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Bohnanza - zu restriktive Regeln?

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Marc W.

Bohnanza - zu restriktive Regeln?

Beitragvon Marc W. » 7. Dezember 2003, 12:40

Hi,

beim letzten Spieltreff hatte ich (erst zum zweiten Mal) "Bohnanza" gespielt. Aber nachdem ich wieder die Regel wusste, fiel mir wieder ein was mir an dem Spiel nicht gefällt:
Bohnanza ist mir zu restriktiv:
- Nur zwei sind Bohnenfelder erlaubt (ok, ein drittes kann ich kaufen)
- man [i]muss[/i] die Kartenreihenfolge einhalten
- man [i]muss[/i] die vorderste anlegen
- man [i]muss[/i] zwei Karten aufdecken, die selber anbauen od. vertauschen,
- man [i]muss[/i] eingetausche Bohnen anbauen.

Das alles finde ich sehr einschränkend und da baut sich bei mir innerlich ein Widerstand auf. Zwar sind die Regeln logisch, aber "ich darf ja nix machen".

Da ich aber durchaus selbstkritisch und lernfähig bin, habe ich mir jetzt mal einen Satz Rezensionen dazu durchgelesen. Und auch die alle finden Bohnanza gut.(Wobei mir auch klar ist, dass ein Rezensent versucht objektiv zu bleiben und auch an die Gelegenheits- und Familienspieler denkt). Gehe ich mit der falschen Einstellung ans Spiel? Oder, - was ja mein Hintergedanke ist ;-) - geht es anderen genauso und es ist einfach nicht mein Spiel?

Marc

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Michael Andersch

RE: Bohnanza - zu restriktive Regeln?

Beitragvon Michael Andersch » 7. Dezember 2003, 13:00

Hallo Marc,

ich weiss jetzt echt nicht, was ich von Deinem Posting halten soll. Nach Deiner Argumentation ist nämlich jedes Spiel restriktiv (Torres: nur 5 Aktionspunkte. Puerto Rico: nur 1 Rolle wählen,...).

Bohnanza ist jedenfalls ein Spiel, das "technisch" funktioniert und eigentlich allen Leuten die ich kenne Spaß macht.

Vielleicht solltest Du's mal mit einem Rollenspiel versuchen?

Kopfschüttelnde Grüße,
Micha

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Hannes

Re: Bohnanza - zu restriktive Regeln?

Beitragvon Hannes » 7. Dezember 2003, 13:02

Hallo Marc,

eigentlich sind doch bei fast allen Spielen Regeln so, dass man sie einhalten muss. Vielleicht fällt Dir das bei Bohnanza besonders auf, weil es sich hier um Regeln handelt, die sonst bei Kartenspielen seltener vorkommen (z.B. das Einhalten der Reihenfolge auf der Hand).
Ich denke jedoch, man muss diese Regeln einfach akzeptieren, wie bei jedem anderen Spiel ja auch, denn nur dann entfaltet sich der voll Spielspass, der übrigens bei Bohnanza meiner Ansicht nach in der Interaktion liegt, die Regeln sind nur Mechanik. Im Prinzip beschreiben die Regeln ja nur den Ablauf und der läuft dann irgendwann eh automatisch und wird zur Nebensache.

Ich habe jedoch bei dieser Art von Spielen, bei denen es sehr auf Verhandlung und Interaktion zwischen den Spielern ankommt, festgestellt, dass es Leute gibt, die das lieben und andere, die damit nicht viel anfangen können.
Ausserdem kommt es auch immer sehr auf die Gruppe an, denn wenn die eher trocken ist, dann wird auch ein solches Spiel trocken, wenn jedoch der "Funke überspringt" dann ist es Spielspass pur!

Viele Grüße

Hannes

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Ulrich-Peter Weiand

Re: Bohnanza - zu restriktive Regeln?

Beitragvon Ulrich-Peter Weiand » 7. Dezember 2003, 13:09

Hallo Marc!

Bohnanza ist ein Spiel, welches gerade aufgrund dieser Regeln hervorragend funktioniert und keinen "Knackpunkt" hat (das können nicht viele Spiele von sich behaupten).
Ich jedenfalls fühle mich regeltechnisch nicht zu sehr eingeengt und spiele es immer wieder sehr gern.

Gruß, ULI!!! (bevorzugt die Saubohnen)

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Marc W.

RE: Bohnanza - zu restriktive Regeln?

Beitragvon Marc W. » 7. Dezember 2003, 14:43

Naja, ich habe da schon ein paar Punkte mehr aufgezählt :-) Aber vielleicht ist es dann ja nicht mein Spiel.

Marc, der seit 1986 Rollenspiele spielt

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Marcel-André Casasola Merkle

Re: Bohnanza - zu restriktive Regeln?

Beitragvon Marcel-André Casasola Merkle » 7. Dezember 2003, 15:06

Hallo Marc,

Bohnanza ist so restriktiv, damit die Verhandlung funktioniert. Wenn ich alle Freiheiten hätte, dann wäre es nicht mehr sinnvoll, mit den Mitspielern zu tauschen.

>- Nur zwei sind Bohnenfelder erlaubt (ok, ein drittes kann ich kaufen)
>- man muss die Kartenreihenfolge einhalten
>- man muss die vorderste anlegen
>- man muss zwei Karten aufdecken, die selber anbauen od. vertauschen,
>- man muss eingetausche Bohnen anbauen.

Durch die Einschränkungen hat man immer Bohnen auf der Hand, die man selbst benutzen möchte und welche, die man wegtauschen kann und will. Meiner Meinung nach ein cleveres System, um die Wertigkeit einer Ware (Bohne) zur Ermessenssache machen. Es gibt nämlich nix schlimmeres als Verhandlungsspiele bei denen der Wert einer Ware klar auf der Hand liegt.

Gruß
Marcel-André

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Ina-spielbox

Re: Bohnanza - zu restriktive Regeln?

Beitragvon Ina-spielbox » 7. Dezember 2003, 15:33

... außerdem darf man Bohnen durchaus auch verschenken ...

Ina (findet Bohnanza toll)

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Marc W.

Re: Bohnanza - zu restriktive Regeln?

Beitragvon Marc W. » 7. Dezember 2003, 16:07

Marcel-André Casasola Merkle schrieb:
>
> Hallo Marc,
>
> Bohnanza ist so restriktiv, damit die Verhandlung
> funktioniert. Wenn ich alle Freiheiten hätte, dann wäre es
> nicht mehr sinnvoll, mit den Mitspielern zu tauschen.

Ja, das ist es. Das ist vielleicht mein Problem mit dem Spiel, es drängt geradezu zum Tauschen. Mir wäre wohl ein Mechanismus lieber, der etwas subtiler funktioniert. Dann lass ich das erstmal mit Bohnnanza.

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Helmut Lehr

Re: Bohnanza - zu restriktive Regeln?

Beitragvon Helmut Lehr » 7. Dezember 2003, 19:07

Ina Broß schrieb:
>
> ... außerdem darf man Bohnen durchaus auch verschenken ...
>
> Ina (findet Bohnanza toll)

Ich auch!

Alle Spielregeln sind restriktiv, aber was soll's. Das ist der Reiz eines Spieles, dass man Sachen machen darf und andere nicht.

VG
Helmut (kopfschüttelnd über Marcs Meinung)

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erik

Re: Bohnanza - zu restriktive Regeln?

Beitragvon erik » 7. Dezember 2003, 19:25

Hallo Marc,

> - man [i]muss[/i] eingetausche Bohnen anbauen.

Wenn Du den Teil abschwächst, indem Du erlaubst,
eingetauschte Bohnen auch weiter zu tauschen, wirds
vielleicht weniger restriktiv. Irgendwie hatten wir das
flasch verstanden und von Anfang an so gespielt, war
immer total lustig und gab uns keinen Grund, das
anders zu spielen. Die Verhandlungen werden dadurch
aber noch länger (aber auch lustiger: "wie jetzt, was
soll ich denn mit der Saubohne? Bau doch selbst an".
"Aber Du hast doch eben noch...", "Was kümmert
mich mein Geschwätz von eben).

Ansonsten ist bei Bohnanza wohl auf jeden Fall eher
Raum für Verhandlungs-Geschwätztaktiker als für
subtile Langzeitstrategen. Wenn Dir letzteres immer
mehr Spass macht als ersteres, kann es schon sein,
dass das Spiel mit Deinem Geschmack nicht kompatibel
ist.

Macht ja auch nix, gibt ja sehr viele andere auch schöne
Spiele, meint

Erik
(der auf Grund des bevorstehenden Umzugs feststellt, dass
man doch einen Anwendungsfall konstruieren kann, für den
der Begriff "zu viele Spiele" tatsächlich schwer zu leugnen
ist :-)

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Marc W.

Re: Bohnanza - zu restriktive Regeln?

Beitragvon Marc W. » 7. Dezember 2003, 19:44

Helmut Lehr schrieb:
> Alle Spielregeln sind restriktiv, aber was soll's.

Deshalb habe ich in der Überschrift "zu" geschrieben und dahinter ein Fragezeichen gesetzt. Weil ich es mal diskutieren will.

> Das ist
> der Reiz eines Spieles, dass man Sachen machen darf und
> andere nicht.
> VG
> Helmut (kopfschüttelnd über Marcs Meinung)

Das ganze war kein Statement, dann hätte ich nämlich geschrieben, dass Bonanaza einen Sch..spiel sei, und dass wenn das einer dennoch gut findet, dann wäre er nur ein Spielkumpel des Autors :-D :-D (und ich hätte das Spiel verbrannt :-D )
Ich bin doch für Argumente offen, was - so finde ich - aus meinem Posting auch hervorgeht. Und einige haben das auch verstanden.

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Marc W.

Re: Bohnanza - zu restriktive Regeln?

Beitragvon Marc W. » 7. Dezember 2003, 19:52

erik schrieb:
> > - man [i]muss[/i] eingetausche Bohnen anbauen.
>
> Wenn Du den Teil abschwächst, indem Du erlaubst,
> eingetauschte Bohnen auch weiter zu tauschen, wirds
> vielleicht weniger restriktiv.

Das klingt doch gut. Und ich komme meinen Schwierigkeiten beim Bohnenanbau langsam auf den Grund. Denn man lebt ja doch sehr von der Hand in den Mund. Denn selbst wenn ich die vorderen störenden Karten loswerde, bekomme ich ja wieder "Schwierigkeiten" durch die zwei neu aufgedeckten Karten. Groß was planen geht da nicht und vielleicht vermisse ich das.

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erik

Re: Bohnanza - zu restriktive Regeln?

Beitragvon erik » 7. Dezember 2003, 22:22

Marc W. schrieb:
> Denn selbst wenn ich die
> vorderen störenden Karten loswerde, bekomme ich ja wieder
> "Schwierigkeiten" durch die zwei neu aufgedeckten Karten.
> Groß was planen geht da nicht und vielleicht vermisse ich das.

Nennen wir es Herausforderungen :-)

Schwierigkeiten durch die zwei neu aufgedeckten Karten gibt es
manchmal schon, aber immer nicht. Denn, bei vielen Spielern
sind eigentlich alle Bohnensorten (bis auf die ganz seltenen)
meist im Anbau-im Zweifelsfall also selbstlos verschenken, wenn
der Beschenkte denn annimmt :-o
Die zumindest mittelfristige Planungsaufgabe lautet, die den
eigenen Plänen entgegenlaufenden Handkarten schon aus
der Mitte rauszuziehen, so dass sie gar nicht erst nach vorn
kommen: im Zweifelsfall also den aktiven Spieler zu einem
Handel einladen. Das geht um so leichter mit der von mir
skizzierten Regelabweichung: Aktiver Spieler A bietet
Spieler B eine aufgedeckte Feuerbohne an, der die nur
geschenkt im Verbund mit einer Brechbohne, die ich habe
aber nicht brauche, abnehmen will. Also habe ich doch eine
gute Position, die Brechbohne mit ins Gespräch zu bringen
(kann der aktive Spieler ja dann weitertauschen)... usf.

Strategisch wirds immer noch nicht, aber lustig-wenn mans
denn nicht mit Erbsenzählern spielt. Diese Aussage ist natürlich
nicht auf irgendeine real existierende Spielrunde gemünzt, sondern
erlaubt es mir, mit gewaltigem Wortwitz in die Nacht zu gehen.

Viele Grüsse

Erik

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Attila
Kennerspieler
Beiträge: 4715

Re: Bohnanza - zu restriktive Regeln?

Beitragvon Attila » 8. Dezember 2003, 06:45

Marc W. schrieb:

Also Schach ist ja auch sowas von restriktiv:

a) Weiss [i]muss[/i] jede Partie eröffnen
b) Man kann Bauern [i]nur[/i] nach vorne ziehen
c) so ein König ist sowas von [i]unflexibel[/i], der darf nur ein popliges Feld ziehen - okay, die Richtung darf man sich frei auswählen.
d) Wenn ich am Zug bin, dann [i]muss[/i] ich eine Figur ziehen. Nichtmal passen ist erlaubt.
Und als ob das nicht schon genug wäre, haben sich ein paar Schach-Verrückte (sind'n paar Millionen) noch zusätzliche Dinge ausgedacht um den gewöhnlichen Schachspieler zu geisseln:
e) Wenn man eine Figur [i]berührt[/i] dann [i]muss[/i] man die ziehen.

Nänänä ... Regeln sind echt restriktiv ... (liegt vermutlich an der Herkunft des Wortes "Regel")

Klar, man kann Bohnanza nach "anderen" Regeln spielen - aber dann spielt man nicht mehr Bohnanza, sondern Halma oder Hallen-JoJo oder sonstwas.

Kurzum: Ja, ich denke du gehst mit einer falschen Einstellung an das Spiel. :-)

Aber immerhin: So'n Thread hab ich noch nicht hier gelesen! :-)

Atti

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Marc W.

Re: Bohnanza - zu restriktive Regeln?

Beitragvon Marc W. » 8. Dezember 2003, 09:16

Attila schrieb:

> Also Schach ist ja auch sowas von restriktiv:

Und ich dachte ich mag' das Spiel nicht, weil es nur für zwei Personen ist :-)

Und so hatte ich das noch nie gesehen, das wird wohl daran liegen, dass Schach eine gewisse Tradition hat.

> Kurzum: Ja, ich denke du gehst mit einer falschen Einstellung
> an das Spiel. :-)

Ok. Dann werde ich mal an mir arbeiten.


> Aber immerhin: So'n Thread hab ich noch nicht hier gelesen! :-)

Dafür lieben wir doch alle das Forum, oder? :-)

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RoGo

Re: Bohnanza - zu restriktive Regeln?

Beitragvon RoGo » 8. Dezember 2003, 09:22

Hallo Attila,
ich kann Marc verstehen, nicht in dem sinne , dass Bohnanza ein schlechtes spiel wäre, sondern dass es ein Spiel ist, das keinen Spass macht, wenn man mit leuten spielt, die nur tauschen, wenn sie einen sicheren Vorteil gegenüber dem tauschpartner haben. Denn ohne Tausch ist es ziehmlich langweilig bzw. restriktiv.
Grüße
Roland

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peer

Re: Bohnanza - zu restriktive Regeln?

Beitragvon peer » 8. Dezember 2003, 09:40

Hi,
ich kann Marc insofern verstehen, als das wir offensichtlich (wie Eric) immer mit etwas "offenerem" Handel gespielt haben (ICh geb dir eine Saubohne und dafuer gibst du x eine Wasweissichbohne, der mir eine Gartenbohne gibt und die Fuesse massiert")
Als ich dann in einer anderen Runde gespielt habe, musste ich feststellen, dass die Haelfte meiner Verhandlungsversuche anscheinend nicht regelkonform sind. Und den Handel einzuschraenklen, finde ich einfach schade, das andes ja auch immer funktioniert hat. (Und es nicht gleich Muehle war).

ciao
Peer (der kein Kumpel von Marc ist und auch das Forum jetzt nicht verbrennt)

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hannes

Re: Bohnanza - zu restriktive Regeln?

Beitragvon hannes » 8. Dezember 2003, 10:27

Hi

Spielregeln werden von den Autor so komponiert, dass ein Spiel optimal funktioniert. Im Falle von Bohnanza finde ich die Regeln sehr gut.

Hingegen ist der [b]gedruckte Regeltext[/b] eine mittlere Katastrophe.

Du kannst ja mal ausprobieren was passiert, wenn z. B. jeder Spieler 5 Felder bebauen darf. Oder teste mal Bohnanza, wenn jeder seine Handkarten beliebig umreihen kann. Bohnanza würde dadurch garantiert ein langweiliges Kartensammelspiel.

Ciao
hannes (der mit dem [b] kleinen [/b] h )

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Stefan-spielbox

Re: Bohnanza - zu restriktive Regeln?

Beitragvon Stefan-spielbox » 8. Dezember 2003, 10:30

> ich kann Marc insofern verstehen, als das wir
> offensichtlich (wie Eric) immer mit etwas "offenerem"
> Handel gespielt haben (ICh geb dir eine Saubohne und
> dafuer gibst du x eine Wasweissichbohne, der mir eine
> Gartenbohne gibt und die Fuesse massiert")

den fehler haben wir auch das erste jahr gemacht, bis mal jemand mit einer anderen runde gespielt hat...


> Als ich dann in einer anderen Runde gespielt habe,
> musste ich feststellen, dass die Haelfte meiner
> Verhandlungsversuche anscheinend nicht regelkonform
> sind. Und den Handel einzuschraenklen, finde ich einfach
> schade, das andes ja auch immer funktioniert hat.

das mit dem 'immer funktionieren' moechte ich doch sehr auf die gruppenzusammensetzung einschraenken: mit manchen leuten ist schon der 'normale' (regelgerecht eingeschraenkte) handel sehr nervenaufreibend, weil immer erst alle 19 moeglichkeiten des handels mit allen spielern 3mal durchgekaut werden muessen und danach doch noch wiederholt die frage nach der gartenbohne kommt, die schon an anfang niemand anbieten wollte... das ist schon sehr zaeh (und wenn jetzt noch das weiterhandeln mit mehr leuten dazu kaeme... dann ginge gar nix mehr) - in anderen gruppen funktioniert das aber sehr gut und kann dann auch viel spass machen.

also ausprobieren und je nach lust und gruppe das regelgerechte oder das 'freiere' handeln festlegen (aber bitte vor spielbeginn ;)


Tschau
Stefan

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Jost Schwider

RE: Bohnanza - zu restriktive Regeln?

Beitragvon Jost Schwider » 8. Dezember 2003, 11:52

"Marc W." hat am 07.12.2003 geschrieben:

> beim letzten Spieltreff hatte ich (erst zum zweiten Mal)
> "Bohnanza" gespielt. Aber nachdem ich wieder die Regel
> wusste, fiel mir wieder ein was mir an dem Spiel nicht
> gefällt:

Marc, ich kann dich voll und ganz verstehen!

> Bohnanza ist mir zu restriktiv:

Man könnte es aber auch als "Beliebigkeit" definieren. Der größte (Achtung, gewollte Übertreibung!) "Schwätzer" gewinnt... :LOL:

> Das alles finde ich sehr einschränkend und da baut sich bei
> mir innerlich ein Widerstand auf. Zwar sind die Regeln
> logisch, aber "ich darf ja nix machen".

Dafür wurde der folgende Ausdruck geprägt: "Man [i]wird[/i] gespielt".

> Und auch die alle finden Bohnanza gut.

Es soll ja auch Leute geben, die Karrierepoker und Konsorten als [i]spielerisch[/i] gut empfinden... :-?

Viele Grüße
Jost aus Soest (möchte gerne Entscheidungen mit Auswirkungen auf das Spielergebnis treffen können)
http://www.schwider.de/spiele.htm - [i](Brett)Spiele und mehr...[/i]

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Attila
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Re: Bohnanza - zu restriktive Regeln?

Beitragvon Attila » 8. Dezember 2003, 12:29

Marc W. schrieb:

> > Kurzum: Ja, ich denke du gehst mit einer falschen Einstellung
> > an das Spiel. :-)
> Ok. Dann werde ich mal an mir arbeiten.

Nunja ich finde Puretor Rico nicht restriktiver als Bohnanza. Beide Spiele haben ganz klar festgelegte Regeln. Das ist irgendwie bei allen Spielen so! :-) (Auch wenn bei manchen Spielen die Regeln nicht besondern eindeutig aufgeschrieben wurden :-) )


> > Aber immerhin: So'n Thread hab ich noch nicht hier gelesen!
> Dafür lieben wir doch alle das Forum, oder? :-)

Ehy, das war ernst gemeint! So einen Thread ist *innovativ* ! :-)

Atti

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Marc W.

Re: Bohnanza - zu restriktive Regeln?

Beitragvon Marc W. » 8. Dezember 2003, 15:15

Attila schrieb:

> Nun ja ich finde Puerto Rico nicht restriktiver als Bohnanza.

PR ist um einiges komplexer und vielleicht ein schlechter Vergleich. PR finde ich nicht so restriktiv. Zwar muss ich eine Rolle nehmen, aber selbst als Rundenletzter habe ich imme noch eine Auswahl. O.k. es gibt Spielsituationen, die bestimmte Rollen zwingend machen, aber selbst die sind nicht immer eindeutig. Und außer in der Kapitänsphase kann ich auf das Ausüben der Rolle verzichten, beispielsweise muss ich nicht bauen, selbst wenn ich 5 Dublonen habe etc.

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Attila
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Re: Bohnanza - zu restriktive Regeln?

Beitragvon Attila » 8. Dezember 2003, 20:24

Stefan schrieb:

> des handels mit allen spielern 3mal durchgekaut werden
> muessen und danach doch noch wiederholt die frage nach der
> gartenbohne kommt, die schon an anfang niemand anbieten
> wollte... das ist schon sehr zaeh

Ähm, mit so eine Gruppe spielt man besser Halma, Jojo oder Gambler! :-)

Atti

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erik

Re: Bohnanza - zu restriktive Regeln?

Beitragvon erik » 8. Dezember 2003, 21:16

hannes schrieb:

> Spielregeln werden von den Autor so komponiert, dass ein
> Spiel optimal funktioniert.

Aber immer noch subjektiv optimal, oder? Und wenn man Pech
hat, dann ist das eben [i]für den eigenen Geschmack[/i] vielleicht
suboptimal.

Optimierende Grüsse,

Erik

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Lol Margue

Bohnanza: Wo gehts lang?

Beitragvon Lol Margue » 8. Dezember 2003, 21:17

Hallo Leute,
ich habe mir (vor langer, langer Zeit) gleich Bohnanza mit 2 Erweiterungen gekauft und es 5-6mal versucht, aber habe nie irgend eine Taktik die zu befolgen wäre dabei entdeckt.
Nun liegen die Böhnchen hier und vertrocknen vor sich hin.

Lol (der einen kleinen SpieleFriedhof verwaltet)


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