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Acquire- ein Glücksspiel?

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Bernd Geiges

Acquire- ein Glücksspiel?

Beitragvon Bernd Geiges » 5. Januar 2005, 01:01

Hallo,
habe in letzter Zeit mal wieder öfter Acquire gespielt. Irgendwie werd` ich das Gefühl nicht los, dass es sich dabei um ein ziemliches Glücksspiel handelt. Bei uns jedenfalls lief es meistens wie folgt ab: Relativ schnell sind 2 bis 3 "hot spots" ersichtlich, wo es demnächst zu einer Fusion kommen muss. Jetzt gibts zwei Möglichkeiten: Entweder Du hast einen der Steine, die für ne Fusion benötigt werden oder halt nicht. Wer früh den entscheidenden Stein zieht, der eine Fusion tatsächlich herbeiführt, saugt sich in aller Ruhe mit den Aktien der "Verlierer-Kette" voll, alle andern sind auf wilde Spekulationen angewiesen und verzetteln sich. Dann wird fusioniert und mit dem Geld des Mehrheitsaktionärs kann man dann in weitere lohnende Projekte investieren und weitere Mehrheiten erzielen- denn die Kollegen, die da ursprünglich mal stark waren, können ja, da sie bei der ersten Ausschüttung nicht dabei waren und keine Kohle mehr haben, nicht mitziehen...auf diese Art wird die ganze Chose dann zum Selbstläufer...

Mit anderen Worten: Wer am Anfang nicht das Glück hat, bei der ersten, aber allerspätestens der zweiten Fusion als grösster (oder zumindest zweitgrösster)Aktionär der übernommenen Kette dabei zu sein, kommt, ob des chronischen Geldmangels, der sich dann einstellt, so gnadenlos ins Hintertreffen, dass er dem Spiel eigentlich nur noch zukucken kann...deckt sich das mit Eueren Erfahrungen oder hab ich das Spiel einfach bis heute noch nicht gecheckt?

Gruss, Bernd

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Helmut Lehr

Re: Acquire - Manager/Noris

Beitragvon Helmut Lehr » 5. Januar 2005, 07:15

Hallo,
ich spiele Acquire seit Jahren bei "KSK-Postspiele" mit.
Deine Erfahrungen sind nicht unrealistisch, aber das hat meinen Spaß an diesem Spiel nie getrübt.
Entweder man hat Glück oder Pech mit blind gezogenen Steinen, oder mit zugeteilten Karten. Das bleibt sich gleich.
Vielleicht spielst Du mal "Manager", das alte Kult-Spiel von Noris, später 1991 neu verlegt von Hexagames. Ich leite es als Postspiel beim KSK.
Da geht es alleine darum, wie risiko-freudig Du Deine Mitspieler einschätzt in Bezug auf deren angebotene Marktpreise. Je höher der angebotene Marktpreis, der keinen höheren Abstand als 1000 zum vorherigen haben darf, steigen die Aktien 1-3 Stufen hoch. Hier im richtigen Moment die Aktien zu kaufen und später damit Maschinen zu finanzieren, ist der entscheidende Faktor von "Manager".
Glück oder Pech liegen bei diesem Spiel einzig darin, dass ein als risiko-freudig eingestufter Mitspieler, dessen Aktien man gekauft hat, plötzlich eine andere Strategie mit Dumpingpreisen verfolgt, die seinen Kurs konstant halten, die der anderen aber fallen lassen.
VG
Helmut

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sven

Re: Acquire- ein Glücksspiel?

Beitragvon sven » 5. Januar 2005, 09:13

Hallo Bernd
Teile Deine Ansicht nicht ganz! Das geld aus den ersten Fusionen ist meist nicht so viel und inzwischen sind auch die anderen Ketten teurer geworden, so dass du dich auch nicht nach Belieben an den anderen vorbeikaufen kannst!
Zudem hast Du immer die Ungewissheit, ob nicht auch ein anderer einen Fusionsstein hat, ein anderer die "falsche" Kette stärker macht und Du plötzlich in der größeren Kette sitzt und eben kein Geld bekommst!
Ich würde es eher an der Spieleranzahl festmachen. Mit 6 Spielern steigt der Glücksanteil, einfach weil in der Zwischenzeit zu viel passiert und Du meist keine "Ruhe" bei Deinen Aktien hast. Auf der anderen Seite ist der permanente Druck und Entscheidungszwang doch wunderbar!
Für mich immer noch eins der spannendsten "Aktien" Spiele!
Gruß
sven

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Richard van Vugt | GAMEPACK.nl

Re: Acquire- ein Glücksspiel?

Beitragvon Richard van Vugt | GAMEPACK.nl » 5. Januar 2005, 10:58

Hallo Bernd,

Du schriebst:
Mit anderen Worten: Wer am Anfang nicht das Glück hat, bei der ersten, aber allerspätestens der zweiten Fusion als grösster (oder zumindest zweitgrösster)Aktionär der übernommenen Kette dabei zu sein, kommt, ob des chronischen Geldmangels, der sich dann einstellt, so gnadenlos ins Hintertreffen, dass er dem Spiel eigentlich nur noch zukucken kann...deckt sich das mit Eueren Erfahrungen oder hab ich das Spiel einfach bis heute noch nicht gecheckt?

Das sind genau meine Erfahrungen mit dem Spiel. Deshalb spiele ich lieber (und sehr oft!) Big Boss (1994, Wolfgang kramer, Frankh/Kosmos Verlag; leider nur sehr teuer bei Ebay zu kaufen); es ist nahezu das gleiche Spiel aber hier kannsst du (fast) immer Geld verdienen und mitmachen im Aktienrennen. Mit Geschoßkarten kann man auch höher bauen und so mehr Geld einnehmen und zugleich die Geselschaft/Kette teuer machen.

Mit freundlichen Grüßen,
Richard van Vugt

www.gamepack.nl

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Bernd Geiges

Re: Acquire- Hausregeln

Beitragvon Bernd Geiges » 5. Januar 2005, 13:04

Hallo,

ich hab überlegt, ob man vielleicht das Sartkapital erhöhen sollte (zb auf 12ooo). Bin mir aber nicht sicher, ob das eine gute Idee ist oder ob das nur dazu führt, dass jeder alles kauft und die ganze Sache dann recht beliebig wird. Hat das schon mal jemand ausprobiert oder spielt jemand sonst mit Hausregeln?

Gruss, Bernd

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Fritz Boldt

Re: Acquire- ein Glücksspiel?

Beitragvon Fritz Boldt » 5. Januar 2005, 13:20

Bei uns kommt Acquire seit Jahren immer wieder auf den Spieltisch und es gefällt es uns jedesmal aufs neue. Der hohe Glücksanteil durch das Ziehen der "richtigen" oder "falschen" Bauplätze macht dieses Spiel eigentlich zu dem, was es ist. Jeder Mitspieler weiss ja, auf was er sich einlässt und wie es laufen kann. Bekomme ich nur "Schrott" auf die Hand, kann also aktiv bei den Bauplätzen nichts sinnvolles ausrichten, muss ich eben versuchen, auf die richtigen Aktien zu setzen. Ist auch spannend, wobei ich mir den Sieg natürlich abschreiben kann. Beim letzten Spiel war ich bei keiner (in Buchstaben:k e i n e r) Fusion beteiligt und wurde trotzdem noch zweiter (von4 oder 5).Mein Ursprungskapital hat ausgereicht, mir die Mehrheit in der später teuersten Kette zu sichern, natürlich nur, weil mehrere Mitspieler auch in diese Kette gingen und somit niemand die Möglichkeit hatte, diese mir abzunehmen, obwohl ich permanent pleite war.Bei Airport war ich noch dazu zweiter, weil der spätere Sieger fast alle Airports aufgekauft hatte, so dass ich hier auch mit wenig Aufwand als zweiter dabei war. Hätt ich nie gedacht aber alles ist möglich. Immer noch ein tolles Spiel !!
Gruß Fritz

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sven

Re: Acquire- ein Glücksspiel?

Beitragvon sven » 5. Januar 2005, 15:47

Hallo Richard
So sehr ich BigBoss mag - der Glücksanteil ist doch hier viel höher! Um das zu mildern, haben wir zu Beginn schon einige Geschosskarten in den Anfangsbestand der Spieler gemsicht. Meines Erachtens auf keinen Fall besser als Acquire - wenngleich gut!

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sven

Re: Acquire- Hausregeln

Beitragvon sven » 5. Januar 2005, 15:49

Hallo Bernd
Halte ich für keine gute Idee -auch nicht, was bei einer späteren Auflage alles versucht wurde. Das einzige, über das man diskutieren mag ist, ob die Aktien offen oder verdeckt vor den Spielern liegen. Da ich hier Memory für nicht sinnvoll halte, spielen wir es offen!
Bei erfahrenen Spielern hat sich noch oft eine Partie gegen den Führenden oder den mit der ersten Fusion gedreht!

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Rainer Fieseler

Re: Acquire- Hausregeln

Beitragvon Rainer Fieseler » 6. Januar 2005, 07:27

Hi Sven,
ich stimme dir zu, dass es bei ACQUIRE (wie eigentlich bei allen Spielen von Sid Sackson) nichts zu verbessern gibt; da ist immer alles wohl durchdacht. (Wenn ich daran denke, das ein Verlag mal meinte, das Spiel zu verbessern, indem er unbegrenzten Aktienkauf erlaubte, kommt mir immr moch das kalte Grausen.)
Was "offen" oder "verdeckt" angeht, bevorzuge ich das "halboffene" Spiel: Man muss zeigen wovon man Aktien hat (je eine offenlegen), aber nicht wieviele (Rest stapeln). Da aber die Regel (zumindest meine der "alten" Schmidt-Ausgabe) nichts dazu sagt, kann ja jeder spielen, wie er es mag.

gruß rainer

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Bernd Geiges

Re: Acquire- Hausregeln

Beitragvon Bernd Geiges » 6. Januar 2005, 11:51

Hi,

ja die "Aktienhaltung" wird immer wieder diskutiert. Unsere Variante sieht so aus, dass die Aktien verdeckt gehalten werden, der Stapel der noch nicht verkauften Aktien aber jederzeit nachgezählt werden darf.

Gruss, Bernd

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Rainer Fieseler

Re: Acquire- Hausregeln

Beitragvon Rainer Fieseler » 6. Januar 2005, 12:22

Hi Ben,
ja, die Möglichkeit, die restlichen Aktien nachzählen zu dürfen, ist elementar wichtig (und sogar in der Regel als erlaubt dargestellt).

gruß rainer

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FM

Re: Acquire- Hausregeln

Beitragvon FM » 22. Januar 2006, 09:09

Habe Acquire erst einmal vor ein paar Tagen gespielt.

Ich habe das schon richtig verstanden, dass man Aktien nur bei Fusionen verkaufen kann, oder?

Könnte das keine sinnvolle Regeländerung sein, dass man in der Aktienkaufphase auch Aktien verkaufen könnte? So könnte jeder mal Kasse machen, der nicht mehr liquide ist und davon ausgeht, dass er auf den falschen Konzern gesetzt hat.

Hat das jemand schon mal ausprobiert oder haben wir ev. die Spielregel (von AH) falsch angewendet?

Nette Grüsse
FM


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