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[RF] Goldbräu

Regelfragen und Varianten: Wie geht Spiel XY?
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Bernd Schlüter

[RF] Goldbräu

Beitragvon Bernd Schlüter » 24. Oktober 2004, 11:22

Also irgendwie ist mir der Einsatz der Anteilskarten ber der Aktion "Chef ernennen" nicht so ganz klar, bzw ich bin mir nicht so ganz sicher, es richtig verstanden zu haben. Und da auch gestern am Stand von Zoch unterschiedliche Auffassungen vertreten wurden, frage ich einfach hier mal nach - Franz-Benno Delonge liest hier ja mit.

Hier erstmal die Fragen, ob ich es richtig verstanden habe:
1. Um einen Chef einsetzen zu können, muss ich in dem gewünschten Betrieb entweder mindestens einen Anteilsstein besitzen, oder mir diesen einen Anteilsstein durch das Auslegen einer verdeckt gehaltenen Anteilskarte "beschaffen". Richtig?

2. Um die Ernennung des neuen Chefs zu verhindern, darf der alte Chef eine (1) Anteilskarte ausspielen. Richtig?

Jetzt zu dem, was in der Regel nicht erwähnt wird:
3. Angenommen, ich habe einen Anteilsstein in einer Brauerei und einer meiner Mitspieler hat drei Anteilssteine in dieser Brauerei. Ich halte aber noch 2 dieser Anteilskarten auf der Hand. Darf ich nun "angreifen" und dabei meine 2 Karten ausspielen?

4. Angenommen, rot hat 2 Anteile, blau 1, und grün 1 in einer Brauerei. Blau möchte nun Chef werden, was rot durch das Ausspielen einer Anteilskarte verhindert. Kann blau nun auch eine entsprechende Anteilskarte ausspielen, um wieder Gleichstand herzustellen? Den Satz in der Klammer interpretiere ich jedenfalls so - und frage mich, warum dieser Satz überhaupt in Klammern.

5. Generell stellt sich mir bei dieser Aktion auch die Frage, ob ich immer nur das benötigte Minimum an Karten ausspielen darf.

Bernd

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Volker L.

Re: [RF] Goldbräu

Beitragvon Volker L. » 25. Oktober 2004, 00:42

Bernd Schlüter schrieb:
>
> Also irgendwie ist mir der Einsatz der Anteilskarten ber der
> Aktion "Chef ernennen" nicht so ganz klar, bzw ich bin mir
> nicht so ganz sicher, es richtig verstanden zu haben. Und da
> auch gestern am Stand von Zoch unterschiedliche Auffassungen
> vertreten wurden, frage ich einfach hier mal nach -
> Franz-Benno Delonge liest hier ja mit.

Ich bin zwar nicht Benno, hab's aber am Sonnabend von ihm
erklärt bekommen.

> 5. Generell stellt sich mir bei dieser Aktion auch die Frage,
> ob ich immer nur das benötigte Minimum an Karten ausspielen
> darf.

Du darfst jederzeit beliebig viele Deiner bislang geheimen Anteilskarten
ausspielen [i]und bekommst dadurch den entsprechenden Anteilsstein[/i].
Das Ausspielen im Falle einer geplanten Chef-Ablösung ist keine
Sonderaktion, sondern kann nur dann auf das Ablösen Einfluss nehmen,
wenn sich dadurch die Mehrheitsverhältnisse in diesem Betrieb ändern.

Gruß, Volker

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Udo Greppmaier

RE: [RF] Goldbräu

Beitragvon Udo Greppmaier » 25. Oktober 2004, 09:12

"Bernd Schlüter" hat am 24.10.2004 geschrieben:
> ...
>
> 2. Um die Ernennung des neuen Chefs zu verhindern, darf der
> alte Chef eine (1) Anteilskarte ausspielen. Richtig?
>

Hi,

uns wurde es so erklärt, dass der bisherige Chef die absolute Mehrheit (der aktuell liegenden Anteilssteine) haben muss, um nicht vertrieben werden zu können. Das ausspielen einer Karte würde dann nicht immer reichen. Aber wir machen immer wieder schlechte Erfahrungen mit Spieleerklären ...

Grüßle,

Udo

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Michael Weber

Chefsache

Beitragvon Michael Weber » 25. Oktober 2004, 09:15

Udo Greppmaier schrieb:
> > 2. Um die Ernennung des neuen Chefs zu verhindern, darf der
> > alte Chef eine (1) Anteilskarte ausspielen. Richtig?
>
> uns wurde es so erklärt, dass der bisherige Chef die absolute
> Mehrheit (der aktuell liegenden Anteilssteine) haben muss, um
> nicht vertrieben werden zu können. Das ausspielen einer Karte
> würde dann nicht immer reichen. Aber wir machen immer wieder
> schlechte Erfahrungen mit Spieleerklären ...

Der bsherige Chef kann seine Ablösung nur verhindern, wenn er die absolute Mehrheit hat. Diese kann er aber sehr wohl durch das Auslegen eines Anteilsteins festigen.

Michael
(findet Goldbräu gut)

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Michael Adolphs

Re: [RF] Goldbräu

Beitragvon Michael Adolphs » 25. Oktober 2004, 10:21

Bernd Schlüter schrieb:
>> Hier erstmal die Fragen, ob ich es richtig verstanden habe:
> 1. Um einen Chef einsetzen zu können, muss ich in dem
> gewünschten Betrieb entweder mindestens einen Anteilsstein
> besitzen, oder mir diesen einen Anteilsstein durch das
> Auslegen einer verdeckt gehaltenen Anteilskarte "beschaffen".
> Richtig?

Ja!

> 2. Um die Ernennung des neuen Chefs zu verhindern, darf der
> alte Chef eine (1) Anteilskarte ausspielen. Richtig?

Ja, wenn er dadurch die absolute Mehrheit erreicht!

> Jetzt zu dem, was in der Regel nicht erwähnt wird:
> 3. Angenommen, ich habe einen Anteilsstein in einer Brauerei
> und einer meiner Mitspieler hat drei Anteilssteine in dieser
> Brauerei. Ich halte aber noch 2 dieser Anteilskarten auf der
> Hand. Darf ich nun "angreifen" und dabei meine 2 Karten
> ausspielen?

Ja!, wie schon erwähnt, darft du beliebig viele Karten aus der verdeckten Hand ausspielen.

> 4. Angenommen, rot hat 2 Anteile, blau 1, und grün 1 in einer
> Brauerei. Blau möchte nun Chef werden, was rot durch das
> Ausspielen einer Anteilskarte verhindert. Kann blau nun auch
> eine entsprechende Anteilskarte ausspielen, um wieder
> Gleichstand herzustellen? Den Satz in der Klammer
> interpretiere ich jedenfalls so - und frage mich, warum
> dieser Satz überhaupt in Klammern.

Geht so nicht:
1. blau will Geschäftsführer werden
2. rot spielt einen Anteil aus: Stand rot 3, blau 1, grün 1: rot hat absolute Mehrheit und bleibt Geschäftsführer
3. blau spielt einen Anteil aus: Stand rot 3, blau 2, grün 1: grün fliegt als Kleinaktionär raus, rot hat absolute Mehrheit und bleibt Geschäftsführer auf ewig, da alle Anteile ausgespielt wurden
(den Klammersatz kenne ich nicht, da uns das Spiel erklärt wurde)

> 5. Generell stellt sich mir bei dieser Aktion auch die Frage,
> ob ich immer nur das benötigte Minimum an Karten ausspielen
> darf.

Nein, siehe 3.
> Bernd

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Bernd Schlüter

Re: [RF] Goldbräu

Beitragvon Bernd Schlüter » 25. Oktober 2004, 19:26

Also jetz mal für jemanden, der langsam an seinem Verstand zu zweifeln beginnt :-)

1. Szenario:
Rot hat zwei Anteilssteine in einem Biergarten, sonst hat niemand dort einen Anteilsstein. Blau spielt zwei Anteilskarten aus und beansprucht den Chefposten für sich. Nix da, sagt rot und spielt eine Anteilskarte aus. Daraufhin spielt blaue eine weitere Karte aus und bekommt den Chefposten. Da nun alle 6 Anteilskarten dieses Biergarten gespielt sind, können sich blau und rot nun Runde für Runde den Chefposten gegenseitig klauen.

2. Szenario:
Rot hat zwei Anteilssteine in einem Biergarten, sonst hat niemand dort einen Anteilsstein. Blau spielt nun 4 Anteilskarten aus und behält den Chefposten bis ans Ende des Spiels.

3. Szenario:
Rot hat zwei Anteilssteine in einem Biergarten, sonst hat niemand dort einen Anteilsstein. Blau spielt eine Anteilskarte aus, worauf rot zwei Karten ausspielt und den Chefposten bis ans Ende des Spiels behält.

Ist das so ok?

Bernd

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Michael Weber|Reich der Spiele

Re: [RF] Goldbräu

Beitragvon Michael Weber|Reich der Spiele » 25. Oktober 2004, 19:39

Bernd Schlüter schrieb:

> Also jetz mal für jemanden, der langsam an seinem Verstand zu
> zweifeln beginnt :-)

Aber warum nur?

> 1. Szenario:
> Rot hat zwei Anteilssteine in einem Biergarten, sonst hat
> niemand dort einen Anteilsstein. Blau spielt zwei
> Anteilskarten aus und beansprucht den Chefposten für sich.
> Nix da, sagt rot und spielt eine Anteilskarte aus. Daraufhin
> spielt blaue eine weitere Karte aus und bekommt den
> Chefposten. Da nun alle 6 Anteilskarten dieses Biergarten
> gespielt sind, können sich blau und rot nun Runde für Runde
> den Chefposten gegenseitig klauen.

Nun, genau genommen steht in der Anleitung "ggf. darf er *eine* Anteilskarte offen legen". Das mit dem gegnseitigen klauen wäre prinzipiell aber möglich. Wobei man den Chefposten nicht überschätzen sollte. Der Gewinn wird schließlich nicht mit Geschäftsführern gemacht, sondern mit Anteilen. Es ist häufig gar nicht nötig, den Chef abzulösen!

> 2. Szenario:
> Rot hat zwei Anteilssteine in einem Biergarten, sonst hat
> niemand dort einen Anteilsstein. Blau spielt nun 4
> Anteilskarten aus und behält den Chefposten bis ans Ende des
> Spiels.

Auch das wäre mit der oben genannten Regeleinschränkung möglich. Ich würde hier gerne mal Benno dazu hören.
Aber auch hier gilt die Frage: Warum sollte Blau das tun? es wäre viel interessanter, genau das nicht zu tun, um die Mitspieler im Unkalren über die Karten zu halten. Außerdem würden zwei Karten reichen, denn dann hat Rot keine Mehrheit mehr.

> 3. Szenario:
> Rot hat zwei Anteilssteine in einem Biergarten, sonst hat
> niemand dort einen Anteilsstein. Blau spielt eine
> Anteilskarte aus, worauf rot zwei Karten ausspielt und den
> Chefposten bis ans Ende des Spiels behält.

Auch hier wird Rot das nicht tun. Wozu? Rot hat doch die Mehrheit. Mit etwas Geduld könnten eventuell andere Anteilssteine entfernt werden (einzelne Steine werden entfernt, wenn die sechste Karte genutzt wird).

Grundsätzlich ist es meistens effektiver, Karten auf der Hand zu halten und die Mitspieler die Arbeit machen zu lassen, um dann in der entscheidenden (siebten) Runde zuzuschlagen.

Michael
(trinkt lieber Wein als Bier)

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Bernd Schlüter

Re: [RF] Goldbräu

Beitragvon Bernd Schlüter » 25. Oktober 2004, 19:52

Hallo Michael,

danke für die rasche Antwort!

Mir ging es weniger darum, ob die Aktionen sinnvoll sind, sondern vielmehr darum, was "möglich" ist.

Das Ganze entwickelte sich aus dem "Klammersatz" (auf Seite 4, linke Spalte), den ich so interpretiere, dass das Bieten auch hin und her gehen kann. Daraus entsprang dann die Frage, ob man nur eine einzige Karte ausspielen darf, wenn man keinen Anteilsstein in dem Betrieb hat bzw.ob man immer nur die Karten ausspielen darf, die unbedingt nötig sind um einen Gleichstand herbeizuführen oder eine Mehrheit zu sichern.

Bernd
(trinkt jetzt ein lecker Flens)

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Michael Weber|Reich der Spiele

Re: [RF] Goldbräu

Beitragvon Michael Weber|Reich der Spiele » 25. Oktober 2004, 20:00

Bernd Schlüter schrieb:
> Das Ganze entwickelte sich aus dem "Klammersatz" (auf Seite
> 4, linke Spalte), den ich so interpretiere, dass das Bieten
> auch hin und her gehen kann. Daraus entsprang dann die Frage,
> ob man nur eine einzige Karte ausspielen darf, wenn man
> keinen Anteilsstein in dem Betrieb hat bzw.ob man immer nur
> die Karten ausspielen darf, die unbedingt nötig sind um einen
> Gleichstand herbeizuführen oder eine Mehrheit zu sichern.

Hm, gerade noch mal nachgelesen. So würde ich sagen, mehrere Karten ja, aber mehrfach hintereinander? Ich weiß nicht.

Michael

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veit Delonge

Re: [RF] Goldbräu

Beitragvon veit Delonge » 25. Oktober 2004, 21:59

Hallo Bernd,

zu beachten ist, dass Du soviel Anteile an der Brauerei/Biergarten wie Du Karten hast, egal ob offen oder verdeckt. Du kannst jederzeit, ohne Spielaktionsverlust, soviele verdeckte Karten aufdecken wie Du willst.

Hinsichtlich der Mehrheit ist zu beachten, dass der Chef dann die Abwahl verhindern kann, wenn er selber mehr offene Anteile als alle anderen Mitspieler hat.

Grundsätzlich ist aber besser verdeckte Anteile zu haben, um unbemerkt bei anderen zu partizpieren. Deshalb sollte man nur soviele Anteile aufdecken wie dringend erforderlich.


Gruß Veit Delonge

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Franz-Benno Delonge

Re: [RF] Goldbräu

Beitragvon Franz-Benno Delonge » 25. Oktober 2004, 23:27

Hallo Bernd, liebe Biergartenspieler,
die Sache ist eigentlich ganz einfach: Auch die auf der Hand gehaltenen verdeckten Anteile HABE ich bereits. Ich habe aber außerdem den zusätzlichen Vorteil, sie geheim halten zu können. Und es ist meine freie Entscheidung, wie lange ich diesen Vorteil nutzen will.
Aus diesem Grund gibt es keinerlei Einschränkung für das Offenlegen verdeckter Anteile.
Schönen Gruß
Benno


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