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[RF] Caesar & Cleopatra

Regelfragen und Varianten: Wie geht Spiel XY?
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Tobias Langolz

[RF] Caesar & Cleopatra

Beitragvon Tobias Langolz » 2. Februar 2005, 22:22

Ein freundliches „Hallo!“ an Sie als Leserin oder Leser dieses Beitrages.

Schön, dass auch Sie sich für das hervorragende Kartenspiel „Caesar & Cleopatra“ begeistern und sich an dieser Stelle entweder genau wie ich eine Antwort auf Ihre Regelfrage(n) erhoffen oder so viel Erfahrung mit dem Spiel aufweisen können, dass Ihnen eine zufrieden stellende Antwort möglich ist. Im besten Fall ist sogar der Autor, Herr Wolfgang Lüdtke, wieder einmal in diesem Forum unterwegs und macht sich die Mühe, mit seinem geschätzten Beitrag alle Unklarheiten zu beseitigen, quasi „im Sinne des Erfinders“.

Vorausschicken möchte ich noch, dass die Spielregel keineswegs unvollständig ist. Nur in zwei Punkten, bei der Erläuterung der außerordentlichen Vertrauensfrage und des Spielendes, wünschte ich mir ähnlich ausführliche Hinweise wie bei der Einfluss-Karte „Philosoph/in“ oder ein Beispiel. Doch der Reihe nach:

1) Außerordentliche Vertrauensfrage

Ist die außerordentliche Vertrauensfrage eine zusätzliche Handlung, wenn einer der Spieler aktiv wird und durch das Anlegen von einer oder zwei Einfluss-Karten bzw. einer Aktions-Karte regelgerecht bewirkt, dass an einer Patrizier-Gruppe insgesamt acht Einfluss-Karten liegen, oder ersetzt sie das Aufdecken der obersten Karte des Stapels „Vertrauensfrage“?

Sofern sie besagten Punkt 4 im Spielablauf ersetzt: Warum ist die außerordentliche Vertrauensfrage „… beim Ende einer Runde - vor dem Nachziehen von Handkarten - …“ zu stellen? Darf der aktive Spieler also den Ausgang der Vertrauensfrage abwarten, bevor er seine Kartenhand auffüllt (Im Normalfall ist es ja genau andersherum!)?

Dürfen durch den geschickten Einsatz von Einfluss-Karten und Aktions-Karte auch mehrere außerordentliche Vertrauensfragen gleichzeitig hervorgerufen werden?

2) Das Ende des Spieles

Wenn nur noch ein Spieler über Einfluss-Karten verfügt und alleine weiterspielt, darf er dann wie gewohnt zusätzlich auch eine Aktions-Karte pro Runde einsetzen und außerordentliche Vertrauensfragen auslösen bzw. Vertrauensfragen aufdecken?

Wenn ja: Darf der Spieler ohne Einfluss-Karten auf eine Aktions-Karte des Gegners noch mit einem Veto reagieren und dann eine Aktions-Karte vom Reserve-Stapel nachziehen (falls noch vorhanden)? Die Frage nach dem Nachziehen einer Karte stellt sich natürlich auch, wenn der Gegner ihm einen Spion schickt.

Zugegeben, meine Fragen betreffen nur Spieldetails, aber auch kleine Unklarheiten lassen eben das Gefühl zurück, nicht in den Genuss der größtmöglichen Freude am Spiel zu kommen. Deshalb freue ich mich über jede Antwort und bin schon sehr gespannt darauf, Ihre Auslegung der fraglichen Regelpassagen kennen zu lernen!

Viele Grüße an alle Leserinnen und Leser!

Tobias Langolz

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Erhard Portner
Kennerspieler
Beiträge: 504

Re: [RF] Caesar & Cleopatra

Beitragvon Erhard Portner » 2. Februar 2005, 22:53

Tobias Langolz schrieb:
> 1) Außerordentliche Vertrauensfrage
>
> Ist die außerordentliche Vertrauensfrage eine zusätzliche
> Handlung, wenn einer der Spieler aktiv wird und durch das
> Anlegen von einer oder zwei Einfluss-Karten bzw. einer
> Aktions-Karte regelgerecht bewirkt, dass an einer
> Patrizier-Gruppe insgesamt acht Einfluss-Karten liegen, oder
> ersetzt sie das Aufdecken der obersten Karte des Stapels
> „Vertrauensfrage“?
>


Die außerordentliche Vertrauensfrage ist eine zusätzliche Handlung! Unabhängig davon deckt der Spieler zum Abschluss seines Spielzuges noch die oberste Karte des Stapels "Vertrauensfrage" auf. Es kann insgesamt damit in einem Spielzug zu mehreren Wertungen kommen!


> Sofern sie besagten Punkt 4 im Spielablauf ersetzt: Warum ist
> die außerordentliche Vertrauensfrage „… beim Ende einer Runde
> - vor dem Nachziehen von Handkarten - …“ zu stellen? Darf der
> aktive Spieler also den Ausgang der Vertrauensfrage abwarten,
> bevor er seine Kartenhand auffüllt (Im Normalfall ist es ja
> genau andersherum!)?
>

Ja!

> Dürfen durch den geschickten Einsatz von Einfluss-Karten und
> Aktions-Karte auch mehrere außerordentliche Vertrauensfragen
> gleichzeitig hervorgerufen werden?
>

Ja.




> 2) Das Ende des Spieles
>
> Wenn nur noch ein Spieler über Einfluss-Karten verfügt und
> alleine weiterspielt, darf er dann wie gewohnt zusätzlich
> auch eine Aktions-Karte pro Runde einsetzen und
> außerordentliche Vertrauensfragen auslösen bzw.
> Vertrauensfragen aufdecken?


Ja.



> Wenn ja: Darf der Spieler ohne Einfluss-Karten auf eine
> Aktions-Karte des Gegners noch mit einem Veto reagieren und
> dann eine Aktions-Karte vom Reserve-Stapel nachziehen (falls
> noch vorhanden)? Die Frage nach dem Nachziehen einer Karte
> stellt sich natürlich auch, wenn der Gegner ihm einen Spion
> schickt.


Ich denke ja. Oder ist der Autor da anderer Ansicht?



Mit verspielten Grüßen
Erhard

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Wolfgang Lüdtke / TM-Spiele

Re: [RF] Caesar & Cleopatra

Beitragvon Wolfgang Lüdtke / TM-Spiele » 3. Februar 2005, 10:14

Lieber Tobias,

schön, dass Ihnen (oder dir?) das Spiel so gut gefällt.

Erhard Portner hat bereits alle Fragen regelkonform und in meinem Sinne beantwortet. Zum letzten Punkt: Der Spieler ohne Einflusskarten darf ggf. noch mit Aktionskarten reagieren und dann auch wieder Aktionskarten nachziehen.

Spiele Grüße

Wolfgang Lüdtke

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Tobias Langolz

Re: [RF] Caesar & Cleopatra

Beitragvon Tobias Langolz » 3. Februar 2005, 22:35

Sehr geehrter Herr Portner, sehr geehrter Herr Lüdtke!

Ganz ehrlich: Ich bin begeistert!

Innerhalb einer halben Stunde bzw. eines halben Tages zwei derart kompetente Antworten auf meine Fragen zu erhalten: einfach großartig! Das hätte ich wirklich nicht für möglich gehalten!

Noch dazu von Ihnen, die Sie beide einen wirklich großen Namen in der Spiele"szene" haben. Ich weiß Ihre Mühe sehr zu schätzen. Auch dass Sie als Autor, lieber Herr Lüdtke, sich Jahre nach Veröffentlichung Ihres wirklich hervorragenden Spiels (ich wiederhole mich da gerne!) noch um Produktpflege im besten Sinne kümmern - das ist vorbildlich!

Bleibt mir noch, mich noch einmal ganz herzlich bei Ihnen beiden zu bedanken und festzustellen: Gestern fand ich Caesar & Cleopatra ja noch richtig klasse ... ;-) Ab jetzt ist es perfekt! (Und sogar unter Juristen spielbar!) ;-)

Alles Gute für Sie!

Mit besten Grüßen,

Tobias Langolz

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Nicolai

Re: [RF] Caesar & Cleopatra

Beitragvon Nicolai » 20. Februar 2005, 22:24

Mit Reaktionskarten reagieren heißt also, es ist nur noch möglich die Vetokarte zu spielen, oder? Für die anderen Aktionskarten müsste er ja selbst akitv werden und wenn ich die Regel richtig verstehe, darf er das nicht mehr, weil er keine Einflußkarten mehr hat und mindestens eine in der aktiven Phase legen muss.
1. Ich verstehe das doch richtig, dass ein Spieler nur dann in die aktive Phase kommen kann, wenn er eine Einflusskarte legen kann? Das Legen der Aktionskarte ist freiwillig jedoch der Einflusskarte Pflicht?

weitere Fragen:
2. Muss ich, wenn ich nur eine Einflusskarte legen will, diese unbedingt verdeckt legen oder darf man das auch offen?

3. Darf man in der passiven Phase sich auch von Karten entledigen, wenn man nicht mehr nachziehen kann?
Diese Frage ist z.B. am Ende des Spiels relevant, wenn ein Philosoph ausliegt. So kann man dann das Ende herbeiführen ohne weitere Karten legen zu müssen.

Danke für die Aufklärung
Nicolai

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Volker L.

Re: [RF] Caesar & Cleopatra

Beitragvon Volker L. » 21. Februar 2005, 00:48

Nicolai schrieb:
>
> Mit Reaktionskarten reagieren heißt also, es ist nur noch
> möglich die Vetokarte zu spielen, oder? Für die anderen
> Aktionskarten müsste er ja selbst akitv werden und wenn ich
> die Regel richtig verstehe, darf er das nicht mehr, weil er
> keine Einflußkarten mehr hat und mindestens eine in der
> aktiven Phase legen muss.

Da im Regelheft (S.7) steht:"Hat nur noch ein Spieler Einfluß-Karten, so spielt
er allein weiter", bin ich geneigt, Dir zuzustimmen (bin mir aber nicht sicher)

> 1. Ich verstehe das doch richtig, dass ein Spieler nur dann
> in die aktive Phase kommen kann, wenn er eine Einflusskarte
> legen kann? Das Legen der Aktionskarte ist freiwillig jedoch
> der Einflusskarte Pflicht?

Ja

> weitere Fragen:
> 2. Muss ich, wenn ich nur eine Einflusskarte legen will,
> diese unbedingt verdeckt legen oder darf man das auch offen?

Laut Regel musst Du verdeckt legen - aber warum überhaupt die Frage?
Mir fällt keine Situation ein, in der es besser wäre, die einzelne Karte
offen zu legen. :-?

> 3. Darf man in der passiven Phase sich auch von Karten
> entledigen, wenn man nicht mehr nachziehen kann?
> Diese Frage ist z.B. am Ende des Spiels relevant, wenn ein
> Philosoph ausliegt. So kann man dann das Ende herbeiführen
> ohne weitere Karten legen zu müssen.

das sollte meiner Ansicht nach erlaubt sein.

Gruß, Volker


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