Beitragvon Frank » 19. Mai 2004, 01:51
Michael Weber|Reich der Spiele schrieb:
> Und versteh mich nicht falsch, aber
> ist eine ungefähre Spielermeinung, die nach nur einer Partie
> mal eben unbegründet in den Raum geworfen wird, besser als
> eine Rezension, die sich auf mehrere Partien stützt?
jein :-)
was nützt mir die "offizielle rezi", wenn sie besser ausfällt, als sie hätte sein dürfen, weil der rezensent vielleicht schon des öfteren ein bierchen mit dem betreffenden verlagsmenschen, autor oder "was auch immer" getrunken hat und man sich nett findet und nicht richtig wehtun will und kann ?
andererseits nützt sie mir auch nix, wenn sie schlechter ausfällt als nötig, weil vielleicht das rezi-exemplar zu spät vom verlag kam oder der verlag x die seite y aus finanztechnischen gründen seit neuestem nicht mehr mit nulltarif-spielen versorgt und man auf rezensentenseite darüber not very amused ist ?
nicht vergessen, es ist eine überschaubare szene und man kennt sich ! :-)
ein rezensent, einer sehr bekannten seite oder zeitschrift, ist dieser (sicherlich unterbewußten !) persönlichen dimension naturgemäß wesentlich eher ausgesetzt, als der ganz normalen spieler, der einfach nur seinen senf dazugibt und seinem herz luft macht.
andererseits hast du natürlich recht, eine einzelne bewertung, die bei boardgamegeek vorgenommen wurde, womöglich sogar noch durch jemanden, der das spiel noch gar nicht (kommt vor !) oder nur ein einziges mal gespielt hat, nützt sogar noch viel weniger. a-ber, wenn dann erstmal 100, 200 oder 500 leutchen ihre ihren klick abgegeben haben, fängt die sache plötzlich an, so halbwegs zu funktionieren, denn in der schieren masse, gehen die idioten dann irgendwann unter, die einfach nur vor sich hin klicken, um zu klicken.
exakt das meinte ich ja damit, daß es dort auf seine art irgendwie demokratischer ist. auch im echten leben wirst wohl leider immer ca. 5% haben, die bei der npd ihr kreuzchen machen, in springersteifeln und ultra-kurzhaarfrisur rumrennen, leute vor die u-bahn schubsen, mit drogen dealen oder was auch immer, aber in der masse gleicht sich das glücklicherweise irgendwie aus bzw. sind denn doch die 95% halbwegs vernünftigen vorhanden.
ich persönlich halte es jedenfalls so (und ich kenne noch fast 2 handvoll leute, die es ebenso tun !), daß ich bei boardgamegeek erst eine nummer vergebe, wenn ich ein spiel *mindestens* 3x in wechselnder besetzung gespielt habe. alle paar monate passe ich die übrigens auch mal an, denn derlei dinge ändern sich ab und an. mit blick ins internet (nicht eure seite !) und und auf einige tests in printmedien, würde ich mir derartige sorgfalt auch dort wünschen, aber zeitdruck und terminlast erlauben es mutmaßlich auch dort in den meisten fällen wohl nicht wirklich, daß spiele mehr als 5 oder 10x in wechselnden besetzungen gespielt werden.
> Und
> Spieler sind die im Elfenbeinturm ja dann auch, oder ?
klar, sind wir doch alle, die sich hier versammeln, oder etwa nicht :-)
> Im übrigen kann ich hier nur Reich der Spiele empfehlen, denn
> die machen garantiert, was sie wollen, ob die Freaks das nun
> wollen, oder nicht :-P ;-) :lol:
yo, richtig so, ist ne nette seite, also vollste zustimmung, aber eben nur eine von vielen, auf der man ab und an nach infos und rezis gräbt.
abschließend aber nochmal zum eigentlichen thema von peter zurück, es spricht absolut gar nichts dagegen, sich erstmal auf boardgamegeek oder der luding-seite umzutun und diese als basis für archäologische spielestudien und potentielle ebay-schnäppchen zu nutzen, um danach dann den links zu folgen, die man dort findet. ich kann also nicht wirklich verstehen, wieso sich gegen diese empfehlungen zarte opposition gebildet hat !
frank