deiner ursprünglichen Frage war.
Wie dem auch sei -
Schöne Grüße noch...
P.S. Bin gespannt, ob noch mehr Antworten kommen.