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Welches Spiel ist zu empfehlen?

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Hans- Jürgen N.

Welches Spiel ist zu empfehlen?

Beitragvon Hans- Jürgen N. » 23. November 2003, 21:47


Ich habe schon einige Beschreibungen der Neuheiten durchgelesen, bin aber noch unentschlossen welche 2 Spiele ich mir zulegen sollte.
Die Spieldauer sollte nicht länger als 90 Minuten (besser 30- 75 ) betragen. Dabei kann es natürlich sein das sich die Spiellänge bei mehreren Spielern mehr oder weniger stark erhöht . Daneben kann es natürlich sein, das das Spiel mit weniger Spielern nicht allzu lang dauert, jedoch nicht so spaßig ist, und mit mehr Spielern der Spielspaß, aber leider auch die Spiellänge beträchtlich ansteigt. So empfinde ich zum Beispiel bei Wildlife.
Ob es zu zweit (gut) spielbar ist, ist nicht wichtig. Wäre schön wenn ihr dazuschreiben könntet mit welchen Spieleranzahl das Spiel gut funktioniert.
Es sollte nicht zu komplex sein, so dass man nach 1 Monat Pause wieder problemlos ins spiel findet und nicht jedes mal 20 Minuten lang die Regeln neu erläutern muss.
Trans America haben wir deswegen gekauft und haben und es macht uns wirklich Spaß, auch wenn das nächste Spiel doch etwas weniger Glücksanteil beinhalten sollte.

Folgende Spiele habe ich daher als passend empfunden:

- Finstere Flure (17€): mit weniger Spielern also 2-4 taktischer mit mehreren
chaotischer, aber trotzdem witzig. ca. 30- 45 Min


- Santiago (15€): überwiegend positiv bewertet, mit jeder Spieleranzahl gut?
ca.60 Min

- Maya (14,50€): Morgenland und die Meisten Spiele von denen Mechanismen
geklaut wurden besitz ich nicht, deswegen empfehlenswert?
ca. 60 Min?

- Palast von Alhambra (17€): hoffentlich ist der Glücksanteil nicht zu groß, wie
verhäl sich hier das Spiel in Abhängigkeit von der
Spieleranzahl? ca.45Min?


Wie steht es zum Beispiel mit:
Edel, Stein und Reich(12€), Attika(18€) , Industria (18€), Anno1503(20€), den Brücken von Shangrila (20€) und Logistico (25€) sowie den Preis-Leistungsbrechern die Fugger, sowie Zauberschwert und Drachenei (je 5€) von Adlung? Vielleicht könntet ihr mir sagen wie komplex die sind, da ich hier nicht so ein Bild machen konnte wie bei den oberen.
Wie sieht es mit dem Preis-Leistungsverhältnis aus, obwohl die meisten mit 15 – 20€ doch eng beieinander liegen. Die Preise stammen von einer Internetfirma bei der ich bisher meine Spiele bestellt habe. Falls es einige Spiele woanders billiger gibt, könnt ihr das gerne dazuschreiben.


Außerdem könntet ihr vielleicht darauf hinweisen inwiefern die folgende Eigenschaften zutreffen:

1.Spiele die vorgaukeln man habe einen großen taktischen Einfluss, was aber nicht unbedingt der Fall ist, da der Glücksanteil doch groß ist. Speziell bei den zwei Adlung Spiele könnte da zutreffen, da sie einen Brettspielcharakter haben, der Glücksanteil aber sicher nicht zu unterschätzen ist. Ist zumindest imho bei Meuterer der Fall.
Obwohl ich auch sagen muss, das solche Spiele wie Meuterer durchaus spaß machen können und das Preis- Leistungsverhältnis sicherlich unübertroffen ist.

2. Spiele bei denen man schlecht abschätzen was welche Aktion bringt und man so vielleicht ein nettes funktionierendes Spiel hat, sich aber nachher fragt warum man eigentlich gewonnen hat. So zum Beispiel bei Tikal. Obwohl solche Spiele durchaus Spaß machen können.

Natürlich wäre ich über jeden weiteren Vorschlag (muss keine Neuheit sein), der die Bedingung erfüllt dankbar.

Noch unentschlossene Grüße,

Hans-Jürgen

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Stephan Zimmermann

RE: Welches Spiel ist zu empfehlen?

Beitragvon Stephan Zimmermann » 23. November 2003, 22:06

Hallo Hans- Jürgen,

hier meine persönliche Einschätzung:

> - Santiago (15€): überwiegend positiv bewertet, mit jeder
> Spieleranzahl gut?

Mit 5 sehr schön!


> - Maya (14,50€): Morgenland und die Meisten Spiele von
> denen Mechanismen geklaut wurden besitz ich nicht,
> deswegen empfehlenswert?

Ganz nett - Morgenland gefällt mir besser.


> - Palast von Alhambra (17€): hoffentlich ist der
> Glücksanteil nicht zu groß

Ist doch recht groß. Spätestens ab 4 Spielern lohnt es sich nicht mehr
auf irgendwas ausliegendes zu spekulieren - das ist definitiv weg bis
man wieder dran ist :-)

Grüße, Stephan

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Steffen S.

Re: Welches Spiel ist zu empfehlen?

Beitragvon Steffen S. » 24. November 2003, 01:48

Hallo Hans-Jürgen,

hier einige subjektive Empfehlungen, mit Hinweisen auf Spieldauer, optimale Spielerzahl und Glückskomponente:

Santiago: Stimmiger Mechanismus, etwa 60 Minuten Spieldauer (sehr flüssig, da nicht durch Wertungen unterbrochen), am besten mit mehr Spielern (3 geht so, 4-5 besser). Durch die Gleichartigkeit der einzelnen Biet- und Setzrunden einer Partie "schleift" sich das logische Regelwerk schnell ein, und man vergisst es so schnell nicht wieder. Die Glückskomponente ist sehr gering, da Geld und Feldplättchen pro Runde offen ausliegen. Es ist lediglich zeitweise schwer abzuschätzen, wer wohl in Führung liegt. Ein boshaft veranlagter Mitspieler kann als Kanalarbeiter hübsch für Überraschungen sorgen.

Attika: Überschaubare Regeln, wobei die entscheidenden Punkte auf der persönlichen Bauplanübersicht aufgelistet sind. Strategisches & originelles Spiel mit gewisser Glückskomponente beim Nachziehen der Bauwerke, während die Karten (samt nachziehen) durch den günstigen Jokermechanismus (2 für eine) kaum zur Glückskomponente beitragen. Spielzeit 70-90 Minuten, man sollte zu dritt, am besten aber zu viert sein. Durch die zwei unterschiedlichen Siegbedingungen sehr abwechslungsreich.

Brücken von Shangrila: Sehr einfache Regeln, 45-60 Minuten Spielzeit (wenn keine Extremgrübler dabei sind, man kann das Spiel v.a. gegen ENde sicher auch totrechnen). Funktioniert mit 3-4 Spielern jeweils prima. Das Spiel hat KEINEN Glücksanteil, was es für manche Spieler etwas "trocken" erscheinen lassen könnte. Ein Spiel, das die Denkernaturen und Grübler anspricht.


Zu den Adlung`s:

Zauberschwert&Drachenei: Ziehe ich den Fuggern persönlich vor, allerdings nicht mit 2 Spielern, hier gefiel es mir nicht so besonders. Ab 3 Spielern aber ein schön anzusehendes Kartenspiel mit Brettspielflair und geringer Glückskomponente, da die spieltreibenden u. -entscheidenden Machtpunkte über eine offene Skala geführt und ausgegeben werden. Die Handkarten fügen nach und nach eher "Boni" hinzu, diese wirkten bisher bei unseren Runden aber nicht spielentscheidend, sondern beeinflussten eher die eigene Vorgehensweise.

Die Fugger: Nettes Spiel, aber irgendwie nicht ganz mein Fall. Hier wird ständig von jedem Spieler gezähl und gerechnet, welche Waren nun um wieviel im Preis hoch oder runter wandern - aber ich zweifle, ob das Maß an Einfluss den Zählaufwand rechtfertigt. Mir war´s durch eben diese Zählerei zu zäh, denn v.a. zu zweit, aber auch mit mehr Spielern erschien mir die Ganze Planerei/Rechnerei doch eher Augenwischerei, auch das Kartenglück (Stichwort: Händler) ist nicht zu verachten.

Final noch ein "Ausschluss": Da du selbst sagtest, dass du lieber kein Spiel kaufen möchtest, dessen Regeln du nach 1 Monat Abstinenz wieder neu lesen musst, würde ich aus den von dir genannten auf "Industria" verzichten. Hier sind die Regeln m.E. nicht so eingängig (ich mag das Spiel auch nicht soooo besonders, aber das nur am Rande).


Ich hoffe, das hilft dir etwas weiter!

Gruß,
Steffen

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Mike

Re: Welches Spiel ist zu empfehlen?

Beitragvon Mike » 24. November 2003, 07:50

Hi
Linie 1 fällt mir da spontan ein. Kurz und einfach, macht trotzdem enorm Spaß und gibt's momentan im Ausverkauf (z.B. 7€ bei adam spielt).
Mike

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Jost Schwider

RE: Welches Spiel ist zu empfehlen?

Beitragvon Jost Schwider » 24. November 2003, 12:59

"Hans- Jürgen N." hat am 23.11.2003 geschrieben:

> Ich habe schon einige Beschreibungen der Neuheiten
> durchgelesen, bin aber noch unentschlossen welche 2 Spiele
> ich mir zulegen sollte.

Wenn es wirklich nur 2 Spiele sein sollen... :-?

- Finstere Flure ist wirklich nicht schlecht, aber Top-2?
- Santiago ist etwas trocken
- Maya ist ein abstraktes Rechenspiel
- Palast von Alhambra funktioniert bei max. 3-4 Spielern ganz gut.

> Wie steht es zum Beispiel mit:
> Edel, Stein und Reich(12€), Attika(18€) , Industria (18€),
> Anno1503(20€), den Brücken von Shangrila (20€) und
> Logistico (25€) sowie den Preis-Leistungsbrechern die
> Fugger, sowie Zauberschwert und Drachenei (je 5€) von
> Adlung?

Anno 1503 kann ich sehr guten Gewissens empfehlen, ebenso Attika (wenn man diese Art von Spielen mag).
Fugger und Z&D haben wirklich ein tolles Preis/Leistungsverhältnis und sind auch absolut gesehen sehr gut spielbar; Fugger ist m.E. eingängiger als Z&D.

Hier also meine Empfehlung für "2 Spiele":
1. Anno 1503
2. Fugger
Und da du dann erst 25 Euro ausgegeben hast :-D , bleibt noch (ganz nach deinen Vorlieben) etwas Geld für "Attika" (etwas komplexer und interessanter) oder "Alhambra" (eher einfach).

Viele Grüße
Jost aus Soest (sprich: "jooost aus sooost")
http://www.schwider.de/spiele.htm - [i](Brett)Spiele und mehr...[/i]

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Zoe

RE: Welches Spiel ist zu empfehlen?

Beitragvon Zoe » 24. November 2003, 13:51

Anno 1503 würde ich auf keinen Fall kaufen, das ist in 90 Minuten auch kaum zu schaffen.

Shangrila hat einfache Regeln und bis auf die Mitspieler keine Glückskomponente.

Attika ist gut, mit jeder Spieleranzahl. Den Einstieg finde ich aber nicht so einfach.

Santiago hat auch einfache Regeln und ist in einer Stunde zu spielen.

Finstere Flure ist ein lustiges Start-Ziel-Spiel, bei dem der Sieger aber relativ früh feststehen und man dann nichts mehr ändern kann.

Edel, Stein und Reich ist auch einfach. Der Glücksanteil ist meiner Meinung nach wie bei den meisten Hols-der-Geier-Spielen relativ hoch.

Logistico dauert auch seine Zeit (>90 Min.) und ist sehr trocken. Der Glücksanteil liegt nur in der Anfangsaufstellung, ist aber da nicht zu unterschätzen.

Industria ist zwar von den Plättchen und der Übersichtlichkeit eher komplex, die Regel ist aber einfach. Man spielt sicher auch nicht länger als 60-90 Min.

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Volker L.

Re: Welches Spiel ist zu empfehlen?

Beitragvon Volker L. » 24. November 2003, 14:23

Steffen S. schrieb:
>
> Santiago: Stimmiger Mechanismus, etwa 60 Minuten Spieldauer
> (sehr flüssig, da nicht durch Wertungen unterbrochen), am
> besten mit mehr Spielern (3 geht so, 4-5 besser). Durch die
> Gleichartigkeit der einzelnen Biet- und Setzrunden einer
> Partie "schleift" sich das logische Regelwerk schnell ein,
> und man vergisst es so schnell nicht wieder. Die
> Glückskomponente ist sehr gering, da Geld und Feldplättchen
> pro Runde offen ausliegen.

Was meinst Du mit "Geld liegt offen aus"?
Die Gebote werden offen gemacht (muss sein, da es ausser beim
Passen eine eindeutige Reihenfolge geben muss und somit
verhindert werden muss, dass mehrere Spieler gleich bieten),
aber der Geldvorrat der Spieler ist geheim (man kann also nicht
exakt ausrechnen, wieviel man bieten muss, um z.B. garantiert
mindestens das zweithoechste Gebot abzugeben).

Gruss, Volker

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Volker L.

[OT]: Welches Spiel ist zu empfehlen?

Beitragvon Volker L. » 24. November 2003, 14:27

Jost Schwider schrieb:
>
> - Santiago ist etwas trocken

selber Schuld, bezahl naechstes Mal den Kanalarbeiter einfach besser! :lol:

Gruss, Volker (der den leisen Verdacht hegt, dass Jost mit seiner
Formulierung genau so eine Antwort provozieren wollte ;-) )

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Frank Jaeger (AMIGO)

Santiago ist etwas trocken...

Beitragvon Frank Jaeger (AMIGO) » 24. November 2003, 15:08

Jost, der war gut: Bei einem Spiel, wo es sich um Bewaessern von Plantagen dreht und diese eventuell veroeden koennen, ist das eigentlich doch ein absolutes Lob, oder?

;-)

Frank.

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Steffen S.

Re: Welches Spiel ist zu empfehlen?

Beitragvon Steffen S. » 24. November 2003, 16:55

Hallo Volker,

zugegeben, das war sehr missverständlich formuliert von mir. Danke für die Richtigstellung.

Gruß,
Steffen

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Hans- Jürgen N.

Morgenland besser als Maya?

Beitragvon Hans- Jürgen N. » 25. November 2003, 01:02

Empfindet ihr das Morgenland besser als das spielerisch ähnliche Maya ist?
Allerdings ist es natürlich schwerer zu bekommen und kostet dann wahrscheinlich mehr als Maya, das mit 15€ doch recht günstig ist

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Arne Hoffmann
Kennerspieler
Beiträge: 497

Re: Morgenland besser als Maya?

Beitragvon Arne Hoffmann » 25. November 2003, 08:11

Moin Hans-Jürgen,

bei den Ähnlichkeiten, die mit dem verdeckten Einsetzen meiner Spielfiguren für bestimmte Aktionen bestehen, ist Morgenland einfach stimmung- und damit für mich auch reizvoller. Maya ist kein schlechtes Spiel, man muß schon taktisch spielen, um vorne mit dabei zu sein - aber das Kribbeln im Bauch, das ich bei Morgenland (oder aber auch Doge) bekomme, bleibt hier fern.

Schöne Grüße

- Arne - (hat gestern seine größte Tichu-Niederlage hinnehmen müssen)

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Jost Schwider

RE: Morgenland besser als Maya?

Beitragvon Jost Schwider » 25. November 2003, 16:11

"Hans- Jürgen N." hat am 25.11.2003 geschrieben:

> Empfindet ihr das Morgenland besser als das spielerisch
> ähnliche Maya ist?

Besser: Ja! :-))
Spielerisch ähnlich: Naja. :-?

Du musst es einfach mal erlebt haben, wie man beim Aufdecken der Plättchen ganz feuchte Hände bekommt... :-D

Außerdem spricht das Thema und die Umsetzung wirklich die ganze Familie an, es können ebenso "Freaks" wie auch "Seltenspieler" viel Spass haben.

Viele Grüße
Jost aus Soest (weiss immer noch nicht, warum Morgenland nicht auf der Auswahlliste zum SdJ gestanden hat - an den Regeln lag es nicht!)
http://www.schwider.de/spiele.htm - [i](Brett)Spiele und mehr...[/i]


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