Beitragvon Kathrin Nos » 15. September 2004, 08:58
Hallo Michael,
"Michael Weber" hat am 15.09.2004 geschrieben:
> Stellt sich die Frage (die hier an die - ehemals -
> Protestierenden gerichtet ist): Ist die Anleitung nun
> schlechter, als der Preis glauben macht? Oder haben die
> Fragen und schlechten Meinungen eher damit zu tun, dass die
> Anleitung nicht gründlich gelesen wurde?
Ich halte mich jetzt nicht für eine der Protestierenden, antworte hier aber trotzdem.
Ich würde Deine Frage aus einer ganz anderen Sicht beantworten. Fifth Avenue ist ein Spiel, das recht komplexe Regeln besitzt. Viele der Mechanismen sind neu und ungewohnt. Man muss sich beim Regellesen also ziemlich stark konzentrieren, und viele Kleinigkeiten beachten.
Andererseits ist es so, dass das Spiel aus dem Ruder laufen kann, wenn man bestimmte Regeln vergisst (wohlgemerkt: Diese sind alle in der Regel erläutert und aufgenommen!). Es ist also nicht stabil gegen solche kleineren Fehler. Das kann man dem Spiel nicht vorwerfen, denke ich, vor allem angesichts des Anspruchs.
Von daher betrachtet:
> Ich halte die Anleitung zumindest für absolut vollständig
> erklärend.
Du hast recht. Ich finde, Die schwierige Aufgabe, ein solch komplexes und ungewöhnliches Spiel in Regeln zusammenzufassen, ist hier exzellent geglückt. Allgemein finde ich die Spielregeln bei alea sehr gut, da man vor allem das Gefühl hat, sich auf deren Vollständigkeit verlassen zu können. Etwas Zeit für die Lektüre muss man aber mitbringen, da wichtige Details sonst überlesen werden können.
Konkret zu Fifth Avenue nochmal: Einen Punkt kritisiere ich dennoch. Auf den Übersichtsplättchen hätte die Einschränkung "Wertung nur in Vierteln mit Kommissionsstein" aufgenommen werden sollen. Dies zu übersehenist ein Fehler, den wir selbst im ersten Spiel gemacht haben, und aus anderen Spielerunden unabhängig davon weiss ich, dass derselbe Fehler gemacht wurde. Dieser Aspekt betrifft aber nicht die Spielregel selbst.
Alles Gute wünscht
Kathrin.
http://www.hall9000.de/php/rezi.php?rezi=950