Beitragvon Volker L. » 8. November 2004, 18:21
Jost Schwider schrieb:
>
> "Volker L." hat am 05.11.2004 geschrieben:
>
> > Wings of War (nach Probespiel)
>
> Könntest du dazu etwas sagen? Hört sich - trotz Thema! -
> nämlich ziemlich interessant an.
Also, im Prinzip ist es eine Art Tabletop-Spiel.
Die Flugzeuge sind je nach Flugeigenschaften in 4 verschiedene
Gruppen (A, B, C, D) eingeteilt, für jede Gruppe gibt es
einen Stapel Manöverkarten. Auf den Manöverkarten ist ein
Flugpfeil abgebildet, man legt die ausgespielte Karte passend
an das Flugzeug, nimmt dann das Flugzeug und legt es am anderen
Ende passend an die Manöverkarte, um so die Position des
Flugzeugs nach der Bewegung zu bestimmen. Dabei unterscheiden
sich die Stapel dahingehend, dass A die schnellsten sind
(längere Pfeile auf den Manöverkarten) und D die meisten
Manöverkarten haben (teilweise mehr Exemplare desselben
Manövers, teilweise auch zusätzliche (die schnellen können
nur 45Grad-Kurve, die langsamen auch 90Grad-Kurve)). B und C
liegen dazwischen.
Wenn man nach der Bewegung innerhalb des Schußwinkels ein
gegnerisches Flugzeug innerhalb Schußentfernung (beiligendes
Papp-Lineal) vor sich hat, kann man schießen, es wird durch
Aufdecken einer oder mehrerer Karten eines Treffer-Stapels
bestimmt, wie hoch der Schaden ist. Dabei kann es auch noch
zu zusätzlichen Effekten (Ladehemmung des feuernden Fliegers
sowie mit Fortgeschrittenen-Regeln auch noch Brand oder
Rauchentwicklung oder Ruderschaden der getroffenen Maschine)
kommen.
In jeder Runde müssen die Spieler aus ihrem Kartenvorrat 3
Manöver aussuchen, die sie fliegen wollen (das kann auch
mehrmals das gleiche sein, falls in ausreichender Zahl
vorhanden), diese werden verdeckt abgelegt und nacheinander
abgearbeitet; man hat also auch noch gewisse Bluff-Elemente:
errät man korrekt, was der andere vorhat, kann man ihn
eventuell so anfliegen, dass man ihn gut vor den Rohren hat
und er nichtmal zurückschiessen kann, oder man wird selbst
durchschaut und rennt ins offene Messer (bzw. in die MG-Salve),
oder man fliegt einfach aneinander vorbei, weil sich beide
arg verkalkuliert haben.
> > Gruß, Volker (der sich nicht 100%ig sicher ist, kein Spiel
> > vergessen zu haben)
>
> Schöne Formulierung! :-D
Wobei ich nicht meinte, auf der Messe Spiele übersehen zu
haben (das passiert sowieso jedes Jahr, ohne dass dies einer
extra Erwähnung bedarf), sondern dass ich mir nicht sicher
war, bei der Aufzählung etwas vergessen zu haben.
Was in der Tat zutrifft.
Nachtrag zu Gruppe 2:
Indus - testgespielt, nein danke
des Weiteren noch zu erwähnen: Funkenschlag, Goa, Zug um Zug,
St.Petersburg, Oase und Raja kannte ich alle schon (und besitze
sie teilweise bereits), brauchte sie also auf der Messe nicht
mehr kennenzulernen.
> Im Ernst: Wie sieht es mit Spielen wie "Oltremare" oder "HdR
> - Der Ringkrieg" aus? Ich hätte gedacht, dass diese auch
> etwas für dich wären...
Als ich mir in Knuts Messevorschau den Text zu Oltremare
durchgelesen habe, klang es nicht sehr interessant, und auch
ein zweiter Kontrollblick, nachdem Du dieses Spiel beim
Treffen am SB-Stand so hoch gelobt hast, hat daran nichts
geändert. Vielleicht würde sich daran etwas ändern, wenn ich
mal eine genauere Beschreibung des Spielablaufes lesen
würde ;-)
Und zu HdR...
Das Buch habe ich nie gelesen, die Filme - wie ich vor ein
paar (vielen?) Monaten schonmal in einem Antwortposting an
Dich geschrieben hatte - werde ich mir irgendwann mal
angucken, wenn sich eine günstige Gelegenheit ergibt.
Bis dahin erzeugt der ganze HdR-Hype tendenziell eher eine
Abwehrhaltung bei mir, verstärkt durch die Skepsis, wieviel
man von den Spielen hat, wenn man die Hintergrundstory nur
bruchstückweise vom Hörensagen kennt.
Auch wenn diese Mitteilung jetzt Dich (hoffentlich ;-) ) und
ein paar andere Forumsteilnehmer in einen Schockzustand
versetzen sollte - ich habe bislang kein einziges Spiel
zum Thema HdR auch nur angesehen :-)
Gruß, Volker