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Gekauft oder nicht gekauft ...

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Bernd

Gekauft oder nicht gekauft ...

Beitragvon Bernd » 30. Dezember 2004, 17:14

Hallo,

jetzt muss ich doch einmal meinen Frust loswerden.
Ich hatte eine lange Diskussion mit einem Freund über den Spielspaß
bei einem Spiel. Er fand das Spiel gut und ich fand es für den gebotenen Spielspaß einfach zu teuer.

Wir haben lange diskutiert ob der Preis und der Spielspaß zusammen hängen.
Für mich war die Sache ganz klar: Ja!
Er war genau der anderen Meinung: entweder ist ein Spiel gut oder nicht - der Preis spielt dabei keine Rolle.

Dabei viel mir eine Sache sehr deutlich auf - er bekommt sein Spiele als Rezensionsmuster!

Ich habe Grundsätzlich nichts gegen Menschen die nichts für ihre Spiele bezahlen, weil sie darüber schreiben. Bei manchen ist mir aber aufgefallen, dass sie dabei das Preis/Leistungsverhältnis außer acht lassen.
Natürlich kann ich ein Spiel wie "Meisterdiebe" außnahmslos empfehlen, wenn ich nichts dafür zahlen muss. Wenn ich aber 100 Euro dafür bezahle, will ich auch den entsprechenden spielerischen Gegenwert.

Aufgefallen ist es mir auch einmal mehr bei dem Posting zu "Sizzilliano".
Da war der Tipp: Spiel das Spiel doch erst einmal ...
Für viele bedeutet das: zuerst kaufen. So einfach aber 10 Euro für ein Spiel auszugeben nur um nach einer Partie zu sagen: "Nee ist nicht so mein Spiel?"

Für mich stellt sich die Frage, ob Leute die über Spiele schreiben den Faktor "Geld" nicht manchmal aus den Augen verlieren...

Gruß

Bernd

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Fritz Boldt

Re: Gekauft oder nicht gekauft ...

Beitragvon Fritz Boldt » 30. Dezember 2004, 18:05

Bernd schrieb:
>
> Er fand das Spiel gut und ich fand es für
> den gebotenen Spielspaß einfach zu teuer.
>
das eine schließt das andere doch nicht aus.

> Er war genau der anderen Meinung: entweder ist ein Spiel gut
> oder nicht - der Preis spielt dabei keine Rolle.

eigentlich bin ich der gleichen Meinung. Ein sehr gutes Spiel wie z.B. Sankt Petersburg wäre, würde es das 3fache Kosten, einfach überteuert, aber trotzdem weiterhin ein sehr gutes Spiel.

> Natürlich kann ich ein Spiel wie "Meisterdiebe" außnahmslos
> empfehlen, wenn ich nichts dafür zahlen muss. Wenn ich aber
> 100 Euro dafür bezahle, will ich auch den entsprechenden
> spielerischen Gegenwert.

Das kann natürlich schwierig werden. Das unbestritten gute "6 nimmt" ist sehr preiswert . Will ich jetzt für 100 € ein Spiel mit mehr als dem 10fachen Spielwert eines "6 nimmt" ? Wohl unmöglich.

Man muss also einfach selbst überlegen, was einem ein Spiel wert ist und das ist nicht immer der Spielwert, sondern manchmal auch nur das Thema, die Ausstattung uvm.

Gruß Fritz

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Helmut Lehr

Re: Gekauft oder nicht gekauft ...

Beitragvon Helmut Lehr » 30. Dezember 2004, 18:18

Hallo Bernd,
ich schreibe über Spiele und verliere nie den Preis aus den Augen.
Wenn bei mir die Schmerzgrenze von 25 € überschritten ist, - und das kommt derzeit häufiger vor-, frage ich mich, wie hoch der Wiederspielreiz eines Spieles ist.
Ich halte z.B. den Wiederspielreiz von "Ten out of Ten" oder auch von "Einfach genial" für sehr hoch, .... wenn man diese Art von Spiel mag.
"EG" kostet ca. 30 €. Je mehr man das Spiel auf den Tisch legt und spielt, desto billiger wird dabei jede einzelne Partie. Ich rechne also ungefähr den Preis einer Partie aus, den ich dann z.B. mit einer DVD oder einem Kinobesuch vergleiche.
Die "Meisterdiebe" werden vom Verlag aus verständlichen Gründen nicht verschenkt, so dass auch der Rezensent erst mal tief in die Tasche greifen muss.
"Die Meisterdiebe" haben für mich auch einen hohen Wiederspielreiz. Ob das für jeden meiner Leser zutrifft, muss jeder für sich selbst entscheiden.
Je öfter ich also "Die Meisterdiebe" auf den Tisch stelle, um so billiger wird eine Partie.
Da es viel Mittelmaß gibt, sind mir die PEEPs hier sehr wichtig, denn in der heutigen Zeit der Spielschwemme ist es schon aus Zeitgründen nicht möglich, Spielempfehlungen und -Ablehnungen auf der Basis von 10 und mehr gespielten Partien abzugeben.
Man kann halt nicht von den Spielkäufern erwarten, dass sie für jedes Kartenspiel wie z.B. Sizilianos10 € hinlegen und dann stellt es sich als Flopp heraus. Bei ebay bleibt so was oft selbst für 1 € als "unverkauft" zurück. Dann ist die Mitteilung besser: "Mein erster Eindruck war nicht toll!" So können dann Fehlkäufe vermieden werden.
VG
Helmut

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ferdinand köther

Re: Gekauft oder nicht gekauft ...

Beitragvon ferdinand köther » 30. Dezember 2004, 20:50

Eine interessante Frage, die zu ausufernden Diskussionen führen könnte, an denen ich mich nicht ausufernd beteiligen möchte.

Im Vergleich zu PC-Spielen sind Brett-/Kartenspiele immer noch sehr preiswert, vor allem was den "Wiederspielwert" betrifft (außer natürlich, man mag ein Spiel überhaupt nicht). Wenn ich sehe (täglich auf meiner Arbeit), wie die Leute ohne zu zucken für PC- und Konsolenspiele 40 und 50 und mehr Euter hinlegen, die sie wohl meist nur einmal durchspielen (falls überhaupt) (und die, in ihren Genres, letztlich wenig Abwechslung bieten), kann ich Jammerei über Preise von 30 oder mehr Schleifen nicht verstehen - aber vielleicht, sogar wahrscheinlich, sind das andere Leute.

Und wenn nur halb so viele Brett-/Kartenspiele ge- und verkauft würden wie virtuelle, fände ich das ganz toll, würden viel mehr Leute zusammensitzen und Spaß haben (oder sich ärgern ;-)) als alleine vor der Kiste.

A propos ausufernd ... tschüß
Ferdi

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Andreas Mutschke

Meisterdiebe ist ein schlechtes Beispiel

Beitragvon Andreas Mutschke » 30. Dezember 2004, 21:43


> Dabei viel mir eine Sache sehr deutlich auf - er bekommt sein
> Spiele als Rezensionsmuster!
> Natürlich kann ich ein Spiel wie "Meisterdiebe" außnahmslos
> empfehlen, wenn ich nichts dafür zahlen muss. Wenn ich aber
> 100 Euro dafür bezahle, will ich auch den entsprechenden
> spielerischen Gegenwert.

Das war offenbar nur ein Beispiel, allerdings zufällig ein relativ schlechtes, denn gerade MEISTERDIEBE gab es (nach meiner Kenntnis) nur für die SDJ-Jurymitglieder als 'unbefristete Dauerleihgabe' und alle anderen Journalisten mußten eine nicht unerhebliche Summe (65 Euro Pressepreis) bezahlen. Ich selber habe regulär 90 Euro für mein Exemplar in Essen bezahlt und in der FAIRPLAY dann rezensiert. Da ist übrigens genau der Aspekt nachzulesen, den Du meiner Ansicht nach völlig richtig zur Diskussion gebracht hast. Nämlich das Preis-Leistungs-Verhältnis auch bei Spielen. Ich denke zwar auch, die Bemessungsspanne für dieses eher imaginäre Preis-Leistungs-Verhältnis ist bei Spielen relativ schwammig und von Gummiartiger Beschaffenheit, aber ganz ausser Acht lassen darf man diesen Aspekt wirklich nicht. Aber wie gesagt: es gibt sicher bessere Beispiele z.B MIND GAMES ("uargh!!!") und andere

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Wolfram Püchert alias WeePee

Re: Gekauft oder nicht gekauft ...

Beitragvon Wolfram Püchert alias WeePee » 30. Dezember 2004, 23:07

Alllllllllso:

Ein Spiel ist gut, mittel oder schlecht - und zwar unabhängig vom Preis. Insofern gebe ich Deinem Freund Recht.

Nun komme ich zum monetären "Wert" eines Spieles:

1) (Spiele-)Ideen sind in Deutschland (und wohl in vielen anderen Ländern ebenfalls) nicht patentierbar oder schützbar. Somit stellt die IDEE eines Spieles keinen (betriebswirtschaftlichen) Wert dar.

2) Da aber Arbeit (und evtl. Kosten) angefallen ist, um die IDEE in ein Spiel umzusetzen, hat das Ganze für die Verlage schon einen Wert (allerdings nur, wenn sich das Spiel dann auch verkauft).

3) Also muss eine Spielidee so in ein Spiel umgesetzt werden, dass sich das Spiel GEWINNBRINGEND verkauft. Dabei sind große Absatzzahlen manchmal gar nicht der Fokus eines Unternehmens.


Und nun komme ich zur Widerrede Dir gegenüber.

Nimm einmal das Schachspiel als Beispiel: Es gibt es für 2 Euro (als Taschenschach) oder auch für 2000 Euro (vergoldete Figuren) zu kaufen. Wie würdest Du das Spiel nun einstufen? Als gut oder schlecht?

Siehst Du, es geht nicht!

Der Spielspaß hängt natürlich auch von der "Wertigkeit" des Spieles ab, ist aber im Wesentlichen (wenn man ihn beurteilen will) unabhängig vom Preis.

Was ich damit sagen will:
Der Preis eines Spieles und der Spielspaß sind orthogonale Dinge und können nicht oder nur sehr schwer in Beziehung gebracht werden.

---------------------------------------------------------------------------------------------

Wenn ich mir ein Spiel kaufe, schaue ich als Erstes:

1) Könnte mir das Spiel Spaß machen?
Wenn ich das mit JA beantworte, dann schaue ich als Zweites:

2) Gefällt mir das Spielmaterial?
Wenn ich das mit JA beantworte, dann schaue ich als Drittes:

3) Ist der monetäre Preis für das gebotene Material gerechtfertigt?
Wenn ich das auch mit JA beantworte, dann kaufe ich mir das Spiel.

Ansonsten lasse ich es sein!



Ein paar Beispiele:
a) Die 1. Erweiterung zu Alhambra:
1) und 2) habe ich mit JA beantwortet. 3) habe ich nicht geprüft und nun bereue ich den Kauf - ich fühle mich abgezockt.

b) Herr der Ringe - Risiko + Erweiterung
1) - Jupp, 2) JAJAJA, 3) JUPP - gekauft .... obwohl als Spiel auch das Standard-Risiko gereicht hätte.

c) Kings&Things
1) JA 2) JA 3) NEIN (mit dem Standardpreis war es mir zu teuer) - dann habe ich es im Ausverkauf gekauft

d) Mage Knight - Figuren
1) JA 2) JA 3) NEIN, da Sammelfiguren und somit es schwierig und teuer ist, die richtigen Figuren zu erwerben ...... also bei EBAY alte Figuren wesentlich billiger ersteigert!

Gruß Wolfram

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Günter Cornett

Re: Gekauft oder nicht gekauft ...

Beitragvon Günter Cornett » 31. Dezember 2004, 00:46

Wolfram Püchert alias WeePee schrieb:
>
> Alllllllllso:
>
> Ein Spiel ist gut, mittel oder schlecht - und zwar unabhängig
> vom Preis. Insofern gebe ich Deinem Freund Recht.
>
> Nun komme ich zum monetären "Wert" eines Spieles:
>
> 1) (Spiele-)Ideen sind in Deutschland (und wohl in vielen
> anderen Ländern ebenfalls) nicht patentierbar oder schützbar.
> Somit stellt die IDEE eines Spieles keinen
> (betriebswirtschaftlichen) Wert dar.

Was willst du uns damit sagen?

Ideen sind nicht schützbar, klar, Ideen zu einem Spiel ebenso wenig wie die Idee eines Autos, die Idee ein Bild zu malen, die Idee auf den Mond zu fliegen oder die Idee, ein Harry-Potter-Buch zu schreiben. Verwirklicht man die Ideen in einem Werk ist dieses aber je nach Art patentierbar, schützbar oder bereits urheberechtlich geschützt. Letzteres ist bei Spielen und Büchern grundsätzlich der Fall, sofern die üblichen Voraussetzungen vorliegen (Werk ausreichender Schöpfungshöhe, Autor lebend oder weniger als 70 Jahre tot).

Das Immaterielle an einem Spiel (oftmals Spielidee genannt, aber weit mehr als nur Idee) ist urheberechtlich schutzfähig und hat materiellen Wert.

> 2) Da aber Arbeit (und evtl. Kosten) angefallen ist, um die
> IDEE in ein Spiel umzusetzen, hat das Ganze für die Verlage
> schon einen Wert (allerdings nur, wenn sich das Spiel dann
> auch verkauft).

Zunächstmal hat das Ganze einen Wert für den Autor, der seine Ideen in ein Spiel umsetzt, das er dann dem Verlag verkauft (oder - in den meisten Fällen - eben nicht).

Die Arbeit des Verlages besteht im Wesentlichen darin, die richtigen Spiele aus den vielen Angeboten herauszusuchen und sie dann in eine marktfähige Fassung zu bringen. Dazu gehören auch Regelveränderungen in Abstimmung mit dem Autor bzw. durch diesen nach Wunsch des Verlages.

> 3) Also muss eine Spielidee so in ein Spiel umgesetzt werden,

In einem Spiel sind gewöhnlich mehrere Ideen verarbeitet, gestaltet und aufeinander abgestimmt. Was du Spielidee nennst, ist wesentlich mehr als nur (nicht schützbare) Idee sondern wichtigster Bestandteil des Spieles.

> dass sich das Spiel GEWINNBRINGEND verkauft. Dabei sind große
> Absatzzahlen manchmal gar nicht der Fokus eines Unternehmens.
>
>
> Und nun komme ich zur Widerrede Dir gegenüber.
>
> Nimm einmal das Schachspiel als Beispiel: Es gibt es für 2
> Euro (als Taschenschach) oder auch für 2000 Euro (vergoldete
> Figuren) zu kaufen. Wie würdest Du das Spiel nun einstufen?
> Als gut oder schlecht?

In Bezug auf das, was du Spielidee nennst, ist Schach ein schlechtes Beispiel, weil der Autor schon länger als 70 Jahre tot ist, das Spiel also frei ist. Jeder darf es veröffentlichen.

Allerdings würde der den Preis, der dem Autor für die 'Spielidee' gezahlt würde, bei einem Vergleich keine Rolle spielen, da der Autor i.d.R. Prozente bekommt, die sich am Abgabepreis an den Handel orientieren (und damit indirekt am Materialpreis - jedenfalls in den meisten Fällen).

Von daher ist es verständlich, das die Frage, ob ein Spiel billig oder teuer ist, am zunächst einmal am Materialwert festgemacht wird.

Wenn ich nun zwei ähnlich ausgestattete Spiele zu einem ähnlichen Preis kaufe, das eine nach einmaligem Spielen verstaubt, das andere hundertmal auf den Tisch kommt, dann war das eine Spiel schweineteuer, das andere saubillig.


> Siehst Du, es geht nicht!
>
> Der Spielspaß hängt natürlich auch von der "Wertigkeit" des
> Spieles ab, ist aber im Wesentlichen (wenn man ihn beurteilen
> will) unabhängig vom Preis.
>
> Was ich damit sagen will:
> Der Preis eines Spieles und der Spielspaß sind orthogonale
> Dinge und können nicht oder nur sehr schwer in Beziehung
> gebracht werden.
>
> ---------------------------------------------------------------------------------------------
>
> Wenn ich mir ein Spiel kaufe, schaue ich als Erstes:
>
> 1) Könnte mir das Spiel Spaß machen?
> Wenn ich das mit JA beantworte, dann schaue ich als Zweites:
>
> 2) Gefällt mir das Spielmaterial?
> Wenn ich das mit JA beantworte, dann schaue ich als Drittes:
>
> 3) Ist der monetäre Preis für das gebotene Material
> gerechtfertigt?
> Wenn ich das auch mit JA beantworte, dann kaufe ich mir das
> Spiel.
>
> Ansonsten lasse ich es sein!
>

Wenn ich 1 und 2 mit Ja beantworte, prüfe ich, ob mir das Spiel wirklich Spass macht. Denn auch wenn mir das Spiel rein materialmässig zu teuer erscheint, macht es mir u.U. dreimal soviel Spass wie ein anderes Spiel, dessen Preis materialmässig angemessen ist. Vielleicht warte ich auch noch ein paar Monate, ob es nicht doch billiger wird, aber ich kaufe es auch zum scheinbar überhöhten Preis. Denn die Frage, wie oft ich es spiele, bestimmt den tatsächlichen Wert viel stärker als das Material es tut.

Allerdings haben gute Spiele auch ohne Discounter die Tendenz im Preis günstiger zu werden, wenn sie wegen ihrer Qaulität in größerer Stückzahl hergestellt werden.

Gruß, Günter

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Marc W.

Re: Gekauft oder nicht gekauft ...

Beitragvon Marc W. » 31. Dezember 2004, 09:33

Der Preis ist manchmal auch ein ganz einfaches Mittel, dass hilft Prioritäten zu setzen. ;)

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peer

Re: Gekauft oder nicht gekauft ...

Beitragvon peer » 31. Dezember 2004, 12:54

Hi,
Bernd schrieb:
>
> Wir haben lange diskutiert ob der Preis und der Spielspaß
> zusammen hängen.
> Für mich war die Sache ganz klar: Ja!

Für mich nicht - ein Spiel kann ich unabhängig vom Preis beurteilen: Macht es mir Spass oder nicht (Und ich bekomme keine Rezensionsmuster).
Die Entscheidung mir ein Spiel zuzulegen hängt aber ganz entscheident vom Preis ab. Ein Kartenspiel für 6 EUR kaufe ich mal blind, ein Import-Spiel für 60 EUR muss schon was ganz besonderes sein, damit ich es mir zulege. Das ist aber ganz unabhängig von Spielen bei allem so: Günstige Dinge kauft man sich nunmal eher als teure und so manches was man bei ebay oder auf dem Flohmarkt günstig schiesst, hätte man niemals zum Vollpreis bezahlt.

ciao
peer

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Jost Schwider

RE: Gekauft oder nicht gekauft ...

Beitragvon Jost Schwider » 28. Januar 2005, 11:14

"ferdinand köther" hat am 30.12.2004 geschrieben:

> Im Vergleich zu PC-Spielen sind Brett-/Kartenspiele immer
> noch sehr preiswert, vor allem was den "Wiederspielwert"
> betrifft (außer natürlich, man mag ein Spiel überhaupt
> nicht). Wenn ich sehe (täglich auf meiner Arbeit), wie die
> Leute ohne zu zucken für PC- und Konsolenspiele 40 und 50
> und mehr Euter hinlegen, die sie wohl meist nur einmal
> durchspielen (falls überhaupt) (und die, in ihren Genres,
> letztlich wenig Abwechslung bieten), kann ich Jammerei über
> Preise von 30 oder mehr Schleifen nicht verstehen - aber
> vielleicht, sogar wahrscheinlich, sind das andere Leute.

Im Prinzip würde ich dir ja gerne recht geben, aber gerade in letzter Zeit habe ich ein wunderbares Gegenbeispiel entdeckt:

Das PC-Spiel "Schlacht um Mittelerde" (war ein Weihnachtsgeschenk, sollte aber ca. 45 Euro kosten) hat mich bisher schon weit über 50 Stunden gut(!) beschäftigt. Es gibt nicht viele Brett- oder Kartenspiele, die ein ähnliches Preis/Nutzungsverhältnis haben.

> Und wenn nur halb so viele Brett-/Kartenspiele ge- und
> verkauft würden wie virtuelle, fände ich das ganz toll,
> würden viel mehr Leute zusammensitzen und Spaß haben
> (oder sich ärgern ;-)) als alleine vor der Kiste.

Da stimme ich dir gerne zu!
Aber ich persönlich sehe PC-Spiele nicht als Konkurenz sondern als Ergänzung - insbesondere wenn man mal schnell eine Runde spielen möchte und kein echter Spielpartner verdügbar ist.

Viele Grüße
Jost aus Soest (sagt: "Sowohl als auch!")
http://www.schwider.de/spiele.htm - [i]Besser (Brett)Spielen[/i]


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