Beitragvon Immanuel » 7. September 2004, 11:51
... ist halt nicht unbedingt der Wert, den man wieder rausholen kann.
999er Würfel kann man einschmelzen, Platinfiguren auch und - schwupps - hat man wieder den wertvollen Ausgangsstoff.
Erdfarben vom Ende der Welt lassen sich vermutlich nicht so einfach abkratzen und werden auch nicht an der Börse gehandelt. Trotzdem ist deren Gewinnung evtl. genau so aufwendig wie die von Gold - oder noch aufwendiger, da nicht automatisiert. Und dann brauchst Du noch einen Handwerker - oder Künstler, das geht manchmal Hand in Hand -, der Dir ein technisch perfektes Werkstück herstellt. Du hast bloß hinterher nicht die Möglichkeit, diese zahlreichen Arbeitsstunden wieder "rauszuschmelzen" und Dir zum Beispiel eine Sitzgruppe draus schreinern zu lassen (dürfte etwa ähnlich viel kosten). :-)
Das tolle an einem Ferrari istDeiner Ansicht nach, wenn ich Dich richtig verstehe, das Gefühl, Eindruck (bei Frauen) damit zu machen. Damit tut sich der Besitzer was Gutes, weil er sich gut fühlt.
Tja, und wenn ich mir ein Spiel kaufe, dessen Teile sauber gearbeitet sind, schön lackiert/lasiert, gut in der Hand liegen, wenn die Spielsteine beim Bewegen gut klingen (muss gar nicht nach Edelmetall klingen, das satte Aufsetzen eines _echten_ Spiel_Steins_ klingt vielleicht sogar noch besser), dann fühle ich mich eben gut. Das ist der Nutzen, und der kann sogar den subjektiv empfundenen Spielreiz von mittelmäßig auf klasse anheben (ich finde das Posting grade nicht, irgendwer hat das hier geschrieben).
Und nebenbei steht der Ferrari häufig wohl genau so in der Garage wie das Spiel in der Vitrine, aber der Besitzer weiß: "Wenn ich wollte, könnte ich ... " (das erinnert mich jetzt grade an die Puritaner bei "Meaning of Life" von Monty Python ... :grin: ) Auch das ist ein gutes Gefühl.
... und nebenbei isst es auch Geschmackssache: Die Plastikfiguren beim neuen Siedler finde ich persönlich zum Beispiel nicht halb so toll wie die alten aus Holz, einfach weil mir das Material Holz an sich besser gefällt.
Im übrigen warte ich wie Gustav auch auf die nächste Lotto-Ziehung, werde mir aber erfolgreichenfalls weder ein "Basatiin al Djabriin" noch einen Ferrari davon kaufen, sondern mir sonstwie mein subjektiv gutes Gefühl verschaffen.
Grüßle,
Immanuel
(der beim heutigen Spieleabend für das gute Gefühl, mit Freunden zu zocken, bloß ein paar Chipstüten und Saftflaschen investieren muss.)