Beitragvon Braz » 4. Juni 2004, 15:51
Hallo Stefan,
ich darf mich doch mal eben schnell kurz in die Diskussion einmischen, ja ?!
> Hartmut schrieb:
> > Im Übrigen teile ich die Meinung, dass der Einstieg ins Spiel
> > durch's Erarbeiten von Regeln (hier: Alea, aber auch z.B.
> > Goa) mitunter eine enorme Hürde ist.
Stefan Brück schrieb:
> Hallo, Hartmut,
>
> bitte sende mir - per E-mail - das ein oder andere Beispiel
> für die "Satzmonster" und Wiederholungen, damit wir sie bei
> einer nächsten Auflage evtl. "ausmerzen" können.
Ich denke was Hartmut auch meint ist das : Ausgehend von dem gros der Bevölkerung, welche eher selten Spiele spielen (bis auf Kinder), sind i.d.T. die Regeln der ALEA-Spiele zwar verständlich und einfach formuliert ([b] für Vielspieler[/b] !) , dennoch könnte ich mir vorstellen - bzw. weiß dies auch in einzelnen Fällen aus dem Bekanntenkreis - , daß das Regelwerk oft sehr lang ist (Ausnahme: Eiszeit, China Town). Sehr lange heißt: i.d.R. um die 45 min.
Das liegt mE natürlich an den Spielen an sich, welche oft sehr komplex und herausfordernd (aufgrund vieler taktischer Möglichkeiten) sind.
Gerad das ist es was ich an den ALEA-Spielen überaus schätze und weshalb sie zu meinen Lieblingsspielen zählen, [b] dennoch [/b] denke ich, daß gerade aus dem Grund, weshalb ich diese Spiele mag aus dem gleichen Grund andere (=evtl. Gelegenheitspieler) dieses Spiel nicht mögen.
Viele kommen nach einem stressgen Arbeitstag heim und haben keine Lust auf ein langes Regelstudium und einem anschl. strategisch überaus forderndem Spiel. Die Durchschnittsfamilie spielt mE eher einfach strukturiertere Spiele -> was sich natürlich auch i.d.R. auch im einfacheren Regelwerk wiederspiegelt.
> Hältst du es nicht für ein wenig unfair, die Regeln von solch
> (regeltechnisch!) höchst simplen Spielen wie Attika oder Zug
> um Zug (nimm ´ne Karte oder spiel ´ne Karte) mit der eines
> ausgesprochen originellen, also höchst ungewöhnlichen oder
> meinetwegen auch "schrägen" Spiels wie Fifth Avenue zu
> vergleichen?!
Das stimmt schon, dennoch ist mE "Zug um Zug" als Familienspiel -was ja das SdJ i.a. auszeichnet - aufgrund seiner leicheteren Zugänglichkeit, mE besser geeignet ein SdJ-Kandidat zu sein, als die beim SJ der Fall ist (, wenngleich ich SJ auch klasse finde und es ebenso gerne auf der Liste gesehen hätte. Dennoch kann ich verstehen, daß z.B. ZuZ dem Vorzug vor SJ gegeben wurde).
>
> > Und die Erfahrung, dass SJ in einer erfahrenen Spielerrunde
> > im Freundeskreis trotz Einführung eines Wissenden (ich) aus
> > genannten Gründen (Komplexität der Karten im zusammenwirken,
> > Abschätzen-Können der individuellen Handlungsmöglichkeiten
> > und Auswahl einer guten Option) floppte, will ich auch nicht
> > verschweigen. Da spielt es dann auch keine Rolle, dass es mir
> > gut gefällt, wenn es nicht bei allen gut ankommt, und das
> > nächste Teil kommt auf den Tisch (an diesem Abend waren das
> > Einfach Genial und Zug um Zug, und beide wurden begeistert
> > aufgenommen).
>
> Nun, ich könnte dir von Gruppen berichten, da war es gerade
> umgekehrt ... ;o)
Da gebe ich euch beiden Recht, dennoch.ich bleibe dabei: ZuZ ist z.B. weitaus einfacher zugänglich als SJ. Gewundert hätte ich mich, wenn z.B. ein GOA auf der Liste gewesen wäre, hingegen SJ dann darauf gefehlt hätte ! So aber finde ich die mom. Liste wirklich ok !
Gruß
Braz