Beitragvon Günter Cornett » 2. November 2004, 11:24
TRH schrieb:
>
> Moin!
>
> Achim schrieb:
> > > Bei diesen Bastelbogenspielen ist es
> > > eh verwunderlich, dass sich einige "Hundert" an den Mann
> > > bringen lassen. Meines Erachtens ist es Augenwischerei diese
> > > Spiele mit dem Zusatz "limitiert" anzubieten. Mehr könnten
> > > sowieso nicht zu diesem Preis in dieser Ausführung verkauft werden.
> > Michael Weber|Reich der Spiele schrieb:
> > Erstens ist hier die Frage nach Batselbogen zu stellen.
> > Welche "limitierten Bastelbogenspiele" meinst du denn?
> ´
> Zusätzlich zu den von Achim benannten könnte man auch die
> neue Coloretto-Erweiterung benennen. Die hatte ich so
> geschickt mit Schneidemaschine und Nagelschere bearbeitet,
> dass meine Mitspieler zunächst garnicht glauben konnten, dass
> sie aus einem (limitierten, darum Restbogen aufheben! ;-) )
> Bastelbogen hergestellt wurden...
> >
> > > Ich finde die Aussagen von Herrn Cornett sehr ehrlich, wenn
> > > er sagt, er fertige nicht lim. sondern in bestimmten
> > > Losgrößen. Ist eine begrenzte Auflage verkauft und noch
> > > genügend Nachfrage vorhanden, wird vielleicht
> > weiterproduziert.
> >
> > Ja, der Günter ist eine ehrliche Haut :-)
Danke, aber mal ehrlich: was ist daran 'sehr' ehrlich, wenn man sagt, dass eine nicht limitierte Auflage nicht limitiert ist? Die meisten Auflagen werden durch die erwartete oder tatsächliche Nachfrage limitiert. Ist bei uns auch so. Wir freuen uns, wenn die Nachfrage so groß ist, dass wir noch eine zweite Auflage nachschieben können oder sich ein größerer Verlag dafür interessiert.
Wir hatten einmal einen kleinen Disput mit jemanden, der irgendwo gelesen hatte, unser Spiel sei limitiert und dann am Stand 'erst auf Nachfrage' erfuhr, dass das Spiel nicht limitiert ist. Seitdem ziehe ich die Formulierung 'Nummeriert aber nicht limitiert' vor. Enttäuschte Kunden nützen niemanden. Allerdings ist auch ein solcher Hinweis nicht ganz narrensicher, da es möglich ist, dass im Gedächtnis irgendwas von 'limitiert' hängenbleibt.
Die Höhe unserer Auflagen richtet sich grundsätzlich danach, was wir voraussichtlich in akzeptabler Zeit absetzen können. Das heisst, wir beabsichtigen zunächst einmal nicht mehr als die Spiele der Erstauflage zu produzieren. Bei kleinen Auflagen nummerieren wir die Spiele, um die Sammler zu bedienen. Der Mehraufwand ist da gering, der Effekt relativ groß. Bei größeren Auflagen verzichten wir logischerweise auf eine Nummerierung.
Eine Limitierung macht für mich nur bei einer Sonderausgabe Sinn oder wenn das Spiel unter keinen Umständen neu aufgelegt werden soll, auch nicht von einem anderen Verlag. Letzteres halte ich ökonomisch für Unsinn, sofern man sich als mehr als Spielemacher versteht denn als Kunsthändler. Und eine Sonderausgabe - da muss das auch vom Material her etwas besonders Hochwertiges sein.
Was Spiele angeht, die selbstgebastelt wirken, so kann ich es als Nicht-Sammler schon nachvollziehen, dass sie gegenüber professionell hergestellten Spielen einen geringeren Gebrauchswert, dafür aber einen höheren Sammlerwert haben, sofern sie in wirklich geringer Auflage hergestellt werden. Sie tragen quasi die Handschrift des Kleinverlegers und Autors. Was ist ein fein säuberlich getippter Name gegen eine individuelle unleserliche Unterschrift?
> Gleichzeitig mit Pingvinas auch ein gutes Beispiel, dass auch
> limitierte Spiele (oder ist es "nur" nummeriert???) nicht
Nicht limitiert sondern nummeriert.
Solche Angaben sollte man am besten immer auf der Webseite des Verlages nachlesen.
> sofort ausverkauft sein müssen. Obwohl natürlich ein gutes
> Spiel, keine Frage!
Unsere Spiele sind eigentlich nie sofort ausverkauft, mal abgesehen von Arabana-Ikibiti, deren weder nummerierte noch limitierte Erstauflage von 40 Stück seinerzeit Donnerstag Mittag ausverkauft war. Aber wir hatten dann ja noch auf der Messe weiterproduzieren können.
Gruß, Günter