Beitragvon Ralf Partenheimer » 6. Oktober 2004, 19:18
Möglicherweise ist der Begriff "Simulation" nicht ganz passend.
Es geht mir aber tatsächlich darum, dass man auf "1-2 Sachen mehr achten muss" und dass alles, was man macht sehr gravierende Folgen haben kann und meistens hat. Aus meiner Erfahrung "verzeiht La Citta kaum Fehler", was den Spielspass drastisch senken kann.
Ich finde auch nicht, dass La Citta ein schlechtes Spiel ist, im Gegenteil: von der Aufmachung über das stimmige Thema bis hin zur Regel ist es ein sehr gelungenes Spiel.
Ich finde es nur wichtig, darauf hinzuweisen, dass die Möglichkeiten, die man als Spieler hat, sich wahrscheinlich erst nach vielen Spielen wirklich erschließen, weil man als Einsteiger ständig auf viele (mehr als 1-2) teils fatale Dinge achten muss.
Zumindest bei den ersten Spielen kommt man einfach nicht dazu, das Spiel selbst in die Hand zu nehmen, weil man vollauf damit beschäftig ist, Fehler zu vermeiden - zumindest nach meiner unmaßgeblichen Erfahrung.
Wer solche Spiele mag, ist aber mit La Citta bestens bedient.
Mir (und meiner Spielgruppe) ging es nur so, dass wir mit Vorfreude und Begeisterung an das Spiel herangegangen sind, aber dann nach der ersten (und auch nach einigen weiteren) Partien doch sehr ernüchtert waren. Sonst spielen wir eher Spiele im Bereich von Siedler, Anno 1503, Tikal, etc.
Im Nachhinein hätte ich das Geld lieber in ein anderes Spiel investiert...