Beitragvon Günter Cornett » 11. April 2004, 18:00
Volker L. schrieb:
>
> Ich habe ZuZ bisher noch nicht gespielt, möchte aber auf Dein
> P.S. eingehen
>
> Attila schrieb:
> >
> > PS: Wie üblich kommt das "Glücksbeton"-Schlagtot-ARgument
> > immer dann wenn einem das Spiel nicht gefällt. :-)
wie bei 'Die Siedler', gell?
> Na, ist doch klar: Ich bin der große Über-Stratege, strategiebetonte Spiele
> gefallen mir und ich gewinne sie auch; wenn ich verliere und/oder mir das
> Spiel nicht gefällt, liegt es daran, dass das Glückselement zu dominant ist -
> damit ist die Sache vollständig erklärt und weitere Gedanken muss ich mir
> gar nicht erst machen :roll:
Ob der Glücksfaktor angemessen ist, liegt IMHO daran wieviel Denkaufaufwand das Spiel erfordert und wieviel Einfluß dieser Aufwand auf das Ergebnis hat.
Zum anderen steigt natürlich der Glücksfaktor umso stärker, je geringer der Unterschied der Spielstärke zwischen den Spielern ist:
Bei im Grunde gleichstarken Schachspielern hängt das Ergebnis von eher nebensächlichen Dingen wie Tagesform, Luftdruck, ... ab. Bei Skatspielern mit stark unterschiedlicher Spielstärke wird der bessere Skatspieler fast immer eine Folge von 20 Spielen für sich entscheiden.
> Bedenklich ist, dass Spiele, die einen messbaren Glücksfaktor haben, auch
> wenn er kleiner als der Strategiefaktor ist, gerne als glücksbetont bezeichnet
> werden, weil der Sprecher das entweder in seinem Frust tatsächlich falsch
> beurteilt oder der Tatsache nicht ins Auge sehen will, dass er schlechter
> gespielt hat als der andere.
Das ist gar nicht bedenklich. Bekanntlich ist die richtige Mischung aus Glück und Taktik bei einem Spiel dann gegeben, wenn man den Sieg den eigenen Fähigkeiten, die Niederlage dem Glücksfaktor zuschreiben kann.
> Gruß, Volker (würde gern in einem Haus wohnen, dass aus
> Glücksbeton erbaut ist ;-) )
Das ist bei Baumeistern genauso wie bei Spielern: Wenn die Mauer hält, ist es die Qualität des Betons, wenn nicht war es mangelndes Glück. ;-)
Gruß, Günter