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Amazonas zum ersten Mal gespielt

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Bernd Schlüter

Amazonas zum ersten Mal gespielt

Beitragvon Bernd Schlüter » 15. April 2005, 09:06

Wir haben gestern Abend zum ersten Mal Amazonas gespielt.

Es war ganz nett, allerdings fiel eine Sache unangenehm auf:

Ca. 3 Runden vor Spielende war schon klar, wer gewinnen würde. Anhand der ausliegenden Plättchen war klar, wer die meisten Punkte haben würde. Und das jemand viele Plättchen hat und seinen Auftrag trotzdem nicht erfüllt, ist bei drei Spielern wohl sehr unwahrscheilich.

Es fehlte uns auch ein bisschen der Kick, da niemand blockiert wurde oder mehr als drei Goldstücke für eine Hütte zahlen musste. So wurde das Spiel im Grunde dadurch entschieden, dass jemand im Verlauf des Spiels mehr Geld erhielt bzw. früher an der Reihe war.

Ist das typisch für dieses Spiel oder lag es an uns?

Bernd

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Andy Asmuth

Re: Amazonas zum ersten Mal gespielt

Beitragvon Andy Asmuth » 15. April 2005, 10:34

Hallo Bernd,
ich glaube schon, dass das Spiel bei euch etwas untypisch verlief. Bei uns kosteten etliche Hütten auch zu dritt 4 Goldstücke. Vielleicht seid ihr euch irgendwie nicht so richtig in die Quere gekommen.

Ich fand das Spiel bisher immer sehr spannend bis zum Schluss. Zu viert macht es aber noch mehr Spaß.

Andy

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Marten Holst

RE: Amazonas zum ersten Mal gespielt

Beitragvon Marten Holst » 15. April 2005, 11:45

Moin,

ich will mal eine alte Diskussion wieder beleben ;-)

> Es war ganz nett, allerdings fiel eine Sache unangenehm auf:

ja, ein Spiel, das vorzeitig entschieden scheint, ist langweiliger als eines, das bis zu Messers Schneide geht. Andererseits - klar, Deine Frage zielte dahin, ob das "normal sei" - Spiele, die nicht durch Spielfehler oder "besseres Spiel" vorzeitig entscheidbar sind (kann man ja nicht immer in der ersten Partie merken), kann man bei denen nicht die ersten (n-1) Runden amputieren?

Tschüß
Marten

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18xx

Re: Amazonas zum ersten Mal gespielt

Beitragvon 18xx » 16. April 2005, 02:38

Bei uns war es in gewißer Weise auch so. Ich würde mal meinen, daß das Spiel keine Fehler verzeiht. Man kann auch nicht gezielt gegen jemand spielen, wenn man sieht daß dieser in Führung liegt. All das mag dem einen Spieleer stören, ich allerdings finde das angenehm. Allerdings muß ich das Spiel erst viel öfter spielen, um meine Theorie zu bestätigen oder widerlegen zu können.

Mir hat es aber gut gefallen.

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hannes

Amazonas. Unausgewogen ?

Beitragvon hannes » 16. April 2005, 14:03

Hi

Gestern - in einer Vierer-Partie - ging ein Mitspieler früh in Führung und es war unmöglich, ihn noch einzuholen. Er gewann klar.
In meinen Augen verzerren Assymmetrien die Siegeschancen stark. Der Mitspieler gestern - ein Neuling übrigens - hatte die "Killerkombination" : a) Startspieler, b) Spielfarbe weiss und c) die Auftragskarte Atalapo-Rosario-Enpalo-Porto Morro. Als Startort wählte er Rosaria.
Spielfarbe weiss hat die besten Karten : sowohl die 6er- wie auch die 5er-Einnahmekarte tragen die höchste Gleichstandszahl.
Die Orte der Auftragskarten sind unterschiedlich dicht zusammen, die oben erwähnte mit Rosaria zählt sicher zu den leichtesten.
Und auch der Startspieler hat einen Vorteil. Starten sollte man in einer der drei Hafenstädte Santa Caño, Rosaria oder Piedras. Der vierte Spieler hat dann schon mal das Nachsehen.

Bei Amazonas ist es zudem recht schwierig, führende Mitspieler effektiv zu behindern, weil man in erster Linie dauernd damit beschäftigt ist, gegen die chronische Knappheit an Ressourcen und gegen die negativen Ereigniskarten anzukämpfen.

hannes

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Dieter Niehoff

Re: Amazonas. Unausgewogen ?

Beitragvon Dieter Niehoff » 16. April 2005, 15:47

hannes schrieb:
Als Startort wählte er Rosaria.
> Spielfarbe weiss hat die besten Karten : sowohl die 6er- wie
> auch die 5er-Einnahmekarte tragen die höchste Gleichstandszahl.
> Die Orte der Auftragskarten sind unterschiedlich dicht
> zusammen, die oben erwähnte mit Rosaria zählt sicher zu den
> leichtesten.
> Und auch der Startspieler hat einen Vorteil. Starten sollte
> man in einer der drei Hafenstädte Santa Caño, Rosaria oder
> Piedras. Der vierte Spieler hat dann schon mal das Nachsehen.

Na, das kann ich aber kaum glauben. Nach Deiner Theorie hätten Autor und Verlag aber einen dicken Klops gebaut. Wenn ein vierter Spieler wirklich bereits zu Anfang einen klaren Nachteil hätte, dann wäre doch das gesamte Spiel halbgar bis unnötig.

Und: Ich WILL es auch gar nicht glauben, denn ich habe mir das Spiel gestern gekauft und hoffe auf ein GUTES und AUASGEWOGENES Spiel - Morgen bin ich ein wenig klüger)

Dieter Niehoff

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18xx

Re: Amazonas. Unausgewogen ?

Beitragvon 18xx » 16. April 2005, 16:34

Hi Hannes,

Deine Argumente klingen plausibel. Auf wievielen Spielen basiert deine Theorie? Daß man nicht effektiv gegen den Führenden spielen kann, da stimme ich dir zu - für mich nicht schlimm.

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hannes

Re: Amazonas. Unausgewogen ?

Beitragvon hannes » 16. April 2005, 17:13

> Deine Argumente klingen plausibel. Auf wievielen Spielen
> basiert deine Theorie? Daß man nicht effektiv gegen den
> Führenden spielen kann, da stimme ich dir zu - für mich nicht
> schlimm.

Vier Partien, alle zu viert.

In allen vier Partien fragten sich die Mitspieler, ob die Werte auf den Einnahmekarten nicht unfair seien. Meine kleine Analyse ergab dann :

Wert 6 : weiss vor rot vor braun vor blau
Wert 5 : noch einmal weiss vor rot vor braun vor blau
Wert 4 : umgekehrt. blau-braun-rot-weiss
Wert 3 : wieder wie bei Wert 4
Wert 2 und Wert 1 : wieder wie bei den Werten 6 und 5 : weiss-rot-braun-blau
Wert 0 : wieder umgekehrt, wie bei 4 und 3

Es ist nun mal sehr wichtig, in welcher Reihenfolge die Züge ausgeführt werden können. Blau hat aber klar die schlechtesten Karten !
Nicht der jüngste Spieler sollte sie Partie beginnen, sondern der mit den blauen Karten !

hannes

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hannes

Amazonas. Regelfehler meinerseits

Beitragvon hannes » 16. April 2005, 17:31

Ich merke gerade, dass wir immer "falsch" gespielt haben. Diese Regelpassage wurde mir in der ersten Partie leider falsch erklärt.

Der Geldwert, auf den sich die Gleichstandsregel anwendet und der die Zugreihenfolge bestimmt, ist die [b]Summe [/b] der Zahl auf der Einnahmekarte plus Plättchen-Bonus. Wir haben immer nur die Zahlen ohne zusätzlichen Bonus verglichen.

Das ändert aber - so vermute ich stark - nichts an der Feststellung, dass die kleinen, weissen Tiebreaker-Zahlen weiss bevorzugen und blau benachteiligen.

hannes

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Steffen S.

Re: Amazonas. Unausgewogen ?

Beitragvon Steffen S. » 16. April 2005, 17:59

Hallo hannes,

vielen Dank für diese interessante Analyse, das war uns gar nicht so aufgefallen. Mag Zufall sein, aber wir haben bisher hier drei Partien gespielt. Ich habe dreimal gewonnen - und ich war immer weiß. Das mag den Umstand jetzt nicht beweisen, und ihn vielleicht auch überbewerten (vielleicht war ich ausnahmsweise auch mal raffinierter als meine Mitspieler), trotzdem hat mich das jetzt irgendwie "amüsiert".

Nach den tollen Ersteindrücken zu Amazonas, und meiner hohen Wertschätzung für Stefan Dorra, habe ich das Spiel blind gekauft. Ich muss gestehen, dass ich das nach drei Partien etwas bereue.

Ich finde das Spiel keinesfalls schlecht, aber eben auch nur "nett". Was mir am Spiel fehlt, ist ein Überraschungsmoment. Das einzig wirklich Spannende (im Sinne von unerwartete) passiert beim Aufdecken der Ereigniskarten. Alles andere kann ich am vorhandenen Kapital und den bereits gespielten Karten mehr oder minder ablesen. Überraschungszüge gibt es kaum, da es keinen Sinn macht, Kapital zu bunkern. Wer bauen kann, baut auch - und wer das in dieser Runde tut, sehe ich an den Münzen.
Der Verlust eines Zweitbauers gegenüber dem Erstbauer in einem Dorf (1 Gold) - im relativen Direktvergleich (2-3 statt 3-2) sogar 2 Gold - ist so deutlich, dass es den Boni-Vorteil über die Plättchen über große Teile des Spiels überwiegt. Zumal ein früheres Bauen auch kummulativ die Chance auf neue (bzw. höhere) Boni duech das neue Plätchen birgt. Also gilt: Frühes bauen über alles.
Ich bin daher ab meiner zweiten Partie dazu übergegangen, weitgehend stur die hohen Handkarten rauszubolzen - je früher ich Kapital anhäufe, desto bälder kann ich bauen. In der Summe gibt sich das kaum etwas (die Grundsumme der Karten ist ja stets gleich) - besonders zu Spielbeginn, wenn man eh wenig Plättchen hat (und die erste Spielhälfte ist in Amazonas sehr bedeutsam). Ich habe in Einzelfällen 1 höhere Karte in Reserve gehalten, und das auch auf keinen Fall bis zum letzten Zug, um nicht von einem Waldbrandereignis geschröpft zu werden.
Diese simple Taktik erwies sich (s.o.) als höchst erfolgreich. Klar gibt es Nuancen: Ich beachte, welche Forscherkarten noch kommen können, und der Häuptlings-Joker ist ein gern genommenes Objekt. Aber die kommen über das Phänomen der Randerscheinung nicht hinaus.

Mir fehlt dem Spiel die Abwechslung, der "Pfiff", das "gewisse etwas". Ich würde gerne etwas überrschendes tun, jemanden verblüffen, ärgern, einen Zwischenspurt einlegen, mal einen "größeren" Zug machen - irgendwas, mit dem nicht jeder mehr ode rminder gerechnet hat. Aber irgendwie ist das ganze doch arg Schema-F: Ereigniskarte aufdecken, und dann werden eben die Kärtchen gewählt/gespielt. Sobald ich bauen kann, baue ich auch. So lange ich keine direkte Konkurrenz um einen Bauplatz hege, sind mir die Spielzüge der Mitspieler dabei ziemlich egal. Und wie gesagt: Nachhalten bringt nix, also raus mit einer einträglichen Karte, und bald gebaut. Das ist die beste Vorsorge.

Bis zum Ende spielt sich die ganze Runde nach dem gleichen Schema herunter. Und mit der letzten Ereigniskarte ist´s dann eben vorbei. Der Sieger steht da meist schon fest, wozu auch die ebenso üppigen wie notwendigen Boni für "5 verschiedene (Zeitpunkt)" ihr übriges dazutun.

Ich weiß auch nicht so recht. Irgendwie fehlt mir bei dem Spiel das Feuer - trotz Waldbrand.

Grüße,
Steffen (versucht sich jetzt an "Kreta")

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Steffen S.

Re: Amazonas. Regelfehler meinerseits

Beitragvon Steffen S. » 16. April 2005, 18:02

Huhu,

find´ ich trotzdem interessant. Wir haben das richtig gespielt, den Tie-Breaker dennoch häufig gebraucht. Und man sollte bedenken: Der Tie-Breaker ist nach Kartenwert nicht unbedingt gleich bedeutsam: In den (wenigen) "Spitz-auf-Knopf" Konkurrenzsituationen Marke "du baust oder ich" ziehe ich doch eher die höchste Karte. Und gerade in der ersten Spielhälfte ist das fast immer die 5 oder 6 (evtl. + 1 Bonus), meist sogar bis Spielende. Insofern empfinde ich diese "Ties" als wichtiger - und die hat beide weiss. Finde ich zumindest "diskussionswürdig", bin schon auf die Gegenargumente gespannt!

Grüße,
Steffen

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hannes

Re: Amazonas. Regelfehler meinerseits

Beitragvon hannes » 16. April 2005, 18:45

Zu beachten ist immerhin, dass bei 6+0 gegen 5+1 letzteres den höheren Tiebreaker hat, unabhängig von der Farbe.
Der Vorteil von Weiss resp. der Nachteil von Blau wirkt nur bei 6+0 vs. 6+0 bzw. 5+1 vs. 5+1. Allerdings auch bei 0+3 gegen 0+3.

hannes

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Steffen S.

Re: Amazonas. Regelfehler meinerseits

Beitragvon Steffen S. » 16. April 2005, 18:48

Jo, deswegen ist das ganze auch wohl nicht so wild, und (s. anderes posting) auch nicht mein eigentlicher Kritikpunkt am Spiel. Ein Minimalvorteil, aber ein Gedankenspiel wert.

Grüße,
Steffen

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Heinrich Tegethoff

Re: Amazonas. Unausgewogen ?

Beitragvon Heinrich Tegethoff » 16. April 2005, 18:58

Dieter Niehoff schrieb:
> Na, das kann ich aber kaum glauben. Nach Deiner Theorie
> hätten Autor und Verlag aber einen dicken Klops gebaut. Wenn
> ein vierter Spieler wirklich bereits zu Anfang einen klaren
> Nachteil hätte, dann wäre doch das gesamte Spiel halbgar bis
> unnötig.

Hallo Dieter,

nun, ich habe erst ein Spiel hinter mir und urteile noch nicht. Aber
dies mit dem Startnachteil des vierten Spielers ...:
- ich war vierter
- als ich mein erstes Dorf setzte, waren bereits 3 (also alle) Mitspieler in
einem Dorf vertreten welches ich auf meiner geheimen Mission hatte.
Dies sind mindestens 3 Gold mehr um den Auftrag zu erfüllen, die nie
zusammenkamen => 3 Siegpunkte Abzug.

Pech? Nein!

Entscheidender war nämlich, das diese 3 Dörfer auf der "Billigstraße" liegen,
und meine Mitspieler somit schon 2 bis 3 2er-Dörfer und deren jeweils
verschiedenen Plättchen schnell inne hatten, während ich noch versuchte, an
"meine" Dörfer heranzukommen.

Mit "Billigstraße" meine ich die Strecke von 7 Dörfern, die alle 2 Gold
kosten und alle 5 Sorten nebeneinander liegen haben (also A-B-C-D-E-A-B;
Ich habe das Spiel nicht vor Ort). Klarer Vorteil, wenn man diesen Weg kennt,
die Mitspieler aber nicht. Und blöde, wenn man den Auftrag in den Händen
hält auf dem 3 Dörfer dort stehen aber alle Mitspieler vor einem von einer
bequemen Straße träumen. Ich hoffe ein Einzelfall - dumm gelaufen, und nur
noch mitgespielt.
Zweite Chance: immer - und dann bin ich klüger :-D

Servus,
Heinz

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Heinrich Tegethoff

Re: Amazonas. Unausgewogen ?

Beitragvon Heinrich Tegethoff » 16. April 2005, 19:06

hannes schrieb:
> Nicht der jüngste Spieler sollte sie Partie beginnen, sondern
> der mit den blauen Karten !

Dann müßte, die Erkenntnis vom Autor vorausgesetzt, blau beginnen
UND weiß muß in der Sitzreihenfolge hinten sitzen - aber wer will schon
auf seine Lieblingsfarbe verzichten (da war doch gerade so ein Thread,
moment.... ach egal)?

Ich schätze schon, daß die Redaktion auf mathematisch gute Verteilung
gesetzt hat, auch wenn _vielleicht_ eine andere Spielerfahrung andere
Bietkarten höher priorisieren und sich bei Deiner jetzigen Spielpraxis ein
Vorteil zeigt.

Servus,
Heinz

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hannes

Re: Amazonas. Regelfehler meinerseits

Beitragvon hannes » 16. April 2005, 19:11

> Allerdings auch bei 0+3 gegen 0+3.

Sorry, wieder falsch 0+3 ist Vorteil für Blau.

hannes

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18xx

Das war auch meine Strategie

Beitragvon 18xx » 16. April 2005, 23:27

Ich freue mich schon auf meine nächste Partie. Bei meiner 1.Partie habe ich nämlich genau dieselbe Strategie wie Steffen S. verfolgt: Zuerst die hohen Karten raus um schnell zu bauen bzw. miteinkalkulieren, welche Plättchen ich bekomme und welche Karte ich deshalb zurückhalte bis ich die Plättchen habe. Damit konnte ich gewinnen. Die Farbe weiß ich leider nicht. Die Reihenfolge war allerdings in unserer Partie nicht bewußt wichtig (könnte aber sein, wenn das Ergebnis knapp ausfällt).

Ein wichtiger Punkt, der das Spiel aber vielleicht doch nicht nach Schema-F spielen läßt, könnte sein: Wer erreicht als Erster alle 5 verschiedene Plättchen? Oder doch immer nur die billigste Stadt unabhängig von der Plättchenart anschließen?

Aber unter dem Strich kann ich die Kritik durchaus nachvollziehen, irgendeinen genialen Schachzug kann man hier nicht setzen. Es spielt sich aber schnell und flüssig.

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Steffen S.

Re: Das war auch meine Strategie

Beitragvon Steffen S. » 17. April 2005, 01:48

Hi 18xx,

auch das Erreichen der fünf verschiedenen Plättchen ist nur ein weiterer Geschwindigkeitsfaktor: Wer als ERSTER diese erreicht, bekommt den dicksten Bonus. Das läuft der Strategie "hohe Karten zuerst" nicht aus, es unterstützt sie sogar! Denn grade zu Beginn muss ich diese Verteilung fahren. Zu Beginn habe ich aber auch kaum Bonusplättchen, also noch weniger Grund, irgendwelche Vorhaltetaktiken zu fahren. Also schnell Bauen (und eben anfangs schnell verteilen), um den Bonus abzugreifen. Danach kann ich mich auf 2-3 Plättchenarten konzentrieren. Dass zum Abgreifen des Bonus mal ein Gold mehr sein muss als der billigste Bauweg verheißt, ist ja logisch. Widerspricht dem schnellen Spiel hoher Werte aber überhaupt nicht, im Gegenteil!

Gruß,
Steffen


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