Beitragvon Michael Weber » 28. Juni 2004, 21:29
Ich möchte nicht ketzerisch sein oder die Entscheidung der Jury kritisieren, aber gegen Zug um Zug sprechen doch subjektiv objektiv ein paar Details.
Stellvertretend für die Steineschmeißer aus den Vorjahren, die sich bisher überraschenderweise nicht gemeldet haben (warum eigentlioch nicht?), werfe ich also mal die traditionelle Contra-Diskussion an, möchte aber auf den stellenweise geltenden folgenden Smilie hinweisen --> ;-)
1. Zug um Zug ist aus einem Kleinverlag (neuerdings ist ja alles Kleinverlag, was nicht größer als Hasbro ist).
2. Der Vertireb ist klein und jung (Danke liebe Jury, dass du das Risiko eingehst, weniger Geld zu verdienen, das tut zumindest Pro Ludo sehr gut).
3. Es ist ein Eisenbahnspiel (Eisenbahnspiele sind nur Männersache. Wo bleibt da die Gleichberechtigung?)
4. Es ist ein Eisenbahnspiel (Vielleicht sollte das Kulturgut mal mit einem Frauenspiel gefördert werden. *ähm* ... Ein Kommunikationspspiel :-D ).
5. Es sieht aus wie Union Pacific (Tut es doch, oder?).
6. Es spielt sich wie TransAmerica (tut es doch, oder).
7. Es benutzt die Karte von Union Pacific und TransAmerica.
8. Es ist eine Neuauflage von Moon-Spielen wie Union Pacific (und die anderen, die Strecken "nutzen").
9. Es hat zu viele Spielerfarben, die auch als neutrale Spielfarben vorkommen (das verwirrt und war bisher eher ein Ausschlusskritikerium, oder?).
10. Es hat den Spielepreis in Frankreich gewonnen (warum dprfen wir Spiele auszeichnen, die in dem Land bereits Preise geholt haben, das im Fußball nicht besser ist, aber weiter kommt als unsere Jungs).
11. "Normalspieler" und "Wenigspieler" spielen dises Spiel ewig, weil es nicht vorkommt, dass ein Spieler nur noch ein oder zwei Waggons hat (welch Krux, alle nehmen Karten und können mangels Waggons gar keine Strecken mehr nutzen).
12. Es ist ein Spiel von Alan R. Moon, einem Dieb gesitigen Eigentums (nur die heute-Nachrichten haben den Autor korrekterweise mit Alen untertitelt).
13. Es hat gar kein Würfel und keine Sechseckfelder (wie sollen das "Normale Spieler" begreifen?).
14. Das Spiel belohnt die, die nur eine einzige Strecke zwischen Ost- und Westküste bauen und bestraft die, die sieben oder acht kleine Strecken um Denver nutzen
15. Das Spiel verhindert erneut, dass Knizia den Pöppel bekommt (hey, Jury, gibt es das lex knizia also doch?).
16. Das spiel verhindert, dass Stefan Brück einen Herzinfarkt bekommt (wäre passiert, wenn Sankt Petersburg gewonnen hätte).
17. Die Wahl zeugt von wenig Sachverstand, wo doch alle Wissen, dass es nur ein einiziges würdiges Spiel des jahres gegeben hätte (natürlich San Juan, war doch klar, oder?).
18. Die Wahl ist denkbar ungeeignet, um die Jury dafür zu verdammen (DAS haben wir alle nicht gewollt).
Michael
(mit den Spielen des Jahres
http://www.reich-der-spiele.de/kritiken/ZugUmZug.php und
http://www.reich-der-spiele.de/kritiken/Geistertreppe.php
sowie dem Spiel-E-Zine 2
http://www.reich-der-spiele.de/Spielezine.php)