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Candamir - lohnt sich ?

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Danny

Candamir - lohnt sich ?

Beitragvon Danny » 25. November 2004, 10:40


Hallo,

würde mich über ein paar kurze Statements von euch zum Teuber-Spiel Candamir freuen:

- Erster Eindruck / Gesamteindruck vom Spiel ?
- ist es gut oder eher nicht (und warum) ?
- besser oder schlechter als Siedler (oder gar nicht vergleichbar) ?
- gut zu Zweit ?
- lohnt sich ein Kauf usw.

Schon mal ganz vielen lieben Dank im Voraus für eure Meinungen.
Spielerische Grüße,
Danny

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RedPiranha

Re: Candamir - lohnt sich ?

Beitragvon RedPiranha » 25. November 2004, 10:47

Schau mal hier rein: http://www.spielbox.de/spielarchiv/press/candamir.php4 , de erhälst du einen Eindruck vom Spiel.

Hier findest du eine Menge Meinungen: http://cow.t-online.de/cgi-bin/yabb/YaBB.pl?board=KTSpiele;action=display;num=1090013169

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Stephan Zimmermann
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Beiträge: 182

Re: Candamir - lohnt sich ?

Beitragvon Stephan Zimmermann » 25. November 2004, 10:47

Danny schrieb:

> - Erster Eindruck / Gesamteindruck vom Spiel ?

Gute Aufmachung. Spielt sich flüssig ab der 2. Partie. Macht Spass.
Man hat nicht besonders viel mit den Mitspielern zu tun - das ist was was mir nicht so gefällt. Daraus folgt, dass man es auch schwer hat den führenden einzuholen.


> - besser oder schlechter als Siedler (oder gar nicht
> vergleichbar) ?

Nicht so gut wie Siedler - aber was ist schon mit Siedler vergleichbar :-)


Grüße, Stephan

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Andreas Keirat

Re: Candamir - lohnt sich ?

Beitragvon Andreas Keirat » 25. November 2004, 10:52

Stephan Zimmermann schrieb:
>
> Danny schrieb:
>
> > - Erster Eindruck / Gesamteindruck vom Spiel ?
>
> Gute Aufmachung. Spielt sich flüssig ab der 2. Partie. Macht
> Spass.

Das kann ich unterstreichen.


> Man hat nicht besonders viel mit den Mitspielern zu tun - das
> ist was was mir nicht so gefällt. Daraus folgt, dass man es
> auch schwer hat den führenden einzuholen.
>

?? Das empfinde ich total anders. Durch den Einsatz eines bestimmten Trankes kann man den Führenden sehr gut behindern. Wenn dies zwei Personen gezielt machen, muß ein führender Spieler über kurz oder lang pausieren, um seine Kräfte wieder zu bekommen. Dadurch holen die anderen auf. Dieser Trank kann ja auch vom Führenden selbst nicht eingesetzt werden. Und das Tauschelement von Karten ist wie bei den Siedlern, über fehlende Interaktion zwischen den Spielern kann man sich also nicht beklagen (allenfalls über Mitspieler, die das nicht (aus)nutzen).

>
> > - besser oder schlechter als Siedler (oder gar nicht
> > vergleichbar) ?
>
> Nicht so gut wie Siedler - aber was ist schon mit Siedler
> vergleichbar :-)
>

Einigen wir uns auf "Anders als Siedler" ;)

>
> Grüße, Stephan

Ciao,

Andreas Keirat
www.spielphase.de

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Christian Koppmeyer

Re: Candamir - lohnt sich ?

Beitragvon Christian Koppmeyer » 25. November 2004, 11:17

Sehr schön umgesetztes Thema. Regeltechnisch mehr oder weniger perfekt. Spielmechanismen erstklassig aufeinander abgestimmt.

Einziger echter Schwachpunkt. Das Mittelspiel kann sich ziemlich hinziehen ohne das dadurch echter Spielspaß generiert wird.

CK

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Ralf Partenheimer

RE: Candamir - lohnt sich ?

Beitragvon Ralf Partenheimer » 25. November 2004, 11:25

"Danny" hat am 25.11.2004 geschrieben:
>
> Hallo,
>
> würde mich über ein paar kurze Statements von euch zum
> Teuber-Spiel Candamir freuen:
>
> - Erster Eindruck / Gesamteindruck vom Spiel ?
Das erste Spiel ist mit der Regelerklärung relativ zäh, aber wie oben schon gepostet wurde, läuft es ab dem zweiten Spiel sehr flüssig.

> - ist es gut oder eher nicht (und warum) ?
Es ist sehr gut, wenn man sich mit einem recht hohem Glücksfaktor bei gleichzeitig hoher Spielzeit (pro Mitspieler ca. 30 min.) anfreunden kann.

> - besser oder schlechter als Siedler (oder gar nicht
> vergleichbar) ?
Kaum vergleichbar, aber wenn ein Urteil sein muss, dann ist es wohl schlechter als Siedler, v.a. wegen weniger Variabilität.

> - gut zu Zweit ?
Meiner Meinung nach ist es ganz hervorragend zu Zweit, wie ich es übrigens auch bei Anno 1503 empfinde.

> - lohnt sich ein Kauf usw.
Wenn man die entsprechenden Angebote nutzt, kann man es zwischen 16 und 20 Euro bekommen, und das ist ein ziemlich gutes Preis-Leistungsverhältnis.

>
> Schon mal ganz vielen lieben Dank im Voraus für eure
> Meinungen.
> Spielerische Grüße,
> Danny

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peer

Re: Candamir - lohnt sich ?

Beitragvon peer » 25. November 2004, 12:42

Hi,
mein erster Eindruck nach einer Partie zu viert:
Mit Siedler hats wenig zu tun. Der Mechanismus ist nett, besonders die unterschiedlichen Charaktere sorgen für Stimmung, da jeder eine andere Taktik spielt - je nach Eigenschaften seines Charakters. Gut gefallen hat mir die Idee mit dem Umherwandern der Karten.
Leider haben wir zuviert gespielt und das Spiel hat sich ewig hingezogen (Nein, wir haben nicht über die Züge gegrübelt). Da es nur sehr wenig Interaktivität geht, gibt es ziemlich viel Leerlauf. Tauschen hat sich selten gelohnt (den Punkt kan ich auf Nachfrage auch näher eläutern). Nach einer viel zu langen Spielzeit hatten wir die Sitauation dass eigentlich fast alle gleichauf waren und alle stäöndig Tränke gebraut haben, so das jede Runde ohne Tiereinwirkung 1-3 Punkte flöten gingen, was das Spiel noch träger gemacht hat. Kann an Regelfehlern (unwahrscheinlich da zwei Spieler das Spiel bereits kannten) gelegen haben oder Pech gewesen sein.
Insgesamt fand ichs nett, aber zu lang. 30 Minuten wäre für mich die Obergrenze bei diesem Mechanismus.
ciao
peer

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Axel Bungart

Re: Candamir - lohnt sich ?

Beitragvon Axel Bungart » 25. November 2004, 13:03

Ja, nett aber zu lang trifft's m.E. auch.

Zu zweit geht es eigentlich von der Spieldauer, aber ab drei Personen steigt der Gähnfaktor.

Ich hatte es bereits ein paar mal, dass ich trotz "Vollausstattung" (Erfahrungspunkte/Gegenstände) kaum eine Chance auf den Sieg hatte, was natürlich an meiner sonstigen Taktik liegen kann, mich aber am Nutzen der vielen Erfahrung zweifeln lässt. Aus meiner Sicht daher nicht ganz ausgegoren.

Gruß
Axel

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RedPiranha

Re: Candamir - lohnt sich ?

Beitragvon RedPiranha » 25. November 2004, 13:26

Es bringt eigentlich nichts alle Eigenschaften gleichmäßig auszubauen, dann ist man bei den Abenteuern und Begegnungen immer noch zu sehr vom Glück abhängig. Sinnvoller ist es nach meinen Erfahrungen zunächst die Eigenschaft weiter zu stärken in der man schon mit einem höheren Wert startet. Das hat den Vorteil, dass man wenn die erst mal auf einem Wert von 4-5 angekommen ist kaum noch würfeln muss weil man die meisten Abenteuer/Begegnungen dann mit Brigittas Trank und einer gewürfelten 1 besteht.
Sinnvoll ist es auch wenn man eine hohe Kampfstärke hat mit der man viele Bärenbegegnungen bestehen kann und somit Felle bekommt, seinen Zielstein abwechselnd auf Wald und Bergfelder zu setzen um die beiden anderen Rohstoffe zu bekommen.
Wichtig ist ferner, dass man beim Bauen und Brauen mindestens 3 Sachen (Tränke und Gegenstände) herstellt. Wer immer nur eins produziert verliert zuviel Zeit, lieber mal unterwegs auf eine(n) Naturalie/Rohstoff verzichten und dafür im nächsten Zug dann ausgiebig bauen und brauen.

Dr. Reiner Düren, Siedeln.de-FAQ-Redaktion

Zur Candamir-FAQ: http://www.siedeln.de/faq/index.php?sid=48406&aktion=anzeigen&rubrik=014

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Henning

Re: Candamir - lohnt sich ?

Beitragvon Henning » 25. November 2004, 14:10

Hallo Andreas,

den Met-Trank empfinde ich beim 2-Spieler-Spiel als nicht besonders schädigend für den führenden Spieler. Ich habe Candamir bisher nur zu zweit gespielt. Bei mehr Spielern kann ich mir vorstellen, dass es effektiver ist. Vielleicht wäre eine Regelmodifikation gut, die dem Führenden bei einem 2-Spieler-Spiel gleich zwei Konditionspunkte abzieht.

Gruß
Henning


> Durch den Einsatz eines
> bestimmten Trankes kann man den Führenden sehr gut behindern.
> Wenn dies zwei Personen gezielt machen, muß ein führender
> Spieler über kurz oder lang pausieren, um seine Kräfte wieder
> zu bekommen.

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peer

Re: Candamir - lohnt sich ?

Beitragvon peer » 25. November 2004, 14:47

Hi,
RedPiranha schrieb:
>
> Es bringt eigentlich nichts alle Eigenschaften gleichmäßig
> auszubauen, dann ist man bei den Abenteuern und Begegnungen
> immer noch zu sehr vom Glück abhängig.

Zumindest das hat sich bei meiner ersten Partie bestätigt. Ich hab mich sehr auf das Wild konzentriert und lag bei Spielabbruch mit einem Siegpunkt vorne.
Übrigens hatte ich 8 Siegpunkte, die beiden anderen 7 und der vierte 6. Die letzten beiden Siegpunkte hätten sich aber wirklich noch ewig hingezogen; die verbliebenen Wege waren lang, es gab kein Vieh mehr (also muss man pro Punkt auch mehrmals losziehen) und die anderen setzten dauernd Tränke ein. Ich glaube ich habe eine halbe Stunde gebraucht um den achten Siegpunkt zu bekommen!
Eventuell wäre eine niedriere Siegpunktzahl bei mehr Spielern sinnvoll. So schlug jedenfalls der anfänglich sehr positive Eindruck immer mehr in Genervtheit und Langeweile um.
ciao
peer

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Timo Hochfeld

Re: Candamir - lohnt sich ?

Beitragvon Timo Hochfeld » 25. November 2004, 15:02

>Wichtig ist ferner, dass man beim Bauen und Brauen mindestens 3 Sachen
>(Tränke und Gegenstände) herstellt.

Ich dachte gelesen zu haben, dass man nur max. 1 Trank und 1 Gegenstand je Runde bauen darf ?

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Olivier Boss

Re: Candamir - lohnt sich ?

Beitragvon Olivier Boss » 25. November 2004, 15:06

Hallo Peer und Candamirgemeinde

Ich kann den Eindruck von Peer nach einem Spiel nur bestätigen. Wir hatten ca. 3 Stunden zu viert (alle Siedlererfahren) gebraucht, bis einer endlich zehn SP geschafft hat.

Am Anfang ist man noch voller Tatendrang. Aber einmal stellt sich ein repetives Hin- und Herschieben der eigenen Figur ein. Der Schluss fiel dann wieder knapp aus. Da gab es wieder ein bisschen Spannung ins Spiel.

Der Met-Trank ist fast das einzige Interaktive im Spiel, jedoch verlängert er auch die Spielerdauer, so dass u.U. man Ewigkeiten braucht, um das Ziel zu erreichen. Gehandelt haben wir nur ab und zu, da eigentlich immer dasselbe im Überfluss war und dasselbe gesucht war. Mit so wenig Interaktion fesselt das Spiel überhaupt nicht. Jeder spielt eigentlich vor sich hin.

Für mich lohnt sich ein Kauf nicht.

Tschüss
Olivier

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RedPiranha

Re: Candamir - lohnt sich ?

Beitragvon RedPiranha » 25. November 2004, 15:19

Nein du kannst soviel bauen wie du bauen kannst, da du aber wenn du auf Wanderschaft bist max. 5 Naturalien haben kannst und am Ende wenn du das Zielfeld erreicht hast 7 Rohstoffe (5, die du mit auf Wanderung genommen bzw. dort erhalten hast und 2, die du durch dein Zielplättchen bekommst) haben kannst sind ohne mit den Mitspielern zu tauschen maximal 2 Tränke und 2 Gegenstände herstellbar. Wenn du aber die 2 Gegenstände für Brigitta herstellst bekommst du noch mal 2 Tränke (sofern Platz vorhanden) hinzu.

Was die Spieldauer betrifft, so habe ich selbst mit Kindern, die zwischendurch unruhig werden und Pausen brauchen noch keine 3 Stunden gebraucht. Irgendetwas scheint da falsch zu laufen wenn es solange dauert, z.B. kann der Führende kein Met einsetzen und auch wenn man ein(e) Abenteuer/Begnung nicht besteht darf man den Schritt in Richtung Abenteuer/Begnung dennoch machen. Kommt man dadurch auf sein Zielfeld, dann hat man dieses erreicht und darf seinen Stein ins Dorf setzen. Es ist auch manchmal sinnvoll wenn man 1 Feld vor dem Ziel steht und 4 Schritte zur Verfügung hat mal kurz vor und zurück zu gehen um noch etwas einzusammeln bevor man Züge verfallen läßt.

Es macht auch wenig Sinn wenn man eine Bonusbewegung in einem Gelände hat nur dieses abzugrasen, denn dann bekommt man fast immer den selben Rohstoff. Ist das das Grasland, dann macht es noch weniger Sinn, denn bei Begegnungen mit Bären oder Wölfen bekommt man auch nur Felle. Am besten ist es mit der Bonusbewegung Grasland zunächst mal die Randbereiche des Gebirges und Waldes abzugrasen.

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Matthias Staber

Re: Candamir - lohnt sich ?

Beitragvon Matthias Staber » 25. November 2004, 15:22

Ich finde Candamir ziemlichen Mist:

- Das Aufwerten des eigenen Charakters ist völlig überflüssig. Wer die meisten Tiere einfängt, hat gewonnen.

- Alles an diesem Spiel ist dermaßen hysterisch auf Niedlichkeit und Familientauglichkeit getrimmt, dass es weh tut. Eine Mitspielerin drohte fast, das Spiel abzubrechen, wenn noch einmal jemand die Flavour-Texte der Abenteuer vorliest: "Ich schlage vor, wir sparen uns das und würfeln einfach." Ab da haben wir nicht mehr Honig gesammelt oder der verstoßenen Magd geholfen, ächz, sondern nur noch "auf die 6" gewürfelt, und "jetzt auf die 8".

- Das Wegekartensystem hört sich innovativ an, taugt aber in dieser Umsetzung nicht viel. Klaus Teuber hatte ja in einem Preview-Interview davon gesprochen, welche riesigen Vorteile dieses System gegenüber dem Verteilen von Plättchen auf dem Spielbrett hat (wie es z.B. Rückkehr der Helden verwendet). Ich sehe diese Vorteile nicht: Latsche ohne Hindernisse, sammel Krempel, schlag Wolf tot, schlag Bären tot, schlage Holz. Das wars. Und zwar völlig unabhängig davon, wo du dich befindest: Die Wölfe fühlen sich in Gebirge, Wald oder Grasland offensichtlich gleichermaßen wohl, genauso gedeihen die gleichen Pilze prächtig im Gebirge wie am Flussufer.

Vielleicht ist es dieser Aspekt, der mich an diesem Spiel am meisten stört: Mit wie wenig zusätzlichem Regel- und Materialaufwand würden unterschiedliche Wegekartenstapel für die drei Landschaftsarten für mehr Abwechslung und Atmosphäre sorgen! Doch Fehlanzeige: So wie es momentan implementiert ist, reicht das lahme Wegekartensystem nicht einmal anstatzweise an die wesentlich stimmigeren Mechanismen heran, wie sie in Spielen wie Rückkehr der Helden, Prophecy oder auch Runebound verwendet werden.

- womit wir bei der Spielzeit wären: Würde das ganze rund ein Stunde dauern, würde mir Candamir trotzdem hin und wieder gefallen. Doch mit vier Spielern zieht sich das Spiel über drei Stunden hin. In der Zeit kann man auch, mit wesentlich mehr Spielspaß, die oben genannten Charakter-Levelup-Spiele spielen, bei denen vor allem das Upleveln auch etwas bringt, und nicht die Zahl der gefangenen Bergziegen und Rindviecher über Sieg oder Niederlage entscheiden (es ist ja das einzige, was über die gestelzten und holprigen Flavourtexte der Abenteuerkarten hinwegtröstet, und über diesen antiatmosphärischen Unsinn, dass ich mich stets zwischen drei Abenteuern entscheiden kann ("liebe Magd, ich sagte Ihnen vorhin im Wald schon, dass mich Ihre missliche Lage nicht interessiert, es bringt also gar nichts, wenn Sie mir ins Gebirge nachlaufen, ich überliste lieber den schlafenden Räuber, der da neben Ihnen liegt, der mich allerdins fatal an den schlafenden Räuber erinnert, der mir vorhin schon im Grasland nahe meines Dorfes auffiel"): Wenn ein anderer Spieler eh schon einen deutlichen Vorsprung beim Titel "Held Catan" hat - die meisten bestandenen Abenteuer - dann ist das Bestehen von Abenteuern ohnehin vollkommen überflüssig - es sei denn es lockt irgend ein Rohstoff, den ich dringend brauche.

Fazit: Von mir bekommt "Candamir" nach fünf Partien einen beherzten Daumen nach unten. Ich werde es wieder spielen, aber nicht unbedingt danach verlangen.

Matthias

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RedPiranha

Re: Candamir - lohnt sich ?

Beitragvon RedPiranha » 25. November 2004, 15:36

Matthias Staber schrieb:
>
> Ich finde Candamir ziemlichen Mist:
>
> - Das Aufwerten des eigenen Charakters ist völlig
> überflüssig. Wer die meisten Tiere einfängt, hat gewonnen.

Das kann ich absolut nicht bestätigen, zwar kann man mit Tieren einige Siegpunkte direkt machen aber es gibt auch genügend andere Wege.

>
> - Alles an diesem Spiel ist dermaßen hysterisch auf
> Niedlichkeit und Familientauglichkeit getrimmt, dass es weh
> tut. Eine Mitspielerin drohte fast, das Spiel abzubrechen,
> wenn noch einmal jemand die Flavour-Texte der Abenteuer
> vorliest: "Ich schlage vor, wir sparen uns das und würfeln
> einfach." Ab da haben wir nicht mehr Honig gesammelt oder der
> verstoßenen Magd geholfen, ächz, sondern nur noch "auf die 6"
> gewürfelt, und "jetzt auf die 8".
>
ich habe es jetzt mehrmals gespielt, hab mir die Texte aber nie durchgelesen. Das kann natürlich daran gelegen haben, dass ich es das erste mal mit 3 Spielern gespielt habe, die es schon kannten und wohl deshalb die Texte nicht mehr vorgelesen wurden.

> - Das Wegekartensystem hört sich innovativ an, taugt aber in
> dieser Umsetzung nicht viel. Klaus Teuber hatte ja in einem
> Preview-Interview davon gesprochen, welche riesigen Vorteile
> dieses System gegenüber dem Verteilen von Plättchen auf dem
> Spielbrett hat (wie es z.B. Rückkehr der Helden verwendet).
> Ich sehe diese Vorteile nicht: Latsche ohne Hindernisse,
> sammel Krempel, schlag Wolf tot, schlag Bären tot, schlage
> Holz. Das wars. Und zwar völlig unabhängig davon, wo du dich
> befindest: Die Wölfe fühlen sich in Gebirge, Wald oder
> Grasland offensichtlich gleichermaßen wohl, genauso gedeihen
> die gleichen Pilze prächtig im Gebirge wie am Flussufer.
>
> Vielleicht ist es dieser Aspekt, der mich an diesem Spiel am
> meisten stört: Mit wie wenig zusätzlichem Regel- und
> Materialaufwand würden unterschiedliche Wegekartenstapel für
> die drei Landschaftsarten für mehr Abwechslung und Atmosphäre
> sorgen! Doch Fehlanzeige: So wie es momentan implementiert
> ist, reicht das lahme Wegekartensystem nicht einmal
> anstatzweise an die wesentlich stimmigeren Mechanismen heran,
> wie sie in Spielen wie Rückkehr der Helden, Prophecy oder
> auch Runebound verwendet werden.
>

Also das halte ich für unnötig und jedes mal zu schauen welche Wegekartenstapel man denn nun benutzen soll führt mE nur dazu, dass es noch länger dauert, Zwist auftritt weil man plötzlich merkt, dass man den falschen Stapel genommen hat und gerade im Grenzland zwisch Wald/Grasland, Grasland/Gebirge geht man ja auch mal vor und zurück, da jedes mal den Wegekartenstapel zu wechseln ist in meinen Augen wenig sinnvoll.

> - womit wir bei der Spielzeit wären: Würde das ganze rund ein
> Stunde dauern, würde mir Candamir trotzdem hin und wieder
> gefallen. Doch mit vier Spielern zieht sich das Spiel über
> drei Stunden hin. In der Zeit kann man auch, mit wesentlich
> mehr Spielspaß, die oben genannten Charakter-Levelup-Spiele
> spielen, bei denen vor allem das Upleveln auch etwas bringt,
> und nicht die Zahl der gefangenen Bergziegen und Rindviecher
> über Sieg oder Niederlage entscheiden (es ist ja das einzige,
> was über die gestelzten und holprigen Flavourtexte der
> Abenteuerkarten hinwegtröstet, und über diesen
> antiatmosphärischen Unsinn, dass ich mich stets zwischen drei
> Abenteuern entscheiden kann ("liebe Magd, ich sagte Ihnen
> vorhin im Wald schon, dass mich Ihre missliche Lage nicht
> interessiert, es bringt also gar nichts, wenn Sie mir ins
> Gebirge nachlaufen, ich überliste lieber den schlafenden
> Räuber, der da neben Ihnen liegt, der mich allerdins fatal an
> den schlafenden Räuber erinnert, der mir vorhin schon im
> Grasland nahe meines Dorfes auffiel"): Wenn ein anderer
> Spieler eh schon einen deutlichen Vorsprung beim Titel "Held
> Catan" hat - die meisten bestandenen Abenteuer - dann ist das
> Bestehen von Abenteuern ohnehin vollkommen überflüssig - es
> sei denn es lockt irgend ein Rohstoff, den ich dringend
> brauche.

Wie schon an anderer Stelle geschrieben habe ich noch nie 3 Stunden gebraucht wenn alle bei der Sache waren. Natürlich darf man dann nicht jedes Abenteuer vorlesen und muss die Zeit für das Erklären der Regeln abziehen. Wenn es nicht 3 Abenteuer zur Auswahl gäbe würde es meines Erachtens auch noch länger dauern, da man dann noch seltener auf Abenteuer trifft, die man bestehen kann.

>
> Fazit: Von mir bekommt "Candamir" nach fünf Partien einen
> beherzten Daumen nach unten. Ich werde es wieder spielen,
> aber nicht unbedingt danach verlangen.
>
> Matthias


Mir hat es bisher jedenfalls immer sehr viel Spaß gemacht.

Dr. Reiner Düren

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Axel Bungart

Re: Candamir - lohnt sich ?

Beitragvon Axel Bungart » 25. November 2004, 15:53

Ein mutiges Statement und - wenn auch diplomatisch verbesserungsfähig ;-) - irgendwie recht zutreffend.

Gruß
Axel

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Peter Gustav Bartschat

Re: Candamir - lohnt sich ?

Beitragvon Peter Gustav Bartschat » 25. November 2004, 16:04

Henning schrieb:
> Vielleicht wäre
> eine Regelmodifikation gut, die dem Führenden bei einem
> 2-Spieler-Spiel gleich zwei Konditionspunkte abzieht.

Ich vermute, das würde lediglich dazu führen, dass jeder der beiden Spieler versucht, möglichst lange Zweiter zu sein, um erst gegen Schluss an seinem Partner vorbei zu ziehen. Und das klingt nicht so, als ob´s das Spiel unterhaltsamer machen würde.

Aber du kannst es ja mal ausprobieren und dann hier von deinen Erfahrungen berichten.

Mein Tipp: Wer denkt, dass der Einsatz von Met ihm nichts nützt, der setze es einfach nicht ein!

Mit einem lieben Gruß
Gustav

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René P.

Re: Candamir - lohnt sich ?

Beitragvon René P. » 25. November 2004, 17:15

*einfach zustimm*

nice dice

René

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Heinrich Tegethoff

Re: Candamir - lohnt sich ?

Beitragvon Heinrich Tegethoff » 25. November 2004, 18:06

Hallo Danny,

ich großen und ganzen stimme ich Matthias' offener Abneigung zu:
- es ist ein nettes Spiel, angenehmer Zeitvertreib, bis auf "ich schmeiß' eine
Party" (Met trinken) wenig Gegeneinander. Für einen gemütlichen Feierabend
okay, aber es dauerte auch mir zu lang.

- Wir haben nicht die Abenteuerkarten vorgelesen (wer wollte, konnte dies
ja zwischendurch tun), sondern nur nach "was kost's, was riskiert, was
bringt's) gesehen und trotzdem sind beide Spiele zu lang gewesen:Abbruch
des ersten am Ende des Abends, Spielende nicht in Sicht, das zweite
brauchte 3 Stunden. Zu viert spiel ich es nicht mehr - zu wenig kommt rum.
Zu zweit würde ich es wohl einmal probieren, aber da habe ich Anno 1503
(mit oder ohne A&P).

Wer eine Mischung aus "Rückkehr der Helden" und "Catan" erwartet, was es
ja auch ist, der kann leicht enttäuscht werden: Matthias hat ja bereits die erste
Sicht aufgelistet, was einem Abenteuerspieler nicht paßt. Mir bröckelt's
übrigens eher daran, daß ich nach vollbrachter Tat ins Dorf springe - den Bruch
mag ich gar nicht, aber das ist Geschmackssache. Für "Cataner" ist zu wenig
Handeln drin. Irgendwie steht da Handeln nur auf dem Papier.

Die Mechanik ist gut und an sich einfach, also prima um einmal einen
Spielemuffel zu locken. Dann ist es aber auch nicht simpel genug um es
einmal eben zu erklären - viermal schaffte ich es auf der Münchner Spielwies'n,
aber dann hatte ich genug. Zu viele, wenn auch einfache Details, die einem
"Character-Uplevel" Spieler geläufig sind, aber anderen neu.

Mein Fazit: Wenn Du Spiele wie Rückkehr der Helden nicht kennst, dann
ist es einen Versuch wert. Wenn doch, so vermißt Du wohl zu viel.

Servus,
Heinz

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Niccolo
Kennerspieler
Beiträge: 1333

Re: Candamir - lohnt sich ?

Beitragvon Niccolo » 25. November 2004, 19:49

Danny schrieb:

Also 1x solitär anprobiert und 1x zu 2. gespielt.

> - Erster Eindruck / Gesamteindruck vom Spiel ?

Mir gefällt es sehr gut.

> - ist es gut oder eher nicht (und warum) ?

Warum? Hm - es hat eine einfach gehaltenes Charakterausbausystem, was imho trotzdem nicht weniger bietet als kompliziertere Systeme. (also ich bin da kein Freak und kann da auf eine Wissenschaft verzichten).

Das Bewegungssystem ist nett und spielerisch.
Brauch ich da Unterschiede für jede Geländeart?

Die Kunst eines gutläufigen Spieles ist das zu bieten, was das Spiel braucht.
Mit Zusatzregeln vollstopfen ist Handwerk, nicht Kunst.

> - besser oder schlechter als Siedler (oder gar nicht
> vergleichbar) ?

Vergleichbar, aber auch nicht. Du ergatterst Rohstoffe und produzierst damit Waren.
Also mir gefällt es besser als Siedler. Damals hab ich Siedler gern gespielt. Heute kommt es nicht mehr am Tisch. Würd es wer wollen, würd ich mich vielleicht aufraffen, aber es gibt so viel Neues... und ich hab Siedler seinerzeit wohl auch "totgespielt". Kann dem zufälligen Erzeugnisprinzip gar nicht mehr viel abgewinnen. DIE tollen Täusche hab ich bei Siedler auch selten erlebt. Anfangs brauchen alle Holz und Lehm. Dann kommt verstärkt Erz und Konsorten auf den Wunschzettel...
Gibt's da eine Statistik? Wessen Zahlen am meisten Rohstoffe brachten und wer am Ende gewonnen hat?
Also ich bin da kein Nostalgiker - Siedler ist out.

> - gut zu Zweit ?

Klar. Und auch allein - kann ja wer eine Solovariante erfinden... irgendwie an den Roman angelehnt (hab ich erst jetzt geliehen bekommen - k.A. ob sich da was aufdrängt).

> - lohnt sich ein Kauf usw.

Wieso guckst nicht auf www.profeasy.de ? Dort wird das Spiel wirklich nett in seinem Gesamtumfang vorgestellt.
Ich sag ja: Candamir wird sicher wieder mal auf den Tisch kommen.

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Michael Andersch

RE: Candamir - lohnt sich ?

Beitragvon Michael Andersch » 26. November 2004, 08:36

"Matthias Staber" hat am 25.11.2004 geschrieben:

> - Das Aufwerten des eigenen Charakters ist völlig
> überflüssig. Wer die meisten Tiere einfängt, hat gewonnen.

Im Prinzip hast Du recht. Die Frage ist nur: Fängst Du die Tiere schneller ein als jemand, der eine andere Taktik fährt? Und: Sind genügend Viecher für Dich übrig?


> - Alles an diesem Spiel ist dermaßen hysterisch auf
> Niedlichkeit und Familientauglichkeit getrimmt, dass es weh
> tut. Eine Mitspielerin drohte fast, das Spiel abzubrechen,
> wenn noch einmal jemand die Flavour-Texte der Abenteuer
> vorliest: "Ich schlage vor, wir sparen uns das und würfeln
> einfach." Ab da haben wir nicht mehr Honig gesammelt oder
> der verstoßenen Magd geholfen, ächz, sondern nur noch "auf
> die 6" gewürfelt, und "jetzt auf die 8".

Also, die Texte habe ich mir auch noch kein einziges mal angesehen.

> - Das Wegekartensystem hört sich innovativ an, taugt aber
> in dieser Umsetzung nicht viel. Klaus Teuber hatte ja in
> einem Preview-Interview davon gesprochen, welche riesigen
> Vorteile dieses System gegenüber dem Verteilen von
> Plättchen auf dem Spielbrett hat (wie es z.B. Rückkehr der
> Helden verwendet). Ich sehe diese Vorteile nicht: Latsche
> ohne Hindernisse, sammel Krempel, schlag Wolf tot, schlag
> Bären tot, schlage Holz. Das wars. Und zwar völlig
> unabhängig davon, wo du dich befindest: Die Wölfe fühlen
> sich in Gebirge, Wald oder Grasland offensichtlich
> gleichermaßen wohl, genauso gedeihen die gleichen Pilze
> prächtig im Gebirge wie am Flussufer.

Auch hier wieder: Im Prinzip hast Du recht. Aber: Man muss es ja nicht unnötig verkomplizieren, das Ganze. Ich finde den Bewqegungsmechanismus ok, so wie er ist. Ich würde sogar sagen, dass der Bewegungsmechanismus das Beste am ganzen Spiel ist.

> - womit wir bei der Spielzeit wären: Würde das ganze rund
> ein Stunde dauern, würde mir Candamir trotzdem hin und
> wieder gefallen. Doch mit vier Spielern zieht sich das
> Spiel über drei Stunden hin.

Die Spielzeit ist auch das, was ich am meisten kritisiere: Eine Stunde fände ich auch angemessen.
Aber 3 Stunden? Was um Gottes Willen habt Ihr denn während dieser Zeit gemacht????
In knapp 2 Stunden kann man das Ganze doch locker über die Bühne bringen (Natürlich nur, wenn man nicht während des Spiels die Texte liest, über Verbesserungen nachsinnt und über den Sinn und Unsinn einzelner Spielmechanismen diskutiert ;-) )


> Fazit: Von mir bekommt "Candamir" nach fünf Partien einen
> beherzten Daumen nach unten. Ich werde es wieder spielen,
> aber nicht unbedingt danach verlangen.

Von mir bekommt es einen neutralen Daumen, und beim Rest bin ich Deiner Meinung - die eher "unbegeisterte" Haltung ist allerdings ausschliesslich der Spieldauer zuzuschreiben.

Viele Grüße,
Micha

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Carsten Wesel | FAIRspielt.de

Re: Candamir - lohnt sich ?

Beitragvon Carsten Wesel | FAIRspielt.de » 26. November 2004, 11:19

Peter Gustav Bartschat schrieb:
>
> Mein Tipp: Wer denkt, dass der Einsatz von Met ihm nichts
> nützt, der setze es einfach nicht ein!

So eine einfache Lösung kann nicht richtig sein. ;-)

Gruß Carsten (der zugeben muß, Candamir noch nicht gespielt zu haben)

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peer

Re: Candamir - lohnt sich ?

Beitragvon peer » 26. November 2004, 13:30

Hi,
Danke auf jeden Fall für den Input. "Leider" haben wir alles snscheinend regelkonform gespielt. Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung warum unsere Spieldauer so hoch war. Andererseits auch keine Idee, warum es nächstes mal schneller gehen sollte - ich wüsste nicht, was anders laufen würde.
Klar ist nur das die Spieldauer mit steigender Spieleranzahl stark ansteigt, also würde ich Candamir nur zu dritt nochmal freiweillig spielen...

ciao
peer (hat durch sein Nichtgefallen an Candamir und Flandern Geld gespart)

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peer

RE: Candamir - lohnt sich ?

Beitragvon peer » 26. November 2004, 13:38

Hi,
Michael Andersch schrieb:
>
> "Matthias Staber" hat am 25.11.2004 geschrieben:
>
> > - Das Aufwerten des eigenen Charakters ist völlig
> > überflüssig. Wer die meisten Tiere einfängt, hat gewonnen.
>
> Im Prinzip hast Du recht. Die Frage ist nur: Fängst Du die
> Tiere schneller ein als jemand, der eine andere Taktik fährt?
> Und: Sind genügend Viecher für Dich übrig?

Ja, das Gefühl hatte ich auch nicht (obwohl ich die Tier-Taktik sogar als einziger gefahren bin und mit dem Späher auch beste Vorraussetzungen dafür hatte, habe ich doch nur 1 Punkt Vorsprung herausgeholt. Es gab auch nur noch 1 Tier bei Spielabbruch also hätte ich spätestens dann noch was anderes machen müssen...

>
> Also, die Texte habe ich mir auch noch kein einziges mal
> angesehen.

Ich mir auch nur kurz, wenn ich nicht dranwar, was ja 3/4 der Spielzeit der all war!

> > - womit wir bei der Spielzeit wären: Würde das ganze rund
> > ein Stunde dauern, würde mir Candamir trotzdem hin und
> > wieder gefallen. Doch mit vier Spielern zieht sich das
> > Spiel über drei Stunden hin.
>
> Die Spielzeit ist auch das, was ich am meisten kritisiere:
> Eine Stunde fände ich auch angemessen.
> Aber 3 Stunden? Was um Gottes Willen habt Ihr denn während
> dieser Zeit gemacht????
> In knapp 2 Stunden kann man das Ganze doch locker über die
> Bühne bringen (Natürlich nur, wenn man nicht während des
> Spiels die Texte liest, über Verbesserungen nachsinnt und
> über den Sinn und Unsinn einzelner Spielmechanismen
> diskutiert ;-) )

Kann ich halt auch nicht bestätigen. Jeder hat sein Zug geplant, wenn er nicht dranwar, keiner hat bei seinem Zug lange gegrübelt oder mit überflüssigen Handeln verplempert (es wurde ETWAS gehandelt, aber nur sehr, sehr wenig). Wie gesagt ich wüsste (nach einer) Partie nicht, wie man das Spiel schneller hätte schaffen können - es sei denn 1-2 Mitspieler hätten praktisch keine Chips gesammelt. Das Hauptproblem waren die länger und länger werdenen Wege

ciao
peer


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