Beitragvon Günter Cornett » 28. September 2004, 23:46
sven schrieb:
>
> Für Einsteiger empfehle ich nach wie vor 1835, das man auch
> im Flohmarkt bekommen kann.
1835 eignet sich für das Einsteigerspiel IMHO deshalb, weil man nicht wirklich Pleite gehen kann, die Spielanleitung sehr gut ist, der Ablauf, wann welche Gesellschaft ins Spiel kommt, vorgegeben ist, man also durch das Spiel geführt wird.
Letzteres sehe ich persönlich aber auch als Nachteil. 1830 ist da wesentlich flexibler. Die Spieler können mehr ausprobieren und mit unterschiedlichen Gesellschaften beginnen. Das 1830 weitgehend ohne Sonderregeln auskommt, erleichtert den Einstieg ebenfalls. Vor- und Nachteil zugleich ist, dass man schön pleite gehen kann.
Was andere bei den vielen Varianten, die auf dem Markt sind, gut finden, die zahlreichen Sonderregeln halte ich persönlich in vielen Fällen für ein Manko. Man muss zu viel Einzelheiten lernen.
> Vor allem sollte man sich irgend
> wo her das 18xx Verwaltungsprogramm besorgen und am besten
> auch mal bei einer Partie zuschauen! Alles zu Fuß ist einach
> zu aufwändig!
Ich weiss nicht, ob das für den Einstieg so gut ist. Die Partie geht schneller vorbei aber es spielt sich mehr im Kopf ab. Ich persönlich sehe es als eine Hilfe, wenn man auf dem Spieltisch sehen kann, wer welche Aktien hält, anstatt es aus einer Bildschirmtabelle entnehmen zu müssen. Aber das ist sicherlich auch eine Frage des Alters und ob man zufällig Informatiker ist. ;-) Die Einkommensverwaltung ist natürlich mit dem PC einfacher. Die Einkommen der letzten Runden aufzuschreiben tut's zur Not auch, so man sich unnötige Geldwechselei sparen will.
Ne komplette Partie zuzuschauen halte ich für nicht so prickelnd. Besser man spielt mit und lässt sich von seinen Mitspielern vor den größten Fehlern warnen. Dann kriegt man am ehesten ein Gefühl dafür.
Ausser 1830 würde ich mir als Einsteigerspiel die Spiele mit geringer Spielerzahl und geringer Spieldauer näher anschauen.
Gruß, Günter