Anzeige

Pfefferkuchel 2005

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
Benutzeravatar
Peter Wenzel

Pfefferkuchel 2005

Beitragvon Peter Wenzel » 19. April 2005, 23:13

Hallo Leute,
nachdem nun die Top 20 bekannt gegeben wurden, ist mir doch folgendes aufgefallen.

Zoch ist mit 2 Titeln unter den Top 10. Die Spiele werden immer besser, bzw. vielseitiger ( geeignet für Vielspieler, Familien usw.).

Schmidt Spiele ist mit seinem Titel vor den HiG Spielen.

Lookout Games konnte doch mit einem recht komplexen Spiel den 7. Platz erreichen, alle Achtung.

Clementoni hat es unter die Top 10 geschafft.

Welche Spiele wurden denn in Oberhof vergessen, die eine Chance auf die Nominierungsliste haben?

Bin auf Eure Meinung gespannt...

Mit spielerischen Grüßen
Peter

Benutzeravatar
Carsten Wesel | FAIRspielt.de

Re: Pfefferkuchel 2005

Beitragvon Carsten Wesel | FAIRspielt.de » 20. April 2005, 00:06

Peter Wenzel schrieb:
>
> Welche Spiele wurden denn in Oberhof vergessen, die eine
> Chance auf die Nominierungsliste haben?

Also wenn jemand Spiele in Oberhof vergessen hat, dann muß ich leider zugeben, daß ich es nicht war. Ich habe anschließend nachgezählt und alle waren da. Muß wohl wem anders gehören.

Gruß Carsten (der immer gern an Oberhof denkt - noch viel lieber, als an Peter)

Benutzeravatar
Kathrin Nos
Kennerspieler
Beiträge: 1258
Wohnort: Nußloch
Kontakt:

Hinterfragung des Pfefferkuchel 2005

Beitragvon Kathrin Nos » 20. April 2005, 11:09

Hallo Peter und alle anderen,

ich möchte gerne den Pfefferkuchel etwas hinterfragen und dabei den Aspekt der Momentaufnahme in den Mittelpunkt stellen.

Sicher ist es interessant, anhand eines so grossen Spielertreffens einen Eindruck über die Neuheiten zu sammeln und per Umfrage zu kanalisieren. Es liegt mir also fern, Eure Aktion abwerten zu wollen, das möchte ich ganz explizit betonen!

Eine gewisse Parallele sehe ich zur im Umfang natürlich noch größeren Fairplay-Scout-Aktion, und zwar unter dem Aspekt, dass es sich um eine Umfrage während eines Events handelt, das in einem definierten und begrenzten Zeitraum und an einem festen Ort stattfindet. Auch in Essen ist ein wichtiger Faktor, dass man sich untereinander austauscht und Eindrücke sammelt und weitergibt. Daraus können interessante Effekte entstehen, die dazu führen, dass man Spieleperlen wie aktuell aus Essen 2004 Ys oder Leapfrog doch mal näher anschaut.

Ist es nicht so, dass die Neugier auf die Nürnberger Neuheiten einen besonderen Einfluss auf den Pfefferkuchel ausüben?
--> Insofern ist es doch umso bedeutsamer, dass Das Zepter von Zavandor als Essener Neuheit in den Top 10 auftaucht. Andererseits kann man etwa aus dem Oberhofer Fazit der Ditts auf der Pöppelkiste ableiten: Das Zepter als komplexes Spiel hat wenige Konkurrenten im selben Segment aus Nürnberg, da viele Spiele eine mittlere Spieldauer von unter einer Stunde haben. Besonders bei einem solchen Spieletreffen hat man ja die Musse und viel Lust darauf, auch etwas Komplexeres zu spielen, was man unter der Woche am Spieleabend eher selten schafft.

Auf die Platzierung von Niagara gehe ich unten nochmal ein.

Wie gross ist der Einfluss der Verfügbarkeit - welche Spiele waren in genügender Anzahl vorhanden, von welchen Spielen gab es erst wenige Exemplare?
--> Hier kann es zwei Einflüsse geben: Einerseits eine hohe Verfügbarkeit, die dazu führt, dass viele Partien dieses Spiels absolviert wurden und dementsprechend viele Leute es kannten und in die Bewertung aufnahmen. Niagara erhielt eine häufige Bewertung und konnte damit eine gute Platzierung landen. Wenn man die Berichte liest, erfährt man aber auch, dass einige Teams in Oberhof waren, die im Mai in Herne am DM-Finale teilnehmen werden. Niagara wurde also alleine zum Training des öfteren gespielt - viele Partien, die einen zusätzlichen Anschub gegeben haben? Auch hier ganz klar differenzieren bitte: Ich stelle keinesfalls in Abrede, dass Niagara eine gute Platzierung verdient hat!

Andererseits kann eine hohe Nachfrage herrschen, wenn ein Mangel herrscht, was die Neugier auf ein Spiel damit angefacht wird. Wenn ich es richtig verstanden habe, ist König Salomons Schatzkammer nur vereinzelt verfügbar gewesen - die bisherigen Beschreibungen des Spiels machen auch mich neugierig, aber können hier nicht auch die genannten Effekte (geringe Verfügbarkeit und eine sicher auch gute Resonanz) einen zusätzlichen Schub gegeben haben?

Erinnern wir uns an das vergangene Jahr: Hier wurde der Pfefferkuchel an Sankt Petersburg vergeben, das später auch den Deutschen Spielepreis gewann (ich selbst habe es in meiner Wahl auch auf dem ersten Platz gehabt - also habe ich mitnichten irgendwelche Einwände gegen die Platzierungen dieses Spiels!). Hier war die Situation so gewesen, dass San Juan bereits im Januar verfügbar war. Kann nicht das schlechtere Abschneiden von San Juan [i]unter anderem[/i] darauf zurückgeführt werden, dass einfach der Fokus auf die neueren Spiele gesetzt wurde?

Wenn man sich nun die Statistik des Pfefferkuchels anschaut, sieht man, dass schon das Spiel auf Platz 10 (Manila) nur von 11 Leuten gewählt wurde. Das Zepter von Zavandor erhielt übrigens auch nur 13 Stimmen (eben viele davon für Platz 1 mit 3 Punkten). Eine gewisse Zurückhaltung bei der Interpretation der Ergebnisse jenseits der Top 6 (der Abstand von Australia zum Zepter ist schon markant) sollte man also schon an den Tag legen.

Fazit: Der Pfefferkuchel (und auch andere Umfragen desselben Volumens) ist eine interessante Momentaufnahme und hat deshalb gerne auch seine Berechtigung. Einen größeren Einfluss oder eine tiefere Aussage insbesondere auf die Preisvergabe des Spiels des Jahres kann man aber mit diesem Preis nicht ableiten.

Von daher finde ich folgende Fragestellung verfehlt:

"Peter Wenzel" hat am 19.04.2005 geschrieben:
> Welche Spiele wurden denn in Oberhof vergessen, die eine
> Chance auf die Nominierungsliste haben?

Alles Gute wünscht
Kathrin.

Benutzeravatar
Knut

Re: Hinterfragung des Pfefferkuchel 2005

Beitragvon Knut » 20. April 2005, 14:37

Hallo Kathrin,
natürlich kann eine solche Umfrage nur eine Momentaufnahme sein, mit viel Wenn und Aber, ebenso wie unsere jährliche Umfrage beim Spieletreff im Sauerland:
http://www.spieletreff-sauerland.de/umfragen/umfrage2004/
Und es ist ja auch nur ein spielerischer Mikrokosmos, der auf solchen Spielertreffen zusammenkommt. Wobei sich wieder mal die Frage stellt, wie groß der spielerische Kosmos überhaupt ist: Als sich in der letzten Woche 300 Leute auf Alan Moon's Gathering of Friends trafen, waren die einschlägigen Diskussionsgruppen bei Yahoo verwaist. Aber ich schweife ab.
Yves Boelen aus Belgien macht sich Monat für Monat die Mühe, alle Umfragen zu einer Gesamtliste zusammenzufassen und daraus eine Top 50 Liste zu erstellen. Hier der direkte Link dorthin:
http://users.pandora.be/Yvesiezi/top50/versie31.html
Fröhliche Grüße
Knut

Benutzeravatar
Heinrich Tegethoff

Re: Hinterfragung des Pfefferkuchel 2005

Beitragvon Heinrich Tegethoff » 20. April 2005, 16:09

Hallo Kathrin,

wir hatten, nach der Pfefferkuchel-Bekanntgabe und noch in Oberhof,
ähnliche Diskussionen über die tatsächliche Bedeutung der Zahlen geführt.

> Eine gewisse Parallele sehe ich zur im Umfang natürlich noch größeren
> Fairplay-Scout-Aktion, und zwar unter dem Aspekt, dass es sich um eine
> Umfrage während eines Events handelt, das in einem definierten und
> begrenzten Zeitraum und an einem festen Ort stattfindet.

Der Vergleich mit der Fairplay-Aktion hinkt an zwei Punkten:
- Die meisten Spiele sind für alle verfügbar und können während der Woche
auch gespielt werden, und zwar viele Male statt nur einmal - bis man ein
Spiel wirklich beurteilen kann.
- Es sind nicht 400 Spiele einer Messe zur Auswahl, sondern real nur 40
oder 50 Neuheiten eines Jahrgangs. Das schafft bereits Konzentration.

Ob ich zB in Essen dem "Louis XIV" eine sehr gute Note gegeben hätte?
Keinen blassen Schimmer. Nach 4 Partien in Oberhof konnte ich dies sehr
wohl für mich beurteilen.

> Ist es nicht so, dass die Neugier auf die Nürnberger
> Neuheiten einen besonderen Einfluss auf den Pfefferkuchel
> ausüben?

Der NEU!=unbekannt-Effekt führt nur dazu, daß mehr Leute ein Spiel
in Oberhof zum ersten Mal spielen. Die Essenneuheiten waren ja auch
vorhanden und meist auch in genügend Stückzahl.
Bei der _Bewertung_ habe ich dann aber sehr wohl auch meine in Oberhof
nicht gespielten Jahrgangs-Spiele berücksichtigt. Ob dies alle taten oder
nur auf die in Oberhof gespielten Spiele blicken, kann ich nicht sagen - die
Aufforderung zu "Jahrgang" war aber klar.

Nur weis ich halt auch von einem Ubongo=3-Wähler, da0 dieser nur einen
Wochenrückblick machte.

> --> Insofern ist es doch umso bedeutsamer, dass Das Zepter
> von Zavandor als Essener Neuheit in den Top 10 auftaucht.

Da steht Niagara aber viel weiter oben. Bemerkenswert ist DZvZ aber
insofern, als daß es kaum vorhanden war und eine enorme Spielzeit
an den Tag legt(e), so daß nur wenige überhaupt mit dem Spiel im
Kontakt waren. Langzeitspiele = tiefer Eindruck = viele Punkte? Vielleicht.

> Wie gross ist der Einfluss der Verfügbarkeit - welche Spiele
> waren in genügender Anzahl vorhanden, von welchen Spielen gab
> es erst wenige Exemplare?

Neben der Verfügbarkeit in Anzahl ist die Spieldauer viel wichtiger: von
Ubongo gab es die meiste Zeit über nur ein Exemplar - die Spieldauer
von 20-30 Minuten machte das Spiel aber für viele dann doch verfügbar.
Als Absacker und Lückenfüller angesehen nahmen es auch viele in die Hand.

> --> Hier kann es zwei Einflüsse geben: Einerseits eine hohe
> Verfügbarkeit, die dazu führt, dass viele Partien dieses
> Spiels absolviert wurden und dementsprechend viele Leute es
> kannten und in die Bewertung aufnahmen.

Eigentlich sagst Du gerade: die Häufigkeit der Partien spiegelt sich
dominant in der Bewertung wieder. Aber die "guten" Spiele wurden
auch schlicht häufiger mehrfach gespielt, andere dann nur einmal.

*** Aber es zählt doch erst einmal nur, ob jemand das Spiel _überhaupt_
spielen konnte! Insofern kann man nur sagen, daß eine geringe
Verfügbarkeit wie zB bei Manila eine bessere Bewertung verhinderte,
aber bei ausreichender Verfügbarkeit konnte jeder sein Urteil bilden und
hat auch entsprechend gewertet.

Insofern widerspreche ich der Formel "viele Partien => viele Leute kennen
es => hohe Wertung". Ich setze "viele Partien => alle kennen es => die
besten kommen durch" dagegen.

> Niagara erhielt eine
> häufige Bewertung und konnte damit eine gute Platzierung
> landen. Wenn man die Berichte liest, erfährt man aber auch,
> dass einige Teams in Oberhof waren, die im Mai in Herne am
> DM-Finale teilnehmen werden. Niagara wurde also alleine zum
> Training des öfteren gespielt - viele Partien, die einen
> zusätzlichen Anschub gegeben haben?

Viele Partien heißt noch nicht, daß MEHR Spieler von dem Spiel
dann überzeugt waren. Das Spiel spricht vielmehr mehr Spieler an,
hat eine passende Spieldauer und damit ein breiteres Publikum in
Oberhof. Das ist als Faktor für ein gutes Abschneiden nicht falsch.

> Andererseits kann eine hohe Nachfrage herrschen, wenn ein
> Mangel herrscht, was die Neugier auf ein Spiel damit
> angefacht wird.

Glaube ich nicht: ist ein Spiel nicht verfügbar, so wird halt ein anderes
Spiel gespielt. Spiele die man besser kennt steigen meist im Ansehen.
Ergo werden _andere_ Spiele höher bewertet.

Im Gegensatz zu einer Messe wie in Essen greift man halt auch zum Spiel
das gerade da ist, und bricht die Suche ab. Gewartet wird nur selten.

> Wenn ich es richtig verstanden habe, ist
> König Salomons Schatzkammer nur vereinzelt verfügbar gewesen
> - die bisherigen Beschreibungen des Spiels machen auch mich
> neugierig, aber können hier nicht auch die genannten Effekte
> (geringe Verfügbarkeit und eine sicher auch gute Resonanz)
> einen zusätzlichen Schub gegeben haben?

Meinem Empfinden nach wurde das Spiel als "erstes brauchbares
Clementoni-Spiel" gepuscht. Allemal haben Geheimtipps und damit
gute Resonanz Einfluß auf die Wertung. Aber wieder gilt: man konnte
nur drei Spielen seine Punkte geben, und nicht wie als Fairplay-Scout
vielen eine Note. Geringe Verfügbarkeit macht's Spiel nicht besser.

> ... Kann nicht das
> schlechtere Abschneiden von San Juan [i]unter anderem[/i]
> darauf zurückgeführt werden, dass einfach der Fokus auf die
> neueren Spiele gesetzt wurde?

Neuere Spiele haben grössere Aufmerksamkeit. Liest man die gesamte
PK-Liste durch, so stehen die Essen-Neuheiten eher weiter unten.
Komisch, daß die SdJ-Jury letztes Jahr auch nur Nürnbergneuheiten
nominierte... Muß was dran sein, aber immerhin sind beim PK die
Essener Spiele nicht vergessen worden.

> .... Eine gewisse Zurückhaltung bei der
> Interpretation der Ergebnisse jenseits der Top 6 (der Abstand
> von Australia zum Zepter ist schon markant) sollte man also
> schon an den Tag legen.

Es ist halt nicht das DSP, sondern es sind halt nur 134 Stimmen und
dann auch nur 3 statt 5 Spiele. Ob Diamant nun Platz 4 oder, mit einer
3er-Stimme weniger auf Platz 6 liegt, ist halt eng. Und da nur drei Spiele
bepunktet wurden kommen die weiter unten relativ schlechter weg als
beim DSP - sollte man sich vor Augen halten, aber in wie weit sich
dadurch echte Platzierungen verschieben, sofern man eine 4-Punkte-Varianz
mit einbezieht?

> ... Einen größeren
> Einfluss oder eine tiefere Aussage insbesondere auf die
> Preisvergabe des Spiels des Jahres kann man aber mit diesem
> Preis nicht ableiten.

Wahrlich nicht - der PK spiegelte in 2004 hervorragend den DSP wieder,
aber halt nicht die Nominierungsliste. Sprich: Oberhof ist ein Vielspieler-Treffen.
Das Spiel des Jahres ist aber auch dann auf den ersten 4 (oder 6) Rängen zu
finden. Wer sich also die ersten 6 Spiele ansieht, hat mit bester
Wahrscheinlichkeit auch das SdJ dabei. Tja, aber welches?

Servus,
Heinz (der sehnsüchtig auf Fotos von Oberhof wartet)

Benutzeravatar
Heinrich Tegethoff

Re: Pfefferkuchel 2005

Beitragvon Heinrich Tegethoff » 20. April 2005, 16:15

Peter Wenzel schrieb:
> Welche Spiele wurden denn in Oberhof vergessen, die eine
> Chance auf die Nominierungsliste haben?

Hallo Peter,

durch Reglement wurde ein wichtiges Spiel vergessen: "Funkenschlag".
Dieses Spiel erschien meinem Empfinden nach in 2004 "unterjährig",
also weder schon wirklich in Nürnberg 2004 noch erst so richtig in
Essen 2004. Nominell ist es wohl ein 2004er-Spiel, aber sein
Erscheinungdatum schob es außerhalb aller wichtigen 2004er-"Awards".
Und es durfte doch nicht am PK teilnehmen, da nicht erst in Essen'04
erschienen ist.

Dabei war das Spiel in Oberhof doch sehr beliebt - ein Platz unter den
ersten 6 bzw. 7 wäre sicher gewesen.

Servus,
Heinz

Benutzeravatar
Thorman

Re: Pfefferkuchel 2005

Beitragvon Thorman » 20. April 2005, 17:03

Hallo Peter,

für meinen Teil fehlt Verflixxt, kam in unseren Spielekreis sehr gut an und wird auch bei Hall9000 durchaus gut bewertet.

Thorman

Benutzeravatar
Hannes

Re: Hinterfragung des Pfefferkuchel 2005

Beitragvon Hannes » 20. April 2005, 17:21

Ach du meine Güte! Muss man denn immer alles in Frage stellen? Kann man es nicht so belassen, wie es gemeint ist? Als kleine Hilfestellung für alle interessierten Leser dieses Forums? Solange es (in meinen Augen) irregeleitete Wichtigtuer gibt, die hier einen eigenen Spielepreis ausrufen und diesen auch noch mit dem eigenen Namen versehen, bin ich für solche Beiträge wie von Peter äußerst dankbar.

Hannes

Benutzeravatar
Wolfgang

Re: Hinterfragung des Pfefferkuchel 2005

Beitragvon Wolfgang » 20. April 2005, 18:19

Hallo Kathrin,

deine Stellungnahme teile ich bis auf eine Stelle. Der Vergleich mit der Fairplay-Scout-Aktion hinkt, denn in Oberhof spielt man die guten Spiele öfter. So geht hier auch der Wiederspielreiz ein; etwas, was man in Essen nicht leisten kann.

Die Verfügbarkeit hat nur dann einen Einfluss, wenn bei einem Spiel mit hoher Spieldauer ganz wenige Exemplare vorhanden sind. SelbsT DZvZ war mehr als einmal vorhanden (nicht so Manila und König Salomons Schatzkammer). Bei KSS gab es Spieler, die es immer wieder spielten (wir hatten das einzige Exemplar und wissen, wer dahinter her war). Ansonstne denke ich, dass es nur bedingt als Gradmesser für das SdJ gilt, weil eben in Oberhof doch die meisten Vielspieler sind.
Gespannt bin ich da mehr auf die Relation zum DSP, denn dort stimmen auch viele Vielspieler ab und tendenziell haben dort Nürnberger Neuheite nauch bessere Chancen. Im Bericht über Oberhof ( http://www.poeppelkiste.de/frame/frame.htm?/artikel/oberhof2005/oberhof2005.htm ) habe ich dann ja auch geschrieben: "Das beliebteste Spiel war Louis XIV (alea). Es gewann souverän den Pfefferkuchel, hatte dabei doppelt so viele Punkte wie der Zweitplatzierte und war ohne jede Konkurrenz. Vor allem die Konkurrenz aus München versagte, gelangte Der Turmbau zu Babel nicht einmal in die Top Ten. So ist denn auch für uns der "Louis" der Topfavorit auf den Deutschen Spielepreis." *mal aus dem Fenster lehn*

Ach so, Kathrin, deine Mutmaßung bzgl. SJ und SP letztes Jahr hatte ich zunächst auch. Hat sich aber hinterher relativiert, denn auch beim SdJ und beim DSP schnitt SP besser ab als SJ.

mit spielerischen Grüßen

Wolfgang

Benutzeravatar
Peter Wenzel

Re: Pfefferkuchel 2005

Beitragvon Peter Wenzel » 20. April 2005, 23:43

Hallo Leute,
ich freue mich über eure interessanten und teilweise sehr ausführlichen Stellungnahmen. Welche ich auch nachvollziehen kann.

Wenn man sich allerdings die Wahl zum Pfefferkuchel 2004 noch einmal anschaut, kann man sehen das 4 der 5 nominierten Spiele die ersten 6 Plätze belegen konnten.
Das 5. nominierte Spiel nämlich "Dicke Luft in der Gruft" war 2004 leider nicht vorhanden und konnte somit auch nicht gewählt werden.

Also ich meine damit ist die Pfefferkuchel Liste doch ein guter Anhaltspunkt für die Nominierungsliste, zumindest 2004.

Mal schauen ob dieses Jahr wieder eine so große Übereinstimmung herrscht und der Sieger des Pfefferkuchels den Deutschen Spielepreis gewinnt.

Mit spielerischen Grüßen
Peter

Benutzeravatar
Attila
Kennerspieler
Beiträge: 4715

Re: Hinterfragung des Pfefferkuchel 2005

Beitragvon Attila » 23. April 2005, 14:34

Hi Katrin,

Du unterstellst dem Pfefferkuchel irgendeine aussagekraft. Das ist mE aber überhaupt nicht gegeben, da die Methoden der Auswertung (und der Erfassung) der Daten einfach fehlerhaft ist.

Einzig über die beliebtheit der Spiele auf dem Treffen gibt der Pfefferkuchel auskunft und das ist zwar Informativ, aber sonst auch garnix! :-)

Ob Pfefferkuchel oder Fairplay-Scout-Noten, nimm es als Unterhaltung! :-)

Atti

Benutzeravatar
peer

Re: Hinterfragung des Pfefferkuchel 2005

Beitragvon peer » 24. April 2005, 16:11

Hi,

Benutzeravatar
peer

Re: Hinterfragung des Pfefferkuchel 2005

Beitragvon peer » 24. April 2005, 16:14

Hi,
Attila schrieb:
> Du unterstellst dem Pfefferkuchel irgendeine aussagekraft.
> Das ist mE aber überhaupt nicht gegeben, da die Methoden der
> Auswertung (und der Erfassung) der Daten einfach fehlerhaft
> ist.

Nein, fehlerhaft war sie meines Wissens nicht. Über die Aussagekraft können wir reden, aber die Umfrage wurde genau so durchgeführt, wie sie geplant wurde - entsprechend ist das Ergebnis zu interpretieren. Nicht mehr und nicht weniger
(Ist genauso wie mit allen Statistken - FALSCH sind sie nur, wenn Daen manipuliert wurden, ansonsten kann höchstens die Interpretation nicht der Datenlage entsprechen, die Statistik allein ist nicht fehlerhaft).

> Einzig über die beliebtheit der Spiele auf dem Treffen gibt
> der Pfefferkuchel auskunft und das ist zwar Informativ, aber
> sonst auch garnix! :-)

Muss es denn mehr als informativ sein? ;-)

ciao
peer

Benutzeravatar
Attila
Kennerspieler
Beiträge: 4715

Re: Hinterfragung des Pfefferkuchel 2005

Beitragvon Attila » 25. April 2005, 10:46

peer schrieb:

> Muss es denn mehr als informativ sein? ;-)

Nein, aber manchmal wird hier der Eindruck erweckt als ob solche "Umfragen" irgendwie Repräsentativ sind - und das liegt AUCH daran wie (und welche) die Daten ermittelt werden und wie sie ausgewertet werden.

Atti


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 16 Gäste