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Wass mich interessieren würde...

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Hartmut

RE: nach BERLIN und schluß mit den spieletagen in Essen !

Beitragvon Hartmut » 6. November 2004, 12:15

> p.s. scherz beiseite, ich wurde letzte woche von einer
> netten japanerin, die ich die ehre hatte, hier in berlin zu
> treffen und die direkt aus essen kam, gefragt, warum die
> spielertage denn immer in der provinz stattfinden würden.
> eine überzeugende antwort mußte ich in der tat schuldig
> bleiben...

Hallo Frank u.a.,

ist denn eine "verirrte" Stimme aus Japan relevant? Ist denn Osaka die Provinz von Japan, weil es auch noch Tokio gibt? Hat denn die nicht gegebene Antwort eines wenig souveränen Hauptstädters uns dermaßen in Zweifel zu stürzen? Gleiche Antwort auf alle Fragen: Nein, natürlich nicht!

Ist schon erstaunlich, was so ein Troll-Beitrag (von "Witzbold" Rüdiger - echt tolle Email-Adresse!) hier für Diskussionen auslöst. Ich bin immer noch mit Herz und Seele Berliner (habe seit meiner Geburt dort 27 Jahre gelebt) und schaue mir seit der Wende mit Wehmut an, wie diese Stadt verkorkst wird (seelenloser Potsdamer Platz, Bankenskandal, Bauwahn ohne Sinn und Verstand dafür umsomehr Subventionen, stadtplanerischer Größenwahn wie z.B. Fernbahntunnel durch Tiergarten, verkorkste Radioprogramme die nicht das Wort "Programm" verdienen usw.). Nun lebe ich aber seit 15 Jahren im Ruhrgebiet, und weiß hier - wie auch anderswo in Deutschland - die schönen individuellen Dinge zu schätzen. Klar, auch hier gibt es wie in Berlin Menschen (allerdings hier sehr viel weniger, wohl auch eine Folge der geographischen Isolation West-Berlins zu Zeiten der DDR), die es nicht geschafft haben, über ihren Tellerrand zu schauen und auch daher ihr Umfeld über alles hochhalten (sozusagen Nationalismus auf regionaler Ebene), aber diese Stimmen verdienen m.E. kein Gehör.

Fazit: die Spieltage gehören zu Essen wie die Grüne Woche zu Berlin und das Oktoberfest zu München.

Hartmut

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Jost Schwider

RE: Wass mich interessieren würde...

Beitragvon Jost Schwider » 7. November 2004, 10:41

"Richard van Vugt | GAMEPACK.nl" hat am 04.11.2004 geschrieben:

> ...ist zu wissen, wie Essen 2004 ausgegangen ist.
>
> Was haben die 150.000 Besucher dort gemacht; wieviele von
> ihnen haben nur rundgewandert und gespielt, wieviele haben
> tatsächlich etwas gekauft, und wieviel; und was haben sie
> gekauft: neues, Schnäppchen, oder sonstiges vom Flohmarkt?


Vorneweg: Du darfst nicht vergessen, dass wir VIPs ("Very Interested Players") ;-) nur eine Minderheit unter all den Essen-Besuchern sind. Viele haben einfach nichts gekauft oder hielten den Karstadt(Kaufhof/...-Stand (d.h. also Mainstream-Produkte) für den Mittelpunkt der Messe.

> Gibt es da vielleicht 'exit polls'? ;-)

Da ich mich auf der Messe hauptsächlich "nur" informiere, sieht meine "Ausbeute" recht mager aus:
- 1 Badetag (in Spielrunde gewonnen :-)) )
- 5 Bonsaigames (Giveaway)
- 1 Joss (in Spielrunde gewonnen :-)) )
- 1 Kung Fu Challenge (Giveaway)
- 1 Oltremare
- 4 Piraten der spanischen Meere
- 1 Schatzjäger (kostete nur 1 EUR :-D )
- 3 Top Trumps "Herr der Ringe III" (zum Verschenken)
- 1 Windschatten

Allerdings lasse ich mir einiges (zum Geburtstag bzw. zu Weihnachten) schenken. Wenn ich Glück habe, wird es wohl folgendes:
- HdR - Der Ringkrieg
- Im Auftrag des Königs
- Monster & Mythen
- Teamwork

> Ich frage mir dies, weil jemand in einen Thread sagte, das
> 'Reef Encounter' nicht ausverkauft war. Das würde heißen,
> das es keinen Markt gäbe (weniger als 1%) für ein wirklich
> tolles Spiel das jeder Vielspieler unbedingt haben sollte.

Viele kaufen auch später ein, ohne jedes Schlepp-Problem...

> Sind wir denn wirklich nur mit sowenigen?

Verhältnismäßig? Ja!

Viele Grüße
Jost aus Soest (sprich: "jooost aus sooost")
http://www.schwider.de/sp2004.htm - [i]33+7 Eindrücke von der Spiel'04[/i]

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Jost Schwider

RE: Wass mich interessieren würde...

Beitragvon Jost Schwider » 7. November 2004, 10:41

"Rüdiger" hat am 04.11.2004 geschrieben:

> Na ja, war ja schon lange nicht mehr in dieser Runde (hier
> gibt es zu viel "Platzhirsche", die sich irgendwie besser
> vorkommen, halt die dollen Insider)

:-O :-?

> Aber ich muss ehrlich sagen, dass ich das "reef hastenich"
> nicht mal bemerkt habe.

Nun ja, zumindest den Namen des Spiels kennen die meisten besser als du! :-P :LOL:

> Aber selbst wenn ich es bemerkt haben solte, 40€ als Preis
> halte ich schon für happig.

Wie schon andere geschrieben haben: Es kommt halt darauf an. Ich denke, dass man bei "Reef Encounter" schon ein reellen Gegenwert erhält - wenn man denn das Spiel selbst überhaupt mag.

> Bei 1000 Exemplaren sind das 40.000 Taler, eine Menge Holz.

Vorsicht: Erst mit richtig hohen Auflagen kommt man in die Gewinnzone!

> sind gerade Spieler nicht unbedingt Großverdiener.

Nach meiner Erfahrung gehören "hoch interessierte" Spieler tatsächlich doch eher zu den Gutverdienern. Aber ganz davon abgesehen: Ein Spiel für x Personen ist im Vergleich zu einem Kinobesuch mit x Personen zumeist billiger und kann sogar beliebig oft kostenlos(!) genutzt werden.

> Und es gab ja noch so viele andere interessante Spiele, da waren
> in Summe schnell mal 150 Taler weg.

M.E. triffst du hier eher den Punkt: Man kann nicht alle Spiele kaufen, also muss eine Auswahl erfolgen. Auf der Messe werden daher oft die kleinen und preiswerteren Spiele bevorzugt - das andere kann man dann ja immer noch später bestellen.

> Wird Zeit, dass die Messe mal an einen anderen standort kommt,
> Essen ist mir zu "mickrig"

Aber wie kommst du denn darauf? :-?
1. Ich empfand es diesmal gar nicht so voll wie letztes Jahr (gab ja auch 2 weitere Hallen).
2. Es wurden noch gar nicht alle Messehallen genutzt. Potenzial ist also da, die Nachfrage wohl (noch?) nicht.

Viele Grüße
Jost aus Soest (sprich: "jooost aus sooost")
http://www.schwider.de/sp2004.htm - [i]33+7 Eindrücke von der Spiel'04[/i]

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Jost Schwider

RE: nach BERLIN und schluß mit den spieletagen in Essen !

Beitragvon Jost Schwider » 7. November 2004, 10:41

"Frank" hat am 05.11.2004 geschrieben:

>> Wird Zeit, dass die Messe mal an einen anderen
>> standort kommt, Essen ist mir zu "mickrig"
>
> ganz genau meine rede, ab nach BERLIN mit den spielertagen,
> denn hier ist alles größer und wenn denn mal doch nicht,
> dann reden wir berliner es eben größer, denn diss könn wa
> gut :-))

Hilfe, bloss nicht! (s.u.)

> p.s. scherz beiseite, ich wurde letzte woche von einer
> netten japanerin, die ich die ehre hatte, hier in berlin zu
> treffen und die direkt aus essen kam, gefragt, warum die
> spielertage denn immer in der provinz stattfinden würden.

:-O Ruhrgebiet ist Provinz? :-?

Für das internationale Publikum wäre Berlin vielleicht interessanter, wenn nicht nur die Messe sondern eventuell noch etwas Hauptstadt-Kultur das Ziel ist.

Für die nationalen Besucher ist dagegen Essen ein sehr guter Kompromiss: Die Preise sind i.A. niedriger, es liegt relativ zentral, bietet die notwendige Infrastruktur in allen Richtungen, liegt im bevölkerungsreichsten Bundesland, ist Nah genug für viiieeele Tagesbesucher, ...

Viele Grüße
Jost aus Soest (sprich: "jooost aus sooost")
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Jost Schwider

RE: Sehr dagegen!

Beitragvon Jost Schwider » 7. November 2004, 10:41

"Volker L." hat am 05.11.2004 geschrieben:

> Also, das berliner Messegelände [b]ist[/b] definitiv
> größer, da brauchste nix großzureden :-)

Aber das Messegelände in Essen ist mehr als groß genug. Es gibt noch genügend bisher während der Spielemesse ungenutzte Hallen... :-P

> Vor allem könnte ich mir das Bahnticket und die sauteure
> Hotelübernachtung sparen, könnte abends nach der Messe
> (bzw. dem gemeinsamen Essen der Forumsteilnehmer)
> mit ÖPNV nach Hause fahren und in meinem eigenen Bett
> schlafen, an den Messetagen morgens oder abends ins Forum
> schauen, hätte weniger Transportprobleme mit den "Beutestücken"

Komisch, irgendwie sehe ich es genau anders rum!? ;-)

Im Ernst: Wenn man sich die Herkunft aller Besucher anschaut, so liegt Essen doch deutlich zentraler als Berlin. Berlin ist (auch heute noch) sowas wie eine Bevölkerungsinsel.

> hauptstädtische Grüße, Volker

Viele Grüße
Jost aus Soest (der heimlichen Hauptstadt Westfalens)
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Jost Schwider

RE: Wass mich interessieren würde...

Beitragvon Jost Schwider » 7. November 2004, 10:41

"Finlaggan" hat am 04.11.2004 geschrieben:

> Zu den Preisen allgemein:
> Ich hatte mir vor der Messe nicht nur die Hallenpläne
> ausgedruckt und mir auf der Zugfahrt Gedanken gemacht, was
> ich mir alles angucken will, sondern auch die einschlägigen
> Online-Versandhändler abgeklappert und mir eine Preisliste
> mitgenommen, um wenigstens einen groben Eindruck über das
> Preisniveau zu haben. Und ich habe immer mehr das Gefühl,
> dass auf der Messe kaum mehr Schnäppchen zu bekommen sind.
> Da wurden doch sehr oft so genannte "Messepreise" geboten,
> die der Versandhändler meines Vertrauens durchaus noch eine
> Spur billiger hat. Und die Versandkosten spielen ab einer
> gewissen Anzahl von Spielen auch keine Rolle mehr.

Du hast absolut recht! Aber m.E. geht das ziemlich am eigentlichen Sinn der Messe vorbei: Man zahlt ja schon für den Eintritt soviel, dass sich dies aufgrund irgendwelcher Schnäppchen sowieso kaum finanziell rechnen kann. (Vor x Jahren - vor dem Versandhandel/Internetboom - war das schon eher möglich.)

Nutze die Messe als Informationsmedium, notiere in aller Ruhe und kaufe nur das sofort ein, was du später nur noch schwierig bekommen kannst (Stichwort "Kleinstverlage").

Viele Grüße
Jost aus Soest (sprich: "jooost aus sooost")
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Jost Schwider

RE: Volkers Exit Poll

Beitragvon Jost Schwider » 7. November 2004, 10:41

"Volker L." hat am 05.11.2004 geschrieben:

> Wings of War (nach Probespiel)

Könntest du dazu etwas sagen? Hört sich - trotz Thema! - nämlich ziemlich interessant an.

> Gruß, Volker (der sich nicht 100%ig sicher ist, kein Spiel
> vergessen zu haben)

Schöne Formulierung! :-D

Im Ernst: Wie sieht es mit Spielen wie "Oltremare" oder "HdR - Der Ringkrieg" aus? Ich hätte gedacht, dass diese auch etwas für dich wären...

Viele Grüße
Jost aus Soest (sprich: "jooost aus sooost")
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Jost Schwider

Thesen (was: Wass mich interessieren würde...)

Beitragvon Jost Schwider » 7. November 2004, 10:41

"Richard van Vugt | GAMEPACK.nl" hat am 04.11.2004 geschrieben:

> Hieraus könnte man folgenden Thesen formulieren:
> • es ist ein Wunder, das es noch kleine Verlage gibt
> • man muß über viel Mut und Idealismus verfügen wenn man
> ein kleiner Spieleverlag aufrichtet wobei der USP jedoch
> gut betrachtet werden sollte
> • die Vielspieler wollen viel, aber kaufen wenig
> • die große Verlage bedienen der Markt besser.

Im Großen und Ganzen hast du das gut und wohl realistisch zusammengefasst!

Nur die Aussage "Vielspieler wollen viel, aber kaufen wenig" möchte ich in Frage stellen. Insbesondere: Was verstehst du unter "Vielspieler"?

Hier im Forum wird dies oft als Synonym für den VIP ("Very Interested Player") benutzt. Und dieser kauft im Durchschnitt sicher deutlich mehr Spiele, als ein "Normalsterblicher".

Nimmt man den Begriff wortwörtlich, so umfasst das auch die riesige Herrscharr an Skat-, Schach- und WasWeissIch-Spielern. Diese sind oft mit dem einen Spiel glücklich (welches sie aber oft täglich spielen) und verspüren folglich nicht das Bedürfnis, sich überhaupt um neue Spiele zu kümmern.

Viele Grüße
Jost aus Soest (sprich: "jooost aus sooost")
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Jost Schwider

RE: Wass mich interessieren würde...

Beitragvon Jost Schwider » 7. November 2004, 10:41

"Andreas Keirat" hat am 04.11.2004 geschrieben:

> Bei anderen Ständen der Halle 9.1 (Red Omega Studio,
> Gigantoskop, Prinz Spiele) habe ich da eher die Erfahrung
> gemacht, daß sie gut besucht und erfolgreich verkauft
> haben. Sicherlich ist im Vergleich zu Halle 10-12 weniger
> los, aber als "Flop-Halle" würde ich das nicht bezeichnen.

Zumindest die "R.O.S."-Leute waren sehr zufrieden mit ihrem Stand (auch, weil sie sich aufgrund firmeninterner Umstrukturierungsprobleme erst ganz knapp entschlossen hatten zu kommen).

Defnitiv war es hier ruhiger als in den Hallen 10-12, was ich gerne genutzt habe, um mich am R.O.S.-Stand ein wenig (vor allem akustisch) zu erholen und zwischendurch den einen oder anderen der 10 Prototypen auszuprobieren). :-D

Aber wie sieht es eigentlich mit den Standpreisen aus? Sind die unabhängig von den Hallen?

Viele Grüße
Jost aus Soest (sprich: "jooost aus sooost")
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Jost Schwider

RE: Piraten und die Kupplung des Bäromobils [OT]

Beitragvon Jost Schwider » 7. November 2004, 10:41

"Peter Gustav Bartschat" hat am 04.11.2004 geschrieben:

> Aber ein Spiel aus meinem "Exit Poll" konnte ich immerhin
> erstmals mit meiner Frau spielen, nämlich "Pirates of the
> Spanish Main". Falls jemand auf der Suche nach einem Spiel
> ist, bei dem man erst eine Viertelstunde lang unter
> Zuhilfenahme von Flüchen und Tesafilm kleine Plastikschiffe
> zusammensetzt, und das anschließend in drei Minuten
> komplett gespielt ist: Dies ist das richtige!

Echt? :-?

Simone (meine Frau) und ich hatten dagegen den allergrößten Spass, die Schiffe zusammenzubauen. (Tatsächlich mußte ich aufpassen, dass mir Simone noch eins zum Zusammenbauen übrig ließ. :-D ) Ich war positiv erstaunt, wie gut das Ganze ohne jeden Kleber zusammenhält!

"3 Minuten" scheinen mir sehr kurz zu sein. Habt ihr nur das Einführungsspiel gemacht? Auf der WebSite finden sich weitere Regeln und Szenarien.

Das einzige Problem, was wir jetzt haben: Wo/wie lagert man die ganzen Schiffe?

> Wenn das Bäromobil will und dieses komische Zwitschern
> beim Treten der Kupplung nichts weiter zu bedeuten hat, dann
> Donnerstag am frühen Nachmittag.

:-O Mensch Gustav, du solltest wirklich mal deine fahrbare Bärenhöhle von Kleinvieh befreien - und entferne bloss das kleine Nest unter dem Kupplungspedal! ;-)

Viele Grüße
Jost aus Soest (sprich: "jooost aus sooost")
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Jost Schwider

RollenSpielen (was: Halle 9.1)

Beitragvon Jost Schwider » 7. November 2004, 10:41

"Arne Hoffmann" hat am 06.11.2004 geschrieben:

> und ich war in meiner anfänglichen Messezeit gar nicht so
> glücklich darüber, dder Rollenspielbereich nur so klein ist
> und die ganzen Brettspiele so viel Platz "verschwenden".

Kommt es mir nur so vor, oder gab es früher in der Fantasyhalle mehr Einführungsrunden ins Rollenspiel? Ich empfinde es heutzutage deutlich kommerzieller als noch vor 5 Jahren, wo man sich m.E. mehr Zeit für den einzelnen Besucher genommen hat. :-?

(Ich bin übrigens von Fantasy/Science Fiction über Rollenspiel in die Brettspielszene reingeschlittert.)

Viele Grüße
Jost aus Soest (manchmal auch "Charru der Skalde" oder "Chiara LaScura")
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Bruddel-Klaus

Re: na sowas - Aufhören....

Beitragvon Bruddel-Klaus » 7. November 2004, 11:36

Aufhören!!!!
Genug!!!
Ich kann nicht mehr!!!!

Leider kann ich nicht täglich hier rein schauen..... Aber ich kugele mich nun schon 5 minuten auf dem Boden vor lachen ...... mir laufen die Tränen .......

Danke!

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Marten Holst

Nixt BERLIN, nix ESSEN, zentral ;-)

Beitragvon Marten Holst » 7. November 2004, 13:22

Moin,

> Für die nationalen Besucher ist dagegen Essen (...)
> relativ zentral,

okay, etwas sinnentstellend zitiert :-) Aber wie wäre es bei dem Kriterium denn mit der Spielemesse in Suhl?

Tschüß
Marten

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Britta Erdt

Re: RollenSpielen (was: Halle 9.1)

Beitragvon Britta Erdt » 7. November 2004, 14:33

Jost Schwider schrieb:

> Kommt es mir nur so vor, oder gab es früher in der
> Fantasyhalle mehr Einführungsrunden ins Rollenspiel? Ich
> empfinde es heutzutage deutlich kommerzieller als noch vor 5
> Jahren, wo man sich m.E. mehr Zeit für den einzelnen Besucher
> genommen hat. :-?

Stimme ich dir absolut zu! Gibt's überhaupt noch Einführungsrunden? Die Fantasyhlle ist doch nur noch zum Erwerb von Zubehör, sei es direkt zum Spiel oder als Staffage zum LARP, schade eigentlich. Andererseits: Zum Gucken und Staunen ist die Halle immer wieder einen Besuch wert.

Phantastische Grüße
Britta (die sich wieder furchtbar geärgert hat, dass alle Kleider auf die "Durchschnittsgröße" von 1,65m geschneidert werden und dementsprechend einfach 15cm zu groß ist)

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Arne Hoffmann
Kennerspieler
Beiträge: 497

Re: RollenSpielen (was: Halle 9.1)

Beitragvon Arne Hoffmann » 7. November 2004, 15:01

Moin moin!

Britta Erdt schrieb:
> Stimme ich dir absolut zu! Gibt's überhaupt noch
> Einführungsrunden? Die Fantasyhlle ist doch nur noch zum
> Erwerb von Zubehör, sei es direkt zum Spiel oder als
> Staffage zum LARP, schade eigentlich. Andererseits: Zum
> Gucken und Staunen ist die Halle immer wieder einen Besuch
> wert.

Ich habe keine mehr gesehen. Bei der Größe des Fantasybereichs und dem damit verbundenen Lärm, halte ich Einführungsrunden mitlerweile für schwer durchführbar. Mir waren etwas ruhigere Umgebungen zumindest immer lieber, da man dann

a) nicht schreien mußte, um seinen Nebenmann zu verstehen,
b) sich viel besser auf die Spielatmosphäre einstellen konnte.

Aber wie Du schon geschrieben hast: Zum Staunen und Treiben lassen immer noch eine schöne Halle.

Schöne Grüße

- Arne - (schaut sich kommende Woche mal die Atmosphäre auf der Spielwies'n an)

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Frank

RE: nach BERLIN und schluß mit den spieletagen in Essen !

Beitragvon Frank » 7. November 2004, 19:47

Hartmut schrieb:

> ist denn eine "verirrte" Stimme aus Japan relevant?

nun, sie gehörte zu einer japanischen essen-reisegruppe von über 60 leuten (private besucher, gemischt mit händlern, geschäftsleuten und journalisten) und wenn ich das richtig verstanden habe, wundern die sich mehr oder weniger alle, daß sie von der hauptstadt aus nochmal quer and den rand der republik geistern müssen, um einer eher wenig charmanten und nicht sonderlich interesanten stadt dann "so wichtige veranstaltung" zu besuchen.


> Hat denn die nicht gegebene Antwort eines wenig souveränen Hauptstädters uns dermaßen in Zweifel zu stürzen?

das sicherlich nicht, aber ein etwas souveränerer leser hätte vielleicht bemerken können, daß meine beiträge geradezu vor ironie dampften, übrigens auch mit reichlich selbstironie versehen, in bezug auf berlin :)


> Fazit: die Spieltage gehören zu Essen wie die Grüne Woche zu
> Berlin und das Oktoberfest zu München.

in dem einzigen zart-ernstgemeintem beitrag, den ich zu diesem thread beitrug, dachte ich laut darüber nach, wieso eine veranstaltung, wie die spielertage, nicht zumindest ab und mal einen geografischen wechsel machen sollten, statt sich bis zur nächsten eiszeit in einem umfeld rheinischer inzucht zu bewegen.

ein alle paar jahre mal vorgenommerner ortswechsel (und damit meine ich ja nicht unbedingt einen permanenten ortswechsel) könnte der veranstaltung nämlich in jeder hinsicht nur bekommen, denn so, wie es jetzt läuft, sind es ja im wesentlichen doch immer die gleichen leutchen, die sich wegen der geografischen nähe dort tummeln und so trägt es auch weniger zur verbreitung des "kulturgutes deutsche brettspiele" bei, als eigentlich möglich und wünschenswert wäre.

die tatsache, daß ca. 70.000 - 90.000 rheinländische besucher zu faul sind, ihe hintern auch mal quer durch die republik zu karren ( :-D ), kann, darf und sollte kein hinderungsgrund sein, alle paar jahre mal was neues zu versuchen bzw. neue zielgruppen zu erschließen, die entweder in anderen regionen deutschlands wohnen oder in anderen, angrenzenden nachbarländern deutschlands. wobei nochmals angemerkt sei, daß es den interessierten ausländischen besuchern mutmaßlich sowieso egal ist, wo die sache stattfindet, es ihnen aber in einer größeren und interessanteren stadt, wie berlin, münchen oder hamburg lieber wäre. berlin wäre mutmaßlich für alle interessant und würde vermehrt besucher aus den bereichen osteuropa, skandinavien und übersee anziehen, was wohl auch für hamburg gelten würde, besonders, was die skandinavischen länder betrifft und münchen würde stärker in richtung Östereich, schweiz und italien zielen.

warum also nicht ?

frank

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Frank

RE: nach BERLIN und schluß mit den spieletagen in Essen !

Beitragvon Frank » 7. November 2004, 20:01

Jost Schwider schrieb:


> :-O Ruhrgebiet ist Provinz? :-?

definitiv, denn aus berliner sicht ist hierzulande *alles* provinz, naja, außer eben berlin :-D


> Für das internationale Publikum wäre Berlin vielleicht
> interessanter, wenn nicht nur die Messe sondern eventuell
> noch etwas Hauptstadt-Kultur das Ziel ist.

etwas ist gut...in meiner straße finden pro jahr wahrscheinlich mehr und interessantere dinge stadt, als in ganz essen :-D


> Für die nationalen Besucher ist dagegen Essen ein sehr guter
> Kompromiss: Die Preise sind i.A. niedriger

??? berlin gehört glücklicherrweise zu der gruppe, der recht billigern großstädte und wich würde mich arg wundern, wenn es hier viele dinge gäbe, die teurer sind als in essen. nicht vergessen, dank der unfähigkeit und korruptheit gewisser politiker sind wir hier ärmer als die kirchenmäuse und das schlägt sich in ungewöhnlich niedrigen preisen nieder, wenn man bedenkt, daß wir ja sogar eine europäuische großstadt sind.


, es liegt relativ
> zentral,

??? dann habe ich die deutschlandkarte wohl irgendwie falsch im kopf. essen liegt doch ebenso am rand, wie berlin oder nicht ? :)


> bietet die notwendige Infrastruktur in allen
> Richtungen, liegt im bevölkerungsreichsten Bundesland, ist
> Nah genug für viiieeele Tagesbesucher, ...

abgesehen vom der sache mit dem bevölkerungsreichsten bundesland, gilt das ebenso oder sogar noch stärker für hamburg, frankfurt, berlin, münchen, hannover (das allerdings einen ähnlichen charme wie essen versprüht...), nürnberg oder leipzig. so what ?

frank

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Mick

RE: nach BERLIN und schluß mit den spieletagen in Essen !

Beitragvon Mick » 8. November 2004, 08:50

Kann es sein, dass hier jemand nicht so richtig zwischen Rheinland und Ruhrgebiet unterscheiden kann?

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Hartmut

RE: nach BERLIN und schluß mit den spieletagen in Essen !

Beitragvon Hartmut » 8. November 2004, 11:08

"Mick" hat am 08.11.2004 geschrieben:
> Kann es sein, dass hier jemand nicht so richtig zwischen
> Rheinland und Ruhrgebiet unterscheiden kann?

... und die SHIFT-Taste gibt's auf Berliner Tastaturen auch nicht ;-)

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JTS

Unnötige Diskussion

Beitragvon JTS » 8. November 2004, 12:07

Moin,

das ist ja wohl eine der unnötigsten Diskussionen, die ich je gesehen habe. Und Ironie habe ich leider auch nicht erkannt....

Als Bremer liegt Essen natürlich für mich nicht unbedingt schlecht, besser als Berlin zumindest. das Argument, das die Rheinländer zu faul sind, ihren Arsch nach Berlin zu bewegen, ist ja wohl angesichts der Aussage "dannn kann ich abends mit der S-Bahn nach Hause fahren" der grösste Witz.

Abgesehen von der Tradition ist Essen doch ziemlich zufriednestellend. OK, die Hallen sind etwas unübersichtlich, aber sonst, genügend Übernachtungsmöglichkeiten sind vorhanden und wer braucht schon grosse Abendunterhaltung, bei uns heisst es immer was Essen und ins Bett fallen. Außerdem ist es ziemlich anmaßend zu behaupten, in Essen wäre überhaupt nix los. Aber so sind sie nunmal, die Berliner ;)

Außerdem ist der Anteil der Aussteller/Besucher aus Frankreich, Belgien, GB und den Niederland wohl deutlich größer als aus Polen und der Tschechischen Republik und da kommen wohl die wenigsten mit dem Flugzeug angeflogen...

Also, wir sind hier doch nicht in Frankreich, wo alles in Paris stattfinden muss. Und wenn sie schon nicht in Bremen statfindet (das war Ironie... obwohl, warum eigentlich nicht ;) ), bin ich mit Essen sehr zufrieden

Bis dann

JTS


"Frank" hat am 07.11.2004 geschrieben:
> Jost Schwider schrieb:
>
>
>> :-O Ruhrgebiet ist Provinz? :-?
>
> definitiv, denn aus berliner sicht ist hierzulande *alles*
> provinz, naja, außer eben berlin :-D
>
>
>> Für das internationale Publikum wäre Berlin vielleicht
>> interessanter, wenn nicht nur die Messe sondern eventuell
>> noch etwas Hauptstadt-Kultur das Ziel ist.
>
> etwas ist gut...in meiner straße finden pro jahr
> wahrscheinlich mehr und interessantere dinge stadt, als in
> ganz essen :-D
>
>
>> Für die nationalen Besucher ist dagegen Essen ein sehr guter
>> Kompromiss: Die Preise sind i.A. niedriger
>
> ??? berlin gehört glücklicherrweise zu der gruppe, der
> recht billigern großstädte und wich würde mich arg wundern,
> wenn es hier viele dinge gäbe, die teurer sind als in
> essen. nicht vergessen, dank der unfähigkeit und
> korruptheit gewisser politiker sind wir hier ärmer als die
> kirchenmäuse und das schlägt sich in ungewöhnlich niedrigen
> preisen nieder, wenn man bedenkt, daß wir ja sogar eine
> europäuische großstadt sind.
>
>
> , es liegt relativ
>> zentral,
>
> ??? dann habe ich die deutschlandkarte wohl irgendwie
> falsch im kopf. essen liegt doch ebenso am rand, wie berlin
> oder nicht ? :)
>
>
>> bietet die notwendige Infrastruktur in allen
>> Richtungen, liegt im bevölkerungsreichsten Bundesland, ist
>> Nah genug für viiieeele Tagesbesucher, ...
>
> abgesehen vom der sache mit dem bevölkerungsreichsten
> bundesland, gilt das ebenso oder sogar noch stärker für
> hamburg, frankfurt, berlin, münchen, hannover (das
> allerdings einen ähnlichen charme wie essen versprüht...),
> nürnberg oder leipzig. so what ?
>
> frank

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Günter Cornett

RE: nach BERLIN und schluß mit den spieletagen in Essen !

Beitragvon Günter Cornett » 8. November 2004, 16:14

Frank schrieb:
>
> in dem einzigen zart-ernstgemeintem beitrag, den ich zu
> diesem thread beitrug, dachte ich laut darüber nach, wieso
> eine veranstaltung, wie die spielertage, nicht zumindest ab
> und mal einen geografischen wechsel machen sollten, statt
> sich bis zur nächsten eiszeit in einem umfeld rheinischer
> inzucht zu bewegen.

Du meinst also etwas Ähnliches wie einen langen Marsch der Spielermassen durch die dt. Provinzen bis in kleines Häuflein unbelehrbarer Nicht-Spieler sich nach Helgoland zurückziehen muss? Könnt ein lustiger Versuch werden, mehr aber sicherlich nicht.

> ein alle paar jahre mal vorgenommerner ortswechsel (und damit
> meine ich ja nicht unbedingt einen permanenten ortswechsel)
> könnte der veranstaltung nämlich in jeder hinsicht nur
> bekommen, denn so, wie es jetzt läuft, sind es ja im
> wesentlichen doch immer die gleichen leutchen, die sich wegen
> der geografischen nähe dort tummeln und so trägt es auch

Stimm Essen liegt viel näher an Amiland als Berlin

> weniger zur verbreitung des "kulturgutes deutsche brettspiele"

wat'n dat?

> bei, als eigentlich möglich und wünschenswert wäre.



> die tatsache, daß ca. 70.000 - 90.000 rheinländische besucher
> zu faul sind, ihe hintern auch mal quer durch die republik zu
> karren ( :-D ), kann, darf und sollte kein hinderungsgrund

Irgendwie habe ich den Verdacht, hier spricht ehe dein fauler Hintern ;-)

> sein, alle paar jahre mal was neues zu versuchen bzw. neue
> zielgruppen zu erschließen, die entweder in anderen regionen
> deutschlands wohnen oder in anderen, angrenzenden
> nachbarländern deutschlands. wobei nochmals angemerkt sei,
> daß es den interessierten ausländischen besuchern mutmaßlich
> sowieso egal ist, wo die sache stattfindet, es ihnen aber in

Widersprichst du dir da nicht?
Wenn es den ausl. Besuchern egal ist, brauchts doch kein Umzug nicht.

> einer größeren und interessanteren stadt, wie berlin, münchen
> oder hamburg lieber wäre. berlin wäre mutmaßlich für alle
> interessant und würde vermehrt besucher aus den bereichen
> osteuropa,

Mach doch mal ne Umfrage unter den polnischen Spielern auf der Hobbyland ... ;-)

> skandinavien und übersee anziehen, was wohl auch

Berlin ist voll von Norwegern, denen der Weg nach Essen zu weit ist, geradezu überlaufen ...

> für hamburg gelten würde, besonders, was die skandinavischen
> länder betrifft und münchen würde stärker in richtung
> Östereich, schweiz und italien zielen.
>
> warum also nicht ?
>
> frank

Frank, ich hab das Gefühl, du bist nur ein getarnter Rheinländer, der Berliner als nicht so helle darstellen will. ;-)

Viele Messebesucher würden übrigens umkehren, wenn sie mit der Alt-Kreuzberger Parole 'Ausländer rein - Rheinländer raus' konfrontiert würden. :grin:

Gruß, Günter

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Volker L.

RE: nach BERLIN und schluß mit den spieletagen in Essen !

Beitragvon Volker L. » 8. November 2004, 17:48

Jost Schwider schrieb:
>
> "Frank" hat am 05.11.2004 geschrieben:
>
> > p.s. scherz beiseite, ich wurde letzte woche von einer
> > netten japanerin, die ich die ehre hatte, hier in berlin zu
> > treffen und die direkt aus essen kam, gefragt, warum die
> > spielertage denn immer in der provinz stattfinden würden.
>
> :-O Ruhrgebiet ist Provinz? :-?

Jost, kennst Du den Spruch "was Du nicht willst das man Dir sagt,
das lass lieber ungefragt"? :-D :-D :-D

Frank schrieb:
>
> definitiv, denn aus berliner sicht ist hierzulande *alles*
> provinz, naja, außer eben berlin :-D

Also, es gibt in Deutschland schon einige wenige Ortschaften,
die ich [i]nicht[/i] als Provinz einstufen würde (Hamburg,
München, Frankfurt/Main)
Aber das Ruhrgebiet - doch, das [i]ist[/i] Provinz :-P

> Für das internationale Publikum wäre Berlin vielleicht
> interessanter, wenn nicht nur die Messe sondern eventuell
> noch etwas Hauptstadt-Kultur das Ziel ist.
>
> Für die nationalen Besucher ist dagegen Essen ein sehr guter
> Kompromiss: Die Preise sind i.A. niedriger (...)

Frank schrieb:
>
> ??? berlin gehört glücklicherrweise zu der gruppe, der recht
> billigern großstädte und wich würde mich arg wundern, wenn es
> hier viele dinge gäbe, die teurer sind als in essen. nicht
> vergessen, dank der unfähigkeit und korruptheit gewisser
> politiker sind wir hier ärmer als die kirchenmäuse und das
> schlägt sich in ungewöhnlich niedrigen preisen nieder, wenn
> man bedenkt, daß wir ja sogar eine europäuische großstadt sind.

Dem muss ich zustimmen.
Ich weiss nicht, ob die berliner Hotels zu Messezeiten die
Preise drastisch erhöhen (gerade neulich stand in der Zeitung,
dass sie eine offizielle Abmachung getroffen haben, während
der Fußball-WM die Preise [b]nicht[/b] anzuheben), jedenfalls
ist das Normalpreis-Niveau [i]deutlich[/i] unter dem, was
in Essen zur Zeit der Spielemesse zu zahlen ist. (Mit deutlich
meine ich nicht ein paar % weniger, sondern die Hälfte bis
ein Drittel des Preises).

Jost Schwider schrieb:
>
> "Volker L." hat am 05.11.2004 geschrieben:
>
> Im Ernst: Wenn man sich die Herkunft aller Besucher anschaut,
> so liegt Essen doch deutlich zentraler als Berlin. Berlin ist
> (auch heute noch) sowas wie eine Bevölkerungsinsel.

Ich weiss zwar nicht, wie das Potenzial ausländischer Besucher
betroffen wäre, auf nationaler Ebene beisst sich Deine
Argumentation aber in den Schwanz: Ich kenne in meinem
persönlichen Umfeld ein halbes bis ganzes Dutzend Leute,
die nie in Erwägung ziehen würden, zur Spielemesse nach
Essen zu fahren, aber durchaus mal einen (oder auch mehrere)
Tage hingehen würden, wenn sie in Berlin wäre. Wieviele
Leute aus Essen und Umgebung, die auf die Messe gehen, würden
umgekehrt nicht extra für sowas einen weiten Weg (egal ob
nach Berlin, Hamburg oder München) in Kauf nehmen?

Gruß, Volker

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Volker L.

RE: Volkers Exit Poll

Beitragvon Volker L. » 8. November 2004, 18:21

Jost Schwider schrieb:
>
> "Volker L." hat am 05.11.2004 geschrieben:
>
> > Wings of War (nach Probespiel)
>
> Könntest du dazu etwas sagen? Hört sich - trotz Thema! -
> nämlich ziemlich interessant an.

Also, im Prinzip ist es eine Art Tabletop-Spiel.
Die Flugzeuge sind je nach Flugeigenschaften in 4 verschiedene
Gruppen (A, B, C, D) eingeteilt, für jede Gruppe gibt es
einen Stapel Manöverkarten. Auf den Manöverkarten ist ein
Flugpfeil abgebildet, man legt die ausgespielte Karte passend
an das Flugzeug, nimmt dann das Flugzeug und legt es am anderen
Ende passend an die Manöverkarte, um so die Position des
Flugzeugs nach der Bewegung zu bestimmen. Dabei unterscheiden
sich die Stapel dahingehend, dass A die schnellsten sind
(längere Pfeile auf den Manöverkarten) und D die meisten
Manöverkarten haben (teilweise mehr Exemplare desselben
Manövers, teilweise auch zusätzliche (die schnellen können
nur 45Grad-Kurve, die langsamen auch 90Grad-Kurve)). B und C
liegen dazwischen.
Wenn man nach der Bewegung innerhalb des Schußwinkels ein
gegnerisches Flugzeug innerhalb Schußentfernung (beiligendes
Papp-Lineal) vor sich hat, kann man schießen, es wird durch
Aufdecken einer oder mehrerer Karten eines Treffer-Stapels
bestimmt, wie hoch der Schaden ist. Dabei kann es auch noch
zu zusätzlichen Effekten (Ladehemmung des feuernden Fliegers
sowie mit Fortgeschrittenen-Regeln auch noch Brand oder
Rauchentwicklung oder Ruderschaden der getroffenen Maschine)
kommen.
In jeder Runde müssen die Spieler aus ihrem Kartenvorrat 3
Manöver aussuchen, die sie fliegen wollen (das kann auch
mehrmals das gleiche sein, falls in ausreichender Zahl
vorhanden), diese werden verdeckt abgelegt und nacheinander
abgearbeitet; man hat also auch noch gewisse Bluff-Elemente:
errät man korrekt, was der andere vorhat, kann man ihn
eventuell so anfliegen, dass man ihn gut vor den Rohren hat
und er nichtmal zurückschiessen kann, oder man wird selbst
durchschaut und rennt ins offene Messer (bzw. in die MG-Salve),
oder man fliegt einfach aneinander vorbei, weil sich beide
arg verkalkuliert haben.

> > Gruß, Volker (der sich nicht 100%ig sicher ist, kein Spiel
> > vergessen zu haben)
>
> Schöne Formulierung! :-D

Wobei ich nicht meinte, auf der Messe Spiele übersehen zu
haben (das passiert sowieso jedes Jahr, ohne dass dies einer
extra Erwähnung bedarf), sondern dass ich mir nicht sicher
war, bei der Aufzählung etwas vergessen zu haben.
Was in der Tat zutrifft.
Nachtrag zu Gruppe 2:
Indus - testgespielt, nein danke
des Weiteren noch zu erwähnen: Funkenschlag, Goa, Zug um Zug,
St.Petersburg, Oase und Raja kannte ich alle schon (und besitze
sie teilweise bereits), brauchte sie also auf der Messe nicht
mehr kennenzulernen.

> Im Ernst: Wie sieht es mit Spielen wie "Oltremare" oder "HdR
> - Der Ringkrieg" aus? Ich hätte gedacht, dass diese auch
> etwas für dich wären...

Als ich mir in Knuts Messevorschau den Text zu Oltremare
durchgelesen habe, klang es nicht sehr interessant, und auch
ein zweiter Kontrollblick, nachdem Du dieses Spiel beim
Treffen am SB-Stand so hoch gelobt hast, hat daran nichts
geändert. Vielleicht würde sich daran etwas ändern, wenn ich
mal eine genauere Beschreibung des Spielablaufes lesen
würde ;-)

Und zu HdR...
Das Buch habe ich nie gelesen, die Filme - wie ich vor ein
paar (vielen?) Monaten schonmal in einem Antwortposting an
Dich geschrieben hatte - werde ich mir irgendwann mal
angucken, wenn sich eine günstige Gelegenheit ergibt.
Bis dahin erzeugt der ganze HdR-Hype tendenziell eher eine
Abwehrhaltung bei mir, verstärkt durch die Skepsis, wieviel
man von den Spielen hat, wenn man die Hintergrundstory nur
bruchstückweise vom Hörensagen kennt.
Auch wenn diese Mitteilung jetzt Dich (hoffentlich ;-) ) und
ein paar andere Forumsteilnehmer in einen Schockzustand
versetzen sollte - ich habe bislang kein einziges Spiel
zum Thema HdR auch nur angesehen :-)

Gruß, Volker

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Hartmut

RE: nach BERLIN und schluß mit den spieletagen in Essen !

Beitragvon Hartmut » 9. November 2004, 08:48

Ach Volker,

wahrlich, Du bist *kein* Troll (so wie Rüdiger), aber auch Du hast den Hauptstadtwahn tief verinnerlicht. Machen Euch rs2 94.3, RTLradio 104.6 usw. das Hirn so weich mit ihren Jingles? In den 80ern (als ich noch in Berlin-Tegel lebte) steppte der Spiele-Bär schon in Essen und Herne, als Berlin noch tief im spielerischen Dornröschenschlaf lag. Und das Verdienst der Urväter der deutschen Spieleszene, das sich in Essen Ausdruck verlieh und die heutige Gestalt angenommen hat, soll nun - allem damit verbundenen logistischen Mehraufwand zum Trotz - im Hauptstadtwahn endlich dahinziehen, wo es hingehört, nach Berlin!? Nee, auch ich als Im-Herzen-immer-noch-Berliner kann da nur den Kopf schütteln. Gottseidank sind wir Berliner nicht alle so komisch drauf (beste Grüße an Günter Cornett).

Hartmut

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Volker L.

RE: nach BERLIN und schluß mit den spieletagen in Essen !

Beitragvon Volker L. » 9. November 2004, 15:56

Hartmut schrieb:
>
> Ach Volker,
>
> wahrlich, Du bist *kein* Troll (so wie Rüdiger), aber auch Du
> hast den Hauptstadtwahn tief verinnerlicht.

Kein Wahn, nur Lokalpatriotismus :-))
Und mir ist auch durchaus bewusst, dass ich vielleicht ein
[i]ganzkleinwenig[/i] übertreibe, wenn ich sage, dass Berlin
nunmal die großartigste Stadt in Deutschland ist ;-)

> Machen Euch rs2
> 94.3, RTLradio 104.6 usw. das Hirn so weich mit ihren
> Jingles?

Definitiv nein - ich höre nämlich nur das Stadtradio 88,8. :-P
(auch schon, als das Ding noch SFB1 hiess)

> Gottseidank sind wir Berliner nicht alle so komisch drauf
> (beste Grüße an Günter Cornett).

Der ist ja nun wirklich kein Berliner, sondern betont ja
selbst, dass er ein Zugereister ist :-D

Gruß, Volker

"Das ist Berlin, Berlin, die ewig junge Stadt,
das ist Berlin, die Stadt, die meine Liebe hat;
genau im Mittelpunkt der Welt
hat sie der Herrgott hingestellt.

Oh mein Berlin, Berlin, Du Perle an der Spree,
wer Dich erst kennt, Berlin, der sagt Dir nie ade,
denn Deinem Zauber dem kann keiner mehr entflieh'n
oh mein Berlin, Berlin, Berliiiiiiiiin" :-)


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