Beitragvon Stefan Brück » 16. März 2004, 14:00
Steffen S. schrieb:
>
> Hallo Stefan,
>
> am Markt vorbei wäre natürlich dumm, aber wer weiß schon, was
> am Markt vorbeigeht, eh er/sie er probiert hat?
Wir wissen da schon ziemlich viel, glaub´ uns das mal. Wir alle haben schon genügend böse Überraschungen die letzten Jahre erlebt...
> Ich fordere ja auch nur zu etwas mehr Mut, und nicht zum wirtschaftlichen
> Selbstmord auf.
Das ist teils nicht weit auseinander!
> Ich denke durchaus, dass der Markt ein paar
> nicht so abgedroschene Themen mehr verträgt (und z.B. ein
> paar Plantagen weniger), ohne einen "Verdienstausfall" zu
> kreieren. Im Gegenteil. Ein Beispiel war für mich "ad acta",
> das ich ohne die Affinität zum Thema a) nicht gekauft, b) nie
> gespielt und mit dem ich wohl c) bei anderem Thema auch nicht
> so viel Spaß gehabt hätte, da die Begleitsticheleien mir hier
> fast mehr Spaß machten als das Spiel selbst.
Wir beide reden schon vom selben "Markt", oder!?
Andrea und Friedemann etc. können, nein [i]müssen[/i] fast schon auch per Thema, Grafik, Ausstattung etc. auffallen/aus dem Rahmen fallen, wollen sie zunächst einmal "draußen" überhaupt wahrgenommen werden.
Dies gilt aber [i]nicht mehr[/i] für Verlage wie Hans im Glück, Abacus oder alea.
Und genau deswegen können wir uns solche "Versuchsballone" nicht leisten, denn was hätten wir auch davon?
> Und ich bezog meine Bitte, um auch das nochmals herauszustreichen, hier
> gezielt auf "Harem", dessen Thema weder so nieschehaft, noch
> so unattraktiv ist, dass man es fallen lassen müsste (was man
> deshalb hoffentlich nicht tut).
Habe ich nicht geschrieben, dass man´s im speziellen Fall von Harem sehr wohl überprüfen wird?
> Ich KÖNNTE (konjunktiv!) mir eben vorstellen, dass bei der Thematik der ein oder andere Verlag Bauchschmerzen bzgl. der "Political correctness"
> bekommt. Einen Gewinn (bzw. Verlust) zu unterstellen, wenn
> man statt Haremsdamen jetzt (mal wieder) Gebäude oder
> Plantagen versteigert, halte ich hier für eine gewagte These.
> Ich glaube, dass sich viele Spieler alleine ob des
> konfliktfreudigen Themas schon in solcher Erwartungshaltung
> wähnen, dass hier eher monetärer Optimismus angebracht ist.
Der Markt besteht aber eben (leider!!!!!) nicht (nur) aus "Spielern", sondern zu 95% aus "Normalos" - und wollen wir Verlage erfolgreich (im Sinne von wirtschaftlich) sein, sollten wir schon versuchen, es auch diesen 95% ein wenig Recht zu machen, oder!?
vG
Stefan