Beitragvon Steffen S. » 24. April 2004, 13:31
Hallo Thomas,
ich wollte niemandem die Worte im Mund verdrehen, wenn ich eine Angabe übersehen haben sollte (oder falsch gefolgert habe), sorry 4 that,
An Hans: Um nicht mehr Uneinigkeit erscheinen zu lassen, als da ist, zitiere ich ausnahmsweise mal aus meiner hall9000-Rezi, die so schon vor gut 2 Wochen in der Datenbank eingespeist wurde (wird irgendwann im Ermessen von Frank freigeschaltet):
"[...] An dieser Stelle offenbaren sich die einzigen diskussionswürdigen Punkte dieses hervorragenden Spiels: Die Zielkarten sind ein „hit or miss“. Entweder, ich bekomme die Punkte komplett gutgeschrieben, oder komplett abgezogen. Bei der 22-Punkte-Karte macht das eine erhebliche Differenz von 44 Punkten – oft spielentscheidend. Der krasse Unterschied zwischen Erreichen und Nichterreichen der Verbindungen führt daher v.a. in der ersten Hälfte des Spiels dazu, dass die Mitspieler fast blind ihre eigenen Ziele verfolgen. Es lohnt schlicht nicht, Gegner zu behindern, es sei denn, dies ergibt sich aus der Ähnlichkeit zweier Zielkarten automatisch. Der eigene Zeit- und Kartenverlust ist meist höher, als der Aufwand für den Umweg, den ich meinem Gegenspieler dadurch aufbürde. Erst gegen Spielende, wenn der Plan bereits reich besetzt und Ausweichstrecken rar sind, lohnt es sich, gezielt Nadelöhre auf dem Spielplan zu blockieren. Verschärft wird dieser Umstand noch dadurch, dass jede Behinderung eine spekulative ist – denn es ist nie gesagt, dass mein Gegenspieler dort überhaupt hin wollte.
Auch die Spielerzahl beeinflusst die Dramatik des Spielgeschehens nicht unerheblich: Während bei 4-5 Spielern das Gedrängel auf dem Spielplan bereits nach kurzer Zeit einsetzte, fällt bei nur 2 Spielern die recht solitäre Anfangsphase vergleichsweise lang aus.[...]"
Wie du siehst: Ohne diese Diskussion vorher geführt zu haben, habe ich selbst im WORTLAUT (!) einen ganz ähnlichen Diskussionspunkt ausgedrückt. Ich bin ganz eins mit dem Eindruck, dass diese Wertungsdifferenz SPIELERZAHLABHÄNGIG (!) ein Problem darstellen KANN. Ich verweigere mich jedoch dem Ansatz, dieses "Problem" mit einer Minuspunktzahldrittelung lösen zu können. Hierauf, und nicht auf den Ansatzpunkt, bezieht sich meine (dann allerdings durchaus kategorische) Ablehnung.
Ich bin übrigens gerne bereit dazu und sehr interessiert, ggf. über email einen Gedankenaustausch zu möglichen Varianten zu führen. Wir haben bereits 3 verschiedene ausprobiert (u.a. die Minuspunkthalbierung, die das Spiel aber im geschilderten Rahmen ad absurdum führte), momentan stricke ich an einer Art "Streckennutzungsvariante", die Minuspunkte im Rahmen fehlender Streckenteile abwirft. Will heißen: Kürzeste noch unbesetzte, mögliche Verbindung zum Zielort gibt Minuspunkte, und zwar 3 pro fehlendem Waggon. Problem: Das kann absolut ausufern, wenn die unbesetzte Strecke um 5 Ecken rumgeht. Besser also: Kürzeste Wegverbindung zum Zielort, je 2 Minuspunkte pro besetztem Feld, 3 Minuspunkte pro unbesetztem. Der Besitzer der besetzten Felder bekommt im Gegenzug 2 Pluspunkte für jeden "mitbenutzten" Waggon. Muss aber alles noch ausgefeilt werden. Problem: Das nimmt dem Spiel durch die Rechnerei u.U. genau die Leichtigkeit, die es auszeichnet. Es fördert allerdings die Konkurrenz.
Für Vorschläge: Mail an Steffen.Stroh@gmx.de
Danke!
Gruß,
Steffen