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Zug um Zug: Unsere Eindrücke!

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Helmut Lehr

Zug um Zug: Unsere Eindrücke!

Beitragvon Helmut Lehr » 10. April 2004, 23:37

Hallo und schöne Ostern!
Wir haben heute in einer Fünfer-Runde "Zug um Zug" gespielt. Es war meine "TA-Ablehn"-Gruppe.
Erste Kommentare: "Oh, schon wieder Eisenbahn in USA. Hoffentlich nicht so seicht wie TA!"
Mein Schiegersohn: "Nach dem Lesen der Spielregel ein reines Sammelspiel. Na, spielen wir's halt mal!"
Während des Spiels, nachdem mehrere Mitspieler vor ihr ihre 2 Karten gezogen hatten, meine Tochter: "Wie, bin ich schon wieder dran? Das ging ja schnell!" - "a, es haben alle nur gesammelt."
Mein Sohn nach einer Stunde: "Wann ist denn das Spiel zu Ende?"
Nach 2 Stunden hatte mein Schwiegersohn mit weitem Abstand gewonnen. Er hatte sich auf weite Strecken konzentriert, während ich als letzter meine Zielkarten gezogen und zum Erfüllen auch viele kurze Strecken zu bauen hatte.
Sein Kommentar: "Reines glücksbetontes Sammelspiel. Muss ich nicht wieder spielen."
Seine Meinung ist identisch mit der von Ulrich Rheimann und Tom Hilgert, der sein ZuZ wieder verkauft hat.
Ich stehe dem Spiel positiver gegenüber. Wenn man aber schon "Eisenbahn in USA" als Thema auf den Tisch legt, gibt "Union Pacific" wesentlich mehr her.
Ich kann die Euphorie einiger Forumsbeiträge nicht teilen. Vielleicht muss ich es noch häufiger spielen, um euphorisch zu werden...
"Das beste mittleren Anspruchs" heißt es in einem Beitrag. Was ist ein "mittlerer Anspruch?", frage ich mich...?
Vg
Helmut

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Ina-spielbox

Re: [OT] TA-Ablehn-Gruppe

Beitragvon Ina-spielbox » 10. April 2004, 23:52

Hallo Helmut,
nachdem ich auch primär zu der TA-Ablehn-Gruppe gehörte, bin ich zum absoluten TA-Fan geworden, wenn was Kurzes schnelles auf den Tisch kommen soll.

Nachdem Erhard ja wahre Begeisterungsstürme bezüglich Zug um Zug losgelassen hat, bin ich ja sehr gespannt auf dieses Spiel.

Wir fahren am Montag nach Oberhof und freuen uns schon sehr.

Dann kann ich Dir auch meine Meinung zu ZUZ sagen.

Finde übrigens Dos Rios - zumindest zu zweit - super.

Herzlichen Gruß und frohe Ostern
Ina und Tina

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Frank

Re: Zug um Zug: Unsere Eindrücke!

Beitragvon Frank » 11. April 2004, 01:34

Helmut Lehr schrieb:

> Wir haben heute in einer Fünfer-Runde "Zug um Zug" gespielt.
> Es war meine "TA-Ablehn"-Gruppe.

vielleicht nicht unbedingt die ideale gruppe, um zug um zug zu spielen, weil die mutmaßlich entweder eisenbahnspiele gar net mögen oder eher konplexere spiele bevorzugen ?


> Nach 2 Stunden hatte mein Schwiegersohn mit weitem Abstand
> gewonnen.

gute güte ! entweder habt ihr da wohl was falsch gemacht oder seid zwischendurch eingeschlafen oder jemand hat während des spiels versehentlich auf slow motion geschaltet :-)

bei uns hat das spiel in keiner besetzung (3, 4 und 5) länger als 60 minuten gedauert.


> Er hatte sich auf weite Strecken konzentriert,

die erfüllung der aufgaben der konkurenz solte man verhindern, was bei langen strecken gar nicht sooo schwer ist, weil offensichtlicher :-)


> während ich als letzter meine Zielkarten gezogen und zum
> Erfüllen auch viele kurze Strecken zu bauen hatte.

man muß ja nicht alles nehmen, was einem am anfang angeboten wird. später neue zielkarten ziehen und eine mehr oder weniger gesunde mischung aus kurzen, mittleren und langen finden !


> Sein Kommentar: "Reines glücksbetontes Sammelspiel. Muss ich
> nicht wieder spielen."

glück ist natürlich dabei, aber daß es weder zum sinnvollen ausbau der eigenen strecken, noch zum eher destruktiven "gegenbau" der (mehr oder weniger) offensichtlich geplanten strecken der mitspieler reicht, kann ich mir eigentlich nicht wirklich vorstellen bzw. widerspricht das meinen bisherigen spielerfahrungen komplett.


> Ich stehe dem Spiel positiver gegenüber. Wenn man aber schon
> "Eisenbahn in USA" als Thema auf den Tisch legt, gibt "Union
> Pacific" wesentlich mehr her.

ja, aber hängt natürlich, wie bei jedem spiel, von der spielergruppe bzw. deren aktueller stimmungslage ab.

für uns war zug um zug (bisher jedenfalls...) ein wunderbar leicht-locker-flockiges spiel, das gleichermaßen als einstieg in oder absacker aus einen/m spieleabend für fast jede gruppe taugte.

da es überdies ein in höchstem maße familientaugliches spiel ist, hübsch gestaltet wurde und sich eisenbahnspiele eigentlich immer einer gewissen beliebtheit erfreuen, würde ich einiges darauf verwetten wollen, daß das ding ein ganz, ganz heißer kandidat für das spiel des jahres ist.

frank

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Steffen S.

Re: Zug um Zug: Unsere Eindrücke!

Beitragvon Steffen S. » 11. April 2004, 02:19

Hallo Helmut,

zuerst einmal: Schöne Ostern zurück! ;)

Meine Meinung zu ZuZ ist ja bekannt. Mir ist schleierhaft, wie ihr 2 Stunden spielen konntet - wir spielen meist 45, maximalst 60 Minuten. Bei einer 5-Personen-Partie sollte, ja MUSS, so viel Konkurrenz herrschen, dass eine eindimensionale KONZENTARTION auf lange Strecken nicht funktioniert. Eher schon: Eine lange Strecke zu Beginn, und dann der Versuch, von dieser ausgehend billig "wegzuästeln". Ihr habt wahrscheinlich den selben Fehler gemacht wie wir in unserer ersten Partie, und weitgehend blind die eigenen Ziele verfolgt. Das ändert sich nach einigen Partien gewaltig, spätestens dann, wenn die Zielkarten den Mitspielern einigermaßen bekannt sind, und damit wesentlich bewusster geblockt werden kann.
Aber 2 Stunden??? Mein Gott, entweder ihr habt unglaubliche Grübler (die dieses Spiel, das von dem flotten Ablauf lebt, wirklich töten), oder irgebndwas hat nicht ganz mit den Regeln gepasst.
Als mittleren Anspruch fasse ich im übrigen Spiele im Dunstkreis einnes Kardinal&König auf: Einfache Regeln, mittlere Spieldauer, ausgewogenes Glück-Taktik-Verhältnis bei einigermaßen spontan überschaubarem, aber dennoch signifikantem Spielraum an Entscheidungs- und Einflussmöglichkeiten.

Gruß,
Steffen

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Mike

Re: Zug um Zug: Unsere Eindrücke!

Beitragvon Mike » 11. April 2004, 08:47

Hi

> Nach 2 Stunden hatte mein Schwiegersohn mit weitem Abstand
> gewonnen.

??? Also unsere Spielerunde ist sicher nicht die Schnellste, aber 2 Stunden für ZuZ, das haben selbst wir beim ersten mal nicht geschafft.
Manchmal liegt es ja auch an der Runde, dass ein Spiel voll floppt. Habe ich mal mit Union Pacific gehabt. Fand das Spiel vorher super, habe es dann mal in ner anderen Runde gespielt und es war eine einzige Katastrophe. Konnte man sich vorher gar nicht vorstellen, dass das Spiel so lahmarschig und demotivierend gespielt werden kann. Selbst ich fand das Spiel dann schlecht.

> Was ist ein "mittlerer Anspruch?", frage ich mich...?

Mehr als "geringer Anspruch", weniger als "hoher Anspruch".

Mike

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Carsten Wesel

Re: [OT] TA-Ablehn-Gruppe

Beitragvon Carsten Wesel » 11. April 2004, 09:07

Ina Broß schrieb:
>
> Wir fahren am Montag nach Oberhof und freuen uns schon sehr.

Und mindestens ich werde [b]Zug um Zug[/b] dabei haben.

Gruß Carsten (der dieses wirklich schöne Spiel mag - aber lieber als Ina & Tina?)

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Wolfgang Ditt

Re: [OT] TA-Ablehn-Gruppe

Beitragvon Wolfgang Ditt » 11. April 2004, 10:39

Carsten Wesel schrieb:
> Und mindestens ich werde [b]Zug um Zug[/b] dabei haben.

*anschließ*

Wolfgang

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Attila
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Beiträge: 4715

Re: Zug um Zug: Unsere Eindrücke!

Beitragvon Attila » 11. April 2004, 11:18

Helmut Lehr schrieb:

> Sein Kommentar: "Reines glücksbetontes Sammelspiel. Muss ich
> nicht wieder spielen."

Da ist wohl jemand immer schnell bei der Sache. Also mir hat ZuZ auch nicht SO gut gefallen, wenn jemand allerdings sagt, es sei ein glücksbetontes Sammelspiel, dann kann ich nur dazu sagen: "Spiel es nochmal, Sam. Vieleicht verstehst du es dann ja."

Atti

PS: Wie üblich kommt das "Glücksbeton"-Schlagtot-ARgument immer dann wenn einem das Spiel nicht gefällt. :-)

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Ina-spielbox

Re: [OT] TA-Ablehn-Gruppe

Beitragvon Ina-spielbox » 11. April 2004, 11:27

...Carsten Wesel schrieb:

> Gruß Carsten (der dieses wirklich schöne Spiel mag - aber
> lieber als Ina & Tina?)

... davon gehe ich aus ...

Ina (mag Dos rios auch lieber als Carsten - das hat aber eigentlich nichts mit Carsten zu tun)

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Carsten Wesel

Re: [OT] TA-Ablehn-Gruppe

Beitragvon Carsten Wesel » 11. April 2004, 14:01

Ina Broß schrieb:
>
> Ina (mag Dos rios auch lieber als Carsten - das hat aber
> eigentlich nichts mit Carsten zu tun)

[b]eigentlich[/b]?

Gruß Carsten (der dir Ostermontag ganz nah sein wird.)

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Volker L.

Re: Gluecksbeton

Beitragvon Volker L. » 11. April 2004, 17:45

Ich habe ZuZ bisher noch nicht gespielt, möchte aber auf Dein P.S. eingehen

Attila schrieb:
>
> PS: Wie üblich kommt das "Glücksbeton"-Schlagtot-ARgument
> immer dann wenn einem das Spiel nicht gefällt. :-)

Na, ist doch klar: Ich bin der große Über-Stratege, strategiebetonte Spiele
gefallen mir und ich gewinne sie auch; wenn ich verliere und/oder mir das
Spiel nicht gefällt, liegt es daran, dass das Glückselement zu dominant ist -
damit ist die Sache vollständig erklärt und weitere Gedanken muss ich mir
gar nicht erst machen :roll:

Bedenklich ist, dass Spiele, die einen messbaren Glücksfaktor haben, auch
wenn er kleiner als der Strategiefaktor ist, gerne als glücksbetont bezeichnet
werden, weil der Sprecher das entweder in seinem Frust tatsächlich falsch
beurteilt oder der Tatsache nicht ins Auge sehen will, dass er schlechter
gespielt hat als der andere.

Gruß, Volker (würde gern in einem Haus wohnen, dass aus Glücksbeton erbaut ist ;-) )

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Günter Cornett

Re: Gluecksbeton

Beitragvon Günter Cornett » 11. April 2004, 18:00

Volker L. schrieb:
>
> Ich habe ZuZ bisher noch nicht gespielt, möchte aber auf Dein
> P.S. eingehen
>
> Attila schrieb:
> >
> > PS: Wie üblich kommt das "Glücksbeton"-Schlagtot-ARgument
> > immer dann wenn einem das Spiel nicht gefällt. :-)

wie bei 'Die Siedler', gell?

> Na, ist doch klar: Ich bin der große Über-Stratege, strategiebetonte Spiele
> gefallen mir und ich gewinne sie auch; wenn ich verliere und/oder mir das
> Spiel nicht gefällt, liegt es daran, dass das Glückselement zu dominant ist -
> damit ist die Sache vollständig erklärt und weitere Gedanken muss ich mir
> gar nicht erst machen :roll:

Ob der Glücksfaktor angemessen ist, liegt IMHO daran wieviel Denkaufaufwand das Spiel erfordert und wieviel Einfluß dieser Aufwand auf das Ergebnis hat.

Zum anderen steigt natürlich der Glücksfaktor umso stärker, je geringer der Unterschied der Spielstärke zwischen den Spielern ist:

Bei im Grunde gleichstarken Schachspielern hängt das Ergebnis von eher nebensächlichen Dingen wie Tagesform, Luftdruck, ... ab. Bei Skatspielern mit stark unterschiedlicher Spielstärke wird der bessere Skatspieler fast immer eine Folge von 20 Spielen für sich entscheiden.

> Bedenklich ist, dass Spiele, die einen messbaren Glücksfaktor haben, auch
> wenn er kleiner als der Strategiefaktor ist, gerne als glücksbetont bezeichnet
> werden, weil der Sprecher das entweder in seinem Frust tatsächlich falsch
> beurteilt oder der Tatsache nicht ins Auge sehen will, dass er schlechter
> gespielt hat als der andere.

Das ist gar nicht bedenklich. Bekanntlich ist die richtige Mischung aus Glück und Taktik bei einem Spiel dann gegeben, wenn man den Sieg den eigenen Fähigkeiten, die Niederlage dem Glücksfaktor zuschreiben kann.

> Gruß, Volker (würde gern in einem Haus wohnen, dass aus
> Glücksbeton erbaut ist ;-) )

Das ist bei Baumeistern genauso wie bei Spielern: Wenn die Mauer hält, ist es die Qualität des Betons, wenn nicht war es mangelndes Glück. ;-)

Gruß, Günter

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Attila
Kennerspieler
Beiträge: 4715

Re: Gluecksbeton

Beitragvon Attila » 11. April 2004, 20:54

Volker L. schrieb:

> > PS: Wie üblich kommt das "Glücksbeton"-Schlagtot-ARgument
> > immer dann wenn einem das Spiel nicht gefällt. :-)
> Na, ist doch klar: Ich bin der große Über-Stratege,
> strategiebetonte Spiele gefallen mir und ich gewinne sie auch; wenn ich
> verliere und/oder mir das Spiel nicht gefällt, liegt es daran, dass das
> Glückselement zu dominant ist - damit ist die Sache vollständig erklärt
> und weitere Gedanken muss ich mir gar nicht erst machen :roll:

Das beschreibt es wohl ziemlich genau... aber was dem ganzen die Krone aufsetzt: Solche sprüche nachdem man das Spiel *einmal* gespielt hat. Ja, doch ich muss sagen *das* überzeugt mich dann doch! :roll:

> Bedenklich ist, dass Spiele, die einen messbaren Glücksfaktor
> haben, auch wenn er kleiner als der Strategiefaktor ist, gerne als
> glücksbetont bezeichnet werden, weil der Sprecher das entweder
> in seinem Frust tatsächlich falsch beurteilt oder der Tatsache
> nicht ins Auge sehen will, dass er schlechter gespielt hat
> als der andere.

Naja, oft ist es ja nunmal so das in den ersten Partien zu begin relativ planlos gespielt wird und dann gewinnt tatsächlich oft der, der das meiste Glück hatte.

Ich meine, wenn einem das Spiel nicht zusagt dann soll man das sagen und es nicht auf irgendwelche Dinge schieben. Glück und nicht glück ist in vielen Spielen die fähigkeit/unfähigkeit mit Wahrscheinlichkeiten umzugehen. Bei Kartenspielen kommt dazu noch ein fähigkeit sich die gefallenen/gezogenen Karten zu merken.
Wenn man das nicht hinbekommt, ist es gleich ein Glücksspiel. Ich sage dazu "Risikomanagment", was ich als eine grosse strategische Herrausforderung ansehe. Es kann ja kein Zufall (oder Glück) sein das in diesen angeblichen Glücksspielen immer die selben gewinnen.

Atti

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Ina-spielbox

Re: [OT] TA-Ablehn-Gruppe

Beitragvon Ina-spielbox » 11. April 2004, 21:16

... uneigentlich natürlich auch, oder nicht oder wie???

Ina, die vor der Nähe mit Carsten noch ein kleines aber feines Dos Rios zu zweit spielen wird ....

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Friedrich Boldt

Re: Zug um Zug: Unsere Eindrücke!

Beitragvon Friedrich Boldt » 11. April 2004, 23:21

Hallo zusammen,

also wir hatten am letzten Donnerstag die Gelegenheit "Zug um Zug" bei unserem Spieleabend auszuprobieren. Und ich muss sagen, es hat jedem gut bis sehr gut gefallen. Wir haben es 2 x zu fünft gespielt und es hat sich wirklich herausgestellt, dass diejenigen, die stur auf die erfüllung ihrer Karten hinarbeiteten ziemlich abgeschlagen waren. Trotzdem von ihnen ein sehr positives Urteil. Wenn es trotz Niederlage zum nochmalspielen reizt, und zwar weil es Spass gemacht hat und nicht nur aus Revanchegelüsten, so hat das Spiel seinen Zweck, für das es gedacht ist, doch voll erfüllt.
Die Besetzung reichte übrigens von "Puerto Rico"-Fans über "El Grande"-Liebhaber bis zu leichteren Vorlieben, wie "Africa".
Man sollte einem Spiel wirklich mehrere Chancen geben. Was in der einen Spielgruppe hochgejubelt wird, ist in der anderen ein Langweiler. Dabei kommt es oft noch nicht mal so sehr auf die Mitspieler an, sondern auf die momentane Situation. Bin ich gestresst oder lustlos, habe ich Ärger in der Firma gehabt oder hat der FCK gerade haushoch verloren. Umgekehrt, bin ich gerade in einer euphorischen Phase, bin ich einfach gut drauf. Das alles wirkt sich beim Spielen aus. Ich kann wirklich (fast) jedem Spiel was abgewinnen, denn mit den richtigen Mitspielern zur richtigen Zeit macht doch auch "Kleine Fische", "König Artus Tafelrunde" oder selbst "UNO" Spass und darauf kommts doch letztendlich an.

Gruß Fritz
(der gerne mehr Zeit für´s Spielen hätte)

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Erhard Portner
Kennerspieler
Beiträge: 504

Re: Gluecksbeton

Beitragvon Erhard Portner » 12. April 2004, 00:28

Hallo Volker, Günter und Arttila,

ich finde, Ihr habt das Ding mit dem Glücksmoment und dessen Spielbedeutung sehr gut beschrieben und herausgearbeitet. Kann mich den diesbezüglichen Ausführungen nur vollinhaltlich anschließen.

Mit verspielten Grüßen
Erhard (bekennender "Zug um Zug"-Fan, der gerne Volker, der ja leider noch nicht "Zug um Zug" kennt, zu einer Partie "Zug um Zug" einladen würde, damit auch Volker das tolle Spiel "Zug um Zug" kennen lernt :-) )

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Helmut Lehr

Re: Zug um Zug: Unsere Eindrücke!

Beitragvon Helmut Lehr » 12. April 2004, 10:51

Friedrich Boldt schrieb:
>
Ich kann
> wirklich (fast) jedem Spiel was abgewinnen, denn mit den
> richtigen Mitspielern zur richtigen Zeit macht doch auch
> "Kleine Fische", "König Artus Tafelrunde" oder selbst "UNO"
> Spass und darauf kommts doch letztendlich an.

Das ist richtig.
Vorige Woche hatten wir eine ziemliche bunte Geburtstagsrunde zusammen (inklusive unsere "TA-Ablehner"). Ich legte "Kai Piranja" auf den Tisch. Interessant: Die "TA-Ablehner" (=mein Schwiegersohn und meine Tochter, meist komplexe Spiele spielend) fanden das Spiel ganz lustig und hatten viel Spaß an der Fisch-Runde. Eine gute Bekannte aus unserem Spielkreis dagegen hat die ganze Zeit gestänkert: "Och, ist ja nur Glück. Nee, das Spiel ist nix für mich. Wie lange wollen wir das denn noch spielen?..." usw. Das hat die ganze Stimmung getrübt.

Nun muss man jedem seine Spiel-Vorlieben lassen. Wenn Attila schreibt vom "Glücksbetont-Totschlag"-Argument, dann kann ich diese Formulierung nicht nachvollziehen. Jeder hat einen Grund, warum er ein Spiel mag, das andere nicht.
Ein Grund, ein Spiel nicht zu mögen, ist - und das ist ja oft hier diskutiert worden, dass für den entsprechenden Mitspieler zuviel Glück im Spiel enthalten ist.
Das ist doch ein Grund, okay.
Mein Schwiegersohn meinte nur: "Sammeln, sammeln, sammeln, und dann eine Linie Legen ist mir zu wenig." Gut, das ist ein Argument. Wenn andere gerade dies super finden, wie Erhard z.B., auch gut.
Ich selbst halte ZuZ für würdig für die "Nominierungsliste", auch wenn es die wie bisher ja nicht mehr geben soll. Allerdings hatte ich nach den euphorischen PEEP-Berichten noch mehr "Spiel-Pfiff" erwartet. Meine dadurch geweckten hohen Erwartungen wurden aber nicht erfüllt.
Noch schöne Ostern!
Helmut

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Matthias Staber

Re: Zug um Zug: Unsere Eindrücke!

Beitragvon Matthias Staber » 12. April 2004, 11:43

>Ich selbst halte ZuZ für würdig für die "Nominierungsliste", auch wenn es die wie bisher ja nicht mehr geben soll. Allerdings hatte ich nach den euphorischen PEEP-Berichten noch mehr "Spiel-Pfiff" erwartet. Meine dadurch geweckten hohen Erwartungen wurden aber nicht erfüllt.<

ZuZ scheint ein Spiel zu sein, bei dem man ein besonders schwammiges Spielebewertungskriterium nicht außen vor lassen sollte: Der Suchtfaktor! Und der packt einen eben, oder halt nicht. Ich jedenfalls bin nach meinen jetzt rund 10 ZuZ-Partien bereits stark abhängig von diesem Suchtmittel. Aber nicht jeder Organismus spricht gleich stark auf bestimmte Substanzen an. Vielleicht solltest du die Dosis erhöhen?

Matthias

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Helmut Lehr

Re: Zug um Zug: Unsere Eindrücke!

Beitragvon Helmut Lehr » 12. April 2004, 12:13

Matthias Staber schrieb:
>
> >Ich selbst halte ZuZ für würdig für die "Nominierungsliste",
> auch wenn es die wie bisher ja nicht mehr geben soll.
> Allerdings hatte ich nach den euphorischen PEEP-Berichten
> noch mehr "Spiel-Pfiff" erwartet. Meine dadurch geweckten
> hohen Erwartungen wurden aber nicht erfüllt.<
>
> ZuZ scheint ein Spiel zu sein, bei dem man ein besonders
> schwammiges Spielebewertungskriterium nicht außen vor lassen
> sollte: Der Suchtfaktor! Und der packt einen eben, oder halt
> nicht. Ich jedenfalls bin nach meinen jetzt rund 10
> ZuZ-Partien bereits stark abhängig von diesem Suchtmittel.
> Aber nicht jeder Organismus spricht gleich stark auf
> bestimmte Substanzen an. Vielleicht solltest du die Dosis
> erhöhen?

Da ich zur Zeit immer ein paar Partien "TA" online spiele, bringt mir eigentlich ZuZ inhaltlich nicht viel Neues.

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Attila
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Beiträge: 4715

Re: Zug um Zug: Unsere Eindrücke!

Beitragvon Attila » 12. April 2004, 14:28

Helmut Lehr schrieb:

> Mein Schwiegersohn meinte nur: "Sammeln, sammeln, sammeln,
> und dann eine Linie Legen ist mir zu wenig." Gut, das ist ein
> Argument. Wenn andere gerade dies super finden, wie Erhard
> z.B., auch gut.

Ist ja auch okay - das kann ich verstehen. Aber es wird nahezu *immer* dabei gesagt das es "Glücksbetont" ist, ein "Glücksspiel" ist oder "zu viel Glück dabei" ist.
Das halte ich
a) nach einem Spiel für absolut Unglaubwürdig
b) als vorgeschoben weil einem nix besseres einfällt (dabei muss einem nichts einfallen: Mir gefällt es nicht. Reicht vollkommen aus.)
und
c) meistens ist es dazu schlichtweg *falsch*

Das einem ein Spiel nicht gefällt ist eine sache - es mit nicht ergründeten Argumenten zu unterstreichen muss aber nicht sein. (Ich weiss, man tut sich schwer damit, wenn einem ein Spiel nicht zusagt, aber was bei mir *immer* hilft: Anschauen wer gewinnt und wie oft. Spätestens beim dritten Sieg in Folge sollte man ein wenig stutzig werden! :-) )

Atti

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Jost Schwider

RE: Gluecksbeton

Beitragvon Jost Schwider » 13. April 2004, 12:11

"Günter Cornett" hat am 11.04.2004 geschrieben:

>> Attila schrieb:
>> >
>> > Wie üblich kommt das "Glücksbeton"-Schlagtot-ARgument
>> > immer dann wenn einem das Spiel nicht gefällt. :-)
>
> wie bei 'Die Siedler', gell?

Strike! :-D
Treffer, versenkt! :LOL:

> Ob der Glücksfaktor angemessen ist, liegt IMHO daran
> wieviel Denkaufaufwand das Spiel erfordert und wieviel
> Einfluß dieser Aufwand auf das Ergebnis hat.

Genau richtig: Wenn ein Spiel einem stundenlanges Grübeln (scheinbar!) abverlangt, aber letztendlich nur das Glück in der letzten Runde den Ausschlag gibt, dann ist das Spiel m.E. verkorkst!

Ein weiterer Faktor ist die Spieldauer: Bei einem kurzen Spiel etwa kann ja vieles durch eine Revanche ausgeglichen werden.

Viele Grüße
Jost aus Soest (sprich: "jooost aus sooost")
http://www.schwider.de/spiele.htm - [i](Brett)Spiele und mehr...[/i]

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Volker L.

Re: Gluecksbeton

Beitragvon Volker L. » 13. April 2004, 16:00

Jost Schwider schrieb:
>
> "Günter Cornett" hat am 11.04.2004 geschrieben:
>
> > Ob der Glücksfaktor angemessen ist, liegt IMHO daran
> > wieviel Denkaufaufwand das Spiel erfordert und wieviel
> > Einfluß dieser Aufwand auf das Ergebnis hat.
>
> Genau richtig: Wenn ein Spiel einem stundenlanges Grübeln
> (scheinbar!) abverlangt, aber letztendlich nur das Glück in
> der letzten Runde den Ausschlag gibt, dann ist das Spiel m.E.
> verkorkst!
>
> Ein weiterer Faktor ist die Spieldauer: Bei einem kurzen
> Spiel etwa kann ja vieles durch eine Revanche ausgeglichen
> werden.

Hallo, Jost und Günter!

Was Ihr da schreibt, ist durchaus korrekt - weicht allerdings
etwas vom Thema ab. Bei Attilas Lamento und meiner teils
sarkastischen Zustimmung ging es ja nicht darum, ob Spiele
trotz oder vielleicht gerade wegen eines hohen Glücksanteils
gut sein können, sondern darum, dass oftmals bei Spielen, die
einem nicht gefallen, [i]behauptet[/i] wird, dass sie einen
hohen Glücksanteil hätten - selbst in Fällen wo dies eindeutig
nicht der Fall ist - und dies nicht nur als - in manchen Fällen
unzutreffende - Erklärung für das Nichtgefallen herhalten,
sondern auch gleich jegliche weitere Diskussion abwürgen soll.

Gruß, Volker

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Jost Schwider

RE: Gluecksbeton

Beitragvon Jost Schwider » 19. April 2004, 14:40

"Volker L." hat am 13.04.2004 geschrieben:

> Bei Attilas Lamento und meiner teils
> sarkastischen Zustimmung ging es ja nicht darum, ob Spiele
> trotz oder vielleicht gerade wegen eines hohen Glücksanteils
> gut sein können, sondern darum, dass oftmals bei Spielen,
> die einem nicht gefallen, [i]behauptet[/i] wird, dass sie einen
> hohen Glücksanteil hätten

Das machen doch allenfalls nur "Warmduscher"!

Hmmm, ein Begriff dafür muss her...
Wie wäre es mit "Glücksverlierer"?

Viele Grüße
Jost aus Soest (sprich: "jooost aus sooost")
http://www.schwider.de/spiele.htm - [i](Brett)Spiele und mehr...[/i]


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