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SdJ-Eigentor für Die Gärten der Alhambra?

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Peter Steinert

SdJ-Eigentor für Die Gärten der Alhambra?

Beitragvon Peter Steinert » 8. Februar 2005, 13:56

Hallo zusammen,

angeregt Durch die wirklich gute und auch sehr angemessene Rezension der Queen-"Neuheit" Die Gärten der Alhambra, stelle ich mir nun neben der "political correctness" des aufgesetzen Alhambra-Themas eine ganz andere Frage:

Hätte das Spiel gar "Spiel des Jahres 2005" werden können, wenn nicht Alhambra-Schriftzug und -Optik auf der Schachtel prangen würden?
Anders ausgedrückt: Ich halte es für nahezu ausgeschlossen, dass ein mit dem Spiel des Jahres Thematisch UND Titeltechnisch stark verwandtes Spiel ebenfalls den Titel holen kann, sei es auch noch so gut.
Und "Die Gärten..." erfüllen doch eigentlich alle Kriterien für den Hauptpreis (macht generationsübergreifend Spaß, nicht zu teuer, wunderhübsch, leicht, doch nicht ohne Anspruch, kurze Spieldauer, spielbar zu Zweit,...).

Teilt Ihr diese Meinung, oder traut Ihr der Jury ohne Weiteres zu, dass sie sich über diese äußerliche Verwandtschaft hinwegsetzen und auch ein solches Spiel prämieren könnte?
Die Verwirrung wäre beim Normalverbraucher jedenfalls perfekt. Ich erinnere nur mal an das "6 nimmt-Hornochsen-Dilemma", das bei mir wöchentlich zu intensiver Aufklärungsarbeit beim Kunden führte, sonst hätte er entweder das jeweils falsche Spiel erworben, oder aber das zweite gar nicht, da er dachte, er besitze es schon...

Zum Schluss fällt mir noch ein: "Die hängenden Gärten von Semiramis" wären doch auch ein netter Titel gewesen, oder? :-D
Viele Grüße

Peter

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Joachim-spielbox

Re: SdJ-Eigentor für Die Gärten der Alhambra?

Beitragvon Joachim-spielbox » 8. Februar 2005, 14:11

Hi Peter,

ich gehe mal davon aus, dass das Spiel sowieso kaum Chancen hatte, nachdem es als Carat ja den Titel auch nicht bekommen hat. Warum sollte die Jury also jetzt das Remake auszeichnen?

Gruß

Joachim

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Peter Steinert

Re: SdJ-Eigentor für Die Gärten der Alhambra?

Beitragvon Peter Steinert » 8. Februar 2005, 14:15

Joachim schrieb:

>Warum sollte die Jury also jetzt das Remake auszeichnen?

Weil sie es mit "Stimmt So" ---> "Alhambra" auch schon gemacht hat.

Carat wäre wegen des Erscheinungsbildes nicht Hauptpreiswürdig gewesen. Die Gärten sind es aber durchaus. Und dass ein Spiel schon mal in ganz anderer Form im Handel war, verhindert ja nicht den Hauppreis ;-)

Peter

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Michael Weber

Re: SdJ-Eigentor für Die Gärten der Alhambra?

Beitragvon Michael Weber » 8. Februar 2005, 14:46

Peter Steinert schrieb:
> Carat wäre wegen des Erscheinungsbildes nicht
> Hauptpreiswürdig gewesen. Die Gärten sind es aber durchaus.


Das trifft aber nur für die Optik zu. Die Plättchen sind zu fizzelig zu handhaben und spieltechnisch ist meiner Meinung nach der im Nachteil, der hinten sitzt. Außerdem muss man bei jedem Zug schon genau rechen, was für ein "Familienspiel" vielleicht nicht immer so glücklich ist.

Von daher wäre eine Auszeichnung nicht wirklich verdient. Da gibt ganz andere Kandidaten. Auch von Queen.

Michael

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Peter Steinert

Re: SdJ-Eigentor für Die Gärten der Alhambra?

Beitragvon Peter Steinert » 8. Februar 2005, 14:53

Michael Weber schrieb:

> Außerdem muss man bei
> jedem Zug schon genau rechen, was für ein "Familienspiel"
> vielleicht nicht immer so glücklich ist.

Aber sinnvoll :-D

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Werner

Re: SdJ-Eigentor für Die Gärten der Alhambra?

Beitragvon Werner » 8. Februar 2005, 15:46

Welche von Queen denn bitte?

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Peter Steinert

Re: SdJ-Eigentor für Die Gärten der Alhambra?

Beitragvon Peter Steinert » 8. Februar 2005, 15:54

Naja,

die Diskussion läuft ja bereits aus dem Ruder - herrlich ;-)

Meine Thesen waren eigentlich nur:

- Die "Gärten" sind in ihrer jetzigen Form prinzipiell nicht chancenlos bei der Wahl. Dabei halte ich es übrigens auch nicht für das "beste Spiel" des Jahrgangs (denn das gibt es objektiv betrachtet nicht). Es erfüllt lediglich eine große Fülle von Kriterien, die es für den Hauptpreis prädestinieren.

- Die Chancen für den Hauptpreis reduzieren sich bei thematischer Verwandtschaft zu einem ehemaligen Preisträger, was gerade in diesem Fall schade ist.

Nicht mehr und nicht weniger wollte ich eigentlich zum Ausdruck bringen.

Peter

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Jürgen Höfs

Re: SdJ-Eigentor für Die Gärten der Alhambra?

Beitragvon Jürgen Höfs » 8. Februar 2005, 18:00

Die Chancen für einen Hauptpreis sind ja generell schwierig, deshalb glaube ich eher, dass die Marketingabteilung bewusst den Namen "Alhambra" im Titel gewählt hat, um bei den Spielefreunden schnell eine Beziehung herzustellen und evtl. auch erneut in Erinnerung zu rufen.
Selbst Wenigspieler dürften "Alhambra" kennen und dadurch zumindest besser auf die Neuheit aufmerksam werden. Genau wie bei "Carcassonne" (z.B. "die Burg") geht es wohl hier in erster Linie um Marketing und um die Fortführung eines guten Namens.

Gruß
Jürgen

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Peter Steinert

Re: SdJ-Eigentor für Die Gärten der Alhambra?

Beitragvon Peter Steinert » 8. Februar 2005, 18:24

Hallo Jürgen,

stimmt natürlich auch wieder, dieser Aspekt wird ja auch im Interview mit Dirk Henn noch einmal gut verdeutlicht.
Bei der Menge an Neuheiten (und der unergründlichen Jury-Wege) ist es ohnehin fraglich, ob es sich für einen Verlag noch lohnt, mit einem bestimmten Spiel auf den Titel zu spekulieren. Das war zu Beginn der SdJ-Zeit sicher anders.

Einsehende Grüße

Peter

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Peter Gustav Bartschat

Re: SdJ-Eigentor für Die Gärten der Alhambra?

Beitragvon Peter Gustav Bartschat » 8. Februar 2005, 19:39

Peter Steinert schrieb:
> Bei der Menge an Neuheiten (und der unergründlichen
> Jury-Wege) ist es ohnehin fraglich, ob es sich für einen
> Verlag noch lohnt, mit einem bestimmten Spiel auf den Titel
> zu spekulieren. Das war zu Beginn der SdJ-Zeit sicher anders.

Ich bezweifle ernsthaft, dass es irgend einen Velag gibt, dessen Jahreskalkulation den Gewinn des ersten Platzes bei einem Wettbewerb beinhaltet. Und ich bezweifle ebenso ernsthaft, dass es irgenwann in der Vergangenheit einen Zeitpunkt gab, in dem das anders war.

Für ein Unternehmen ist es wichtig, kontinuierlich Gewinn zu erwirtschaften, und das über Jahre hinweg. Nicht, EINMAL einen Wettbewerb zu gewinnen. Das ist eher etwas für hübsche junge Mädels, die sich halbtot hungern, weil das beste, was sie sich vom Leben erhoffen, die Wahl zur Weinkönigin in Bacharach (oder so was ähnliches) ist.

Einen Preis zu gewinnen, ist eine hübsche Sache - weil es immer schöner ist, gelobt als getadelt zu werden - aber in einem Universum, dessen zukünftige Entwicklung überwiegend von Unwägbarkeiten bestimmt wird, fährt längerfristig der besser, der Chancen zu nutzen und Risiken zu verteilen versteht: Mehrere Spiele, von denen viele einen passablen Gewinn abwerfen und wenige einen tolerierbaren Verlust einfahren, sind insgesamt für das Konzept eines Verlages viel mehr wert, als ein einziges, das VIELLEICHT irgend wann mal irgend einen Preis gewinnt.

Stellen wir uns mal kurz vor, dass das anders sei: Zwanzig Verlage konzentrieren sich jeder darauf, im bevorstehenden Jahr das "Spiel des Jahres" herauszubringen. Wie sie es auch drehen und wenden: Nur einer kann das Ziel erreichen. Mit 95 % Wahrscheinlichkeit wird folglich jeder Verlag sein Ziel verfehlen und Verlust erwirtschaften.

Wenn dir ein Verlag gehörte, und du würdest feststellen, dass deine Manager eine Strategie verfolgen, die mit 95 % Wahrscheinlichkeit den Verlust deiner Investition bedeutet, was würdest du denen erzählen?

Vielleicht: "Mein Herren, wenn wir nicht versuchen, die mögliche Entscheidung einer von uns nicht zu beeiflussenden Jury vorauszusehen, sondern auf das achten, was sich derzeit am Markt verkaufen lässt, dann können wir und alle 19 Konkurrenten mit uns in diesem Jahr Gewinn machen. Darum habe ich mich entschlossen, das zu tun. Sie aber bitte ich, Ihre Strategie zukünftig in den Dienst meiner größten Konkurrenten zu stellen, und - ehe ich´s vergesse - das hier sind die Briefe, der Ihnen das ab morgen ermöglichen."

Mit einem lieben Gruß
Gustav

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Manfred

Re: SdJ-Eigentor für Die Gärten der Alhambra?

Beitragvon Manfred » 8. Februar 2005, 19:41

Warum eigentlich nicht. Mir hat Carat schon sehr gut gefallen. Jedefalls gut genug um es sowohl in der "DB" als auch in der "Queen" - Version mein eigen zu nennen. Bei Carcassonne muß auch gerechnet werden warum nicht auch bei "Die Gärten der Alahmbra"?

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Peter Steinert

Re: SdJ-Eigentor für Die Gärten der Alhambra?

Beitragvon Peter Steinert » 8. Februar 2005, 20:03

Lieber Gustav,

vielen Dank für diesen wie immer lesenswerten Beitrag. Natürlich weiß ich, dass es für einen Verlag keine gute Strategie ist, seine Kalkulation von Vornherein auf das SdJ auszurichten - um Himmels willen! Allerdings: Wenn ich mich recht erinnere, wurde Ravensburger seinerzeit vom Sieger "Hase und Igel" regelrecht niedergeschmettert. Ich möchte nicht wissen, wie weit die Kalkulation mit dem Zweierspiel "Shogun" schon fortgeschritten war :-D
Ich frage mich aber, ob das "Alhambra"- Thema bei den äh... "Klunkern von Semiramis" wirklich so einen wirtschaftlichen Vorteil bedeutet. Genausogut könnte ich mir vorstellen, dass eben der genannte Hornochseneffekt eintritt, nämlich die Reaktion mancher Kunden: "Alhambra? Hab ich schon, aber in Orange" ;-) Das klingt jetzt wie eine Verballhornung, ist aber manchmal Realität. Ich wollte eigentlich in erster Linie andeuten, dass sich Queen eventuell eine sehr gute Chance (und die haben die Gärten meiner Meinung nach eigentlich) durch die Titel- und Themengebung bereits im Ansatz verbaut hat.

Viele Grüße

Peter

P.S. Wie geht's denn allen so in Augsburg, Gustav? :-)

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Armin

Re: SdJ-Eigentor für Die Gärten der Alhambra?

Beitragvon Armin » 8. Februar 2005, 22:47

Lieber Gustav,

da möchte ich Dir aber doch mal wiedersprechen. Ich denke sehr wohl, daß die Verlage mit einem Auge immer auf den Preis schielen, wie die jungen Burschen nach den Mädchen. Zu gern würden sie ihn (sie) nach Hause bringen. Da werfen sie sich gern mal in Schale um zu imponieren, doch leider wissen sie im Voraus nicht, ob sie den Geschmack der angebeteten auch treffen.

Ich denke daß bei den Neuheiten der großen Verlage immer ein oder zwei Titel zu finden sind, die deshalb ins Programm genommen werden, weil sie "preisfähig" sind, oder sie werden darauf optimiert. "Die verbotene Stadt" oder "San Marco" von Ravensburger gehören dazu, "Capitol" und "Oase" von Schmidt, "Wongar" von Goldsieber oder "Dschunke" von Queen. Und der Jurypreis für Tikal ist sicher kein Zufall, sondern das Ergebnis harter Arbeit, die auf ein Ziel ausgerichtet war.

Wie Rennpferde werden die Spiele für das Rennen um den Preis der Jury fit gemacht. Ein guter Autor muß her, ein Thema das nicht ausgelutscht und familienfreundlich ist, ein guter Graphiker ist wichtig, und schließlich wird noch ein Orakel befragt, ob der Jurygeschmack in diesem Jahr eher anspruchsvollere oder eher leichtere Kost bevorzugt.

Die zu erwartenden Einnahmen und der Prestige-Gewinn für den Verlag sind so groß, daß es jeden Versuch lohnt, "in die Nähe" des Preises zu kommen. Wie wichtig er für den Verlag ist, zeigen Kosmos und Hans im Glück, die bestimmt nicht ihre jetzige Stellung in der Spielelandschaft hätten, wenn sie niemals den Preis bekommen hätten.

Sicher läßt sich der Preis nicht erzwingen und das ist auch gut so. Aber genauso sicher wird ein Manager oder Redakteur irgendwann gefeuert, wenn er nicht den größt möglichen Gewinn im Auge hätte, und der Weg dorthin führt über das Spiel des Jahres. Wer aber dieses Ziel vor Augen hat, wird auch jedes Jahr gute neue Spiele heraus bringen.

Im Fall der Gärten der Alhambra denke ich, daß sich Queen eh keine Chancen auf den Jurypreis ausgerechnet hat, und deshalb lieber die "kleine Gewinnmitnahme" als Alhambr-Ableger gewählt hat.

Gruß Armin

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Harald Schrapers

Torres

Beitragvon Harald Schrapers » 8. Februar 2005, 23:04

Peter Gustav Bartschat schrieb:

> Ich bezweifle ernsthaft, dass es irgend einen Velag gibt,
> dessen Jahreskalkulation den Gewinn des ersten Platzes bei
> einem Wettbewerb beinhaltet. Und ich bezweifle ebenso
> ernsthaft, dass es irgenwann in der Vergangenheit einen
> Zeitpunkt gab, in dem das anders war.

Torres spekulierte damals sehr zielgerichtet auf den SdJ-Hauptpreis. Das Erscheinungsdatum wurde extra nach hinten verschoben, um nicht mit Tikal zu kollidieren und im Folgejahr noch mal mit einem Kramer/Kiesling aufs SdJ zu zielen. Das wurde damals ganz offen gesagt - und das Manöver klappte. Sicherlich hing davon nicht Ravensburgers Jahreskalkulation ab (zumal Torres das schlechtverkaufteste SdJ wurde), aber es blieb wenig dem Zufall überlassen.

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Dieter Niehoff

Hitparade der SdJ - Verkaufszahlen

Beitragvon Dieter Niehoff » 9. Februar 2005, 07:21

Harald Schrapers schrieb:
> (zumal Torres das schlechtverkaufteste
> SdJ wurde),

Interessant!

Hast Du noch mehr Wissen zum Theme? Wo wurden Zahlen zu den Verkaufszahlen ALLER SdJ veröffentlicht? Sind sie wahr? Wer führt die Liste an, wer liegt auf den Plätzen?

Ich schätze mal Siedler von Catan liegt vorn. Aber dann?

bitte um Antwort
Dieter Niehoff


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Thomas

Re: SdJ-Eigentor für Die Gärten der Alhambra?

Beitragvon Thomas » 9. Februar 2005, 08:36

Sind die Spielejahrgänge mittlerweile wirklich alle so schlecht, dass nur noch Neuauflagen gewinnen ?
Ich finde das eigentlich nicht !

Ich gehe sogar soweit, das Neuauflagen gar keine Preise holen dürften (Mit Ausnahme vielleicht des neuzuschaffenden Preises "Neuauflage des Jahres") !

Ein Kriterium ist doch auch, dass das Spiel an sich gefördert werden soll.
Wenn neue Spiele jedoch nicht gut genug sind um sich gegen Neuauflagen durchzusetzen, dann spricht das nicht gerade für die Spiele/das Spielen !

Thomas

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Martin

Wozu die Aufregung ?

Beitragvon Martin » 9. Februar 2005, 09:27

Liebe Spieler,

so ganz verstehe ich die Aufregung um GvA bzw. Carat nicht. Beim Lesen des Interviews in der neuen Spielbox gewinnt man fast den Eindruck, dass Queens etwas ganz Einmaliges und Verwerfliches getan hätte.

Einmalig ist dieser Vorgang nun wirklich nicht. Oder was hat das Siedler-Kartenspiel spieltechnisch mit dem Original zu tun; oder Bohnhansa mit Bohnanza; oder Hick Hack in Gackelwack mit Zicke Zacke Hühnerkacke; oder oder oder ...

Verwerflich ist es eigentlich auch nicht, denn GvA ist ohne Zweifel ein tolles Spiel, welches durch die Neuauflage eine deutliche Verbesserung erfahren hat und so neue Spielerkreise erschließt.

Und dass Queens so nebenbei noch ein wenig das Alhambra-Feuer warm hält finde ich auch nachvollziehbar.

Liebe Grüße

Martin

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Wolfram Püchert alias WeePee

SdJ, Gutes Spiel, Maximaler Gewinn

Beitragvon Wolfram Püchert alias WeePee » 9. Februar 2005, 14:03

Das sehe ich fast genauso wie Armin ....

Eine Anmerkung noch:

>Sicher läßt sich der Preis nicht erzwingen und das ist auch gut so. Aber genauso sicher wird ein Manager oder Redakteur irgendwann gefeuert, wenn er nicht den größt möglichen Gewinn im Auge hätte, und der Weg dorthin führt über das Spiel des Jahres. Wer aber dieses Ziel vor Augen hat, wird auch jedes Jahr gute neue Spiele heraus bringen.

Es gilt NICHT immer: Gutes Spiel = Maximaler Gewinn
Es gilt NICHT immer: Gutes Spiel = Chance auf SdJ-Preis
Es gilt NICHT immer: SdJ-Preis geht an ein gutes Spiel

Einige Beispiele:
1) Mississippi Queen war KEIN gutes Spiel, hat aber doch den SdJ-Preis gewonnen.
2) Samurai von Knizia ist ein gutes Spiel, hat aber sicher NICHT maximalen Gewinn eingefahren
3) Viele TableTops bzw. CoSims sind gute Spiele, ohne je eine Chance auf den SdJ-Preis zu haben.

Meiner Meinung nach ist der SdJ-Preis ein "Bestes Familienspiel"-Preis (Ausnahmen wie El Grande oder auch "Sherlock Holmes Criminal-Cabinet" bestätigen hier die Regel) gemixt mit "Welche Kombination Verlag/Autor hätte denn mal einen Preis verdient?".

Gruß Wolfram

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Harald Schrapers

Re: Hitparade der SdJ-Verkaufszahlen

Beitragvon Harald Schrapers » 9. Februar 2005, 14:11

Genaue Zahlen gibt es sowieso nicht. Aber tragfähige Schätzungen.

Seit Beginn der neunziger Jahre hat sich eigentlich jedes Spiel zirka 300.000 mal im Jahr des Preisverleihung (!) verkaufen lassen – inklusive Siedler von Catan. Als Ausreißer nach oben gelten Carcassonne und Alhambra, Ausreißer nach unter ist Torres.

Was die Verkaufszahlen nach dem Preisverleihungsjahr angeht, sind große Unterschiede festzustellen - da kenne ich aber keine Zahlen. Einige Spiele lagen dann wie Blei in den Regal, andere wurden kontinuierlich weiterverkauft.

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Peter Gustav Bartschat

Re: Wozu die Aufregung ?

Beitragvon Peter Gustav Bartschat » 9. Februar 2005, 15:55

Martin schrieb:
> [...] was hat
> das Siedler-Kartenspiel spieltechnisch mit dem Original zu
> tun [...]

Nichts leichter zu klären als das:

http://www.siedeln.de/faq/index.php?sid=64361&aktion=artikel&rubrik=001005&id=269&lang=de

Mit einem lieben Gruß
Gustav

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Dieter Niehoff

Re: Hitparade der SdJ-Verkaufszahlen

Beitragvon Dieter Niehoff » 9. Februar 2005, 20:00

Harald Schrapers schrieb:
>
>> Seit Beginn der neunziger Jahre hat sich eigentlich jedes
> Spiel zirka 300.000 mal im Jahr des Preisverleihung (!)
> verkaufen lassen

300.000 mal sollen FOCUS (1981) oder SHERLOCK HOLMES (1985)
im Auszeichnungsjahr über die Ladentheke gegangen sein? Das kann ich nicht glauben. Vielleicht ist Deine Quelle doch ein wenig dünne ...

Dieter Niehoff.

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Peter Steinert

Re: Hitparade der SdJ-Verkaufszahlen

Beitragvon Peter Steinert » 9. Februar 2005, 20:23

Hallo Dieter,

da hast Du wohl eine kleinigkeit überlesen ;-)

Die Rede war von Beginn der Neunziger an. Die beiden Spiele, welche Du nennst, stammen aus den Achtzigern ;-) :-)

Gruß

Peter

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Dieter Niehoff

Re: Hitparade der SdJ-Verkaufszahlen

Beitragvon Dieter Niehoff » 10. Februar 2005, 08:36

Sorry. Stimmt.

Wer lesen kann - ist eindeutig im Vorteil.

Mea culpa

(deenoch würden mich exakte Zahlen statt Schätzungen oder Herstellerangaben interessieren)

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Thomas

Re: Wozu die Aufregung ?

Beitragvon Thomas » 11. Februar 2005, 08:24

ich hab auch nichts dagegen, das ein erfolgreicher Name "finanziell" ausgenutzt wird, schließlich wird ja niemand zum kaufen gezwungen, aber ich finde dass das "finanzielle Ausnutzen" nicht noch durch die Verleihung von Preisen unterstützt werden muss !
Das sieht dann sehr nach Klüngelei aus und die ist dann doch zumindest moralisch verwerflich.

Wenn ich in ein Lokal käme und mir der Wirt sein aufgewärmtes und neu dekoriertes essen als "Bestes Essen des Jahres" anpreisen wollte, dann käme ich mir verarscht vor ...


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