Beitragvon Guenter Cornett » 22. April 2004, 13:15
Jan Ostmann schrieb:
>
> Hallo,
>
> bei aller Aufregung will ich hier doch mal eine Lanze für die
> Spielbox brechen:
>
> 1. Sicher: der Begriff Bearbeitungsgebühr ist komisch - soll
> wohl aber das Kosten-Nutzen-Verhältnis des Preises (25 € im
> Jahr) für die "Anzeige" zum Ausdruck bingen. Bedenkt man, wie
> viele kaufwillige Vielspieler sich hier tummeln, ist dieser
> Betrag nicht gerade hoch.
Nun, wenn man für jeden Link 25,- Euro bezahlen müsste, wäre es teurer.
Die Gründe dafür, dass ein spielbox-Link gegenwärtig einen höheren Marktwert hat als andere, liegt aber u.a. auch an der unentgeltlichen Leistung vieler Spieler.
Siehe mein Rechenbeispiel:
http://www.spielbox.de/phorum4/read.php4?f=1&i=88134&t=88004
>
> 2. Link-Seiten lassen immer eine selektierte Auswahl
> vermuten: Zum einen gibt es keine Vollständigkeit im Internet
> - die ist bei der Schnellebigkeit gar nicht zu
> bewerkstelligen. Zum anderen stellt jede Linkliste eine
> Auswahl der persönlich für empfehlenswert gehaltenen
> Internetseiten dar. Auch hier bei der Spielbox.
Empfehlenswert aufgrund des Inhalts oder weil für den Link bezahlt wurde...
> 4. Selbst wenn die Linkliste komplett ist hat sie nicht mehr
> Nutzen für mich. Für mich als Käufer von Spielen ist es
> wichtig, die günstigen Anbieter in der Liste zu haben. All
Was die Einkaufsquellen angeht, so ist es wichtig, einen Spieleladen in der Nähe zu finden. Und da ist die Auswahl auf der Spielbox-Seite inzwischen sehr gering.
> die Versender, die im Vergleich wesetnlich teurer sind -
> scheiden für mich persönlich sowieso aus. Hinzu kommt, dass
> ich nicht die Zeit habe, für jedes Spiel etwa 100
> Internetanbieter miteinander zu vergleichen. (Da sollte dann
Nein, nicht für jedes Spiel, aber man schaut sich sicherlich mehrere Anbieter an und sucht sich davon ein paar aus, deren Seiten einem besonders gefallen. Und es gibt auch Sparten-Anbieter wie Spinxh-Spiele, die nicht ganze Palette haben, sondern nur eine kleine Zielgruppe bedienen. Die findet man dann nicht mehr, wenn sich das für diese Anbieter nicht mehr rechnet.
> jemand mal lieber eine Brettspiele-Preisvergleichs-Seite
> entwickeln. [Wetten, dass derjenige dann - früher oder später
> - auch Geld nimmt von den Anbeitern?!])
Und damit wäre es dann auch keine neutrale Preis-Vergleichsseite mehr. Die Seite wäre tot.
>
> 5. Versender, denen die 25 € zu teuer sind, meinen wohl, dass
> sich das nicht rechnet. Dementsprechend werden das die eher
> hochpreisigen Anbieter sein, bei denen nicht so viele
> Bestellungen eingehen. Diese scheiden für mich - siehe 4 - eh
> aus.
Vielleicht leisten sich gerade die hochpreisigen Anbieter, die Anzeige, weil sie das geld von den Spielern wieder reinkriegen ;-)
Das ist Kaffeesatzleserei.
Sache ist, dass es einfacher ist, Preise hochzuhalten, wenn weniger Konkurrenz sichtbar ist.
> 6. Hundert Links = 2500 €. Das klingt viel - ist aber
> unrealistisch. Denn momentan sind es ja gerade mal ca. 15 -
> und hundert waren und werden es wohl auch kaum werden.
2x 15: Einkaufsquellen und Links. Wer auf beiden vertreten ist zahlt 50 Euro/Jahr.
30,-x25,-=750,- Euro: lohnt sich das wirklich für eine Verschlechterung des Angebots ? Oder wäre es nicht sinnvoller gewesen, die betroffenen Anbieter mal zu einer Abo-Aktion zu bewegen?
> 7. Für Spieleversender ist die Verlinkung bares Geld (siehe
> oben Punkt 1). Die Spielbox ist ein kommerzielles Blatt. Ergo
> will sie Gewinn oder zumindest keinen Verlust machen. Daher
> ist es ihr gutes Recht in der Marktwirtschaft für Werbung
> Geld zu verlangen.
Ja, das ist ihr gutes Recht. Es ist auch ihr gutes Recht, kostenlose Leistungen in Anspruch zu nehmen (machen wir als Kleinverlag auch). Aber ich halte das in diesem Fall für kleinkariert und denke, dass sich Peep-Schreiber vielleicht doch etwas verarscht vorkommen.
> 8. Mir als Abonnent der Zeitschrift ist es immer noch lieber,
> dass diejenigen ihren (finanziellen) Beitrag zum Erhalt der
> Zeitschrift und ihrer Qualität, welche einen direkten
> finanziellen Nutzen davon haben, bevor der Preis der
> Zeitschrift erhöht wird und die Kosten auf das wirklich
> schwächste Glied - den Enabnehmer - aufgedrückt werden.
Der zahlt das sowieso - ob über das Abo oder über den Laden.
Daher sollten Massnahmen IMHO eher in Richtung auf Ausbreitung des Angebots gehen (z.B. Abo-Aktion oder Werbeplakat in Spieleläden), nicht auf Einschränkung (kein umfassendes Verzeichnis mehr).
Gruß, Günter