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"Die Zukunft des Spieltisches" - Wenn Fraunhofers spielen...

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Martin Ballhorn

"Die Zukunft des Spieltisches" - Wenn Fraunhofers spielen...

Beitragvon Martin Ballhorn » 28. Juli 2004, 09:24

Hi zusammen!

Gerade eben kam mir folgender Beitrag auf den Bildschirm:

http://www.ipsi.fraunhofer.de/ambiente/paper/2003/stars_mc03_final_proceedings.pdf

Sehr aufschlussreich. Besonders die Analyse. Autsch.
Schade, dass der Beitrag (noch) keine Auswertung der ersten Erfahrungen mit "King Arthur" beinhaltet - aber das wäre warscheinlich unter der Würde unserer Technik-Vordenker gewesen. *lach*

Viel Spaß beim Blick in die Zukunft,

Euer Maddin

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Arne Hoffmann

Re: "Die Zukunft des Spieltisches" - Wenn Fraunhofers spielen...

Beitragvon Arne Hoffmann » 28. Juli 2004, 22:47

Moin moin,

den Artikel habe ich mir direkt mal herunter geladen und heute in der U-Bahn gelesen. Recht amüsant.

Das Konzept des STARS halte ich für einen interessanten Ansatz, Brettspiele mit Computereinsatz zu verbinden - interessant von den spielerischen Möglichkeiten, die dies bietet (da wird im Artikel ja auch ein wenig drauf eingegangen) und interessant von der Vorgehensweise der Entwickler her. Gerade für die Sparte der komplexen Spiele - Simulationen, intensive Verhandlungen, hoher Verwaltungsaufwand - ist dieser Ansatz von der technischen Seite her recht vielversprechend. Jedoch möchte ich gar nicht den Preis einer solchen Anlage wissen. Davon kann ich mir momentan bestimmt hundert Brettspiele kaufen. :-) :-)

Ansonsten bietet der Artikel sehr wenig konkretes - ist aber bei einem Abdruck in einem Tagungsband wohl auch nicht anders zu erwarten.

Was mich herzhaft hat auflachen lassen, war direkt die Einleitung:

"Trotz der Zugkraft des Computerspieles sind herkömmliche Spielformen jedoch noch immer weitaus beliebter. Den allein in Deutschland [b]mehrere Millionen starken Verkaufszahlen aktueller Brettspiele[/b] wie Klaus Teubers Siedler von Catan haben Computerspiele trotz vielfach größerer Entwicklungsbudgets nichts entgegenzusetzen".

Schön, dass sie sich ein Spiel von einem Dutzend (mal so geschätzt) herausgesucht haben, die sich millionenfach verkauft haben - aber einen Aufhänger für seine Arbeit benötigt man ja nun einmal und da wären die ganzen 10.000er Auflagen wohl fehl am Platz.

Schöne Grüße

- Arne - (würde aber gerne mal mit STARS testspielen, um das System kennenzulernen)

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Stefanie

Re: "Die Zukunft des Spieltisches" - Wenn Fraunhofers spielen...

Beitragvon Stefanie » 29. Juli 2004, 13:11

Zufaelle gibt's... heute bin ich ueber eine sehr aehnliche Publikation
der gleichen Projektgruppe gestolpert
und habe mich in ueber die Betrachtung der Brettspiele gewundert, um
nicht zu sagen, geaergert - wie auch in diesem Artikel:

"Die gegenwärtig populärste Gruppe von Spielen besteht aus Titeln mit einer relativ geringen Komplexität, die daher von jeder Alters- und Gesellschaftsklasse meist zur Unterhaltung gespielt werden. I.d.R. werden Spielfiguren über ein Spielbrett bewegt, die nur wenige Eigenschaften aufweisen. Kennzeichnend ist eine überschaubare Zahl von eindeutigen Spielregeln, die sämtliche
Handlungsalternativen abdecken. Es bedarf dadurch keines Spielleiters zur Bewertung strittiger Regelauslegungen oder nicht vorhergesehenen Spielerhandlungen. Erfolgreiche Spielstrategien lassen sich typischerweise algorithmisch beschreiben. Beispiel: Mensch ärgere Dich nicht."

Dasfand ich doch reichlich schwach recherchiert, schliesslich gibt es viele
deutlich weniger berechenbare Spiele ;-)

Gruesse aus Melbourne,
Stefanie

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Arne Hoffmann

Re: "Die Zukunft des Spieltisches" - Wenn Fraunhofers spielen...

Beitragvon Arne Hoffmann » 29. Juli 2004, 13:20

Moin Stefi,

stimmt, der Satz hatte mich auch arg verwundert über die Recherche - er war mir nur gestern Abend nicht mehr aufgefallen. :-)

Schöne Grüße nach Downunder!

- Arne -

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Peter Gustav Bartschat

Re: "Die Zukunft des Spieltisches" - Wenn Fraunhofers spielen...

Beitragvon Peter Gustav Bartschat » 29. Juli 2004, 14:24

Stefanie schrieb:
> Dasfand ich doch reichlich schwach recherchiert, schliesslich
> gibt es viele deutlich weniger berechenbare Spiele ;-)

Diesen Einwand verstehe ich nicht, liebe Stefanie: In dem Artikel wird doch gar nicht behauptet, es gebe nicht viele deutlich weniger berechenbare Spiele, sondern vielmehr:

> "DIE GEGENWÄRTIG POPULÄRSTE GRUPPE von Spielen besteht aus
> Titeln mit einer relativ geringen Komplexität [...]

Das ist doch überhaupt kein Widerspruch.

Die gegenwärtig populärste Gruppe amerikanischer Filmschauspieler besteht zum Beispiel aus schlanken, sportlichen Männer zwischen 20 und 30, die von Frauen angehimmelt werden - aber es gibt auch viele amerikanische Filmschauspieler, die deutlich andere Qualitäten aufzuweisen haben.

Mit einem lieben Gruß
Gustav

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Stefanie

[OT] Re: "Die Zukunft des Spieltisches" - Wenn Fraunhofers spielen...

Beitragvon Stefanie » 29. Juli 2004, 14:44

Hi Arne,

Gruesse nach Muenchen - ich geh' jetzt schlafen (und
traeume von Essen - mit etwas Glueck klappt's dieses Jahr! ) :-)

Stefi

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Immanuel

populäres MäDn?

Beitragvon Immanuel » 29. Juli 2004, 14:53

Hallo Gustav,

wenn ich Stefanie richtig verstanden habe, dann zweifelt sie daran, dass "berechenbare" Spiele wie MäDn, Kniffel, Mühle, Dame, Gänsespiel und Halma die "GEGENWÄRTIG POPULÄRSTE GRUPPE" von Spielen sind.

Das zumindest ist eine Aussage, die ich von den Fraunhofers aus wissenschaftlicher Sicht auch gerne mit Daten belegt hätte (Verkaufszahlen einschlägiger Spiele(sammlungen) vs. Verkaufszahlen "komplexer" Entwicklungen). Auch wenn ich zugebe, dass allein über die Verkaufszahlen noch nichts darüber ausgesagt ist, wie oft so ein Spiel auf den Tisch kommt. Wenn ich zum Beispiel öfter mit kleinen Kindern spielen würde als mit meinen Freunden, dann wäre wohl das - vor 20 Jahren erworbene - Kniffel deutlich häufiger auf dem Tisch als die im letzten Jahrzehnt entstandene komplexe Vielfalt. Solche Verhältnisse unterstellend, müsste die Popularität über repräsentative Befragungen ermittelt werden oder von den Autoren ermittelt worden sein.

Kniffliges Grüßle,
Immanuel
(, der gar nichts dagegen hat, mit seinen Neffen und Nichten am kommenden Wochenende völlig berechenbare, aber dafür real existierende Spielfiguren übers Brett zu schieben. Immerhin hoffe ich, sie zumindest mal mit dem "Virus" zu infizieren. Haben wir nicht alle mal mit MäDn/Malefiz/... angefangen?)


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