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San Juan für 5-8 Spieler in deutsch

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Jost Schwider

San Juan für 5-8 Spieler in deutsch

Beitragvon Jost Schwider » 17. Mai 2004, 14:38

Liebe Spieler[innen],

mit Erlaubnis von Mik Svellov (hi!) habe ich seinen brettboard.dk-Artikel "New Roles and expanding the game for up to 8 players" auf deutsch transferiert.

Das Ergebnis ist nun auf folgender WebSeite zu finden:
http://www.schwider.de/sanjuan5.htm

Viele Grüße
Jost aus Soest (sprich: "jooost aus sooost")
http://www.schwider.de/spiele.htm - [i](Brett)Spiele und mehr...[/i]

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DiSta

Re: San Juan für 5-8 Spieler in deutsch

Beitragvon DiSta » 18. Mai 2004, 14:24

Hallo Jost,

ich hatte mir bereits den englischen Artikel durchgelesen und auch verstanden, andererseits liest es sich in Deutsch natürlich noch etwas einfacher :) - von daher danke...

...eine Anmerkung hätte ich denn doch:
Die Rolle [b]Kolonistenschiff[/b] finde ich vom Namen her, nicht ganz so glücklich - ich versteh ja, dass dieser durch die Verwendung der gleichnamigen Karte aus Puerto Rico her rührt, doch letztendlich hast du ja auch für den "Bürgermeister" den Rollennamen in "Vizekönig" abgeändert, wie dies von Mik Svellov vorgeschlagen wird....

...von daher würde ich für die Rolle "Kolonistenschiff" einen anderen Namen vorschlagen, wie wäre es denn mit

"Stadtplaner"

schließlich kann man durch die offene Auswahl der Karten ja den "Bau" seiner Stadt "planen" - nun denn, nur so als Gedankengang...

P.S.
Wenn ich die 5-8 Spieler-Variante ausprobiert habe und diese mir gefällt, werde ich mir sicherlich auch ein 2tes Spiel zulegen, dann werde ich aber die darin enthaltenen Rollenkarten benützen. Schließlich kann man auf die "Rückseite" dieser Rollenkarten ja die "neuen" Rollen für 5-8 Spieler draufkleben, man müsste diese nur graphisch schön herstellen - mal sehen, was mir da einfällt. Na ja - vielleicht hat ja jemand, welcher für solche Arbeiten ein geschicktes Händchen hat, etwas entwerfen....

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Dietmar

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Hartmut

RE: San Juan für 5-8 Spieler in deutsch

Beitragvon Hartmut » 18. Mai 2004, 17:42

"Jost Schwider" hat am 17.05.2004 geschrieben:
> Liebe Spieler[innen],
>
> mit Erlaubnis von Mik Svellov (hi!) habe ich seinen
> brettboard.dk-Artikel "New Roles and expanding the game for
> up to 8 players" auf deutsch transferiert.
>
> Das Ergebnis ist nun auf folgender WebSeite zu finden:
> http://www.schwider.de/sanjuan5.htm

Interessante Varianten. Mal sehen, wann ich das erproben kann, vielleicht in Bilstein...

Beim Durchlesen ist mir spontan folgendes eingefallen. Auch wenn die Varianten "in allen Belangen getestet" wurden und "gut funktionieren", schlage ich folgende kleinere Anpassungen vor:

"5 Spieler - 2 Goldsucher -> die Goldgrube wird aufgewertet". Stimmt, zumal ja nun immer der Goldsucher gewählt wird, manchmal sogar zweimal. Die Wahrscheinlichkeiten kann man dem Spiel zu viert entsprechend regeln, wenn die Goldgrube nur dann genutzt werden darf, wenn beide Goldsucher genommen wurden, also eine andere Rolle übrigbleibt.

"6 Spieler - Kolonistenschiff": für den Fall, dass der die Rolle wählende Spieler eine Bibliothek hat, nimmt er zwei Karten der Auswahl, der Spieler rechts von ihm geht leer aus. Finde ich persönlich unschön, denn das kann den armen Mann zur Rechten öfters treffen, wodurch er einen erheblichen Nachteil gegenüber allen Spielern hat. Vorschlag: es wird eine Karte mehr aufgedeckt, als Spieler teilnehmen. So hat auch der letzte der Runde noch die Wahl zwischen zwei Karten (die letzte kommt auf den Ablagestapel). Hat der wählende Spieler die Bibliothek, so muss der letzte nehmen, was übrigbleibt, das ist aber besser als garnichts.

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DiSta

RE: Kolonistenschiff

Beitragvon DiSta » 19. Mai 2004, 11:12

Hartmut schrieb:
...
> "5 Spieler - 2 Goldsucher -> die Goldgrube wird aufgewertet".
> Stimmt, zumal ja nun immer der Goldsucher gewählt wird,
> manchmal sogar zweimal. Die Wahrscheinlichkeiten kann man dem
> Spiel zu viert entsprechend regeln, wenn die Goldgrube nur
> dann genutzt werden darf, wenn beide Goldsucher genommen
> wurden, also eine andere Rolle übrigbleibt.
...

Zum einen finde ich es nicht so "tragisch", wenn es bei der dargestellten Regelung bleibt, in den letzten 3 Spielen haben die Besitzer der Goldgruben keine einzige Karte durch dieses Glückspiel bekommen :) ....

Wenn es einer Änderung bedarf, dann würde ich es aber "besser" finden, wenn man dies wie folgt regelt:
"Der Besitzer der Goldgrube kann deren Eigenschaft nur einmal in einer Runde nutzen, auch wenn die Rolle des Goldsuchers 2mal genommen werden sollte."



>
> "6 Spieler - Kolonistenschiff": für den Fall, dass der die
> Rolle wählende Spieler eine Bibliothek hat, nimmt er zwei
> Karten der Auswahl, der Spieler rechts von ihm geht leer aus.
> Finde ich persönlich unschön, denn das kann den armen Mann
> zur Rechten öfters treffen, wodurch er einen erheblichen
> Nachteil gegenüber allen Spielern hat. Vorschlag: es wird
> eine Karte mehr aufgedeckt, als Spieler teilnehmen. So hat
> auch der letzte der Runde noch die Wahl zwischen zwei Karten
> (die letzte kommt auf den Ablagestapel). Hat der wählende
> Spieler die Bibliothek, so muss der letzte nehmen, was
> übrigbleibt, das ist aber besser als garnichts.


Nun ja, immer dieses friedliche Einerlei, zum einen muss der Spieler, welche die Rolle "Kolonistenschiff" (oder wie ich diese gerne nennen würde: "Stadtplaner") nimmt, ja erst mal eine Bibliothek besitzen, um dieses Privileg zu nutzen.
Hat er diese dann schaut der letzte in der Reihe eben in die Röhre.
Es kann ja auch vorkommen, dass ich z.B. in der Baumeisterphase über den 'Schwarzmarkt' 2 Produktionsgebäude leere, dann als nächster drankommend die Rolle des Aufsehers nehme und als einziger produzieren kann, da die Produktionsstätten der lieben Mitspieler alle belegt sind oder ich nehme den Händler, da ich im Moment der einzige bin, der eine Ware hat oder oder...
Die anderen gehen dann ganz oder teilweise auch leer aus - wo liegt hier der Unterschied zum Nehmen von 2 Karten beim "Kolonistenschiff" und dem Leerausgehen des letzten Spielers in der Reihenfolge ????

Nee - m.E. kann und soll dies so bleiben, schließlich bringt ein kleiner Ärgerfaktor ja auch einige "Impulse" ins Spiel...

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Arby

RE: Kolonistenschiff

Beitragvon Arby » 19. Mai 2004, 11:26

DiSta schrieb:

> > "5 Spieler - 2 Goldsucher -> die Goldgrube wird aufgewertet".
> > Stimmt, zumal ja nun immer der Goldsucher gewählt wird,
> > manchmal sogar zweimal. Die Wahrscheinlichkeiten kann man dem
> > Spiel zu viert entsprechend regeln, wenn die Goldgrube nur
> > dann genutzt werden darf, wenn beide Goldsucher genommen
> > wurden, also eine andere Rolle übrigbleibt.
> ...
> Wenn es einer Änderung bedarf, dann würde ich es aber
> "besser" finden, wenn man dies wie folgt regelt:
> "Der Besitzer der Goldgrube kann deren Eigenschaft nur einmal
> in einer Runde nutzen, auch wenn die Rolle des Goldsuchers
> 2mal genommen werden sollte."

Dann eliminierst du aber wieder den beabsichtigten Effekt, daß eine Goldgrube in einer Runde erst gar nicht zum Tragen käme. In einer 4er-Partie kann man die Goldgrube (bewußt oder unbewußt) komplett links liegen lassen, und kein Spieler mit Goldgrube hätte überhaupt eine Chance auf das "Glücksspiel". Mit einem zweiten Goldsucher wäre das aber komplett anders, und auch dein Alternativvorschlag würde ja sowieso dazu führen, daß alle Goldgrubenbesitzer die Eigenschaft immer beim ersten Goldsucher wählen, der pro Runde auf jeden Fall käme. Insofern mein klares Voting für Hartmuts Vorschlag.

> Die anderen gehen dann ganz oder teilweise auch leer aus - wo
> liegt hier der Unterschied zum Nehmen von 2 Karten beim
> "Kolonistenschiff" und dem Leerausgehen des letzten Spielers
> in der Reihenfolge ????

Bei den anderen "Ärgersituationen" hängt es immer von der individuellen Spielsituation ab, wer und vor allem auch ob ein Spieler bei der aktuellen Rolle leer ausgeht. Bei dem beschriebenen Szenario ist aber IMMER der rechts von der Bibliothek sitzende Spieler der dumme, ohne daß er was dagegen unternehmen könnte, außer durch Verzicht auf eine vielleicht geschickter gewählte Rolle selbst das "Kolonistenschiff" (oder meinetwegen auch "Stadtplaner") zu nehmen.

(Einschub: Wenn ich das Prinzip von San Juan richtig verstanden habe, hätte der Autor / das Entwicklungsteam, wäre so eine Rolle mit in das Spiel gekommen, sogar ein Gebäude mit einer Funktion ausgestattet, daß man als nicht-aktiver Spieler bei dieser Rolle irgendwie mit profitieren könnte (z.B. eine zusätzliche Karte vom Nachziehstapel).)

Von daher halte ich Hartmuts Vorschläge schon für sehr gelungen und würde das in einer Partie mit entsprechend vielen Spielern auch so spielen wollen.

Gruß,
Ralf "Arby" Brostedt

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Hartmut

RE: Kolonistenschiff

Beitragvon Hartmut » 19. Mai 2004, 13:55

Danke, Arby, Du hast alle meine Hintergedanken richtig verstanden, hätte ich nicht besser schreiben können :-)

Zum Goldsucher noch soviel: bei der DMM in Herne hatte ich einen Mitspieler am Tisch, der bei etwa 8 von 10 Versuchen das Glück hatte, eine Karte zu gewinnen. Sicher ein Extrem, aber nicht ausgeschlossen. MIt doppeltem Goldsucher dürften sich die Chancen mehr als verdoppeln, da ja *immer* ein Goldsucher gewählt wird plus so oft ein zweiter, wie das mit nur einem Goldsucher der Fall ist.

Pech & Glück beim K.schiff: ich finde das schon Nachteil genug, wenn man als letzter der Runde keine Wahl unter mehreren Karten mehr hat. Dagegen 1x Geld weniger als *alle anderen* zu bekommen - und das mit der Aussicht auf Wiederholung, weil dem Umstand des Bibliotheks-Besitzes zur Linken geschuldet - halte ich für einen unvertretbar hohen Nachteil.

Hartmut

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DiSta

RE: Kolonistenschiff

Beitragvon DiSta » 19. Mai 2004, 14:36

Hartmut schrieb:
>
> Danke, Arby, Du hast alle meine Hintergedanken richtig
> verstanden, hätte ich nicht besser schreiben können :-)
>
> Zum Goldsucher noch soviel: bei der DMM in Herne hatte ich
> einen Mitspieler am Tisch, der bei etwa 8 von 10 Versuchen
> das Glück hatte, eine Karte zu gewinnen. Sicher ein Extrem,
> aber nicht ausgeschlossen. MIt doppeltem Goldsucher dürften
> sich die Chancen mehr als verdoppeln, da ja *immer* ein
> Goldsucher gewählt wird plus so oft ein zweiter, wie das mit
> nur einem Goldsucher der Fall ist.

So kann's gehen, bei den DMM in Herne hatte ich wiederum 2 Mitspieler am Tisch, welche während der ganzen Partie keine einzige Karte über ihre Goldgruben beziehen konnten....


>
> Pech & Glück beim K.schiff: ich finde das schon Nachteil
> genug, wenn man als letzter der Runde keine Wahl unter
> mehreren Karten mehr hat. Dagegen 1x Geld weniger als *alle
> anderen* zu bekommen - und das mit der Aussicht auf
> Wiederholung, weil dem Umstand des Bibliotheks-Besitzes zur
> Linken geschuldet - halte ich für einen unvertretbar hohen
> Nachteil.
>
> Hartmut


...nun denn, vor diesem Hintergrund und nach nochmaligem Drüberdenken, muss ich dir doch im Grundsatz beipflichten, für einen links neben mir sitzenden Bibliothekar ist das "Kolonistenschiff" schon eine ideale Rolle, denn schließlich kann dieser sich 2 Karten mehr oder weniger aussuchen - während man selbst stets leer ausgeht...

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DiSta

RE: Kolonistenschiff

Beitragvon DiSta » 19. Mai 2004, 14:56

Arby schrieb:
>
> DiSta schrieb:
>
> > > "5 Spieler - 2 Goldsucher -> die Goldgrube wird
> aufgewertet".
> > > Stimmt, zumal ja nun immer der Goldsucher gewählt wird,
> > > manchmal sogar zweimal. Die Wahrscheinlichkeiten kann man
> dem
> > > Spiel zu viert entsprechend regeln, wenn die Goldgrube nur
> > > dann genutzt werden darf, wenn beide Goldsucher genommen
> > > wurden, also eine andere Rolle übrigbleibt.
> > ...
> > Wenn es einer Änderung bedarf, dann würde ich es aber
> > "besser" finden, wenn man dies wie folgt regelt:
> > "Der Besitzer der Goldgrube kann deren Eigenschaft nur einmal
> > in einer Runde nutzen, auch wenn die Rolle des Goldsuchers
> > 2mal genommen werden sollte."
>
> Dann eliminierst du aber wieder den beabsichtigten Effekt,
> daß eine Goldgrube in einer Runde erst gar nicht zum Tragen
> käme. In einer 4er-Partie kann man die Goldgrube (bewußt oder
> unbewußt) komplett links liegen lassen, und kein Spieler mit
> Goldgrube hätte überhaupt eine Chance auf das "Glücksspiel".
> Mit einem zweiten Goldsucher wäre das aber komplett anders,
> und auch dein Alternativvorschlag würde ja sowieso dazu
> führen, daß alle Goldgrubenbesitzer die Eigenschaft immer
> beim ersten Goldsucher wählen, der pro Runde auf jeden Fall
> käme. Insofern mein klares Voting für Hartmuts Vorschlag.


Nun denn das sehe ich nach nochmaligem Drüberdenken auch ein, vielleicht war mein erstes Statement ja auch etwas zu "unüberlegt" oder resultiert einfach aus meiner "Abneigung" gegen die Goldgrube (baue ich eigentlich nicht...).
Nun denn, bei meinen Partien war die Goldgrube auch nie sehr erfolgreich, meistens gab's keine Karten - wenngleich ich mir auch vorstellen kann, dass dies auch mal ganz anders sein kann.
Nun denn, jedes Gebäude kann bislang in einer Runde einmal nicht zum tragen kommen, was dessen Eigenschaften angeht - wenn die vom Gebäude beeinflussbare Rolle nicht genommen wird. Dies wäre durch diese Regelung bei der Goldgrube dann nicht so. OK - diesen Umstand habe ich nicht beachtet.
Von daher, eben die Regel, dass eine Goldgrube erst beim 2ten Goldgräber in einer Runde aktiviert wird - dann ist dieses "Spielgleichgewicht" wieder im Lot....

>
> > Die anderen gehen dann ganz oder teilweise auch leer aus - wo
> > liegt hier der Unterschied zum Nehmen von 2 Karten beim
> > "Kolonistenschiff" und dem Leerausgehen des letzten Spielers
> > in der Reihenfolge ????
>
> Bei den anderen "Ärgersituationen" hängt es immer von der
> individuellen Spielsituation ab, wer und vor allem auch ob
> ein Spieler bei der aktuellen Rolle leer ausgeht. Bei dem
> beschriebenen Szenario ist aber IMMER der rechts von der
> Bibliothek sitzende Spieler der dumme, ohne daß er was
> dagegen unternehmen könnte, außer durch Verzicht auf eine
> vielleicht geschickter gewählte Rolle selbst das
> "Kolonistenschiff" (oder meinetwegen auch "Stadtplaner") zu
> nehmen.
>
> (Einschub: Wenn ich das Prinzip von San Juan richtig
> verstanden habe, hätte der Autor / das Entwicklungsteam, wäre
> so eine Rolle mit in das Spiel gekommen, sogar ein Gebäude
> mit einer Funktion ausgestattet, daß man als nicht-aktiver
> Spieler bei dieser Rolle irgendwie mit profitieren könnte
> (z.B. eine zusätzliche Karte vom Nachziehstapel).)
>
> Von daher halte ich Hartmuts Vorschläge schon für sehr
> gelungen und würde das in einer Partie mit entsprechend
> vielen Spielern auch so spielen wollen.
>
> Gruß,
> Ralf "Arby" Brostedt

OK - habe nach gründlichen Nachdenken, nun auch den Unterschied erkannt, bei den anderen "Leerausgehen" kann ich ja künftig was ändern, hier nicht - das ist dann schon was anderes.
Nun denn, da ich keine praktischen Erfahrungen habe, wäre es sicherlich vorteilhaft, die vorgestellten Regeln zunächst mal auszuprobieren und dann ggf. regeltechnisch einzugreifen und etwas zu ändern. Der vorgeschlagene Weg (=einfach eine Karte mehr) ist sicherlich gangbar. Mal sehen...

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Jost Schwider

RE: San Juan für 5-8 Spieler in deutsch

Beitragvon Jost Schwider » 20. Mai 2004, 10:45

"DiSta" hat am 18.05.2004 geschrieben:

> ...eine Anmerkung hätte ich denn doch:
> Die Rolle [b]Kolonistenschiff[/b] finde ich vom Namen her,
> nicht ganz so glücklich

Das sehe ich genauso, ich habe die Bezeichnung halt einfach übernommen. Tatsächlich müßte eine Rolle ja durch einen "Beruf" (ein Amt) dargestellt werden.

> "Stadtplaner"

...passt m.E. nicht so ganz zur Funktion des Karten-Lieferanten.
Eine alternative Idee zur Diskussion: "Entdecker"

> Wenn ich die 5-8 Spieler-Variante ausprobiert habe und
> diese mir gefällt, werde ich mir sicherlich auch ein 2tes
> Spiel zulegen, dann werde ich aber die darin enthaltenen
> Rollenkarten benützen.

100% ACK!

> man müsste diese nur graphisch schön herstellen - mal
> sehen, was mir da einfällt. Na ja - vielleicht hat ja jemand,
> welcher für solche Arbeiten ein geschicktes Händchen
> hat, etwas entwerfen....

Da bin ich ja schon sehr gespannt! :-))
Bis dahin verwende ich weiterhin Karten aus Puerto Rico.

Tipp: Für den Vizekönig verwende ich tatsächlich den "Gouverneur" aus Puerto Rico (statt "Bürgermeister"), welcher deutlich kleiner als derjenige aus SJ ist. So kann man sich die Funktion des Vizekönigs (nächste Runde als erster dran) m.E. intuitiv erschliessen.

Viele Grüße
Jost aus Soest (sprich: "jooost aus sooost")
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Jost Schwider

RE: San Juan für 5-8 Spieler in deutsch

Beitragvon Jost Schwider » 20. Mai 2004, 10:45

"Hartmut" hat am 18.05.2004 geschrieben:

> Interessante Varianten. Mal sehen, wann ich das erproben
> kann, vielleicht in Bilstein...

Ich wünsche viiieeel Spaß! :-))

> "5 Spieler - 2 Goldsucher -> die Goldgrube wird
> aufgewertet". Stimmt, zumal ja nun immer der Goldsucher
> gewählt wird, manchmal sogar zweimal. Die
> Wahrscheinlichkeiten kann man dem Spiel zu viert
> entsprechend regeln, wenn die Goldgrube nur dann genutzt
> werden darf, wenn beide Goldsucher genommen wurden, also
> eine andere Rolle übrigbleibt.

Hmmm, das würde die Goldgrube m.E. wiederum zu sehr schwächen... :-?

Ich fürchte, mit einer einfachen Regel bekommt man die ursprünglichen Wahrscheinlichkeiten nicht wieder hergestellt. Ansonsten wäre ja auch noch folgender Kompromiss denkbar:
[i]Grundsätzlich wird die Goldgrube nur aktiv, wenn beide Goldsucher genommen worden sind. Hat jedoch ein Goldgruben-Besitzer selbst den Goldsucher genommen, wird seine Goldgrube automatisch aktiv.[/i]

> "6 Spieler - Kolonistenschiff": für den Fall, dass der die
> Rolle wählende Spieler eine Bibliothek hat, nimmt er zwei
> Karten der Auswahl, der Spieler rechts von ihm geht leer
> aus. Finde ich persönlich unschön, denn das kann den
> armen Mann zur Rechten öfters treffen, wodurch er einen
> erheblichen Nachteil gegenüber allen Spielern hat.

Gerade dies finde ich ziemlich interessant: Es ist dann ähnlich wie bei Puerto Rico, wo es beim Verschiffen, Verkaufen oder Aufsehen auch sehr auf die Sitzposition ankommt.

Bedenke: Letztendlich mußte dieses Privileg ja auch erst teuer mit der Bibliothek eingekauft werden.

> Vorschlag: es wird eine Karte mehr aufgedeckt, als Spieler
> teilnehmen. So hat auch der letzte der Runde noch die Wahl
> zwischen zwei Karten (die letzte kommt auf den
> Ablagestapel). Hat der wählende Spieler die Bibliothek, so
> muss der letzte nehmen, was übrigbleibt, das ist aber
> besser als garnichts.

Das funktioniert sicher auch, sozusagen als "humane Variante". ;-)
Es fehlt dann halt der kleine zusätzliche Ärgerfaktor... :-D

Auf jeden Fall ist es doch sehr interessant, wieviele Optionen in so einem "kleinen" Spiel wie San Juan stecken! Das schreit doch geradezu nach einer Erweiterung! ( :-)) Bitte, bitte, bitte, ... :-)) )

Viele Grüße
Jost aus Soest (sprich: "jooost aus sooost")
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Marc W.

Re: San Juan für 5-8 Spieler in deutsch

Beitragvon Marc W. » 20. Mai 2004, 12:47

Hi,

sobald ich aber ein zweites Spiel brauche, kann ich auch ohne Bastelei mit acht Spielern zwei San Juan-Runden aufmachen. So gesehen bräuchte man nur einen Regelzusatz für fünf Spieler ;-)

Marc

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Hartmut

RE: San Juan für 5-8 Spieler in deutsch

Beitragvon Hartmut » 21. Mai 2004, 11:12

Hallo jost,

hättest Du mal ein wenig quergelesen, dann hättest Du gemerkt, dass Deine Argumente nicht stimmen. Ralf (Arby) hat das schon sehr detailiert ausgeführt.

>> "5 Spieler - 2 Goldsucher -> die Goldgrube wird
>> aufgewertet". Stimmt, zumal ja nun immer der Goldsucher
>> gewählt wird, manchmal sogar zweimal. Die
>> Wahrscheinlichkeiten kann man dem Spiel zu viert
>> entsprechend regeln, wenn die Goldgrube nur dann genutzt
>> werden darf, wenn beide Goldsucher genommen wurden, also
>> eine andere Rolle übrigbleibt.
>
> Hmmm, das würde die Goldgrube m.E. wiederum zu sehr
> schwächen... :-?

Nein, es entspricht (wie von mir geschrieben) von den Wahrscheinlichkeiten genau dem Spiel zu viert - und genau das hatte ich beabsichtigt, nicht mehr und nicht weniger. Eine Rolle bleibt übrig, ist es der/ein Goldsucher, so bleibt die Goldgrube ohne Wirkung, ist es eine andere Rolle, wird die Goldgrube einmal(!) aktiv (beim Nehmen des zweiten Goldsuchers). Ist doch nicht wirklich schwer zu verstehen, oder? Wenn man schon die Balance einer Karte (hier Goldgrube) verändert, warum sollte man diese nicht mit denkbar einfachen Mitteln wieder dorthin rücken, wo der Autor sie haben wollte? Hier müsste doch eigentlich ein Fan-Aufschrei erfolgen ;-) wie einst, wo ich und andere die Stärke der Zunfthalle bemängelten (und sich mit guten Argumenten eines Besseren belehren ließen).


>> "6 Spieler - Kolonistenschiff": für den Fall, dass der die
>> Rolle wählende Spieler eine Bibliothek hat, nimmt er zwei
>> Karten der Auswahl, der Spieler rechts von ihm geht leer
>> aus. Finde ich persönlich unschön, denn das kann den
>> armen Mann zur Rechten öfters treffen, wodurch er einen
>> erheblichen Nachteil gegenüber allen Spielern hat.
>
> Gerade dies finde ich ziemlich interessant: Es ist dann
> ähnlich wie bei Puerto Rico, wo es beim Verschiffen,
> Verkaufen oder Aufsehen auch sehr auf die Sitzposition
> ankommt.
>
> Bedenke: Letztendlich mußte dieses Privileg ja auch erst
> teuer mit der Bibliothek eingekauft werden.

Stop, wieder falsch bzw. den wesentlichen Aspekt des Problems übersehend. Dass man sich mit Gebäude XY einen Vorteil erkauft, ist legitim und Kern des Spiels. Dass man damit aber einem bestimmten(!) Spieler einen regelmäßigen Nachteil verschafft, ist einfach nur blöd. SJ gefällt doch vor allem deswegen allen so gut, weil hier keiner das Gefühl haben muss, "gespielt zu werden". Genau das würde hier aber einreißen, das war der Grund für meinen Vorschlag.

Hartmut

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Jost Schwider

RE: San Juan für 5-8 Spieler in deutsch

Beitragvon Jost Schwider » 24. Mai 2004, 10:40

"Hartmut" hat am 21.05.2004 geschrieben:

> hättest Du mal ein wenig quergelesen, dann hättest Du
> gemerkt, dass Deine Argumente nicht stimmen.

:-O Was soll das? :-?

Wie ich dir jetzt nachweisen werde, stimmen meine Argumente 100%-ig (was du festgestellt hättest, wenn du mein Posting wirklich gelesen hättest :-P ):

>>> "5 Spieler - 2 Goldsucher -> die Goldgrube wird
>>> aufgewertet". Stimmt, zumal ja nun immer der Goldsucher
>>> gewählt wird, manchmal sogar zweimal. Die
>>> Wahrscheinlichkeiten kann man dem Spiel zu viert
>>> entsprechend regeln, wenn die Goldgrube nur dann genutzt
>>> werden darf, wenn beide Goldsucher genommen wurden, also
>>> eine andere Rolle übrigbleibt.
>>
>> Hmmm, das würde die Goldgrube m.E. wiederum zu sehr
>> schwächen... :-?
>
> Nein, es entspricht (wie von mir geschrieben) von den
> Wahrscheinlichkeiten genau dem Spiel zu viert

Das ist falsch: Wenn im 4er-Spiel der Besitzer einer Goldgrube den Goldsucher nimmt, so beträgt die Wahrscheinlichkeit für das Kartenaufdecken genau 100%! Bei deiner Variante kann ein Goldgruben-Besitzer das Aufdecken aber gar nicht mehr erzwingen.

Die zweite (psychologische!) Komponente ist die "Goldsucher-Bremse", welche bei deiner Variante nicht mehr funktionieren würde: Allein dadurch, dass ich eine Goldgrube baue, verhindere ich sehr oft das leichtfertige Nehmen des Goldsuchers. :-D

Aus diesen Gründen habe ich doch meinen Kompromiss-Vorschlag gemacht (den du ja leider ignoriert hast :-/ ):
[i]Grundsätzlich wird die Goldgrube nur aktiv, wenn beide Goldsucher genommen worden sind. Hat jedoch ein Goldgruben-Besitzer selbst den Goldsucher genommen, wird seine Goldgrube automatisch aktiv.[/i]

> und genau das hatte ich beabsichtigt, nicht mehr und nicht weniger.

...was viel zu wenig ist, wie ich dir gerade dargelegt habe.

> Ist doch nicht wirklich schwer zu verstehen, oder?

:-O Was soll diese (jetzt schon zweite) Beleidigung? :-?

> Wenn man schon die Balance einer Karte
> (hier Goldgrube) verändert, warum sollte man diese nicht
> mit denkbar einfachen Mitteln wieder dorthin rücken, wo der
> Autor sie haben wollte?

Genau das also, was ich mit meinem Kompromiss getan habe!

>>> "6 Spieler - Kolonistenschiff": für den Fall, dass der die
>>> Rolle wählende Spieler eine Bibliothek hat, nimmt er zwei
>>> Karten der Auswahl, der Spieler rechts von ihm geht leer
>>> aus. Finde ich persönlich unschön, denn das kann den
>>> armen Mann zur Rechten öfters treffen, wodurch er einen
>>> erheblichen Nachteil gegenüber allen Spielern hat.
>>
>> Gerade dies finde ich ziemlich interessant: Es ist dann
>> ähnlich wie bei Puerto Rico, wo es beim Verschiffen,
>> Verkaufen oder Aufsehen auch sehr auf die Sitzposition
>> ankommt.
>>
>> Bedenke: Letztendlich mußte dieses Privileg ja auch erst
>> teuer mit der Bibliothek eingekauft werden.
>
> Stop, wieder falsch

:-? Falsch? :roll:

1. Es ist [i]Fakt[/i], dass bei Puerto Rico manche Rollenwahl manche Spieler benachteiligt. Genau dies ist vom Autor so gewollt, ebenso wie bei Miks Variante "Kolonistenschiff" (vgl. auch seine Anmerkungen dazu im Originalartikel auf http://brettboard.dk/games/varia/sanjuan.htm ).

2. Es ist [i]Fakt[/i], dass man eine Bibliothek benötigt, um diesen Fall überhaupt erst eintreten zu lassen.

3. Es ist [i]Fakt[/i], dass die Bibliothek umso schwächer wird, je mehr Spieler mitspielen. Daher ist ein gewisser Ausgleich nur gerecht.

4. Es ist [i]Fakt[/i], dass der Vorspieler gepennt haben muss, wenn er davon völlig unvorbereitet getroffen wird.

> SJ gefällt doch vor allem deswegen [i]allen[/i] so gut, weil
> hier keiner das Gefühl haben muss, "gespielt zu werden".

Kannst du deine Mutmaßung irgendwie begründen? Mir z.B. gefällt SJ so gut, weil es so schnell erklär- und spielbar ist, und trotzdem (fast) so viel Tiefgang wie Puerto Rico hat. Also nix mit "allen"!

Außerdem kann von "gespielt werden" absolut keine Rede sein, da es ja jeder selbst in der Hand hat, eine für ihn ungünstige Konstellation vorausschauend abzuwenden (genau darum geht es doch in [i]beiden[/i] Spielen) - z.B. indem er selbst das Kolonistenschiff nimmt.

Viele Grüße
Jost aus Soest (sprich: "jooost aus sooost")
http://www.schwider.de/spiele.htm - [i](Brett)Spiele und mehr...[/i]

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Jost Schwider

RE: San Juan für 5-8 Spieler in deutsch

Beitragvon Jost Schwider » 24. Mai 2004, 10:40

"Marc W." hat am 20.05.2004 geschrieben:

> sobald ich aber ein zweites Spiel brauche, kann ich auch
> ohne Bastelei mit acht Spielern zwei San Juan-Runden
> aufmachen. So gesehen bräuchte man nur einen Regelzusatz
> für fünf Spieler ;-)

1. Im Gegensatz zur 6-Spieler-Variante von Puerto Rico funktioniert die Mehrspieler-Variante von San Juan so gut, dass man sogar einen Mehrwert bekommt. (Probiere insbesondere mal das "Kolonistenschiff" aus! :-)) )

2. Wenn man sich im größeren Rahmen trifft, ist m.E. doch gerade das Zusammenspielen ein sehr schöner Aspekt. (Würdest du bei 4 Spielern nicht auch lieber eine 4er-Runde als zwei 2er-Runden machen?)

3. Man hat jetzt ganz einfach die Wahl! ;-)

Viele Grüße
Jost aus Soest (sprich: "jooost aus sooost")
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Hartmut

RE: San Juan für 5-8 Spieler in deutsch

Beitragvon Hartmut » 24. Mai 2004, 12:09

Hallo Jost,

man, ich habe nicht die Zeit, mich hierin weiter zu vertiefen, zumal der Ton unerwartet unfreundlich ist. Auch habe ich Dich nicht beleidigt, Du magst durch andere "Diskussionen" hier im Forum zur Zeit etwas genervt sein. Also nimm's als Entschuldigung an, wenn Du Dich beleidigt fühlst oder - besser - schau nochmal drauf und nimm meine Sicht an, dass Dich niemand beleidigen wollte.

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