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Dos Rios

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Steffen S:

Re: Dos Rios

Beitragvon Steffen S: » 8. Mai 2004, 10:45

Schonmal dran gedacht, dass da eine gewisse Deckungsgleiche bestehen könnte....?

Gruß,
Steffen

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RoGo

Re: Propaganda an sich

Beitragvon RoGo » 8. Mai 2004, 12:00

Hallo Roman,

die Dynamik des webs ist manchmal schon erschreckend.
Wobei dies Forum - für mich - immernoch im harmlosen Spektrum rangiert. Wenn ich mir den Benotungswahn auf Boardgamegeek ansehe und die Versuche Spiele in allen möglichen Listen hoch und runter zu werten, in Verbindung mit statements wie: "Note nach einem Spiel - mit falschen Regeln - in einer lauten, verrauchten, dunklen Kneipe" bei gut einem viertel der Noten, dann ahne ich wohin wir noch kommen können.

Vielleicht bildet die Jury mit ihrer urdeutschen Vereinsstruktur und behäbigen Entscheidungsfindung doch einen angenehmen Gegenpol, wobei ich nicht glaube, dass sie Ende der Siebziger dieses im Sinn hatten.

Fröhliche Grüße

Roland

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Matthias Staber

Re: Propaganda an sich

Beitragvon Matthias Staber » 8. Mai 2004, 12:16

>Wenn ich mir den Benotungswahn auf Boardgamegeek ansehe und die Versuche Spiele in allen möglichen Listen hoch und runter zu werten, in Verbindung mit statements wie: "Note nach einem Spiel - mit falschen Regeln - in einer lauten, verrauchten, dunklen Kneipe" bei gut einem viertel der Noten, dann ahne ich wohin wir noch kommen können.<

Mein Lieblingskommentar in diesem Zusammenhang ist immer, möglichst bereits nach Durchsicht des Materials: "It's broken!"

Matthias

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Roman Pelek

Re: Propaganda an sich

Beitragvon Roman Pelek » 8. Mai 2004, 19:53

Hi Roland,

RoGo schrieb:

> die Dynamik des webs ist manchmal schon erschreckend.
> Wobei dies Forum - für mich - immernoch im harmlosen Spektrum
> rangiert. Wenn ich mir den Benotungswahn auf Boardgamegeek

Sicher. Die Spieleszene hierzulande ist noch relativ behäbig, und ein Gutteil des Erfolges mag darin liegen, nicht jedem Galopper des Jahres nachzurennen. Im Vergleich zu anderen Foren geht es hier zum Glück auch sehr zivilisiert zu. Dem Trend zu Schnelllebigkeit und Ungeduld können wir uns hier aber auch nicht entziehen... Wobei ich nach wie vor denke, dass wir auch hier sehr unangenehme Seiteneffekte haben, die über Top oder Flopp entscheiden, und dass ebendiese manchmal etwas neben der Spur laufen :-)

> ansehe und die Versuche Spiele in allen möglichen Listen hoch
> und runter zu werten, in Verbindung mit statements wie: "Note
> nach einem Spiel - mit falschen Regeln - in einer lauten,
> verrauchten, dunklen Kneipe" bei gut einem viertel der Noten,
> dann ahne ich wohin wir noch kommen können.

Hm, ja. Prinzipiell ist die Idee von Boardgamegeek eine fantastische und ideal auf die Bedürfnisse von Usern und die Möglichkeiten des Web abgestimmte. Aber sie lädt dadurch auch extrem zu unreflektierten Betrachtungsweisen ein. Wenn ich dran denke, was es anfangs für einen Aufwand gekostet hat, den Amis klar zu machen, dass "Santiago" keinen fehlerhaften Mechanismus hat, sondern sie es nur aufgrund der Sprachbarriere falsch gespielt haben, sind solche Trends wahrlich bedenklich *seufz* Im Web wird halt manchmal gequirlter Quark im Brustton der Überzeugung kund getan und verselbstständigt sich dann...

> Vielleicht bildet die Jury mit ihrer urdeutschen
> Vereinsstruktur und behäbigen Entscheidungsfindung doch einen
> angenehmen Gegenpol, wobei ich nicht glaube, dass sie Ende
> der Siebziger dieses im Sinn hatten.

Sicher war dies nicht Ziel, aber auch ich hege gerne Sympathie für manch urdeutsche Gemütlichkeit. Eine gewisse Ruhe und Bedachtheit hat etwas für sich. Auch wenn das Web einiges zum Guten beschleunigt, sollte man sich nicht von jeder Spontaneität aus der Ruhe bringen lassen :-))

Ciao,
Roman

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Roman Pelek

Re: Propaganda an sich

Beitragvon Roman Pelek » 8. Mai 2004, 20:02

Moin Matthias,

Matthias Staber schrieb:

> Mein Lieblingskommentar in diesem Zusammenhang ist immer,
> möglichst bereits nach Durchsicht des Materials: "It's broken!"

*lol* Ja, bei manchen scheint das Urteil gelegentlich die eigene Fähigkeit dazu zu überholen. Sehr treffend von Dir formuliert :-)

Ciao,
Roman

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Mik Svellov

Re: Dos Rios

Beitragvon Mik Svellov » 9. Mai 2004, 17:10

> Also für das Gathering kann ich das, leider für Benno, nicht bestätigen.
> Ich wollte es drüben immer wieder mal spielen - und fand bis zum Schluss
> keine Mitspieler, weil "alle gehört hatten, es solle nicht so dolle sein" ...


Ach, Stefan. Die einzige vorhandene Kopie von Dos Rios waren doch meine - und ich habe es jedem Tag über alle 9 Tage mindstens einmal gespielt.

Mik

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peer

Re: Propaganda an sich

Beitragvon peer » 10. Mai 2004, 07:55

Hi,
Roman Pelek schrieb:
> > Mein Lieblingskommentar in diesem Zusammenhang ist immer,
> > möglichst bereits nach Durchsicht des Materials: "It's
> broken!"
>
> *lol* Ja, bei manchen scheint das Urteil gelegentlich die
> eigene Fähigkeit dazu zu überholen. Sehr treffend von Dir
> formuliert :-)

BGG wird von sehr vielen Leuten benutzt - hat den Vorteil, dass die Datenbank recht komplett ist. Und den Nachteil, dass sich viele Leute berufen fuehlen, eine Note abzugeben, die dann nichts aussagt. :-)

Doch leider ists hier dann doch so anders auch wieder nicht; Ich denke mal an so Geschiche wie die Ballon Cup - Diskussion oder Postings wie "Wie kann man nur ein Spiel wie HdR-Die Suche auf den Markt bringen, wo dass doch genau wie die Entdecker von Teuber sein soll". Und Anno 1503 wurde ja auch schon bewertet, bevor irgendjemand es gespielt hat (So ne Anleitung ist schon praktisch. Its broken, sag ich da nur :-) )
Und auch in der letzten Zeit - gerade z.B. bei Dos Rios - hab ich schon viele Meinungen gehoehrt, bei denen ich das Gefuehl habe, die sind nach dem Durchlesen anderer Postings entsatnden...
Und selbst bei den Rezis anderer Webseiten hab cih schon so manches Kommentar erspaeht, dass augenscheinlich nach 1 (!) Partie zustande kam (nicht verwerflich fuer ein PEEP, abre in einer Rezi???)

Wenn man nicht Probe spielen kann, sollte man also sehr diverenziert zwischen den Zeilen lesen...

ciao
peer (glaubt auch nicht allen Amazon-Bewertungen)

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Jost Schwider

RE: dynamisch und stark

Beitragvon Jost Schwider » 10. Mai 2004, 10:44

"Michael Weber" hat am 06.05.2004 geschrieben:

> Matthias Staber schrieb:
>> Ja, ich z.B. Obwohl ich es für ein solides Spiel halte,
>> gefallen mir die anderen Neuheiten, die ich spielen durfte,
>> besser. Gerade deswegen habe ich obigen Link als Kontrapunkt
>> gepostet, um vielleicht die DR-Debatte noch einmal anzukurbeln.
>
> Es geht ja nicht um besser oder schlechter. Ich finde das
> Spiel sehr schön, sehr eigen und absolut überzeugend. Ein
> paar Kleinigkeiten können natürlich nerven (frühe Finka an
> der richtigen "oberen" Ecke, ständiges Rausschmeißen,
> falsches Optimieren). Aber der Ärgerfaktor ist ungemein
> groß. Wenn alle zusammen gegen den jeweils vermeindlich
> führenden spielen und der Fluss häufig seinen Lauf
> wechselt, wird Dos Rios zu einem sehr sehr
> abwechslungsreichen und dynamischen Spiel.

100% ACK! Vor allem der Fluss-Lege-Mechanismus ist thematisch sehr gut umgesetzt und damit genial gelungen!

Michael, du hast das Spiel absolut treffend charakterisiert, eventuell kann man höchstens noch ein wenig verfeinern:
DR ist zu zweit gut planbar (man kann konstruktiv spielen), zu viert echt chaotisch (man muss destruktiv spielen).

DR erinnert mich daher ein wenig an "Drunter & Drüber", welches ähnliche Aspekte realisiert und zusätzlich noch ein schönes Bluff-Element enthält.

Viele Grüße
Jost aus Soest (sprich: "jooost aus sooost")
http://www.schwider.de/spiele.htm - [i](Brett)Spiele und mehr...[/i]

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Michael Weber

Flüsse drunter und drüber

Beitragvon Michael Weber » 10. Mai 2004, 17:20

Jost Schwider schrieb:
> > Es geht ja nicht um besser oder schlechter. Ich finde das
> > Spiel sehr schön, sehr eigen und absolut überzeugend. Ein
> > paar Kleinigkeiten können natürlich nerven (frühe Finka an
> > der richtigen "oberen" Ecke, ständiges Rausschmeißen,
> > falsches Optimieren). Aber der Ärgerfaktor ist ungemein
> > groß. Wenn alle zusammen gegen den jeweils vermeindlich
> > führenden spielen und der Fluss häufig seinen Lauf
> > wechselt, wird Dos Rios zu einem sehr sehr
> > abwechslungsreichen und dynamischen Spiel.
>
> 100% ACK! Vor allem der Fluss-Lege-Mechanismus ist thematisch
> sehr gut umgesetzt und damit genial gelungen!
>
> Michael, du hast das Spiel absolut treffend charakterisiert,
> eventuell kann man höchstens noch ein wenig verfeinern:
> DR ist zu zweit gut planbar (man kann konstruktiv spielen),
> zu viert echt chaotisch (man muss destruktiv spielen).

Danke für das Lob :-)

> DR erinnert mich daher ein wenig an "Drunter & Drüber",
> welches ähnliche Aspekte realisiert und zusätzlich noch ein
> schönes Bluff-Element enthält.

Hm, DAS musst du jetzt mal erläutern?!

Michael


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