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Candamir - Endspiel

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Suko

Candamir - Endspiel

Beitragvon Suko » 10. Oktober 2004, 11:58

Hallo zusammen!
Da ja mit Sicherheit schon einige von Euch einige Partien Candamir hinter sich haben wollte ich mal ein paar Erfahrungsberichte hören.
Wir haben gestern unsere erste Partie absolviert und waren noch etwas unsicher ob es an unserer Spielweise oder am Spiel selbst liegt das es nicht 100% überzeugte.
Gerade im Endspiel zog sich das Spiel doch etwas zäh dahin. Vor allem an dem Rohstoff Holz hat es bei uns allen oft gemangelt und generell die Beschaffung von Rohstoffen wird ja am Ende immer schwieriger.
Da ich aber ein Spiel immer erst nach 3-4 Partien beurteile, wollte ich mal fragen wie es bei Euch so war. Habt Ihr ähnliches erlebt.
Ich selbst bin ein großer Siedler-Fan und mag auch generell Teuber-Spiele. Aber Spiele bei denen alle Spieler am Ende nur so 1-2 Punkte voneinander getrennt sind, sind für mich auch eher ein Anzeichen von einem hohen Glücksfaktor. Wir hatten zum Ende den Punktestand 10-9-9-8.
Das ist natürlich extrem spannend, würde für mich aber bedeuten das man selbst nicht sehr viel beeinflussen kann.
Wie war das bei Euch?
Ein Problem könnte auch sein das man ja nicht 3 gleiche Naturalien gegen einen Rohstoff eintauschen kann. So ist man doch sehr beschränkt in seinen Möglichkeiten. Aber vielleicht hat es sich nach den nächsten Partien ja auch wieder revidiert. Da ich aber nicht weiß wann ich dazu komme, würden mich mal Eure Eindrücke dazu interessieren.

Grüße

Suko, der hofft beim Spieletreff am Montag seine zweite Partie spielen zu können

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Peter Gustav Bartschat

Re: Candamir - Endspiel

Beitragvon Peter Gustav Bartschat » 10. Oktober 2004, 12:37

Suko schrieb:
> Vor allem an dem Rohstoff Holz hat es bei uns allen oft
> gemangelt und generell die Beschaffung von Rohstoffen wird ja
> am Ende immer schwieriger.

Ihr habt aber schon gesehen, dass es im Nordwesten der Karte ein Holzfäller-Lager gibt, in dem man immer Holz bekommt, egal in welcher Spielphase?

> Aber Spiele bei denen alle Spieler am Ende nur
> so 1-2 Punkte voneinander getrennt sind, sind für mich auch
> eher ein Anzeichen von einem hohen Glücksfaktor.

Für knappe Ergebnisse sind, denke ich, auch noch andere Erklärungen denkbar. Ausgewogene Chancen für alle Spieler, gleiche Spielstärken und ähnliches.

Mit etwas mehr Spiel-Erfahrung - und ganz besonders, wenn man einen auf die eigene Spielweise "maßgeschneiderten" individuell entworfenen Charakter benutzt - verringert sich der Einfluss des Zufalls sicherlich noch. Es braucht auch die Erfahrung mehrerer Partien, bis man die Eigenschaften und Fähigkeiten, die die unterschiedlichen Charaktere haben, bei der eigenen Spielweise anzuwenden lernt.

Wobei man sich grundsätzlich darüber im klaren sein muss, dass der Zufall bei Spielen, in denen Würfel und verdeckte Kartenstapel vorkommen, immer eine Rolle spielen wird.

Mit einem lieben Gruß
Gustav

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Suko

Re: Candamir - Endspiel

Beitragvon Suko » 10. Oktober 2004, 15:35

Peter Gustav Bartschat schrieb:
>
>
> Ihr habt aber schon gesehen, dass es im Nordwesten der Karte
> ein Holzfäller-Lager gibt, in dem man immer Holz bekommt,
> egal in welcher Spielphase?
>
Ja, haben wir ;-)

>
> Mit etwas mehr Spiel-Erfahrung - und ganz besonders, wenn man
> einen auf die eigene Spielweise "maßgeschneiderten"
> individuell entworfenen Charakter benutzt - verringert sich
> der Einfluss des Zufalls sicherlich noch.

Das stimmt! Darin liegt für mich auch ein ganz spezieller Reiz. Wenn man weiß welche Eigenschaften wichtig sind, kann man sich bestimmt einen schönen eigenen Charakter basteln.

>
> Wobei man sich grundsätzlich darüber im klaren sein muss,
> dass der Zufall bei Spielen, in denen Würfel und verdeckte
> Kartenstapel vorkommen, immer eine Rolle spielen wird.
>

Schon klar

Bei uns war halt das Problem das alle Abenteuerkarten schon verteilt waren und jetzt jeder nur noch gewandert ist um die Rohstoffe zu bekommen um den letzten fehlenden Siegpunkt zu bekommen.
Aber wie schon gesagt, ich hoffe das die nächsten Partien anders verlaufen.

Grüße

Suko

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RedPiranha

Re: Candamir - Endspiel

Beitragvon RedPiranha » 10. Oktober 2004, 18:02

Also ich mag lieber Spiele bei denen es bis zum Schluss spannend ist und mein Eindruck bei vielen Spielen die mit deutlichem Vorsprung für einen Spieler enden ist, dass - bei ansonsten gleicher Erfahrung - da häufig das Glück in der Anfangsphase entscheidender ist. Natürlich kann es auch am Ende Zufall sein wer bei engen Partien den entscheidenden Siegpunkt macht, aber bis dahin hatten alle Spaß und der Adrenalinspiegel war bei allen hoch. Da ist es dann eigentlich egal wer gewinnt, denn es geht doch darum eine schöne Zeit miteinander zu verbringen.

RedPiranha

Candamir-FAQ: http://www.siedeln.de/faq/index.php?sid=11500&aktion=anzeigen&rubrik=014

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Suko

Re: Candamir - Endspiel

Beitragvon Suko » 11. Oktober 2004, 11:33

RedPiranha schrieb:
>
> Also ich mag lieber Spiele bei denen es bis zum Schluss
> spannend ist und mein Eindruck bei vielen Spielen die mit
> deutlichem Vorsprung für einen Spieler enden ist, dass - bei
> ansonsten gleicher Erfahrung - da häufig das Glück in der
> Anfangsphase entscheidender ist. >

Na ja, also ich finde es schon etwas schade wenn man alle Entscheidungen und Strategien die man im Laufe des Spiels getroffen hat letztendlich egal waren und es zum Ende hin nur darauf ankommt wer bei einer Probe das Glück beim Würfeln hat. Gerade bei Spielen die ja schon mal bis über 2 Stunden dauern sollte so etwas nicht vorkommen. Das ist für mich auch immer noch eine der ganz großen Stärken von den Siedlern v. Catan (mit S&R). Dort hat ein Spieler mit einer "schlechteren" Strategie oder geringeren Erfahrung im Normalfall keine Chance. Trotzdem ist es bei extremen Würfelglück auch dort möglich erfahrenere Spieler zu besiegen. Und das würde ich mir bei diesem Spiel halt auch wünschen.
Sonst könnte ich ja gleich ein Kartenspiel nehmen und es gewinnt der der die höhere Karte zieht (überspitzt ausgedrückt) ;-)
Aber ich denke gerade mit den individuell zusammengestellten Charakteren hat das Spiel da doch einiges Potenzial.
Und ich möchte auch erst einmal abwarten was die nächsten Partien so bringen.

Hoffnungsvolle Grüße

Suko

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Jost Schwider

RE: Candamir - Endspiel

Beitragvon Jost Schwider » 11. Oktober 2004, 11:51

"Suko" hat am 10.10.2004 geschrieben:

> Wir haben gestern unsere erste Partie absolviert und waren
> noch etwas unsicher ob es an unserer Spielweise oder am
> Spiel selbst liegt das es nicht 100% überzeugte.

Wieviele Spieler?
Wie lange habt ihr gebraucht?

> Ich selbst bin ein großer Siedler-Fan und mag auch generell
> Teuber-Spiele. Aber Spiele bei denen alle Spieler am Ende
> nur so 1-2 Punkte voneinander getrennt sind, sind für mich
> auch eher ein Anzeichen von einem hohen Glücksfaktor. Wir
> hatten zum Ende den Punktestand 10-9-9-8.

Aber ist das nicht auch oft typisch für SvC? (Es sei denn, totale Anfänger spielen mit, oder jemand hat mal unheimlich viel Pech.)

> Das ist natürlich extrem spannend, würde für mich aber
> bedeuten das man selbst nicht sehr viel beeinflussen kann.
> Wie war das bei Euch?

Ich habe es bisher noch nicht selbst gespielt, habe allerdings nach analyse der Spielregeln den Eindruck, dass durch die "Interaktivität" (insbesondere Met!) der Führende sehr stark gebremst werden kann (was auch den knappen Punktestand erklären würde).

Meine Befürchtung geht also dahin, dass ggf. leicht ein Königsmacher auftreten kann. Ist dem so? :-?

> Da ich aber nicht weiß wann ich dazu komme, würden mich
> mal Eure Eindrücke dazu interessieren.

Dem schließe ich mich an. :-D

> Suko, der hofft beim Spieletreff am Montag seine zweite
> Partie spielen zu können

Viele Grüße
Jost aus Soest (würde Michael gerne bei seinem Vorhaben unterstützen)
http://www.schwider.de/jas.htm - [i]Ausgezeichnete (Brett)Spiele[/i]

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Suko

RE: Candamir - Endspiel

Beitragvon Suko » 11. Oktober 2004, 12:06

Jost Schwider schrieb:
>
> "Suko" hat am 10.10.2004 geschrieben:
>

> Wieviele Spieler?
> Wie lange habt ihr gebraucht?

Wir waren zu viert. Und es hat knapp über 3 Stunden gedauert (mit Erklären). Wobei aber nach gut zwei Stunden schon alle 8 SP hatten und es dann zu dem besagten zähen Endspiel kam.

> Aber ist das nicht auch oft typisch für SvC? (Es sei denn,
> totale Anfänger spielen mit, oder jemand hat mal unheimlich
> viel Pech.)

Bei uns eigentlich nicht. Bei SvC kann man ja auch schon mal in einem Zug 4 oder mehr SP machen. Das ist bei Candamir eben anders. Hier sind 2 SP in einem Zug schon eher die Ausnahme. Problem ist halt das man max. nur 7 Rohstoffe auf der Hand besitzen kann.

> Meine Befürchtung geht also dahin, dass ggf. leicht ein
> Königsmacher auftreten kann. Ist dem so? :-?

Dazu ein klare JEIN ;-) Mit Met verringert ja man "nur" die Kondition eines Spielers um eine Stufe. Das muss nicht so schmerzhaft sein, kann aber in entscheidenen Phasen natürlich weh tun.

> Viele Grüße
> Jost aus Soest (würde Michael gerne bei seinem Vorhaben
> unterstützen)

Hängt davon ab ob ich Raimund dazu bringen kann auf die versprochene "Herr der Ringe" - Partie zu verzichten ;-)

Grüße

Suko

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Tanja Sepke

[OT] Candamir

Beitragvon Tanja Sepke » 11. Oktober 2004, 12:17

Hallo ihr Zwei,

da ich heute abend vermutlich nicht in den Schlachthof komme :-( :cry: , und ihr Raimund ja auch sicherlich nicht enttäuschen möchtet, biete ich euch folgende Alternative:

Candamir am Samstag ! D.h. wenn Michael auch kommt ?!?

Grüße aus Soest
Tanja

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Suko

Re: [OT] Candamir

Beitragvon Suko » 11. Oktober 2004, 13:00

Tanja Sepke schrieb:
>

> Candamir am Samstag ! D.h. wenn Michael auch kommt ?!?

Dafür hatte ich es eh schon eingeplant ;-)

Grüße

Suko, der sich schon auf Samstag freut und dafür wohl sogar auf seine geliebte Herbstwoche verzichten wird :`-(

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RedPiranha

Re: Candamir - Endspiel

Beitragvon RedPiranha » 11. Oktober 2004, 13:21

Ich habe es zwar noch nicht gespielt, aber die bisherigen Spielberichte klingen so, dass es lange Zeit ausgeglichen läuft und das ist bei einem Spiel, dass sich 2 Stunden hinzieht meines Erachtens wichtig. Gerade in den ersten Partien darf es nicht vorkommen, dass jemand nach 30 Minuten den Eindruck hat er hätte keine Chance mehr. Dann wird er das Spiel wohl selten noch ein zweites mal spielen.

Wichtig wäre für mich, dass es im Endspiel schon so sein sollte, dass man sich seine Endscheidungen reiflich überlegen muss. Dagegen sollten unglückliche Entscheidungen (Wahl zwischen 2 Alternativen, die so oder so ausgehen können) in der Anfangsphase nicht dazu führen, dass einer keine Chance mehr hat. Wenn man dagegen durch eine sinnlose Entscheidung (z.B. Bau einer Startsiedlung bei SvC an einem 3-11-12-Feld) ins Hintertreffen gerät und dies erkennen kann, dann wird man das unter "Lerneffekt" abbuchen und einer weiteren Partie weniger ablehnend gegenüberstehen.

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Heinrich Tegethoff

Re: Candamir - Endspiel

Beitragvon Heinrich Tegethoff » 13. Oktober 2004, 16:29

Suko schrieb:
> Gerade im Endspiel zog sich das Spiel doch etwas zäh dahin.
> Vor allem an dem Rohstoff Holz hat es bei uns allen oft
> gemangelt und generell die Beschaffung von Rohstoffen wird ja
> am Ende immer schwieriger.

Nun, bei uns fehlte gestern Holz gegen Ende auch ständig.
Der Grund bei uns dürfte damit zusammenhängen, daß keiner einen
guten Startwert für "Stärke" hatte, dann kaum ausbaute und somit
fast nie gegen Candamir antratt. Diese Holzquelle fiel fast aus.
Andere Charaktere, mehr Holz?!?

Rohstoffe kamen am Ende schon ins Spiel, aber halt viel Fell, weil einige
"so im nebenbei" einen Wolf oder Bären erschlagen konnten. Damit
muß man dann 3:1 tauschen, und bei 5er-Handkartenlimit ist dies
ein echter Engpaß.

> Wir hatten zum Ende den Punktestand 10-9-9-8.

Auch bei uns war es in zwei Partien sehr eng. Meinem Empfinden
nach ist derjenige Spieler letztendlich im Vorteil, wer in Summe die
beste Kondition hatte und sich in gleicher (Runden-)Zeit am meisten
bewegen konnte. Prompt gewann derjenige, welcher die meisten
Heiltränke brauen konnte, und da war die Ch-Eigenschaft "Sammler"
(o.ä.) sehr stark.
Sonst sind wir alle recht gleichmässig vorangekommen, und die
Sondersiegpunkte machten viel aus.

Aber auch der sichtbar schwächere Spieler war konsequent hinten
und wurde dann auch Letzter. Bei allem Glück, das sich bei der
Dauer des Spiels schon verteilt und auch "Risiko lohnt sich" belohnt,
war das kosnequente Ausnutzen der Charakterstärken am wichtigsten.
Es ist für den Einsteiger nur enorm schwer, die langfristige Stärke
seines Charakters zu erkennen!

Nur: Der schwächste Spieler konnte fleissig Met brauen, und da die
Eigenschaften für Abenteuerkarten nicht reichten wurde ständig eine
"Party geschmissen". Da alle anderen betroffen waren, war Met sicher
kein Mittel, um den Führenden zu bremsen, sondern nervte nur alle
anderen, die besser spielten. Hier waren dann die Spieler ohne
Heiltrankquelle dann im Nachteil, was (s.o.) gerade eben den
Führenden weniger behinderte.

> Das ist natürlich extrem spannend, würde für mich aber
> bedeuten das man selbst nicht sehr viel beeinflussen kann.
> Wie war das bei Euch?

Kleinere Fehlentscheidungen steckt das Spiel gut weg,
grundsätzliche Schwächen werden bestraft. Dies ist sehr gut für
ein Breiten-taugliches Spiel.

Die Siegpunkte sind aber offensichtlich, und jeder kann die
fehlenden Siegpunkte des Führenden gut einschätzen, aber nicht
mehr gegensteuern. Das Glück, im Endspiel mit einer Ochsenkarte
im Gelände einen Siegpunkt einzufahren statt das vierte Fell zu kriegen
ist nach (bei uns) 3 Stunden Spielzeit aber bedenklich!

> Ein Problem könnte auch sein das man ja nicht 3 gleiche
> Naturalien gegen einen Rohstoff eintauschen kann. So ist man
> doch sehr beschränkt in seinen Möglichkeiten.

Wie gesagt: Heiltränke machen beweglich, und schneller im Gelände
vorankommen ist ein Kernvorteil. Also IMHO auf Heiltränke tauschen.

Servus,
Heinz


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