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1.800,00 €

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Ernst-Jürgen Ridder

Re: 1.800,00 €

Beitragvon Ernst-Jürgen Ridder » 6. September 2004, 21:11

Hallo,

das ist hier mal wieder so eine Fragestellung, auf die es eher nur subjektive und keine objektiven Antworten gibt.

Ich habe ja schon in einer persönlichen mail und in einem früheren Telefonat zum Ausdruck gebracht, dass für mich der Spielwert im Vordergrund steht. Über diesen weiß man bisher so gut wie nichts, so dass sich auch nicht sagen lässt, ob das Spiel als Spiel etwa überdurchschnittlich ist. Die Beschreibung der Spielfunktionen auf der Website ist da allenfalls "appetitanregend".

Als Kunstobjekt mag das Spiel im Hinblick auf Material, künstlerische Gestaltung und Herstellungsaufwand sein Geld wert sein, als solches würde ich -subjektiv- es aber nicht haben wollen, mir etwa wären da Bilder lieber. Und als Spiel? Ich kann mir -wieder subjektiv- kein Spiel vorstellen, so hoch auch immer -auch wieder nach meiner subjektiven Einschätzung- sein Spielwert sein mag, für das ich einen Preis in dieser Größenordnung je bezahlen würde. Ob da dann der Hinweis auf eine Welt jenseits von "Geiz ist geil" wirklich angemessen ist, mag jeder für sich selbst beurteilen.

Gleichwohl: Wer sich wegen erhofften optischen, haptischen und vielleicht ja auch spielerischen Genusses dieses Spiel zu seinem Preis leisten will, sei der Genuss ebenso herzlich gegönnt, wie dem Verlag und Autor der Erfolg.

Viele Grüße

Ernst-Jürgen Ridder

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Stephan Zimmermann
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RE: 1.800,00 €

Beitragvon Stephan Zimmermann » 7. September 2004, 01:09

"Attila" hat am 06.09.2004 geschrieben:

> Ich verzichte lieber auf das Spiel und hole mir für die
> 1800 Ocken ca. 50 andere Spiele, davon hab' ich mehr ...

Ja - ca. 40 weitere ungespielte Spiele >;-D

SCNR Stephan

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Mike

Re: AW: Wozu soll das gut sein

Beitragvon Mike » 7. September 2004, 08:12

Hallo Attila

> Okay, das kann ich akzeptieren, aber das dann ja nichts mit
> dem *Spiel* zu tun!

So gesehen haben die von dir genannten Vorzüge eines Ferraris auch nix mit Autos zu tun.


> Beides hat keinen Bezug mehr zum Spiel, bleibt die Frage
> wofür so ein *Spiel* gut sein soll also noch offen. Es mag
> ein tolles Kunstwerk sein, was 1800 Euro locker wert ist -
> als *Spiel* ist es das aber ganz, ganz sicher nicht.


Spiel als Kunstwerk. Scheint nichts zu sein, was dich vom Hocker reisst.Mich schon, auch wenn in diesem Fall der Preis etwas zu hoch für mich persönlich liegt. Es mag aber auch Leute geben, die es eher wegen dem Preis kaufen. Das heißt in jedem Fall, dass sich verschiedene Interessengruppen für Spiele interessieren könnten, die sich sonst einen Scheiß drum kümmern würden bzw. dass ihnen wenigstens einzelne Spiele positiv auffallen. Was soll daran schlecht sein?

Mike

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Hartmut

RE: Zischke, Fackler und co....

Beitragvon Hartmut » 7. September 2004, 08:41

> Gruß Sönke (dessen teuerstes Spiel 450,00 DM gekostet hat
> und bei Nichtbenutzen als Bild an der Wand hängt)

Hi Sönke,

das ist ja wie bei mir :-) Reden wir vom gleichen Spiel? Fängt mit fruchtigem K an und kommt aus dem Norden (schon wieder ein Spielerätsel) - hat aber etwas weniger als 400 DM gekostet (vielleicht früher gekauft?).

Hartmut

WeePee
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Re: 1.800,00 €

Beitragvon WeePee » 7. September 2004, 09:33

Hallo Attila,

Deine Argumentation pro Ferrari hat nix mehr mit dem eigentlichen "Nutzen" eines Autos zu tun.

Gruß WeePee

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cristinus

RE: Zischke, Fackler und co....

Beitragvon cristinus » 7. September 2004, 10:16

Moin!

> das ist ja wie bei mir :-) Reden wir vom gleichen Spiel?
> Fängt mit fruchtigem K an und kommt aus dem Norden (schon
> wieder ein Spielerätsel) - hat aber etwas weniger als 400 DM
> gekostet (vielleicht früher gekauft?).

Hm, also mein Kubb hat nur 50 DM gekostet...;-)

Spiele Gruesse
Christian

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Peter Gustav Bartschat

So gesehen ...

Beitragvon Peter Gustav Bartschat » 7. September 2004, 10:18

... scheinen mir die Vorzüge eines überdurchschnittlich teuren Autos und eines überdurchschnittlich teuren Spiels aber durchaus in derselben Klasse zu spielen:

Attila schrieb:
> [...] immerhin ein Fahrzeug womit man von A nach B kommen kann [...]

Auch ein teures Spiel ist immerhin ein Spiel, mit dem man in geselliger Runde eine unterhaltsame Weile verbringen kann.

> [...] zudem könnte man als nutzen anbringen das so ein Gefährt
> angeblich eine gewisse Anziehungskraft auf das (jeweils)
> andere Geschlecht hat - auf diesen "nutzen" mögen manche
> keinen Wert legen, aber nichtsdesdotrotz ist es ein nutzen

Wenn wir uns einmal Gedanken machen, wie diese Anziehungskraft auf des andere Geschlecht zustande kommt, dann kommen wir vermutlich zu dem Schluss: "Statussymbol" oder "Indikator für persönliches Vermögen". (damit meine ich: FINANZIELLES Vermögen!)
Die Anziehungskraft liegt also nicht im Gegenstand selbst, sondern eher in dem, was er symbolisiert. Diese Symbolkraft scheint mir nicht auf verbrennungsmotorgetriebene Kraftfahrzeuge beschränkt zu sein - sie mag auch mit einem Renaissanceschloss, einer Gemäldesammlung oder einem Spiel funktionieren.

(Ich selbst habe nur einen 13 Jahre alten BMW, zusammengehalten von Klebeband und Gottvertrauen, vorzuweisen ... aber ich arbeit dran: Morgen ist schließlich die nächste Ziehung der Lottozahlen.)

Mit einem lieben Gruß
Gustav

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Ouagadougou

Re: 1.800,00 €

Beitragvon Ouagadougou » 7. September 2004, 10:20

Liebe SpielerInnen,

es unterscheidet den Menschen vom Tier, dass er nicht alles nach seinem unmittelbaren Nutzen bewertet. Das nennt man Kultur.

Insofern könnte man auch fragen : "Wozu braucht man Spiele ?" Das tut mein Bruder nämlich immer, der ein Schuhgeschäft sein eigen nennt und Spiele schlicht für überflüssig hält.

Aber wer einmal in den Bergen Nepals war, wird feststellen, dass man auch Schuhe nicht unbedingt braucht. Genauso wenig wie Bücher, Schulen, Urlaubsreisen, Computer undundund...

Vor ca. 35 Jahren hat übrigens ein bekannter Bankierssohn sein Millionenerbe dem Vietkong gespendet und fühlte sich danach richtig gut.

Das meiste ist eine Frage der Lebensqualität und manches ist einfach nur Schön und macht Freude. Schön, das es (im positiven Sinne) so verrückte Menschen gibt. Das Leben wäre sonst nicht nur weitaus langweiliger, sondern die Menschheit wäre wohl nicht viel weiter als vor 10.000 Jahren.

Den "Geiz ist Geil"-Hinweis finde ich im übrigen absolut angebracht.

Martin

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Dirk Piesker
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Re: 1.800,00 €

Beitragvon Dirk Piesker » 7. September 2004, 10:49

Hallo Ouagadougou,

> Das Leben wäre
> sonst nicht nur weitaus langweiliger, sondern die Menschheit
> wäre wohl nicht viel weiter als vor 10.000 Jahren.

Tja, das ist halt die Frage :-)

> Den "Geiz ist Geil"-Hinweis finde ich im übrigen absolut
> angebracht.

Ja, Zustimmung!


Dirk

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Ouagadougou

Re: 1.800,00 €

Beitragvon Ouagadougou » 7. September 2004, 10:58

Attila schrieb:

> zudem könnte man als nutzen anbringen das so ein Gefährt
> angeblich eine gewisse Anziehungskraft auf das (jeweils)
> andere Geschlecht hat - auf diesen "nutzen" mögen manche
> keinen Wert legen, aber nichtsdesdotrotz ist es ein nutzen.

Lieber Attila,

also meine Frau hat keinen Ferrari und übt trotzdem eine enorme Anziehungskraft auf mich aus. Deine Logik kann also nicht ganz stimmen :) .

Gruß
Martin

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Attila
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Re: 1.800,00 €

Beitragvon Attila » 7. September 2004, 11:18

WeePee schrieb:

> Deine Argumentation pro Ferrari hat nix mehr mit dem
> eigentlichen "Nutzen" eines Autos zu tun.

Da kann ich dir nicht zustimmen, denn der Nutzen solcher Autos liegt doch auch in solchen Dingen! Dieser Nutzen ist imo auch ganz eng mit dem Objekt des Autos verknüpft.

ALso ich bin sicherlichnicht knauserig, wenn es um *Spiele* geht, aber bei einem 1800 Euro-Spiel muss schon ziemlich heftig-viel Material dabei sein ... Goldene (999er) Würfel, Spielfiguren aus Platin, Silber und Diamanten und das Spielbrett aus einem unzerstörbaren Keramik (von der NASA erforscht) und die Spielkarten sind aus einem Wetter und Feuerfestem spezial Papier ...
Ich meine das Material von "Basatiin al Djabriin" hört sich ja recht edel an, aber 1800 Euro ist es imo lange nicht wert - vieleicht eine Zehnerpotzenz weniger. Und ist die Spielidee dann 1600 Euro wert? - So gut? ... Na, ich hab da meine zweifel ....
Nichtsdesdo trotz wünsche ich allen käufern damit viel Spass !

Atti

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Attila
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RE: 1.800,00 €

Beitragvon Attila » 7. September 2004, 11:23

Stephan Zimmermann schrieb:

> > Ich verzichte lieber auf das Spiel und hole mir für die
> > 1800 Ocken ca. 50 andere Spiele, davon hab' ich mehr ...
> Ja - ca. 40 weitere ungespielte Spiele >;-D

Immerhin habe ich dann 10 mal so viele Spiele, die ich gespielt habe ... und somit ist die Chance darauf das nur *ein* Spiel ein *richtig* gutes ist, viel höher als wenn ich mir ein überteuertes Kunstobjekt kaufe was spielerisch vieleicht ein totalausfall ist.

Atti

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Mike

RE: 1.800,00 €

Beitragvon Mike » 7. September 2004, 11:38

Hallo

> Immerhin habe ich dann 10 mal so viele Spiele, die ich
> gespielt habe ... und somit ist die Chance darauf das nur
> *ein* Spiel ein *richtig* gutes ist, viel höher als wenn ich
> mir ein überteuertes Kunstobjekt kaufe was spielerisch
> vieleicht ein totalausfall ist.

Also ich denke, den Käufern dieses Spieles ist es entweder nicht so sehr wichtig, ob es sich im ein "richtig gutes Spiel" handelt oder sie haben sich die 50 anderen Spiele ebenfalls gekauft.

Mike

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Attila
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Re: AW: Wozu soll das gut sein

Beitragvon Attila » 7. September 2004, 11:41

Mike schrieb:

> > Okay, das kann ich akzeptieren, aber das dann ja nichts mit
> > dem *Spiel* zu tun!
> So gesehen haben die von dir genannten Vorzüge eines Ferraris
> auch nix mit Autos zu tun.

Das sehe ich anders - die "gesellschaftlichen" Vorzüge eines Ferraris haben aber sehr wohl was mit der Tatsache zu tun, das es ein Auto ist!

> Spiel als Kunstwerk. Scheint nichts zu sein, was dich vom
> Hocker reisst.

Also *das* reisst mich nicht vom Hocker!

> Mich schon, auch wenn in diesem Fall der Preis
> etwas zu hoch für mich persönlich liegt.

Ich störe mich ja gar nicht an dem absoluten Preis! Der ist doch gar nicht so schlimm - aber für einen Preis erwartet man auch Qualtität - und mir erscheint die gebotene Qualität bei weitem nicht dem zu entsprechen was ich erwarte. - Ich kann mir freilich täuschen, das werde ich dann in Essen sehen.

> Es mag aber auch
> Leute geben, die es eher wegen dem Preis kaufen.

Ja, aber wohl eher weil sie sonst nicht mehr wissen wie sie das Geld unter die Leute schleudern sollen und dann können sie ihr "ich habe was, was ihr euch nicht leisten könnt"-Spiel spielen ...

> drum kümmern würden bzw. dass ihnen wenigstens einzelne
> Spiele positiv auffallen. Was soll daran schlecht sein?

Ich habe nichts davon geschrieben das es "schlecht" ist - genauso finde ich überteuerte Autos auch nicht "gut"! Ich sehe nur noch nicht wozu so ein Spiel "gut sein soll".

Atti

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Attila
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Re: 1.800,00 €

Beitragvon Attila » 7. September 2004, 11:49

Ouagadougou schrieb:

> also meine Frau hat keinen Ferrari und übt trotzdem eine
> enorme Anziehungskraft auf mich aus. Deine Logik kann also
> nicht ganz stimmen :) .

Äh? - Ist es jetzt wirklich keine Logik, die nicht stimmt! - Zumal ich keine Logik angewand habe, sondern lediglich eine Tatsache beschrieben habe.
Dein Schluss, das es keine andere Möglichkeit geben kann Anziehungkraft auf das andere (oder auch gleiche) Geschlecht auszuüben, ist sehr zweifelhaft.

Ein Spiel als Statussymbol: Nun, wieso nicht! - Allerdings wird der Personenkreis, der dieses auch als Statussymbol erkennt/akzeptiert doch recht übersichtlich sein - sind das die Beweggründe so ein Spiel zu kaufen, dann hat mein imo ein sehr ungeeignetes Objekt gewählt ... eine goldene Armbanduhr zum selben Preis erfüllt da den Zweck doch besser, oder?

Atti

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Immanuel

Der Wert, der drinsteckt ...

Beitragvon Immanuel » 7. September 2004, 11:51

... ist halt nicht unbedingt der Wert, den man wieder rausholen kann.

999er Würfel kann man einschmelzen, Platinfiguren auch und - schwupps - hat man wieder den wertvollen Ausgangsstoff.
Erdfarben vom Ende der Welt lassen sich vermutlich nicht so einfach abkratzen und werden auch nicht an der Börse gehandelt. Trotzdem ist deren Gewinnung evtl. genau so aufwendig wie die von Gold - oder noch aufwendiger, da nicht automatisiert. Und dann brauchst Du noch einen Handwerker - oder Künstler, das geht manchmal Hand in Hand -, der Dir ein technisch perfektes Werkstück herstellt. Du hast bloß hinterher nicht die Möglichkeit, diese zahlreichen Arbeitsstunden wieder "rauszuschmelzen" und Dir zum Beispiel eine Sitzgruppe draus schreinern zu lassen (dürfte etwa ähnlich viel kosten). :-)

Das tolle an einem Ferrari istDeiner Ansicht nach, wenn ich Dich richtig verstehe, das Gefühl, Eindruck (bei Frauen) damit zu machen. Damit tut sich der Besitzer was Gutes, weil er sich gut fühlt.
Tja, und wenn ich mir ein Spiel kaufe, dessen Teile sauber gearbeitet sind, schön lackiert/lasiert, gut in der Hand liegen, wenn die Spielsteine beim Bewegen gut klingen (muss gar nicht nach Edelmetall klingen, das satte Aufsetzen eines _echten_ Spiel_Steins_ klingt vielleicht sogar noch besser), dann fühle ich mich eben gut. Das ist der Nutzen, und der kann sogar den subjektiv empfundenen Spielreiz von mittelmäßig auf klasse anheben (ich finde das Posting grade nicht, irgendwer hat das hier geschrieben).
Und nebenbei steht der Ferrari häufig wohl genau so in der Garage wie das Spiel in der Vitrine, aber der Besitzer weiß: "Wenn ich wollte, könnte ich ... " (das erinnert mich jetzt grade an die Puritaner bei "Meaning of Life" von Monty Python ... :grin: ) Auch das ist ein gutes Gefühl.
... und nebenbei isst es auch Geschmackssache: Die Plastikfiguren beim neuen Siedler finde ich persönlich zum Beispiel nicht halb so toll wie die alten aus Holz, einfach weil mir das Material Holz an sich besser gefällt.

Im übrigen warte ich wie Gustav auch auf die nächste Lotto-Ziehung, werde mir aber erfolgreichenfalls weder ein "Basatiin al Djabriin" noch einen Ferrari davon kaufen, sondern mir sonstwie mein subjektiv gutes Gefühl verschaffen.

Grüßle,
Immanuel
(der beim heutigen Spieleabend für das gute Gefühl, mit Freunden zu zocken, bloß ein paar Chipstüten und Saftflaschen investieren muss.)

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Mike

Re: AW: Wozu soll das gut sein

Beitragvon Mike » 7. September 2004, 11:59

Hi

> und dann können
> sie ihr "ich habe was, was ihr euch nicht leisten
> könnt"-Spiel spielen ...

Und wo ist da jetzt der Unterschied zum Ferrari?


> Ich
> sehe nur noch nicht wozu so ein Spiel "gut sein soll".

Habe ich gerade beschrieben. Wenn es Käufer gibt, hat es seine Daseinsberechtigung und ist mit Sicherheit auch gut für das Gut Brettspiel an sich. Es gibt übrigends auch genügend Spiele für 18 Euro, die das Gut Brettspiel äußerst schlecht vertreten und ihr Geld nicht Wert sind, obwohl sie es vielleicht nach deiner Materialrechnung schon Wert sind.

Mike

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Attila
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Re: So gesehen ...

Beitragvon Attila » 7. September 2004, 11:59

Peter Gustav Bartschat schrieb:

> dann kommen wir vermutlich zu dem Schluss: "Statussymbol"
> oder "Indikator für persönliches Vermögen". (damit meine ich:
> FINANZIELLES Vermögen!)

Korrekt!

Endlich mal jemand der drauf kommt ... :-)

> Die Anziehungskraft liegt also nicht im Gegenstand selbst,
> sondern eher in dem, was er symbolisiert. Diese Symbolkraft
> scheint mir nicht auf verbrennungsmotorgetriebene
> Kraftfahrzeuge beschränkt zu sein - sie mag auch mit einem
> Renaissanceschloss, einer Gemäldesammlung oder einem Spiel
> funktionieren.

Nunja, das ist nicht uneingeschränkt richtig, denn wenn die anderen Leute nicht wissen, das es ein Statussymbol sein soll, dann nützt das teuerste Spiel nix! :-)

Letztendlich versucht man durch diese Statussymbole sich doch die bewunderung anderer zu "erschleichen" - ich meine, wer drauf steht: Okay ...
Aber dieses rumgeiere ! - Wie das Spiel auch ist, der Preis bildet sich lediglich daraus das es den Anspruch auf ein Kunstobjekt erhebt und ein "Statussymbol" sein will. Ob es letzteres ist, entscheiden die Käufer ... (indem sie es kaufen oder nicht ...) ....

Atti

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Peter Gustav Bartschat

Re: 1.800,00 €

Beitragvon Peter Gustav Bartschat » 7. September 2004, 12:12

Attila schrieb:
> [...] eine goldene Armbanduhr
> zum selben Preis erfüllt da den Zweck doch besser, oder?

Der wahre Beeindruckungs-Profi sieht beim Spiel mit dem 1.800-€ teuren Spiel ungeduldig auf seine goldene Armbanduhr und sagt zur Mitspielerin: "Jetzt warte ich schon zwei Minuten auf Ihren Zug, Prinzessin Caroline! Wissen Sie überhaupt, wie viele meiner Ferraris ich in der Zeit hätte zu Schrott fahren können?"

Mit einem lieben Gruß
Gustav

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Bernd T.

Re: AW: Wozu soll das gut sein

Beitragvon Bernd T. » 7. September 2004, 13:22

Haaallo,

an "Attila" und Co...

Ich glaube nicht, dass hier jemand "Attila" überzeugen kann.
Laßt die Sache doch einfach auf sich beruhen (und jeden bei seiner Meinung).

Manche Leute würden ihr letztes Hemd für Kunst hergeben und für andere ist alles nur sinnloser Trödel.
Ich schüttle den Kopf, wenn mir mein Freund erzählt er hätte unsummen für ein Comicband ausgegeben weil es in dieser Auflage nur ganz wenige gibt. Selbst aber gebe ich den ein oder anderen Euro für ein Spiel aus bei dem er nur den Kopf schütteln kann (und innerlich das Geld in Comics umrechnet).
Meine Schwiegermutter schüttelt bei uns beiden den Kopf.

Natürlich nützt ein Spiel für diesen Preis nichts - aber mancher erfreut sich einfach daran. Natürlich kann ich einen Stuhl für 20 Euro im SB Möbelmarkt kaufen oder aber ein Designerstück für 2000 Euro pro Stück... ich sitze auf dem Designerstuhl aber nicht 200mal besser (wahrscheinlich sogar schlechter).

Ein Spiel für 1800 Euro nützt nix - kann für manchen aber so viel Wert sein wie eine Kiste die nach Bananen und Panama riecht.

Ein Bild ist nicht so viel wert wie die Leinwand und die Farbe kostet... ein Bild ist so vie wert wie andere dafür bereit sind zu zahlen (man kann sich ja auch ein Poster an die Wand hängen).

"Attila" wird von keinem Argument überzeugt werden können, weil es kein razionales Argument für so ein Spiel gibt. Ob und wieviele bereit sind für das Spiel 1800 Euro zu zahlen, wird sich zeigen...

Ich für meinen Teil sehe mich jedesmal in (unnützen) Diskussionen, wenn meine Frau mich überzeugen will, dass dieses Paar Schuhe notwendig und nützlich sind - egal wie hoch der Presi ist... ich verstehe es nicht, akzeptiere es aber (ist ja ihr Geld)...

Grüße

Bernd

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Attila
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Re: AW: Wozu soll das gut sein

Beitragvon Attila » 7. September 2004, 13:22

Mike schrieb:

> > sehe nur noch nicht wozu so ein Spiel "gut sein soll".
> Habe ich gerade beschrieben. Wenn es Käufer gibt, hat es
> seine Daseinsberechtigung und ist mit Sicherheit auch gut für
> das Gut Brettspiel an sich.

Erstem stimme ich zu, zweiteres beweifle ich. Ich glaube nicht das es irgendeinen nennswerten Einfluss auf die "normal sterbliche" Brettspielwelt hat. Es ist eher ein Kuriosum - was vieleicht irgendwann mal in einem Quizspiel auftaucht ...

> Es gibt übrigends auch genügend
> Spiele für 18 Euro, die das Gut Brettspiel äußerst schlecht
> vertreten und ihr Geld nicht Wert sind, obwohl sie es
> vielleicht nach deiner Materialrechnung schon Wert sind.

Du hast nicht genau gelesen - ich habe 200 Euro Materialwert von den 1800 Euro abgezogen und dann habe ich mich gefragt ob ein *Spiel* (in form der Idee und der konkreten Umsetzung) die Differenz wert sein kann. Ich BIN der Ansicht das ein Spiel weitaus mehr Wert sein kann als das reine Material - gegenteiliges unterstellt man mir allenfalls.

Atti

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Attila
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RE: 1.800,00 €

Beitragvon Attila » 7. September 2004, 13:33

Hiho,

Du bringst es gut auf den Punkt: Den Käufern ist das *Spiel* völlig wurscht! Das denke ich auch! Deswegen handelt es sich imo auch nicht um ein *Spiel*, sondern lediglich um ein Designobjekt oder Kunstobjekt. Ich bin mal gutmütig und setze letzteres vorraus.

Das es als Kunstobjekt 1800 Euro wert ist, habe ich nie bezweifelt - und finde den Preis dann nichtmal besondern hoch!

Man kann es imo maximal noch als "Kunst in Form eines Spieles" bezeichnen!

Atti

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Immanuel

Eine goldene Armbanduhr ...

Beitragvon Immanuel » 7. September 2004, 13:33


... erfüllt ihren primären Zweck (Chronographie) möglicherweise tatsächlich besser als ein Spiel der vergleichbaren Preisklasse den seinen (Spielspaß).

> Ein Spiel als Statussymbol: Nun, wieso nicht! - Allerdings
> wird der Personenkreis, der dieses auch als Statussymbol
> erkennt/akzeptiert doch recht übersichtlich sein - sind das
> die Beweggründe so ein Spiel zu kaufen, dann hat mein imo ein
> sehr ungeeignetes Objekt gewählt ... eine goldene Armbanduhr
> zum selben Preis erfüllt da den Zweck doch besser, oder?
>
> Atti

Den sekundären Zweck (Protzen) erfüllt es aber nur dann besser, wenn der Besitzer in Kreisen verkehrt, die eine goldene Uhr erkennen und ihren Preis im Hinterkopf abgespeichert haben. Das wäre bei mir z.B. nicht der Fall, ich könnte sie wahrscheinlich nicht von einer 50,- € - Uhr aus dem Kaufhaus unterscheiden, wenn mir jemand die darauf angezeigte Zeit mitteilt.
Hätte aber jemand in meinem Bekanntenkreis ein edles Spiel in der Vitrine stehen, könnte ich dies doch eher als solches erkennen - und würde mich gewaltig freuen, mal eine Partie mitspielen zu dürfen. Und dabei wäre ich wahrscheinlich viel weniger beeindruckt oder neidisch (soll ja beim Ferrari oder der Rolex manchmal auch noch im Hintergrund eine Rolle spielen), sondern würde mich einfach mit meinen Freunden über das edle Spiel freuen.

Noch´n Grüßle,
Immanuel

@ Gustav: > Der wahre Beeindruckungs-Profi sieht beim Spiel mit dem 1.800-€ teuren Spiel ungeduldig auf seine goldene Armbanduhr und sagt zur Mitspielerin: "Jetzt warte ich schon zwei Minuten auf Ihren Zug, Prinzessin Caroline! Wissen Sie überhaupt, wie viele meiner Ferraris ich in der Zeit hätte zu Schrott fahren können?" <
... und ich freu mich immer, wenn ein Mitspieler mich auffordert: "Karte oder ein Stück Holz", dann auch mit einem Stück Holz dienen zu können, statt mit einem Stück Plastik :-)

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Dirk Piesker
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Re: 1.800,00 €

Beitragvon Dirk Piesker » 7. September 2004, 13:50

Lieber Gustav,

> Der wahre Beeindruckungs-Profi sieht beim Spiel mit dem
> 1.800-€ teuren Spiel ungeduldig auf seine goldene Armbanduhr
> und sagt zur Mitspielerin: "Jetzt warte ich schon zwei
> Minuten auf Ihren Zug, Prinzessin Caroline! Wissen Sie
> überhaupt, wie viele meiner Ferraris ich in der Zeit hätte zu
> Schrott fahren können?"

Dir sollte doch seit dem Caroline-Urteil klar sein, dass Prominente
in privaten Situationen (und als solche dürfte man den Zeitvertreib des
Spielens wohl zählen) nicht mehr in das grelle Licht der Öffentlichkeit
gezerrt werden dürfen.

Unfassbar!

Dirk

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Attila
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Re: 1.800,00 €

Beitragvon Attila » 7. September 2004, 13:51

Dirk Piesker schrieb:

> > Den "Geiz ist Geil"-Hinweis finde ich im übrigen absolut
> > angebracht.
> Ja, Zustimmung!

Also ich finde es ziemlich daneben bei 1800 Euro "mal eben für ein Spiel" von "geiz" zu sprechen! - 1800 Euro ist ne menge Kohle und jemand der das nicht bezahlen kann oder will ist keineswegs geizig!

Atti


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