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Enttäuscht von Ten out of Ten

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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hannes

Enttäuscht von Ten out of Ten

Beitragvon hannes » 7. November 2004, 10:48

Hi

Nach den guten Besprechungen hier im Forum war ich auf das etwas andere Quizspiel gespannt. Leider sind wir enttäuscht worden, und zwar alle Mitspieler der beiden 3er-Teams.

Vor allem finde ich, dass der lockere, kommunikative Wissensteil nicht mit dem logisch-grüblerischen Mastermind-Teil harmoniert. Dieser zweite Teil ist sehr schwer im Team zu spielen, ausser wenn alle Knobelnden "logisch gleich geschaltet" sind. Ich mag Hirnverzwirner, aber nur als Solitär- oder Zweikampfspiel.

Wenn das Rateteam nicht ein breites Wissensspektrum abdeckt, können vielleicht nur vier der meist sehr deftigen Quizfragen beantwortet werden. Und natürlich weiss man dann gar nicht sicher, welche die richtigen Antworten sind. Dann zieht sich der Mastermind-Teil sehr in die Länge, häufig bis in die 10. Runde.

Für nicht so elitäre Teams sollte es eine Regelvariante geben, bei der mehr Informationen als nur die Anzahl Richtige zurückgemeldet werden. Zum Beispiel könnte man in jeder Runde zu zwei selbstgewählten Fragenummern die Bestätigung einfordern, ob diese beiden Fragen falsch oder richtig beantwortet worden sind.

hannes

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Tobias Lang

ich nicht!

Beitragvon Tobias Lang » 7. November 2004, 11:21

Hallo hannes,

ja das ist wie bei einer Partie Scotland Yard: irgendwann gibt einer die Züge vor und der Rest des Teams zieht mit :-) Ich sehe da aber kein Problem, da in größeren Runden bei Quizspielen stets der ein oder andere etwas weniger mitdenken möchte. Es ist sicher am besten, wenn jedes Team einen Knobler mit dabei hat, der am Ende die noch logisch möglichen Konstellationen abfragt.

Die absolute Stärke des Spiels sehe ich aber auch im 2-Personen-Modus. Hier bietet sich für Paare, die sonst aufgrund zu unterschiedlicher Wissenvoraussetzungen keine Quizspiele nutzen, die Möglichkeit zu "raten". Der Mastermind-Effekt kann oft einen 4-7 Rückstand noch kippen. Man wundert sich gar, wieviele Informationen man wirklich hat nach 4 Runden mit beispielsweise 4,5,4,6 richtigen Antworten.

Ich finde das Spiel sehr gelungen! :-)

Liebe Grüße

Tobias.

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Andreas Keirat

Re: Enttäuscht von Ten out of Ten

Beitragvon Andreas Keirat » 7. November 2004, 13:03

hannes schrieb:
>
> Hi
>
> Nach den guten Besprechungen hier im Forum war ich auf das
> etwas andere Quizspiel gespannt. Leider sind wir enttäuscht
> worden, und zwar alle Mitspieler der beiden 3er-Teams.
>
> Vor allem finde ich, dass der lockere, kommunikative
> Wissensteil nicht mit dem logisch-grüblerischen
> Mastermind-Teil harmoniert. Dieser zweite Teil ist sehr
> schwer im Team zu spielen, ausser wenn alle Knobelnden
> "logisch gleich geschaltet" sind. Ich mag Hirnverzwirner,
> aber nur als Solitär- oder Zweikampfspiel.
>
> Wenn das Rateteam nicht ein breites Wissensspektrum abdeckt,
> können vielleicht nur vier der meist sehr deftigen Quizfragen
> beantwortet werden. Und natürlich weiss man dann gar nicht
> sicher, welche die richtigen Antworten sind. Dann zieht sich
> der Mastermind-Teil sehr in die Länge, häufig bis in die 10.
> Runde.
>
> Für nicht so elitäre Teams sollte es eine Regelvariante
> geben, bei der mehr Informationen als nur die Anzahl Richtige
> zurückgemeldet werden. Zum Beispiel könnte man in jeder Runde
> zu zwei selbstgewählten Fragenummern die Bestätigung
> einfordern, ob diese beiden Fragen falsch oder richtig
> beantwortet worden sind.
>
> hannes


Ich kann das nicht so ganz nachvollziehen, denn der Mastermind-Part ist doch wirklich kein "Hirn-Verzwirbler". Ich habe bei unseren Spielen bisher immer nur festgestellt, daß man eine Antwort ändert, um auf der sicheren Seite zu sein. Wenn die Gruppe mehrere Antworten gleichzeitig ändert, muß sie eben mit den Konsequenzen leben.
Das die Fragen schwer sind, ist sicher so gewollt, sonst würde das Spiel doch auch nicht so viel Spaß machen. Nichts ist langweiliger, als wenn man gleich zu Beginn schon 8-9 definitiv richtige Antworten hat und dann bei den Wackelkandidaten nur noch durchraten muß.

Ciao,

Andreas Keirat (der von der anderen Neuheit YES mehr als enttäuscht ist...)
www.spielphase.de

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hannes

Re: Enttäuscht von Ten out of Ten

Beitragvon hannes » 7. November 2004, 14:07

Andreas Keirat schrieb:
> Ich kann das nicht so ganz nachvollziehen, denn der
> Mastermind-Part ist doch wirklich kein "Hirn-Verzwirbler".
> Ich habe bei unseren Spielen bisher immer nur festgestellt,
> daß man eine Antwort ändert, um auf der sicheren Seite zu
> sein. Wenn die Gruppe mehrere Antworten gleichzeitig ändert,
> muß sie eben mit den Konsequenzen leben.

Wenn man zu Beginn 5 Antworten richtig hat und dann in jeder Runde bloss eine Antwort ändert, kann das ja recht langwierig werden. Besonders wenn man bei den übrigen 5 Fragen jeweils blind raten muss.
Und vor allem sollte dann die Entscheidungszeit limitiert sein, sonst machts keinen Spass mehr.

hannes

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Niccolo
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Beiträge: 1333

Re: Enttäuscht von Ten out of Ten

Beitragvon Niccolo » 7. November 2004, 14:16

Andreas Keirat schrieb:

> Ich kann das nicht so ganz nachvollziehen, denn der
> Mastermind-Part ist doch wirklich kein "Hirn-Verzwirbler".

Also da bin ich so-so.
Einerseits gefällt mir 10oo10 ausgesprochen gut und auch die Mischung "Millionenshow" (also 4 bekannte Antworten) mit "Mastermind" sehr reizvoll.

Für Hausregeln bin ich trotzalledem offen, den das Frustgefühl des "Runterratens" bis in die Reihe 10 ist mir alles andere als unbekannt.

> Das die Fragen schwer sind, ist sicher so gewollt, sonst
> würde das Spiel doch auch nicht so viel Spaß machen. Nichts
> ist langweiliger, als wenn man gleich zu Beginn schon 8-9
> definitiv richtige Antworten hat und dann bei den
> Wackelkandidaten nur noch durchraten muß.

Stimmt Andreas, das würde das Spiel wieder andersrum kippen. Hatten wir lustigerweise 1x. Da hatte ich einen Streifen, wo ich die meisten Antworten wußte, ein paar waren unsicher und 2 geraten - in Reihe 1 gelöst.

Aber in der Regel - vielleicht sind ja ich und meine bisherigen Mitspieler eher am unteren Ende der Wissensnahrungskette zu finden - sind 4 beantwortbare Fragen pro 10er-Streifen schon eine erfreuliche Ausgansposition.

> Ich habe bei unseren Spielen bisher immer nur festgestellt,
> daß man eine Antwort ändert, um auf der sicheren Seite zu
> sein. Wenn die Gruppe mehrere Antworten gleichzeitig ändert,
> muß sie eben mit den Konsequenzen leben.

Bei angenommen 6+ zu erratenden Fragen, kann ich schon mal mehr als 9 Runden brauchen.

Egal wie - bleibt ja jeden frei so zu spielen, wie er will.


Also hannes, ja - bring Ideen ein :o)

Hm - könnt man ja vielleicht staffeln?
Zum Beispiel darf man nach jeder Abrechnung einen Joker einsetzen, wobei jeder Joker 1 Pluspunkt für die Gegenseite ist.
Als Joker kann man aussuchen zwischen:
Wie viele Blaue gibt es?
Wie viele Rote gibt es?
Wie viele Weiße gibt es?
Wie viele Schwarze gibt es?
Ist Frage x Blau/Rot/Weiß/Schwarz?
Einen 50/50 Joker bei Frage X.
???

Oder getreu Mastermind: 6 Farben mit Position richtig und 2 Farben richtig, als Rückmeldung bekommen.

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Helmut Lehr

Re: ich auch nicht!

Beitragvon Helmut Lehr » 7. November 2004, 17:25

Bei uns ist Ten out of ten einfach der Renner. Dauernd habe ich mein Spiel ausgeliehen. Mein Sohn spielt es mit verschiedenen Studenten-Teams. Natürlich läuft jede Runde anders, vor allem auch weil es "einfache" und "schwerere" Fragestreifen gibt, aber diese Vielfalt fanden wir alle interessant.
Mein Urteil: Bestes Quiz-Spiel neben "Quiz des 20. Jahrhunderts".
Vg
Helmut

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Dr. Georg Holzgreve

Re: Enttäuscht von Ten out of Ten

Beitragvon Dr. Georg Holzgreve » 7. November 2004, 20:29

Also das Spiel macht in unseren Runden enorm viel Spaß, auch wenn die Raterunden etwas länger dauern.
Aber: nach vielfachem Spielen neigt sich die Zahl der "Fragebögen" bedenklich dem Ende zu (und das bei einem wirklich stolzen Preis). Zudem ist die rein mechanische Ausgestaltung nicht unbedingt stabil.
Einmal gespielt bleiben doch viele Antworten hängen und ein nochmaliges Spielen in anderer Runde bringt u.U. erhebliche Vorteile. Die Schwierigkeit der Fragen ist enorm unterschiedlich, gleicht sich aber in der Regel durch die diversen Kenntnisse/Spezialgebiete der Teams doch aus. Generell sollte man immer nur eine Position ändern, ansonsten kann es zu blankem Chaos kommen. Anfangs sollte man sehr genau kontrollieren, ob die Anzahl der richtigen Antworten korrekt angegeben ist; Flüchtigkeitsfehler führen zu sehr schwierig zu korrigierenden falschen Vermutungen (und Ärger!).
Es müssen dringend neue Bögen (zu angemessenem Preis) herausgebracht werden, zudem auch Bögen mit unterschiedlichen Seiten (z.B. Jugend / Erwachsene), oder auch thematische Bögen (Literatur, Politik, Sport...).
Insgesamt -aufgrund des Preises- für ein insgesamt ansprechendes Spiel allenfalls befriedigende Noten. Hier lohnt sich sicherlich der Trend zur Erweiterung wenn intelligent und kostengüstig gemacht.
Nice Dice
Georg


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