Beitragvon Sven Schwarz » 7. November 2004, 15:43
> [...] Ich habe das Spiel
> sowohl mit Vielspielern als auch mit Gelegenheitsspielern
> gespielt und das Spiel kam durchweg positiv an. [...]
> Mit den 2 Lagern kann ich allerdings überhaupt nichts
> zustimmen. Ich zB. kaufe mir fast nie einen Karren, viele
> andere Spieler auch nicht.
Diese Aussage scheint sich ja zu häufen. Ich fand's aber wirklich sehr schwer ohne Karren in annehmbarer Zeit genug Nuggets anzuhäufen bevor jemand anderes das Spiel (für sich) beendet.
Gestern hab ich's mal mit viel Whiskey probiert, um einen großen Zeitgewinn zu bekommen (wer wenig Platz hat muss halt schneller sein). Das hat aber nicht im Ansatz funktioniert. Ein Problem ist, dass man es ohne Karren selbst mit Whiskey nicht schafft, sowohl die Miene zu bauen als auch als erster dort zu schürfen. Meist bedeutet das, dass man die Miene baut und höchstens(!) noch einmal schürfen kann. Folglich baut keiner je eine Miene. Alle lauern nur darauf, dass jemand anderes eine baut, um dann schnell davon zu profitieren.
Womit wir beim Thema Kooperatives Spiel sind:
> > schafft es einfach nicht, das kooperative Element
> > tatsächlich(!) ins Spiel zubringen,
>
> Nun wollen wir mal nicht übertreiben. Das kooperative Element
> soll ja auch nicht Überhand gewinnen. Stell dir doch mal eine
> SPielsituation mit 3 Spielern vor:
> Auf der einen Flussseite ein 2er Team auf der anderen Seite
> ein Lonesome Rider. Könnte das 2er Team ohne weiteres
> kooperieren, wäre der einsame SPieler auf seiner Flussseite
> fast machtlos.
In dem Fall sollte er halt gute Gründe (z.B. Pferd und Karren oder Sprengstoff) haben, sich *alleine* ins Inland zu schlagen!
Tja, aber so sind halt alle machtlos, und jeder wartet wie ein Geier auf den Minenbau eines anderen... Ich wollte ja damit nur provozieren, dass es nicht nur destruktiven Opportunismus, sondern vielleicht etwas konstruktive Kooperation gibt. Aber gut, wie gesagt, die Ideen waren nur aus der Hüfte geschossen. Vermutlich hast Du Recht und die Kooperation wäre zu stark.
> > Schade! Ich habe mir sehr viel davon versprochen, hätte es
> > fast blind gekauft. Es sieht toll aus und alles, aber: Es ist
> > einfach kein "Spiel", sondern nur blanker, destruktiver
> > Opportunismus, der da abgeht.
>
> Ich finde wieder mal du übertreibst ein bisschen.
Das war nicht so gemeint. Es war schwierig, den richtigen Ton in meinem Posting zu finden. Einerseits war ich ziemlich enttäuscht/frustriert, andererseits war ich weit davon entfernt, das Spiel schlecht zu machen. Eigentlich sollte es auf konstruktive "Kritik" hinaus laufen. Ein wenig Übertreibung weise ich nicht von der Hand. Meckern war aber nicht gewollt. Schön, dass RoBo das nicht in den falschen Hals bekommen hat.
Es macht ja auch Spaß über sowas zu diskutieren, und wie gesagt, die kleinen Verlage haben ja auch noch den Ergeiz und Nerv, mit neuen Ideen umzugehen - schließlich sind die meisten Kleinverlage ja genau so entstanden! :-)
> > [R1] Koopertatives Minenbauen: Befindet sich ein Goldgräber
> > (Anton) auf gleichem Feld mit einem anderen (Bärbel), kann
> > Anton die Rohstoffe von Bärbel benutzen *falls* Bärbel das
> > gestattet.
>
> Mal abgesehen, dass das nur am Fluss möglich wäre (2 auf
> einem "Feld"), ist es genau das, wovon ich eben gesprochen
> habe:
> HIer ist es möglich, dass sich 2 Leute eine perfekte
> Ausstattung zusammen kaufen/handeln, die sich pefekt ergänzt
> und gegen die man keine Chance hat.
> Aber das Handeln an sich ist eine gute Idee, die ich/wir auch
> schon fleissig am testen sind. Hier ist auf jeden Fall eine
> Lösung denkbar.
Vielleicht ganz und gar eine Idee, dass Handeln und Kooperieren nur "Teams" erlaubt wird. Ggf. ergibt sich eine solche Teamzugehörigkeit sogar erst mitten im Spiel ergeben und/oder wechselt im Spiel?! Hört sich, so auf die Schnelle, aber nach zuviel komplizierten/aufgesetzten Regeln an...
Was das "nur 2 auf Flussfeld" und "nur 1 auf Landfeld" angeht, so weiß ich nicht, ob das wirklich nötig ist, da man selbst auf dem Landfeld Schwierigkeiten hat, seine Mine (oder was auch immer) vor gierigen Mitspielern zu schützen. Das "nur 1 Feld über Land ziehen" ist da wohl eher die Hürde. Eine Mine ist meist von mindestens zwei Feldern aus gut zu erreichen :-(
Zum Sichern der Mine könnte ich mir vorstellen, dass man da besser eine "versoffene Wache" aufstellt (kostet natürlich Whiskey), die für eine bestimmte Menge an Schürfungen die Mine bewacht. Das könnte dann ungefähr so aussehen: Man baut eine Mine und gibt direkt danach *oder* später 2, 4 oder 6 Whiskey ab. Entsprechend bewacht dann dieser Charles Bronson 1, 2 oder 3 Schürfungen lang die Mine. Alternativ kann man natürlich noch den Würfel ins Spiel bringen. Ooooder: der Saufbold möchte einen Anteil an der Schürfung oder oder oder ;-)
> Ausserdem stell dir mal vor du investierst am Anfang blind in
> ein Boot und der Fluss verläuft total unvorteilhaft. Ich
> denke schon, dass man erst die Landschaft ein wenig kennen
> muss, bevor man sich dafür ausrüstet.
Zwei Sachen zu bedenken:
1. Stell Dir vor, Du hast 3 Werkzeug dabei und willst Dich aber eigentlich mit Sieb und Boot auf den Weg machen, massiv Flussgold abzuschürfen.
2. Das Spiel kann ruckzuck aus sein: Anton schürft 10 Gold ab und beendet flux das Spiel. Flussverlauf abwarten und Boot kaufen kann da schon zu lange dauern.
Unter Umständen sollte man das Spiel gar nicht vorzeitig beenden, damit solche Langzeitstrategien wie Sprengstoff kaufen erst Sinn machen!?
> Wenn ausserdem ein Handel ins Spiel kommt (nicht nur mit
> SPielern, sondern mit "neutralen" Personen und Gebäuden)
> können diese scheinbar "nutzlosen" Werkzeuge sehr nützlich
> sein, mal abgesehen davon, dass die Werkzeuge sich prima für
> Sägewerk, Reusen und nicht zuletzt für ein billiges ? lohnen.
Sorry, ich weiß, ich nerve rum, aber ohne Karren bringen mir bspw. 4 Fische oder 2 Holz gar nix. Ich kann den ganzen Kram ja gar nicht transportieren! Daher hab ich z.B. noch nie ein Tier geschossen oder ein "?" gesammelt. Allein schon die 2 Rohstoffe für das "?" hab ich nur am Anfang übrig: 2 "unnütze" Werkzeuge ;-)
> Warum reitest du auf dem armen Karren rum. Ausprobieren
> ist angesagt. Es gibt sooviele andere Kombinationen, die nur
> darauf warten ausprobiert zu werden (Schonmal Boot und Sieb
> probiert? Pferd, Axt und Angel?)
Klar, hat aber leider nicht so gut geklappt, wie ich gehofft habe.
Ich werde aber weiter probieren. Der 6-Whiskey-Clou hat leider
nicht annähernd gereicht, um an die Karren-Könige heran zu reichen.
Ich werde aber weiter probieren.
Schönen Sonntag noch!
Sven